Gab es in der DDR Geschirrspüler?

OP #2893764
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Ich habe jetzt nur das gefunden:

http://www.ddrtechnik.de/DDR/haushalt/Haushalt01/haushalt01.html

Das war in den 1972 und das Gerät war offensichtlich ein Flop. Hat man 
die 18 Jahre danach nichts neues erfunden? Mussten Privathaushalte in 
der DDR alles von Hand spülen?
#2893786
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Mit Westverwandschaft, Beziehungen oder Familienmitgliedern im 
Auslandseinsatz (BAM) konnte man im GENEX-Katalog auch einen 
Geschirrspüler kaufen. In meinem Lebensumfeld haben aber alle händisch 
gespült.
Für Großküchen gab es Maschinen unter anderem aus der CSSR.
#2893790
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Steht doch unten drunter:

"Der ca. 1970 entwickelte Geschirrspülautomat, wurde nur in einer 
"limitierten" Stückzahl ( ca.70 Stück) produziert, dann wieder 
eingestellt, weil er mehrere Küchen unter Wasser setzte"

Automaten habe ich nur in Hotelküchen gesehen aber keinen einzigen in 
Privathaushalten. Wir haben das händische Spülen überlebt und das 
Geschirr war tatsächlich sauber!
OP #2893803
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Icke ®. schrieb:
> Steht doch unten drunter:
>
> "Der ca. 1970 entwickelte Geschirrspülautomat, wurde nur in einer
> "limitierten" Stückzahl ( ca.70 Stück) produziert, dann wieder
> eingestellt, weil er mehrere Küchen unter Wasser setzte"

Da steht lediglich, dass DIESER Geschirrspüler nicht weiterproduziert 
worden ist, aber nicht, ob es später andere Modelle gab. Du musst schon 
mal genau lese, was ich schreibe! "Hat man die 18 Jahre danach nichts 
neues erfunden?"
#2893816
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Icke ®. schrieb:
> Automaten habe ich nur in Hotelküchen gesehen aber keinen einzigen in
> Privathaushalten. Wir haben das händische Spülen überlebt und das
> Geschirr war tatsächlich sauber!

Das konnte man auch im "Goldenen Westen" prima überleben, meine Eltern 
hatten erst Ende der 90ziger einen Geschirrspüler angeschafft und die 
Teller waren auch davor sauber. ;-)

Mein Vater war schon ein übler Technik-Minimalist, ich war der einzige 
Schüler ohne Kabel-TV, erst 1994 (95?) kam ein Sat-Receiver in das Haus, 
Psychische Schäden waren aber nur begrenzt feststellbar. :-)

Ein Telefon wurde erst angeschafft kurz bevor es bei der Post keine 
Drehscheiben-Telefone mehr gab, aber auch nur weil mein Vater es fast 
nicht mitbekommen hat das einer seiner Brüder gestorben war und wir eben 
schlecht erreichbar waren.

Ja, harte Kindheit, jeder hat einen C64 geschenkt bekommen nur ich 
musste dafür Zeitungen austragen, Rasen mähen etc...
Ich schweife ab sorry! :-)
#2893820
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Andi $nachname schrieb:

> "Hat man die 18 Jahre danach nichts neues erfunden?"

In der DDR wurde sehr viel erfunden* aber nur wenig produziert und noch 
weniger im eigenen Lande verkauft. Es ist gut möglich, sogar 
wahrscheinlich, daß jemand ein verbessertes Modell konstruiert hat. Zu 
kaufen gab es jedoch keins.

*Gerüchten zufolge stammt bswp. die Idee zum Design des Golf-I aus der 
DDR. Es wurden auch interessante Prototypen von Trabant und Wartburg 
gebaut:

http://www.motorvision.de/artikel/zerbrochene-traeume-die-fehler-der-ddr-automobilindustrie,4739.html

So einen Wartburg 355 habe ich mit eigenen Augen am Fichtelberg gesehen.
#2893886
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Icke ®. schrieb:
> Andi $nachname schrieb:
>
>> "Hat man die 18 Jahre danach nichts neues erfunden?"
>
> In der DDR wurde sehr viel erfunden*

Ja, das glaube ich auch. Not macht erfinderisch!

> aber nur wenig produziert und noch
> weniger im eigenen Lande verkauft.

Was nicht im 5-Jahres-Plan stand wurde auch nicht produziert. 
Planwirtschaft eben.

>
> *Gerüchten zufolge stammt bswp. die Idee zum Design des Golf-I aus der
> DDR. Es wurden auch interessante Prototypen von Trabant und Wartburg
> gebaut:

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/giugiaro-warkuss-de-silva-gipfeltreffen-der-vw-golf-designer-2865117.html

Dass Giorgio Giugiaro jetzt ein Ossi war, wäre mir neu!
#2893944
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Icke ®. schrieb:
> *Gerüchten zufolge stammt bswp. die Idee zum Design des Golf-I aus der
> DDR. Es wurden auch interessante Prototypen von Trabant und Wartburg
> gebaut:
>
> http://www.motorvision.de/artikel/zerbrochene-trae...

Vermutlich stammen Facebook und das IPhone auch aus der DDR.

Es hat auch schon mal im Forum behauptet, dass der Käfer in der DDR 
entwickelt wurde, was noch lächerlicher war.
Persönliche Seite #2893947
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Icke ®. schrieb:
> Wir haben das händische Spülen überlebt und das
> Geschirr war tatsächlich sauber!

Darum geht es nicht. Sondern um den Wert der eigenen Arbeitszeit. Das 
ist ja bei Waschmaschinen auch nicht anders, man kann auch von Hand 
waschen.

Neuzeitliche Geschirrspüler benötigen übrigens zum Spülen weniger Wasser 
und weniger Wärmeenergie als ein üblicher "Handspüler".

Natürlich fällt der zur Produktion des Geschirrspülers erforderliche 
Ressourcenverbrauch unter den Tisch ...
#2893975
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Ulrich S. schrieb:

> Es hat auch schon mal im Forum behauptet, dass der Käfer in der DDR
> entwickelt wurde, was noch lächerlicher war.

Ich schrieb "Gerüchten zufolge" ;-)

Mangels Valuta konnten DDR-Erfindungen nicht international patentiert 
werden, z.B. Mosemanns Kühlaggregate auf Basis von 
Schraubenkompressoren, die noch heute Stand der Technik sind.

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/erfindungen-ddr-patente-sind-ab-november-geschichte/3577792.html

Es war damals schon genauso wie heute, ohne Patente kann man Erfindungen 
nicht zu Geld machen und ohne Geld kann man Erfindungen nicht zu 
Patenten machen.
#2894037
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>> Es hat auch schon mal im Forum behauptet, dass der Käfer in der DDR
>> entwickelt wurde, was noch lächerlicher war.

>Ich schrieb "Gerüchten zufolge" ;-)

Das mit dem Golf I stimmt schon, denn dieses Thema war schon kurz nach 
der Wende dran. Ich erinnere mich noch an einen entsprechenden Beitrag 
in einer damaligen DDR-Ingenieurszeitschrift (Ingenieur Digest ??? - 
weis nicht mehr genau), wo auch ein Foto des neuen Trabi-Prototyp drin 
war - der später erschienene Golf I entsprach dem wirklich sehr gut (ich 
glaube, die Zeitschrift habe ich noch irgendwo rumliegen, komme da aber 
jetzt nicht einfach ran - da müsste ich zu viele Kisten durchgucken :-( 
).

Ob da VW aber wirklich abgekupfert hatte, ist eine andere Frage, die wir 
mal im Raum stehen lassen müssen ...
#2894136
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Andi $nachname schrieb:
> Ich habe jetzt nur das gefunden:
>
> http://www.ddrtechnik.de/DDR/haushalt/Haushalt01/haushalt01.html
>
> Das war in den 1972 und das Gerät war offensichtlich ein Flop. Hat man
> die 18 Jahre danach nichts neues erfunden? Mussten Privathaushalte in
> der DDR alles von Hand spülen?

Wir hier hatten doch kein Wasser und keinen Strom. Wie kommst du darauf 
das wir Geschirr hatten?

Und heute bekommen wir nur so wenig Lohn, weil hier alles die Hälfte 
kostet .....


MfG.
#2895382
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In einer der letzten Autobild - Klassik ist über den DDR- Golf ein 
Bericht.
Die Ähnlichkeit ist nicht zu leugnen.
Warum sollen Erich's Jünger das Desingn gegen Deviesen an VW verkauft 
haben, nachdem man festgestellt hat, dass die Produktion zu teuer wird? 
VW wird wohl einen Dreck tun, zuzugeben das sie das Design gekauft und 
verbessert haben.
Gast #2895435
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> andererseits baute man doch im Osten amerikanische
> Halbleiterchips nach. Das tut sich dann am Ende nichts.

Die Gründe waren aber andere: Die Halbleiter fielen unter den 
Wirtschaftsboykott, um technisch einigermaßen mitzuhalten, mussten die 
"nacherfunden" werden. Sachen in den NSW zu verkaufen brachte halt 
Devisen. Ne Bekannte hat auch Pullover im VEB Obertrikotagen Apolda 
genäht: Da ging die 1. Wahl zu Meckermann und Qualle, die fehlerhaften 
sind vielleicht irgendwo in Berlin aufgetaucht. Im Laden bei uns hat sie 
die nie gesehen...
#2895494
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Jens Martin schrieb:
> Andi $nachname schrieb:
>> Gab es in der DDR Geschirrspüler?
>
>
> 17 Millionen (zumindest potentielle)
>
> Aber das Fernsehen war deutlich besser, so gut das den Müll keiner
> geglaubt hat. Hier schlucken die Leute wirklich jeden Propagandadreck.

Gleichberechtigung: Geschirrspüler und GeschirrspülerInnen!

Die DDR WOLLTE ja auch keine Geschirrspüler entwickeln!

Ärisch H. sagte doch mal "Niemand hat die Absischt, einen Geschirrspüler 
zu entwickeln!"
Gast #2895529
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Michael K-punkt schrieb:
> ne Spülmaschine
> kaufen!

Ne, vom ersten Begrüßungsgeld gabs einen Dual-Deck-Kassettenrecorder mit 
Radio und Double-Speed-Dubbing. Das wurde also sofort wieder investiert 
und zeigte damals schon, wie der "Aufbau Ost" funktionieren wird: Das 
Geld wird offiziell in den Osten verfrachtet, und fließt dann über 
diverse Kanäle wieder zurück gen Westen.

Aber ne, ich will mal nicht meckern, wer weiss ob wir sonst heute ne 
Spülmaschine hätten... ;-)

Krass, es wurde anscheinend schon vor 1967 ein Geschirrspüler in der DDR 
produziert: http://www.eichwaelder.de/Altes/altesspiel259.htm

Btw: Es gab auch funktionierende Spielzeug-Staubsauger mit Batterie. Und 
legendär: Die Piko-Handbohrmaschine mit 12V, mit der hab ich in meine 
ersten Leiterplatten (handgemalt und mundgeblasen) die Löcher gestanzt.
#2895859
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>> Gleichberechtigung: Geschirrspüler und GeschirrspülerInnen!
>
> Man erkennt sofort die typische Hirnerweichung, die einer kriegt, der
> begierig die antisozialistische Westpropaganda in sich reingefressen
> hat. Bei diesen Leuten ist der Blick fürs Unwesentliche bis ins
> unendliche geschärft...

...und Leutinnen!

P.S. als "antisozialistische Westpropagande" sind mir lediglich die 
Grenzübergänge in den Ostblock und aus dem Ostblock heraus in bleibender 
Erinnerung.

Ach ja, und dass wir das Apotheken-Heftchen für Kinder (das wo Papa Moll 
mit seinem Sohn die Abenteuer erlebt) von der Hutablage des damaligen 
daf 44 hervorholen mussten, damit es von den Grenzern einbehalten wurde.
#2896591
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Wir hatten auf unserer Reise in die DäDäÄr mal ein großes rotes 
Schlauchboot dabei - doch leider hatten wir das Hauptventil vergessen.

Der Sohn der Familie besorgte dann über seine Arbeitsstelle ein 
Alu-Drehteil (Durchmesser ca. 35 mm, Höhe ca. 40 mm), welches EXAKT in 
das Ventilgewinde passte und wir so dann doch Schlauchboot fahren 
konnten.

Im "organisieren" waren die Jungs dort also echt klasse!
#2896625
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Michael K. schrob:
>Im "organisieren" waren die Jungs dort also echt klasse!

Die Fähigkeit ist auch heute noch von Nutzen, zum Beispiel beim
"Zweckentfremden" irgendwelcher Materialien.

So Etwas: Verpackungen aus Polystyrol (Rocher Pralinen, Käseecken)
zerkleinern und in Nitro-Verdünnung auflösen.
->Wunderbarer Klebstoff für Eigenbau-Gehäuse aus Polystyrol oder
für Modellbahn-Häuserbausätze

MfG Paul
#2896645
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Timm Thaler schrieb:
> Michael K-punkt schrieb:
>> Wir hatten auf unserer Reise in die DäDäÄr mal ein großes rotes
>> Schlauchboot dabei - doch leider hatten wir das Hauptventil vergessen...
>
> Hab ich jetzt schon wieder ein Dejavu, oder hast Du das schonmal
> geschrieben?

Könnte sein, find ich jetzt aber nicht sooo tragisch - so lange das 
Ventil nicht jägerlateinmäßig bei jeder neuen Version ein paar cm größer 
wird...
Moderator Persönliche Seite #2897112
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Jay W. schrieb:
> Für Großküchen gab es Maschinen unter anderem aus der CSSR.

Ich hab' meinen ersten Ferienjob in einer Kantine absolviert (1976), da
hatten sie zumindest so ein Teil.  Die Großküche selbst hatte natürlich
einen großen Durchlaufspüler, aber in der kleinen Kantine (die mitten
in der Werkhalle war) musste ich immer die Kaffeetassen in so ein Ding
einsortieren.

Ob's nun exakt der gleiche Typ war, kann ich mich natürlich nicht mehr
erinnern.

In einem Privathaushalt habe ich aber sowas auch nie gesehen.

Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Neuzeitliche Geschirrspüler benötigen übrigens zum Spülen weniger Wasser
> und weniger Wärmeenergie als ein üblicher "Handspüler".
>
> Natürlich fällt der zur Produktion des Geschirrspülers erforderliche
> Ressourcenverbrauch unter den Tisch ...

Außerdem unterschlägt es, dass ein Geschirrspüler mangels möglicher
Mechanik das Geschirr "sauber ätzen" muss, also erstens einen Haufen
Chemie ins Abwasser ablässt und zweitens dabei das Geschirr oft auch
arg in Mitleidenschaft zieht.
#2897152
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Jörg Wunsch schrieb:

> Außerdem unterschlägt es, dass ein Geschirrspüler mangels möglicher
> Mechanik das Geschirr "sauber ätzen" muss, also erstens einen Haufen
> Chemie ins Abwasser ablässt und zweitens dabei das Geschirr oft auch
> arg in Mitleidenschaft zieht.

Ich würd mal davon ausgehen, dass das Maschinenspülen unterm Strich 
energiesparender und umweltschonender ist als das Handspülen.

Die Reinigung wird natürlich durch das Mittel, aber auch durch den Druck 
erreicht, mit dem das Wasser x-mal umgepumpt und auf das Geschirr 
gestrahlt wird.

In Mitleidenschaft gezogen wird beim Handspülen das Geschirr auch. 
Allerdings eher in Form von einzelnen Tellern, die mal runterfallen, 
sich ne Ecke abstoßen oder in Form von Gläsern, die beim Abtrocnen 
brechen können, wenn man nicht vorsichtig ist.

Eine "Hohelied" auf das Handspülen würde ich auch jeden Fall nicht 
singen wollen.
#2898686
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Mann, Mann, welcher Plattkopf war das denn:

  Beitrag #2898499 wurde von einem Moderator gelöscht.

Knörigs Beiträgchen war wirklich nicht sonderlich originell, ließ aber 
tief blicken. Das Prinzip gefiel dem Saubermann offenbar so gut, daß er 
sich gleich angeschlossen hat...
#6236384
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René H. schrieb:
> Nicht nur Geschirr. Auch Wäsche wurde teilweise von Hand gewaschen.

Redest du jetzt von den 50ern/frühen 60ern? Und was ist für dich 
teilweise? Teilweise gibts auch heute noch Leute die das so handhaben, 
weil sie es so wollen.
Solange ich zurückdenken kann (also ca. ab 1970) hatte jeder eine 
Waschmaschine. Z.T. abenteuerliche Modelle, aber Waschmaschine.

edit:
und um beim Thema zu bleiben: eine Geschirrspülmaschine hatte im 
Bekanntenkreis keiner.
#6236620
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In der DDR gab es alles, wenn man genug "blaue Fliesen",
also Westgeld hatte.
Und "Vitamin B" sowie Wissen natürlich auch.

So gabs z.B Tomatenketschup nicht etwa in der HO,
sondern in Autoreparaturwerkstätten.
Dort war das Zeug nämlich eines der Zahlungsmittel
und stand in der Hinterzimmern kistenweis bis zur Decke. ;-P

Das ist aber nicht DDR-spezifisch, sondern kennzeichnet alle 
Mangelwirtschafen, siehe heut Toalettenpapier und
Gesichtsmasken.

mfg
(Firma: Funkenflug Industries) #6236644
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> Mann, Mann, welcher Plattkopf war das denn:
> Beitrag #2898499 wurde von einem Moderator gelöscht.
Steht doch da! :D

Die Probleme gab's also vor fast 8 Jahren schon, so so. Das lässt auch 
tief blicken.

Ach und Edit zu dem voll aktuellen Thema:

Ja, gab es, aber die wenigsten hatten welche. Geschirrspüler und 
Wasch-Vollautomaten wurden in größeren Mengen für den Export produziert.

Gefrierschränke oder -Fächer gab es in Massen, eines von beiden hatte 
eigentlich jeder. Vor allem wirklich große Gefrierschränke bei älteren 
Leuten.
#6236754
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~Mercedes~  . schrieb:
> Das ist aber nicht DDR-spezifisch, sondern kennzeichnet alle
> Mangelwirtschafen, siehe heut Toalettenpapier und
> Gesichtsmasken.

äh wer ist gerade Bundeskanzler*in?

Icke ®. schrieb:
> Wir haben das händische Spülen überlebt und das
> Geschirr war tatsächlich sauber!

auch ich bin auch mit Ofenheizung aufgewachsen und habe das überlebt, 
finde aber Zentralheizung schöner.

Bekam 1980 meinen ersten Geschirspüler und war froh über diese 
Erleichterung, genau wie Heizen mit Radiator über Zeitschaltuhr und 
Themostat.

Damals gabs auch Plumpsklo auf dem Hinterhof, will das heute noch 
jemand?
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6236756
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H.Joachim S. schrieb:
> Redest du jetzt von den 50ern/frühen 60ern? Und was ist für dich
> teilweise? Teilweise gibts auch heute noch Leute die das so handhaben,
> weil sie es so wollen.

Meine Schwiegereltern waschen ihr Geschirr auch immer noch per Hand ab 
bzw. haben seit kurzem aus gesundheitlichen Gründen eine Haushaltshilfe, 
die das Geschirr per Hand spült. Von solch neumodischem Zeugs wie einem 
Geschirrspüler haben sie schon in den letzten zig Jahren nichts 
gehalten.
#6237040
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Jörg R. schrieb:
> https://de.wikipedia.org/wiki/GA_4

Tja, bei etwa 6,5 Millionen Haushalten in der DDR konnten also 
theoretisch 0,18% aller Haushalte im Jahr 1973 diese Maschine haben. 
Theoretisch, denn von den Stückzahlen muss man die abziehen, die nur auf 
dem Papier zur Planerfüllung standen, und diejenigen die dank Qualität 
auf Weltniveau schon beim ersten Einschalten beim Käufer auseinander 
fielen, oder spätestens nach einem Monat.

Wenn man dann noch bedenkt, dass der Preis über einem durchschnittlichen 
Monatsgehalt lag und sich die Parteibonzen zuerst bedient haben werden, 
dann wird die Verteilung bei den Werktätigen annähernd Null gewesen 
sein.
#6237120
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Wenn man bedenkt, daß dieser Ga4 über Jahrzehnte funktionierte
Und heute nach einigen Jahren die "Westgeräte"nur noch der Straßenrand 
zu taugt, dann ist das schon in den Sibzigern eine großartige Leistung 
der Techniker in begrenzten Resourcen gewesen.
Jeder hatte bezahlbaren Wohnraum und kaum jemand einen Geschirrspüler 
daß ist wirklich kritikwürdig.
#6237201
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Jörg R. schrieb:
> Und heute nach einigen Jahren die "Westgeräte"nur noch der Straßenrand
> zu taugt, dann ist das schon in den Sibzigern eine großartige Leistung
> der Techniker in begrenzten Resourcen gewesen.

Ist es nicht. Heute bekommst du eine Spülmaschine für 300 Euro. Die 
meiste davon halten 5-10 Jahre durch, viele auch mehr.
Danach kauft man sich halt eine neue.

Für tausende von Euro (nach heutiger Kaufkraft) eine Maschine zu bauen 
die 30 Jahre hält ist kein Problem. Wenn man nicht auf 
Wirtschaftlichkeit achten muss kann man viel machen. Niemandem bringt es 
was, wenn es nur ganz tolle langlebige Maschinen gibt, die sich aber nur 
2% Leisten können. Das ist die typische Sozen Denke.
Ich habe lieber die Läden voll mit bezahlbaren Maschinen. Und wer kann, 
kann sich trotzdem bei Miele und Co. im Hochpreissegment bedienen. Gibt 
es ja auch alles, im bösen Kapitalismus.
#6237260
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Jörg R. schrieb:
> Wenn man bedenkt, daß dieser Ga4 über Jahrzehnte funktionierte

Dieses eine. Es ist nicht so schlau von einem Einzelexemplar auf die 
Gesamtmenge zu schließen.

> Und heute nach einigen Jahren die "Westgeräte"nur noch der Straßenrand
> zu taugt, dann ist das schon in den Sibzigern eine großartige Leistung
> der Techniker in begrenzten Resourcen gewesen.

Tschuldigung, aber die meisten heutigen "Westgeräte" kommen ganz oder zu 
überwiegenden Teil aus dem Osten. Mit freundlichem Gruß von der 
kommunistischen Partei Chinas. Wenn du es magst, zum Herunterbeten: Lang 
lebe der Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Vorsitzender der 
Zentralen Militärkommission und Staatspräsident Chinas Xi Jinping.

> Jeder hatte bezahlbaren Wohnraum und kaum jemand einen Geschirrspüler
> daß ist wirklich kritikwürdig.

Sollen wir wirklich die Bilder und Statistiken über den zerfallenden 
Wohnraum in der DDR ausgraben? Wollen wir über Schwarzwohnen, 
Wohnungszuweisungen und Bestechungen von Verwaltungsmitarbeitern 
diskutieren?
#6237290
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Cyblord -. schrieb:
> Ist es nicht. Heute bekommst du eine Spülmaschine für 300 Euro. Die
> meiste davon halten 5-10 Jahre durch, viele auch mehr.
> Danach kauft man sich halt eine neue.
> Für tausende von Euro (nach heutiger Kaufkraft) eine Maschine zu bauen
> die 30 Jahre hält ist kein Problem. Wenn man nicht auf
> Wirtschaftlichkeit achten muss kann man viel machen. Niemandem bringt es
> was, wenn es nur ganz tolle langlebige Maschinen gibt, die sich aber nur
> 2% Leisten können. Das ist die typische Sozen Denke.
> Ich habe lieber die Läden voll mit bezahlbaren Maschinen.

Du kannst vor allem nicht rechnen.

Eine haltbare Maschine, die nicht nur 5 Jahre überlebt sondern (wie du 
schreibst 30), darf auch 'tausende von Euros' kosten, nämlich 1700 und 
wäre immer noch billiger als der Ramsch den du empfiehlst. Typisches 
Turbokapitalistendenken, was lange hält bringt keinen Gewinn.

Ich wäre eher für eine Maschine die mich überlebt also in meinem Leben 
nicht kaputt geht, die darf dann auch 2500 kosten (hat aber nichtmal das 
doppelte deines 300 EUR Ramsches gekostet). Leider weiss man, wie 
haltbar eine Maschine ist, erst hinterher. Aber ich bin umgeben von Kram 
den ich mir zur Einrichtung vor 30 Jahren gekauft habe und der macht 
nicht den Eindruck, auseinanderzufallen. Ok, der Videorecorder geht 
nicht mehr. Schade eigentlich, denn ich habe noch Cassetten. Und die 
Scheiss-Autos halten kaum länger als 20 Jahre. Dafür gibt's hier einiges 
vom Opa das schon 100 Jahre alt ist, vom Schrank über die Leiter bis zum 
Werkzeug. Ob Rasenmäher oder Häcksler, ob Rasenkantentrimmer oder 
Heckenschere, ob Schwimmbadpumpe oder Schubkarre, ob Fräsmaschine oder 
Drehmaschine, wenn man ein bischen aufpasst beim Einkauf sind deine 5 
oder 10 Jahre eine Beleidigung.
#6237295
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Die jetzt hier schreiben, in der Zeit im Osten nicht großgeworden sind 
schieben jetzt die technischen Leistungen der damaligen Techniker und 
Ingenieure ins Politische hinüber.

Wir hatten ja auch unseren eigenen Witz in der DDR, wir wußten zb. daß 
der oben angegebenen Parteibonze bei solcherart "Gerätezuteilung" 
verschiedentlich sozusagen die Miete anderer mitgezahlt hat.

Heute wissen wir daß mit Mindestlöhnen, Leiharbeit und ausländischen AK 
die Villen und Yachten auf Mallorca bezahlt werden.
Gast #6237296
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Vergesst bitte nicht, dass die DDR 89 schon vorbei war. Damals hatte 
Westen vermutlich nur jeder zweite Haushalt sowas. Und 5 Jahre vorher 
deutlich weniger. Wer da einen Schnitt macht, wird auch sagen, dass kein 
bekannter sowas hatte. Von daher wären es halt nur ein paar Jahre 
Unterschied.
#6237299
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Cyblord -. schrieb:
> Für tausende von Euro (nach heutiger Kaufkraft) eine Maschine zu bauen
> die 30 Jahre hält ist kein Problem. Wenn man nicht auf
> Wirtschaftlichkeit achten muss kann man viel machen. Niemandem bringt es
> was, wenn es nur ganz tolle langlebige Maschinen gibt, die sich aber nur
> 2% Leisten können. Das ist die typische Sozen Denke.
> Ich habe lieber die Läden voll mit bezahlbaren Maschinen. Und wer kann,
> kann sich trotzdem bei Miele und Co. im Hochpreissegment bedienen. Gibt
> es ja auch alles, im bösen Kapitalismus.

Seltsam nur, dass Miele ursprünglich eine Lohnwäscherei war und die 
Maschinen nur für den eigenen gewerblichen Bedarf betrieb (die Älteren 
werden sich vielleicht noch an die typischen Fahrräder erinnern). 
Irgend wann haben sie dann Maschinen verkauft. Das scheint für die 
Kapitalisten ein gutes Geschäft gewesen zu sein. Bei Staubsaugern war es 
ganz ähnlich; die wurden zunächst auf Selbstfahrlafetten betrieben und 
im Lohnauftrag eingesetzt.
Anders seltsamer Weise bei Linde; die haben erst Kältemaschinen verkauft 
(statt Kälte zu liefern) und sind erst später auf den Vertrieb von Gasen 
umgestiegen.
(Firma: Funkenflug Industries) #6237302
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Das einzige was ich in Sachen Kaufkraft bemerkenswert finde ist, daß man 
die Silhouette der DDR nach knapp 31 Jahren immer noch deutlich auf der 
Karte der CoViD19-Infizierten pro 100.000 Einwohner erkennen kann. Die 
Gebiete der ehemaligen DDR haben eine signifikant niedrigere Rate 
(ausgenommen gerade mal zwei Hotspots), alle Gebiete mit besonders 
niedrigen Infektionszahlen liegen auf ehemaligem DDR-Gebiet.

Ganz offensichtlich haben Menschen im Osten immer noch deutlich weniger 
Geld für Spaßreisen in Corona-Verbreitungsgebiete Anfang 2020.
#6237311
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Ben B. schrieb:
> Das einzige was ich in Sachen Kaufkraft bemerkenswert finde ist, daß man
> die Silhouette der DDR nach knapp 31 Jahren immer noch deutlich auf der
> Karte der CoViD19-Infizierten pro 100.000 Einwohner erkennen kann.
Bis vor kurzem traf das auch auf Bremen im Vergleich zu Berlin oder 
Hamburg zu.
Und innerhalb von Hamburg weist die Inzidenz eine Verteilung zwischen 
den Bezirken auf, die sich auch nicht ad hoc erklären lässt. Da man aber 
nicht weiß,  wo sich die Leute infiziert haben,  ist die Zuordnung nach 
Wohnsitz insoweit wenig aufschlussreich, vermute ich.
Ich hatte aber für Hamburg ohnehin eine höhere Belastung befürchtet 
wegen der geografischen Lage und verkehrstechnischen Bedeutung.
#6237451
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Also, wir hatten in den Achzigern in Berlin (West) auch noch keinen 
Geschirrspüler, den ersten in der Familie habe ich irgendwann Anfang der 
90er angeschleppt.

Ich mag Hand-Abwasch sowas von gar nicht... Meine Eltern haben noch 
einige Jahre länger keinen Sinn für den Alltag in dieser Erfindung 
entdecken können. Nur bei Familienfeiern.

Mein erster Spüler von BSH hat 18 Jahre gehalten (mit zwei 
Eigen-Reparaturen wegen undichter Dichtungen) und der zweite bis jetzt 
IIRC 9 Jahre. Der macht jetzt seltsame Geräusche, funktioniert aber und 
ist dicht, also bleibt er in Betrieb.

Da kann ich keine Wegwerf-ex-und-hopp-Technik erkennen und BSH ist 
mittleres Preissegment, also eben nicht Miele.
#6237493
Lesenswert?

Und ich möchte heute auch keine Waschmaschine mehr haben, die 30 Jahre 
oder älter ist. Strom-/Wasserverbrauch, Wachmittelmenge, 
Schleuderdrehzahl, FassungsvermögenSchontrommel - das alles sind ebenso 
ökologische wie monetäre Faktoren, die sich im Lauf der Jahre 
aufsummieren.. Nicht immer ist längere Haltbarkeit und Nutzdauer 
automatisch auch besser. Ne Gesamtbilanz zu erstellen ist da aber rel. 
schwierig.
Min. 7/8 Jahre sollte sie von Hause aus halten. Und reparaturfähig sein. 
Bei der Waschmaschine sind da für mich wichtige Punkte:
-Trommellager müssen tauschbar sein (verschweisster/verklebter Bottich 
-> Totalschaden wenn die Lager hin sind, kann schnell passieren wenn der 
Simmerring undicht wird)
-Bottichaufhängung. Wenn da gespart wird (Federn direkt in dünnes 
Plastik eingehängt) ebenso Totalschaden

Ist aber letztendlich auch nur für den Selbermacher interessant. Nur 
Lagertausch für meine knapp 10 Jahre alte LG sollte fast 400€ kosten, 
ich hatte es mal wieder mit nem Handwerker versucht...
Dabei gleich noch Laugenpumpe und Stossdämpfer erneuert, Teile für 60€ 
und ein halber Tag Arbeit, schnurrt wie neu. Macht locker noch mal 5 
Jahre und dann seh ich weiter.
#6237511
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Cyblord -. schrieb:
> Selbst die 300-400 Euro Dinger sind Siemens und Bosch usw.

aber wer auf Unterbaugeräte besteht und seine eigene Vorsatzfront 
braucht muss für "integrierbar" heftig Aufpreis bezahlen, mit 300-400 € 
Geräten wird man ja fast erschlagen aber nie zur Montage eigener 
Fronten, das "integrierbar" lassen sie sich gut bezahlen meist um 
>=1000,-€

komisch jetzt finde ich auch was in der 400,-€ Klasse, als ich meinen 
3ten kaufte war en die teurer!
#6237526
Lesenswert?

Da sagste was...
Durch weglassen von Front und Deckel explodierte der Preis, das hatte 
ich bei der Spülmaschine auch durch. Suche hat länger gedauert, der 
Haussegen hing schon etwas schief :-)
Letztlich eine zum Normalpreis bekommen, man muss den Versuch der 
Geldschneiderei nicht als gottgegeben hinnehmen.
Moderator Persönliche Seite #6237575
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Was hat das eigentlich alles noch mit dem Threadtitel zu tun?

Dass der Thread exhumiert worden ist, weil in einem Museum nun ein 
lebendiger Beweis der Existenz von Geschirrspülern "Made in GDR" 
auftaucht, ist ja durchaus noch sinnvoll. (Nebenbei, es hat wohl 
nirgends wer behauptet, dass die Dinger großartig in Privathaushalten 
präsent gewesen wären.)

Aber dass daraus nun eine Grundsatzdiskussion um Preise und 
Haltbarkeiten von Waschmaschinen und Geschirrspülern explodiert, gehört 
gewiss nicht mehr zum Thema.
#6237692
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~Mercedes~  . schrieb:
> Trotzdem ists absolut interessant und macht
> dies Board hier zu ner 1a Diskussionsplattform.
>
> Mir gefällt es hier.
Das sehe ich genauso.
Das Ausgsngsthema war schon durch.
Und ich frage mich, wo der sittliche Mehrwert wäre, wenn jetzt extra für 
die Diskussion um Preise und Haltbarkeiten weißer Ware ein ectra Thread 
aufgemacht würde. Das Thema läuft sich hier doch eh alsbald tot, und 
wenn nicht, dann  belegt es nur das Interesse. Um so besser.

Oder soll nach Kräften verhindert werden,  dass die Benutzer das Forum 
interessant finden?
(Firma: Funkenflug Industries) #6237695
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Ihr dürft das der löschwütigen Moderation hier in diesem Forum nicht 
verübeln. Ihr müsst euch dran gewöhnen, daß die Demokratie hier noch 
keinen Einzug gehalten hat. Da wird nach Herzenslust und rein subjektiv 
gelöscht, ohne Grund und ohne Verantwortlichen, oben drauf bekommt man 
"tolle neue Designs" serviert... wie im Restaurant, da sagt der Koch 
auch friss oder stirb - oder beides.

Gemäß der harten Hand der Moderation wäre hier unter diesem Thread-Titel 
nur ein einziger Beitrag zulässig gewesen: "Ja." Alles andere gehört 
rigoros gelöscht, die Autoren gebannt, erschossen und bis in alle 
Ewigkeit verflucht, damit auch ja niemand zuviel Spaß hat oder der 
Verdacht der geringsten Unsachlichkeit aufkommen könnte.

**augenroll**
#6237742
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A. S. schrieb:
> Vergesst bitte nicht, dass die DDR 89 schon vorbei war. Damals hatte
> Westen vermutlich nur jeder zweite Haushalt sowas.

Eher jeder dritte. Ich habe da mal einen Datenabruf beim statistischen 
Bundesamt konfiguriert: <Link gelöscht, funktioniert ohne Session nicht. 
Nach Statistik 63211-0005 auf destatis.de in der Genesis Datenbank 
suchen und auf Geschirrspüler filtern>

1993: Westen 38,0%
1988: Westen 28,7%

> Und 5 Jahre vorher deutlich weniger.

Na ja. 1983: Westen 23,5%

> Wer da einen Schnitt macht, wird auch sagen, dass kein
> bekannter sowas hatte.

Nein, wenn grob gerundet 1989 jeder dritte oder vierte Haushalt im 
Westen eine hatte, dann war es schon sehr schwer absolut niemanden zu 
kennen der eine hatte.

> Von daher wären es halt nur ein paar Jahre Unterschied.

Das geht nicht auf.

Im Westen 1963: 0,2% der Haushalte hatten eine Spülmaschine. Also 10 
Jahre bevor im Osten theoretisch 0,18% eine GA 4 aus eigener Produktion 
hätten haben können und praktisch keiner eine hatte.

1993:  Westen 38,0%, Osten 2,7%

Das heißt, drei Jahre nach der Wende waren Spülmaschinen im Osten auf 
dem Stand den der Westen etwa 1969 hatte (2,2%). Das wären mehr als 
zwanzig Jahre Verzögerung.

So, gehen wir mal zur ursprünglichen Frage zurück. Der Moderator wird ja 
schon nervös. Gab es in der DDR Geschirrspüler? Antwort: Nur auf dem 
Papier nicht in den Haushalten. 97,3% der Haushalte hatten sogar noch 
1993 keinen.
#6237756
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Hannes J. schrieb:
> Das heißt, drei Jahre nach der Wende waren Spülmaschinen im Osten auf
> dem Stand den der Westen etwa 1969 hatte (2,2%). Das wären mehr als
> zwanzig Jahre Verzögerung.
>
Das dürfte eine Frage der Prioritäten gewesen sein. Nach meiner 
Erinnerung wurden damals Baumärkte ind Gebrauchtwagenhändler überrannt; 
bei Conrad stand eine ausgedünnte Belegschaft vor halbleeren Regalen.
Dem Vernehmen nach ging auch TV + Video sehr gut, und natürlich 
Datentechnik. Damit war zunächst die Kaufkraft fürs Erste abgeschöpft.
Etwas boshaft könnte man auch mutmaßen, dass weiße Ware erst von 
Interesse war, als die vorgenannten Artikel ausverkauft waren - was 
sicherlich so nicht stimmt.

> So, gehen wir mal zur ursprünglichen Frage zurück. Der Moderator wird ja
> schon nervös. Gab es in der DDR Geschirrspüler? Antwort: Nur auf dem
> Papier nicht in den Haushalten. 97,3% der Haushalte hatten sogar noch
> 1993 keinen.
#6237806
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Da muss ich wieder die Steigerungsform zur Statistik aus DDR Zeiten 
zitieren:

"Wahrheit,   Lüge ===>  Statistik. "

Aber heutzutage wissen wir doch aus verschiedenen Beispielen
wie derartiges zurechtgerechnet, dann fragwürdig als durchschnittlich in 
Prozent erscheint.

Daß relativ wenig Geschirrspüler Anfang der Achtziger im Westen 
vorhanden (% tual durchschnittlich natürlich) erschreckt mich eher.
Wir wussten aus den jeweiligen Bekanntenkreisen daß viele Konsumgüter im 
Westen aus der chinesischen Werkbank der DDR kamen.
In einem dokfilm vor über zehn Jahren da war zu erfahren, daß es knapp 
über 20% waren.
Nein, Geschirrspüler für den Westen waren aus meinen Bekanntenkreisen 
Erinnerung nicht in der DDR für den Westen produziert worden.
Es muss sich also für den westdeutschen Unternehmer nicht gelohnt haben, 
sonst hätte er uns Produktionsanlagen geliefert und seine Leute dafür 
freigestellt.
Mehr dazu kann man sich unter "Gestattungsproduktion" jeder selbst bitte 
ergooglen.
#6237809
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Michael B. schrieb:
> Eine haltbare Maschine, die nicht nur 5 Jahre überlebt sondern (wie du
> schreibst 30), darf auch 'tausende von Euros' kosten,

da das aber nicht sein darf wurde UKW im Kabel abgeschaltet und so mein 
1000,-DM Tuner über Nacht wertlos!
Das Blaupunkt Navi vom Nachbar wurde nach 3 Jahren wertlos, es gibt 
keine Kartenupdates mehr!
Der Taschen TV vom Nachbar mit DVB-T wurde auch wertlos durch DVB-T2.

Keiner meiner CD Player ist älter als 10 Jahre geworden, was aber immer 
noch spielt ist mein Dual 701 direct drive von 1975 (1500,-DM), das 
können sie nicht abschalten!

Wer ist also der größte Umweltsünder, die Industrie die keine 
langlebigen Produkte bauen will und die Politik die es erlaubt Geräte 
per Verordnung oder Erlass unbrauchbar zu machen.

Selbst Miele baut rostende (unter der Kunststoffummantelung) 
Geschirrkörbe ein, Ersatzkörbe kann man kaufen für >100,-€ was Wahnsinn 
ist!
Auf meine Anfrage warum nicht Edelstahl verbaut wird kamen Ausreden, 
lässt sich nicht schweissen, komisch in China Hongkong sieht man das 
überall die können Edelstahl schweissen.

Ich würde für ein langlebiges Produkt auch mehr bezahlen (nur diese sind 
super selten und wenn werden sie, siehe mein Tuner, anderweitig ausser 
Funktion gesetzt.
#6237929
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Michael B. schrieb:
> Eine haltbare Maschine, die nicht nur 5 Jahre überlebt sondern (wie du
> schreibst 30), darf auch 'tausende von Euros' kosten, nämlich 1700 und
> wäre immer noch billiger als der Ramsch den du empfiehlst. Typisches
> Turbokapitalistendenken, was lange hält bringt keinen Gewinn.

Ich habe noch eine inzwischen weit über 30 Jahre alte Miele 
Spülmaschine. Die steht im Keller, als Backup. War in der Küche verbaut, 
als wir das Haus gekauft haben. Und ganz ehrlich, das Ding würde heute 
niemand mehr in der Küche wollen. Das Ding lärmt wie Hölle, und hat 
einen Wasserbrauch ohne Ende.

Das Gefasel über kurzlebige Konsumgüter ist scheinheilig. Vieles alte 
wird zu Schrott, weil es im Vergleich zu aktueller Technik Schrott ist, 
auch wenn der Schrott prinzipiell noch funktioniert.

Unsere erste Bosch-Spülmaschine (Mittelklasse) hat 25 Jahre gehalten 
(mit nur einer Reparatur zwischendrinn), die aktuelle läuft jetzt auch 
schon seit 8 Jahren, und es spricht nichts dagegen, daß die nochmal so 
lange hält.

Das passt.

Oliver
#6238120
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Achim meinte:

> Unser Geschirrspüler ist ein West-Produkt, heißt Achim, hat Schuhgröße
> 42, und läuft seit vielen Jahren klaglos.
Dann bist Du ja imperialistische Spitzentechnologie!! ;-O ;--)))

Naja, ich bin ja auch ne "Wessi", da nach 2000 geboren,
aber wurde östlich erzogen:

"Wenn Du mit ner Pistole auf Deine Vergangenheit schießt,
wird Deine Zukunft mit ner Kanone antworten!"

Das is ein russisches Sprichwort, und das sagt sowas aus wie:
Achte Deine Altvorderen!

So passe ich auch recht wenig in die heutige Zeit... ;-O

mfg
#6238664
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Percy N. schrieb:
> Meina alte mechanische Schreibmaschine braucht keinen Strom und ist
> EMP-fest. Kann Dein Laptop das auch?

Nein. Aber ich nehme das Risiko gerne in Kauf und mache mir das Leben 
bis dahin mit dem Laptop einfacher. Nach einem EMP brauche ich eh keine 
Briefe mehr. Jetzt erzähl mir nicht, du schreibst deine Briefe mit der 
Schreibmaschine? Gibt es dafür überhaupt noch Bänder?
#6238715
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Claus M. schrieb:
>
> Nein. Aber ich nehme das Risiko gerne in Kauf und mache mir das Leben
> bis dahin mit dem Laptop einfacher. Nach einem EMP brauche ich eh keine
> Briefe mehr. Jetzt erzähl mir nicht, du schreibst deine Briefe mit der
> Schreibmaschine?
Nein, aber ich könnte. Und das war durchaus beruhigend  wenn mal wieder 
der Drucker spann, während der Uhrzeiger sich ungerührt Richtung 
Fristablauf bewegte.
> Gibt es dafür überhaupt noch Bänder?
Klar. Es gibt ja auch noch Impact-Drucker.
DIN 2103 oder so, besser bekannt als Gruppe 1.

Oliver S. schrieb:
> Mit meinem Laptop schreibe ich u.a. hier im Forum. Zudem, ägyptische
> Steintafeln haben Jahrtausende überdauert, kann das Papier aus deiner
> Schreibmaschine auch?
>
Ich habs noch nicht probiert, aber damit ließen sich auch Metallfolien 
bearbeiten.
Steintafel wären für meine Zwecke allerdings ungeeignet; die Erstellung 
nimmt zuviel Zeit in Anspruch. Und länger als 30 Jahre müssen meine 
Schriftstücke auch nicht halten, aber Dokumentenechtheit war schon mal 
ein Thema. Mit Laserdruckern nicht so ganz einfach; zum Glück steht hier 
noch ein P 7+ herum.
Damit ist die mechanische nur noch das Fallback-System für den 
Stromausfall. Man muss mur genügend Kerzen vorhalten ...

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