Wie Chip unbeschadet aus DIL Gehäuse ausbauen

Gast #210559
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Wie kann ich einen Chip (möchlichst unbeschadet) aus einem Plastik Dip
Gehäuse herausbringen?
Mit roher Gewalt hat es nicht funktioniert.
Hatte eher an eine Säure gedacht, mit der ich das Gehäuse auflöse.

Der Sinn des ganzen ist es , ein paar Chips in einem Transperenten 2K
Harz als Schlüsselanhänger zu vergiesen. Die Chips brauchen
!!!nicht!!!   mehr zu funktionieren.

Im Dankeschön voraus
Gast #210560
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Verbrennen. Das funktioniert erstaunlich gut, lohnt aber erst bei recht
großen Chips (wie man sie in irgendwelchen Flatpacks findet).

Habe ich vor Äonen mal mit 'nem simplen Kachelofen beim Heizen
ausprobiert; die Verbrennungstemperatur von Braunkohle genügt. Der Chip
Carrier (dünnes Metallblech, aus dem auch die Beinchen sind), verglüht
bei dieser Temperatur und der darauf geklebte Chip löst sich von ihm.
Die Gefahr des Schmelzens des Chips selbst besteht bei so niedrigen
Temperaturen nicht.

Einfacher ist es vermutlich, Chips aus nicht vollständig vergossenen
Gehäusen zu extrahieren - da eignen sich vor allem EPROMs. Die öffnen
sich recht leicht mit einem Schraubenzieher, der auf die Vergussmasse
zwischen den Gehäuseschalen gesetzt wird und mit einem leichten
Hammerschlag beglückt wird.

Nun muss nur noch geklärt werden, wie der Chip zerstörungsfrei vom
Trägerblech gelöst wird ...
Gast #210563
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prinzipiell könnte man sich solch einen wafer kaufen und dann einzelne
chips oder auch kleinere blöcke mit einem glasschneider
herausschneiden. evtl brechen sie aber auch von allein in den
sägegräben. laut murphy tun sie das jedoch nie wenn mans braucht :)
n paar kleinere stücke kann ich dir auch schicken, hab davon noch
eniges herumliegen
Gast #210564
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Frag mal bei IBM nach. Da kriegt man sowas bei
Informationsveranstaltungen oft geschenkt. Mal sind's PowerPCs, mal
ZSeries. Hat gegenüber dem Die von irgendeinem AVR Tiny immerhin den
Vorzug, das es nicht bloss wie ein Fliegenschiss aussieht.
Gast #210565
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Habe selbst nämlich soviel "unbrauchbare" IC's herumliegen, das mir
die Idee geschossen ist. Wäre für meine Nichte. Die interesiert sich
für Chips und Co.
Also mit Säure wäre das nicht zu machen, oder?
Ich werds mal mit einem Burn out versuchen.
Gast #210571
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Ich habe das auch mit dem Bunsenbrenner erledigt. Muss man aber
unbedingt im Freien machen, denn es qualmt und stinkt gewaltig und ich
vermute fast, diese Gase sind nicht sehr gesund!!!
Es gibt dabei unterschiedlich gute Resultate. Aus manchen Gehäusen kann
man den Die praktisch unbeschädigt herausschälen, in anderen Fällen
bleibt hartnäckig was auf der Chipoberfläche haften.

Besser für solche Chip-Demos eignen sich alte PGA-Keramikgehäuse mit
Metalldeckel (80x86-Prozessoren). Da schneiden man über eine Ecke
vorsichtig einen Schlitz in den Metalldeckel und klemmt dann einen
Schraubenzieher rein (vorsichtig und nicht mehr als ca. 1mm, sonst
zerkratzt man den Chip oder fegt die Bonddrähte weg). Normalerweise
kann man dann den ganzen Deckel absprengen und darunter liegt der
grosse Chip mit allen Bonddrähten in vergoldeter Umgebung - sieht  echt
toll aus! Die Kunst ist nun, das ganze ohne Luftblasen zu vergiessen
(habe ich nie gemacht)
Gast #210572
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@rayelec
Noch einfacher ist es einfach solche Prozessoren zu nehmen, welche gar
keinen Deckel haben. Ich hatte mal einen Controller in der Hand,
welcher auf einen alten Intel Processor basierte. Die haben nur ein
stück Plastik oben draufgehabt, welches mit Tesafilm befestigt war :-)
Gast #210573
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sowas ist aber wohl kaum serienmässig entstanden. das gehäuse soll ja
den die vor umwelteinflüssen schützen. deshalb muss es schon hermetisch
dicht sein, sonst nützt es ja nix

mach aber vorsichtig mit den bonddrähten, die sind absolute
fingermagnete! da reicht schon leichtes dranstupsen und der is ab.
wieder dran bekommste den ohne entsprechende maschine nich mehr
Gast #210576
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Den Link den Profi genannt hatte, hab ich zwar nur kurz überflogen, aber
da steht auch Salpetersäure, nicht Schwefelsäure. Und die ist heiß und
rauchend...rauchend aber von der Konzentration nicht von der Hitze!
Nicht dass einer auf die Idee kommt 10%-ige NHO3-Lösung zu nehmen und
die so heiß zu machen dass sie raucht. Sollte so >65% haben. Schwer zu
bekommen. Absolute Vorsicht geboten!
Gast #210580
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Och hier fehlt echt ne Edit-Funktion.

Also sehe gerade, dass rauchende Salpetersäure mit B gekennzeichnet
ist, also für Privatanwender nicht zu bestellen. Vielleicht hilft Dir
auch ne Apotheke, kannte früher mal einen der hatte mich als Schüler
immer Unterstützt bei meinen gefährlichen Experimenten :)
Allerdings haben die gepfefferte Preise, weil meist reine und nicht
technische Chemikalien, welche hier voll ausreichend wären, da verkauft
werden.
Gast #210581
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>sowas ist aber wohl kaum serienmässig entstanden. das gehäuse soll ja
den die vor umwelteinflüssen schützen. deshalb muss es schon hermetisch
dicht sein, sonst nützt es ja nix

Nackte Chips gibt es wirklich. Ich hab neulich einen durchaus
serienmäßigen älteren Taschenrechner auseinandergenommen, auf der
Rechnerplatine war der Chip nackt aufgeklebt und mit der Platine
verbondet. Es gab lediglich einen kleinen Plastikdeckel, der schloß
aber keinesfalls hermetisch ab und sich auch leicht entfernen.

MfG Olaf
Gast #210582
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Ich war in einem Institut, die haben diesen Chip selber entwickelt.
Die haben sich sogar einen recht günstigen Preis pro Chip ausgerechnet,
deshalb muss die Stückzahl schon recht hoch gewesen sein.
http://www.offis.de/hs/DesCem.php
Ich habe dort Praktikum gemacht und konnte selber so ein Teil
Fotografieren. Das Foto muss ich irgendwo haben. Das ist noch etwas
hochauflösender, aber irgendwie ist der Kontrast auf dem Chip an sich
nicht so gut geworden.
Gast #2804512
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Wie wäre es, wenn Du Schaltungstechnik- oder Mikroelektroniklehrstühle 
anschreibst? Die haben blanke Dies von irgendwelchen Prototypen 
säckeweise im Schrank und schenken Dir bestimmt welche; würde das 
panschen mit Säure oder Verbrennen sparen.
Gast #2804660
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Paul hat mal wieder ganz recht. Trotzdem Leichenfledderei, diesen Thread 
wieder auszugraben. Aber für alle, die's nochmal wissen wollen: Das mit 
der Säure ist für privat nicht praktikabel, weil nicht beschaffbar und 
ohne Abzug etc. saugefährlich. Im Freien in der Brennerflamme abrösten, 
und danach in kaltes Wasser geben, soll gehen. Alternativ in DMSO 
zerkochen und dann das Gehäuse auseinanderbröseln. Ist nicht ganz so 
eklig wie die Säure, dennoch nicht ungefährlich, wenn weit über 100 Grad 
heiß.
Gast #2805775
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Gehäuse das (den? ) Die fast 
wie von selbst freigibt , indem es zerbröselt. Habe aber keine heisse 
Bunsenbrennerflamme verwendet, sondern eine "normale" Flamme (ca. 600 
Grad). Problem: Die Bonddrähte sind Schrott und bei manchen Chips ist 
irgendeine Art Schutzlack auf dem Die, der sich unansehnlich schwarz 
färbt und sehr hartnächig ist.
Gast #2806312
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In Kolophonium kochen hab ich auch mal probiert. Das geht gut, ist aber 
ne Sauerei. Das Reagenzglas bekommt man hinterher nie wieder sauber.
Vom die bekommt man das Kolophonium hinterher mit Aceton runter.

Viel Erfolg!
Gast #2806343
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Nimm Flusssäure. Die frisst alles weg. In der "Datenschleuder" (die 
Zeitschrift des CCC, kostenlos als PDF erhältlich) wurde in irgendeiner 
Ausgabe relativ anschaulich erklärt, wie ein Chip einer Chipkarte ohne 
großartige Beschädigung zwecks Analyse der auf dem ROM befindlichen 
Daten freigelegt wurde. Vielleicht hilft Dir das weiter. Den Artikel zu 
finden würde mir jetzt gerade jedenfalls zu viel Zeit rauben. Einfach 
mal nach der Datenschleuder suchen.
Gast #2806466
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Hallo,

bitte lass von der Flusssäure unbedingt die Finger (im wahrsten 
Wortsinn) weg.
Das Zeug hat es wirklich "in sich", lies dir mal die 
Sicherheitsdatenblätter oder auch nur einen Wikipediaartikel durch.
Dagegen ist Wasserstoffperoxyd, rauchende Säuren, Acteon usw. nur 
Tafelwasser obwohl ich auch schon mit rauchender Säure nicht zu tun 
haben möchte.

mfg

   Praktiker
Gast #2806469
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"Eine handtellergroße Verätzung durch 40-%-ige Flusssäure ist in aller 
Regel durch resorptive Giftwirkung tödlich. Besonders gefährlich ist, 
dass ein warnender Schmerz oft erst mit einer Verzögerung von mehreren 
Stunden auftritt. Schmerzstillende Mittel, selbst Betäubungsmittel wie 
Morphin und Fentanyl, sind hierbei fast wirkungslos."

Fazit: NICHT benutzen.

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