Hi,
Leider ist´s mir jetzt auch passiert, das bei meinem Email Anbieter
diese (scheinbar) "hack-bots" versuchen mein Passwort zu klauen (und es
zum Glück nicht geschafft haben). Ich hatte, obwohl ich in der Arbeit
war und zu dieser Zeit nicht am PC, als ich Abends Heimkam und meine
emails abholen wollte, mehrmals "fehlgeschlagene Login Versuche" auf
meinem Email Konto. Durch recherchieren im Internet bin ich auf die
Gründe gekommen, die diese Meldung verursachen, und da stand auch was
von Programmen die gezielt versuchen die Email Adressen zu hacken (Das
währe in meinem Fall der wohl am ehesten zutreffende Grund). Ich habe
natürlich gleich das Passwort geändert, dennoch, das gibt einem schon zu
denken, denn wenn jemand die Email Daten rausbekommt, kann er damit sehr
großen Schaden anrichten (ebay und co sobald man Email Zugang hat hat
man auch dort die Benutzerdaten).
Bei vielen Online Spielen gibts ja mittlerweile schon einen
Authenticator. Das ist ein kleines Gerät oder eine App das / die man
sich dazukaufen kann - zum Spiel - und man dann beim einloggen in das
Spiel zusätzlich einen Code eingeben muss, den das Gerät generiert. Das
heist, selbst, wenn soein Hacker/Hacker-Programm dann irgentwie die
Zugangsdaten vom Spiel herausbekommt, bringt das nichts, weil der Code
der ja zusätzlich zum einloggen benötigt wird von einem Gerät / einer
App generiert wird die der Hacker ja nicht hat.
Das ist ein geniales Sicherheits Feature.
Ich frage mich nur, warum gibts das nicht bei Email Anbietern? Natürlich
optional, und das Gerät kostet ja auch was aber die paar Euro hab ich
gerne in eine Passwort Sicherheit investiert!!! Gerade, wenn es um so
sensible Zugangsaten geht, die wirklich nur einen selbst was angehen.
DIY schrieb:> Ach ja, und DNS, worauf die ganze Mail Geschichte basiert, ist völlig> ungesichert.
Was den eigenen Zugriff auf die Mailbox angeht ist das irrelevant, wenn
SSL/TLS verwendet wird und der Mailclient bzw. Browser das Zertifikat
kontrolliert. Zertifikate sich zwar auch nicht so sicher, wie man das
gerne hätte, aber der Aufwand steigt mit jedem solchen Mechanismus.
Dass die Zustellung von Mails ebenso unsicher ist, wie ihr Inhalt offen,
dürfte bekannt sein. Wer da sicher gehen will, der muss Verschlüsselung
mit Absendersignatur verwenden, vgl. PGP.
DIY schrieb:> Ach ja, und DNS, worauf die ganze Mail Geschichte basiert, ist völlig> ungesichert.
ganz davon abgesehen, dass auch das nicht mehr so allgemeingültig
stimmt... Was genau meinst du?
Wozu soll das gut sein? Wenn man ein sicheres Passwort wählt, dann ist
das auch nicht "hackbar". Diese Script Kiddies testen halt ein paar
übliche Passwörter wie 12345678, password, usw. Wenn man ein gutes
Passwort hat, dann können einem solche "Hackversuche" egal sein.
Hier mal ein paar Sicherheitsgrundlagen:
1. Sichere Passwörter verwenden bzw. generieren lassn (pwgen unter
Linux).
2. Für jeden Account ein anderes Passwort verwenden!
3. Keine Email Anhänge öffnen!
4. Bei Sicherheitsfragen keine einfach zu ermittelnden Informationen
benutzen (z.B. welche Grundschule und dann im Lebenslauf auf der
Webseite die Grundschule angeben). Für die Sicherheitsfragen am besten
auch generierte Passwörter benutzen.
nasd schrieb:> DIY schrieb:>> Ach ja, und DNS, worauf die ganze Mail Geschichte basiert, ist völlig>> ungesichert.>> ganz davon abgesehen, dass auch das nicht mehr so allgemeingültig> stimmt... Was genau meinst du?
Mailer schicken die Mail dahin wo der DNS hinzeigt, und DNS ist
überhaupt nicht gesichert.
DNSSEC wird sich wieder verabschieden sobald auch der Rest der Welt
gemerkt hat das es sich wunderbar für Amplification Attacks eignet.
Heisenberg schrieb:> Wozu soll das gut sein? Wenn man ein sicheres Passwort wählt, dann ist> das auch nicht "hackbar".
Daß das nur die Hälfte des Tellers ist, sollte klarwerden, wenn man sich
die "Passwortrücksetzmechanismen" ansieht, die die Betreiber etlicher
Dienste verwenden. Dazu ist z.B. der Artikel in der aktuellen c't (vom
letzten Montag) interessant, in der jemandem die "digitale Identität"
geklaut wird.
Gegen so etwas hilft ein sicheres Passwort alleine erstmal überhaupt
nicht.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Daß das nur die Hälfte des Tellers ist, sollte klarwerden, wenn man sich> die "Passwortrücksetzmechanismen" ansieht, die die Betreiber etlicher> Dienste verwenden
Was auch per Mail passiert, und Mail benutzt DNS. Und leider geht
SSL/TLS am Kapitalismus zugrunde.
ihde schrieb:> DNSSEC wird sich wieder verabschieden sobald auch der Rest der Welt> gemerkt hat das es sich wunderbar für Amplification Attacks eignet.
Oder die Server gehen dazu über mit UDP-Antworten nicht so großzügig zu
sein und auf TCP zu bestehen für alles was Keys enthält.
ihde schrieb:> Mailer schicken die Mail dahin wo der DNS hinzeigt, und DNS ist> überhaupt nicht gesichert.
Per DNS den Weg zu hacken, den eine Password-Recovery-Mail von
beispielsweise Amazon zu GMX nimmt, ist nicht ganz so einfach.
nasd schrieb:> ihde schrieb:>> DNSSEC wird sich wieder verabschieden sobald auch der Rest der Welt>> gemerkt hat das es sich wunderbar für Amplification Attacks eignet.>> Oder die Server gehen dazu über mit UDP-Antworten nicht so großzügig zu> sein und auf TCP zu bestehen für alles was Keys enthält.
Bye bye Internet, es war schön mit dir.
Mein E-Mail-Anbieter mail.de hat einen Authenticator, und dadurch fühle
ich mich relativ sicher vor Brute-Force-Attacken. Dann können die Hacker
gern mein Passwort abfischen oder mit einem Trojaner keyloggen, sie
kommen nicht rein.
https://mail.de/blog/2012-10-mehr-sicherheit-durch-den-mailde-authenticator!/
Zusätzlich zum Authenticator kann man bei mail.de auch einen anderen
Benutzernamen wählen. D.h. ich muss mich nicht mit meiner E-Mail-Adresse
einloggen sondern mit einem von mir festgelegten Benutzernamen. Nochmal
mehr Sicherheit, denn mein Benutzername ist geheim, meine E-Mail-Adresse
nicht.
Angucken und ausprobieren, ich würde nie wieder zurück zu GMX wechseln.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Daß das nur die Hälfte des Tellers ist, sollte klarwerden, wenn man sich> die "Passwortrücksetzmechanismen" ansieht, die die Betreiber etlicher> Dienste verwenden. Dazu ist z.B. der Artikel in der aktuellen c't (vom> letzten Montag) interessant, in der jemandem die "digitale Identität"> geklaut wird.>> Gegen so etwas hilft ein sicheres Passwort alleine erstmal überhaupt> nicht.
Meinst du das hier?
http://www.heise.de/ct/artikel/Risiko-Identitaetsklau-1740579.html
Das bestätigt mein Vorurteil dass Journalisten nicht besonders
intelligent sind. Wegen solchen Geschichten sollte man, wie oben
angedeutet, auf diesen Wiederherstellungskram verzichten. Dann wäre REIN
GAR NICHTS passiert.
Desweiteren ist es sinnvoll, für JEDEN Account wie eBay, PayPal, Amazon,
etc. eine eigene Mailadresse einzurichten. Nur unwichtigen Kram wie
uC.net etc. kann man unter einer (separaten) Mailadresse zusammenfassen.
Realnamen und Adresse sollte man nur da angeben wo es unbedingt nötig
ist (wenn man Post bekommen soll). Und auch da sollte man möglichst den
Namen verfälschen (z.B. Schmid statt Schmidt, Walther statt Walter,
etc.) und auch immer ein anderes Geburtsdatum angeben, falls das gefragt
wird.
Und da haben wir noch nichtmal die Grundlagen von sicherem Surfen (Tor,
Live Systeme), sicherer Kommunikation (PGP) und weiteren Massnahmen wie
Live-Systeme angesprochen.
Vielleicht sollte ich mal Schulungen anbieten ...