Tim K. schrieb:
> Der Hinweis mit Kapitel 5.3.2 war gut.
> Das heisst aber auch andersrum dass ich bei +-500mV nicht die volle
> Auflösung habe.
Ein bisschen 'Overhead' ist eigentlich nie schlecht, die vollen 24 Bit
als ENOB (E_ffective N_umber O_f B_its) zu erhalten wäre doch ein wenig
illusorisch.
> Auf 1V kann man meiner Meinung nach nie hochkommen, denn die Referenz
> ist nur bis 2,9 V erlaubt.
Stimmt auffallend - hatte ich aber nicht explizit im Datenblatt
nachgelesen. Damit ist und bleibt also ein diff.
Eingangsspannungsbereich von ±1V unmöglich (zumindest mit diesem Chip).
> Hast du das Teil schon eingesetzt?
Nein.
> Bei +-500mV und 24 Bit kommt man auf eine Auflösung von ca. 60nV.
> Das ist schwer unter Kontrolle zu bekommen denke ich, oder?
Kommt ganz darauf an!
In diesen Spannungsbereichen sind bereits die Thermospannungen (der
verwendeten unterschiedlichen Materialien, die mal eben einige Dekaden
über den 60nV liegen) bei der Verdrahtung (Platine-Kontaktierung-Kabel,
usw.) nicht zu vernachlässigen. Absolute Genauigkeit zu erreichen wird
deshalb in der Tat schon sehr schwierig. Wenn man die Temperatur
aller(!) bei der Messung involvierten Komponenten doch nur konstant
halten könnte ...
Dazu zählt halt auch Kabel, Kontaktstellen, die aktiven und passiven
Bauteile, etc., etc., etc.
Relativ gesehen kann man allerdings schon Tendenzen messen (denn dafür
ist die 'Sensibilität' gefragt und mit 24 Bit ausreichend hoch genug),
solange diese nur schneller sind als die Temp.-Drift der Messschaltung.
Meinem Kunstbegriff für solche Messgeräte lautet schlicht und einfach
"Präzision-Schätzeisen". ;-)