Problem mit der Diplomarbeit. Hilfe!

Gast #2939996
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Hallo, ich schreibe meine Diplomarbeit, sie ist fast fertig. Die 
Diplomarbeit hat ca. 105 Seiten ohne Anhang. Ich entwickle Steuerung für 
Portalbohrmaschine. Sie soll mit PC-Software per RS232-Schnittstelle 
kommunizieren und dementsprechend Schrittmotoren steuern. Ein 
Mikrokontroller soll diesen Prozess steuern. Ich entwickle Software und 
Hardware zusammen. Ich habe das Gerät schon entwickelt und aufgebaut. Es 
funktioniert einwandfrei. Leider habe ein Problem. Der Betreuer hat die 
Arbeit kurz angeschaut. Er meint, ich soll Grammatik und Ausdrücke 
prüfen, sie sind nicht in Ordnung. Egal, wie ich sie prüfe, sie ändern 
sich nicht. Deutsch ist meine Fremdsprache(Muttersprache Russisch). Eine 
100% Richtigkeit der Grammatik und Ausdrücke sind nicht möglich. Die 
Arbeit schreibe ich in Word, da werden Fehler korrigiert, aber nicht 
100%.
Ich habe meine Prüfungen alle absolviert und ich will nicht alles mit 
der Diplomarbeit vermasseln! Welcher Einfluss hat Grammatik und 
Ausdrücke auf die Bewertung der Diplomarbeit? Ist meine Lage wirklich so 
schlimm? Ich habe doch viel Klausuren geschrieben, da Grammatik und 
Ausdrücke waren auch nicht in Ordnung.
Gast #2940000
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Lass sie von einem deutschsprachigen Freund/Kommilitonen/etc. Probe 
lesen. Andere Lösung wäre gewesen die Arbeit gleich auf Englisch zu 
verfassen. Und ja auch die schriftliche Ausarbeitung fließt in die 
Bewertung einer Arbeit mit ein.
Gast #2940002
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Hallo Alex, es kommt immer darauf an was Dein Betreuer meint. Da er sagt 
: Grammatik und Ausdruecke pruefen, heisst das, Du musst da etwas 
machen. Gib die Arbeit einer befreundeten Muttersprachlerin (Frauen sind 
da haeufig besser als Maenner), und lass sie die Arbeit durchsehen (und 
nicht in der Danksagung vergessen).
#2940293
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D. I. schrieb:
> Die Note gibts normalerweise fürs Gesamtpaket.

Jo, und da spielen alle Kriterien rein. Formale Kriterien gehören 
natürlich ebenso zu einem gewissen Prozentsatz für die Notengebung dazu. 
Die Formalitäten zu vernachlässigen wirkt immer so, als ob das ganze 
nicht ernst genug genommen wird, daher legen da manche Prüfer Wert auf 
saubere Gestaltung, Sprache und Grammatik. Bei einem 
Nicht-Muttersprachler wird mit Sicherheit jeder halbwegs vernünftige 
Prüfer diesen Kriterien eher weniger Gewicht geben - es sei denn, es ist 
wirklich zu krass und vollkommen unlesbar.

Das mag zwar kein Germanistikstudium sein, aber die praktische 
Umsetzung, Dokumentation inklusive sauberer wissenschaftlicher Arbeit 
sind die entscheidenden Punkte für die Abschlussarbeit. Das 
Korrekturlesen lassen und die notwendigen Korrekturen dürfen auch nicht 
unter den Tisch fallen - schließlich möchte der Lehrstuhl sicher auch 
einen gewissen Standard halten und

Meine Empfehlung: lass dir am besten von mehreren Leuten Korrekturlesen. 
Am besten:
- Muttersprachler vom Fach (für inhaltliche Korrektheit)
- Muttersprachler ohne Fachbezug (rein grammatikalisch und sprachlich)

Sehr geeignet fürs Korrekturlesen sind Mädels, aufgrund der ausgeprägten 
sprachlichen Begabungen... :-)
Gast #2940351
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Ich kenne auch einen Russlanddeutschen, der mit einem russischen Akzent 
spricht und auch sprachlich keine Fehler macht.

Aber wenn man seine schriftlichen Erzeugnisse sieht, denkt man, er 
leidet an Dyslexie. Verstehen tut er alles, fachlich ist er auch sehr 
gut, aber ich verstehe nicht, warum er sich nicht merken kann, wie ein 
Wort richtig geschrieben wird und wann die Syntax und Semantik korrekt 
ist.

Ich habe ja nichts gegen ausländische Kollegen, aber zumindest sollte 
man in mindestens einer Sprache sich tadellos ausdrücken können.
Gast #2940890
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Ulrich S. schrieb:
> Die Diplomarbeit ist eine schriftliche Arbeit und nur diese gibst du zur
> Benotung auf dem Prüfungsamt ab.

Die Benotung macht aber nichts das Prüfungsamt, sondern der betreuende 
Professor, bzw. der betreuende Assistent. Und da spielt 
selbstverständlich nicht nur das schriftliche Ergebnis eine Rolle, 
sondern auch Vortrag, sonstige Ergebnisse der Arbeit (Hardware, 
Software), und wie der Student gearbeitet hat (es kommt nämlich durchaus 
vor dass der Student den Betreuer die halbe Arbeit machen lässt, was 
natürlich zu Abwertung führt).

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