Strombelastbarkeit eines Schrittmotors

Gast #2945918
Lesenswert?
• ▲
▼
Liebe Community,

ich hab aus meinem defekten Canondrucker (i450x) zwei Schrittmotoren 
ausgebaut.

Folgendes ist darauf zu lesen:

OKI (vermutlich der Hersteller)
QH4-4490 (der Typ, aber leider kein Datenblatt aufzutreiben)

DC 24.4 V
3.8 Ohm
3,75 Deg/Step

Da der Motor eine Größe von 42x17mm hat, kommt mir der Maximalstrom 
(24.4/3.8) mit 6,42A sehr hoch vor.

Hält dieser tatsächlich so viel aus?
Bzw kann ich ihn auch mit geringeren Spannung betreiben, oder vielleicht 
mit Strombegrenzung? Die Geschwindigkeit ist hier nicht wichtig. Also 
wäre ein etwas langsameres laufen nicht tragisch.
Gast #2945948
Lesenswert?
• ▲
▼
Schau bitte nochmal, ob die 24,4V nicht eher 2,4V sind.. :-) Eine 
(statische) Betriebsspannung im Bereich 2..5V würde mir plausibel 
erscheinen, aber ich kenne Deinen Schrittmotor nicht wirklich.

Grüße
Christian
Gast #2945975
Lesenswert?
• ▲
▼
Schrittmotore sind thermisch begrenzt.
D.h. du kannst sie an immer höherer Spannung laufen lassen, bis sie zu 
heiss werden.
Eine Oberflächentemperatur von 70 GradC ist ein gutes Limit, dann wird 
es innendrin noch unter 135 GradC haben, so viel hält der Lackdraht aus.
Interessante Fragem, wie viel die Magnete in Hybridschrittmotoren bis 
zur Curie-Temperatur aushalten - müsste man mal nachshclagen, Neodym ist 
ja wohl nicht drin.

Andere haben das schon getan: Such dir einen Motor gleich grosser 
Bauform und bestimme dessen Leistung (z.B. 10 Watt). Dann kann dein 
Motor auch iso viel. Den Innenwiderstand kennst du ja, also kannst du 
Maximal-Strom und Spannung berechnen.
Gast #2945981
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,

normalerweise wird auf Schrittmotoren der Widerstand + Nennspannung oder 
Nennstrom + Nennspannung angegeben. Die Nennspannung ist dabei diejenige 
statische Gleichspannung, die zum Fließen des Nennstroms führt. Wenn man 
mit Strombegrenzung arbeitet, kann man höhere Spannungen anlegen, um den 
Strom schneller ansteigen zu lassen. Allerdings muss dann beim Erreichen 
des Nennstroms abgeregelt werden (auf die Nennspannung). Ich finde es 
ungewöhnlich, dass diese erhöhte Spannung auf dem Motor stehen sollte 
(denn die ist ja eigentlich egal).

Also entweder stimmt dann der Widerstand nicht, oder die eigentliche 
Nennspannung des Motors wird <<5V liegen denn mehr als 1..2A würde ich 
dem Motor dem Gefühl nach dann nicht zumuten.

Eine definitive Antwort kann ich Dir leider nicht geben :-( Kannst Du 
den Spulenwiderstand mal messen.. ?

Grüße
Christian
Gast #2946105
Lesenswert?
• ▲
▼
Die Strombelastbarkeit der Motoren ist meist durch die innere Erwärmung 
begrenzt, weil der Lack vom Cu-Draht meist nur so um die 200°C verträgt. 
Man könntest die Innentemperatur messen und den Strom langsam (im 
Bereich etlicher Minuten) erhöhen und sich vorsichtig an die Grenze ran 
tasten. Am besten läßt sich dazu der integrierte PTC-Fühler verwenden, 
i.e. die Widerstandsänderung der Cu-Wicklung mit der Temperatur.

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.