Forum: Offtopic Bildröhrenkartell


von oldeurope O. (Gast)


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http://tagesschau.de/wirtschaft/kartellstrafe110.html

Jetzt wo die Bildröhre nicht mehr gebraucht wird, findet man plötzlich 
ein Kartell.

von Uhu U. (uhu)


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Gesetze machen die betroffenen Konzerne und verdienen sich damm mit dem 
vom Bundestag abgenickten "Recht" dumm und dämlich. Die, die diesen Weg 
verpaßt haben, kungeln ersatzweise hinter den Kulissen und die 
"Wettbewerbshüter" merken nix.

Wenn der Deal dann irgendwann gelaufen ist, weil die Technologie sich 
ändert, wachen die Herrschaften auf und halten ihre Hand ganz groß auf. 
Für Otto Normalverbraucher sieht das dann so aus, als hätten die 
"Wettbewerbshüter" eine Großtat in ihrem Sinn vollbracht.

In Wirklichkeit benutzen sie nur das - überholte - Kartell dazu, auf 
indirektem Weg kräftig Kasse zu machen. Oder bekommen etwa die 
geprellten Konsumenten auch nur einen Cent von der Beute zurück?

von Back F. (Firma: Backflow) (backflow)


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>Gesetze machen die betroffenen Konzerne und verdienen sich damm mit dem
>vom Bundestag abgenickten "Recht" dumm und dämlich.

Welches Gesetz meinst du jetzt genau?

von Uhu U. (uhu)


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von Back F. (Firma: Backflow) (backflow)


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Da steht aber nichts von Bildröhren. Oder habe ich das überlesen?

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Back Flow schrieb:
> Oder habe ich das überlesen?

ja

von Back F. (Firma: Backflow) (backflow)


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>ja

In Uhus Link ist aber nur von Banken die Rede. Daß Bildröhrenhersteller 
ein gesetzlich erlaubtes Kartell bilden, steht da nicht.

von Jörg S. (joerg-s)


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Und da Uhu ja grundsätzlich seine Aussagen nicht erklärt, werden wir 
auch nie erfahren was er gemeint hat....

von Der I. (derich)


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Back Flow schrieb:
> In Uhus Link ist aber nur von Banken die Rede. Daß Bildröhrenhersteller
> ein gesetzlich erlaubtes Kartell bilden, steht da nicht.

Jörg S. schrieb:
> Und da Uhu ja grundsätzlich seine Aussagen nicht erklärt, werden wir
> auch nie erfahren was er gemeint hat....

Ihr schafft es tatsächlich nicht, Parallelen zu anderen Produkten zu 
ziehen? Euch geht da kein SPARLICHT auf?

von Uhu U. (uhu)


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Back Flow schrieb:
> Da steht aber nichts von Bildröhren. Oder habe ich das überlesen?

Weil du es bist, gebe ich einen Tipp: Lies den ersten Abschnitt von 
Beitrag "Re: Bildröhrenkartell" mit 
Verstand - dann wirst du hinter das Mysterium kommen ;-)

von oldeurope O. (Gast)


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Mich wundert überhaupt, dass Kartelle grossen Unternehmen verboten sind.
Im "Kleinen" gibt es die nur und niemand interessiert das.
Bildröhren sind ein Luxusgut. Warum sollen sich die Hersteller keine 
"goldene Nase" dran verdienen dürfen?

von Uhu U. (uhu)


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D a r i u s M. schrieb:
> Mich wundert überhaupt, dass Kartelle grossen Unternehmen verboten sind.

Weil "Große" - im Gegensatz zu "Kleinen" - über Marktmacht verfügen, die 
gebündelt durch ein Kartell schnell zu einem verdeckten Oligo-, oder gar 
Monopol führt, das "Kleinen", oder "Neuen" im Marktsegment keinerlei 
Chancen läßt. Zudem werden die Kunden auf unfaire Weise geschädigt.

> Im "Kleinen" gibt es die nur und niemand interessiert das.

Wenn sich drei örtliche Handwerker absprechen, dann wird das kaum 
spürbare Auswirkungen haben, wenn genug Wettbewerb herrscht. Aber 
Preisabsprachen sind selbstverständlich auch "Kleinen" verboten.

von Icke ®. (49636b65)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> Wenn sich drei örtliche Handwerker absprechen, dann wird das kaum
> spürbare Auswirkungen haben, wenn genug Wettbewerb herrscht.

Kommt aufs Handwerk an. Am Beispiel Schlüssel- und Abschleppdienste 
sieht man bestens, daß Preisabsprachen auch im "kleinen" Bereich die 
Verbraucher massiv schädigen. Dort herrschen geradezu mafiöse Strukturen 
und ehrliche Mitbewerber werden sogar bedroht. Ich kennen einen, der 
Schlüsselnotdienst zu fairen Preisen anbot und dem mit Nachdruck 
nahegelegt wurde, keine Anzeigen mehr zu schalten.

von oldeurope O. (Gast)


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@ Uhu: Eine Gewerkschaft ist das Kartell der Arbeitnehmer.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Aber
> Preisabsprachen sind selbstverständlich auch "Kleinen" verboten.

Nein. Ganz im Gegenteil. Schau Dir die sog. "Fachhandelsmarken" an.

@ Icke: Ich würde schon zwischen Kartell und Maffia unterscheiden 
wollen. Das was Du beschreibst ist m.E. eine Maffia.

von A. $. (mikronom)


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Icke ®. schrieb:
> Uhu Uhuhu schrieb:
>
>> Wenn sich drei örtliche Handwerker absprechen, dann wird das kaum
>> spürbare Auswirkungen haben, wenn genug Wettbewerb herrscht.
>
> Kommt aufs Handwerk an. Am Beispiel Schlüssel- und Abschleppdienste
> sieht man bestens, daß Preisabsprachen auch im "kleinen" Bereich die
> Verbraucher massiv schädigen. Dort herrschen geradezu mafiöse Strukturen
> und ehrliche Mitbewerber werden sogar bedroht. Ich kennen einen, der
> Schlüsselnotdienst zu fairen Preisen anbot und dem mit Nachdruck
> nahegelegt wurde, keine Anzeigen mehr zu schalten.

Zumindest für Schlüsseldienste kann ich das widerlegen. Wenn man bei den 
Abzockern, die man an den typischen AAAAA-Telefonbucheinträgen erkennt 
anruft, dann mag die Öffnung der Wohnungstür nachts oder am Wochenende 
exorbitant teuer sein. Aber ein "heimischer" Schlüsseldienst ist 
deutlich preiswerter.

Bei Abschleppdiensten ist das auch so eine Sache. Abschleppen ist recht 
preiswert, wenn aber die Polizei einen Abschlepper beauftragt gelten 
andere Tarife, mit Preisabsprachen hat das aber nichts zu tun.

Bei Taxis ist es ähnlich. Man kann zum Taxi-Tarif fahren oder die 
gleiche Strecke auch billiger beim gleichen Unternehmen bekommen. Man 
muss sich nur auskennen.

Noch ein Beispiel sind Autovermieter. Mietet man ein Auto an kostet es 
halt irgendein Geld. Leiht man sich das gleiche Auto aber als 
Unfallersatzweagen, dann kostet es locker das dreifache.

von Peter D. (peda)


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Daß Röhrenfernseher zu teuer waren, den Eindruck hatte bestimmt niemand.
Ich bezahle für ein Produkt nur das, was es mir wert ist. Und oft sogar 
noch weniger (z.B. Jeans bei Kik).

Ich kann nicht immer erst untersuchen, ob es woanders billiger ist oder 
jemand beschissen wurde. Der Arbeiter im Werk in China ist bestimmt mehr 
beschissen worden, als ich, der Käufer.

Und wenn die Firmen nachträglich Strafe zahlen müssen, werden sie das 
auf neue Produkte natürlich wieder draufschlagen. Die Strafe zahlen sie 
also nicht selber und ich hab davon auch nichts.


Peter

von Michael B. (laberkopp)


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> Daß Röhrenfernseher zu teuer waren, den Eindruck hatte bestimmt niemand.

Doch, ich !

> Und wenn die Firmen nachträglich Strafe zahlen müssen, werden sie das
> auf neue Produkte natürlich wieder draufschlagen.

Dann werden deren Produkte im Vergleich zur Konkurrenz die mit dem 
Bildröhrenkartell nichts am Hut hat aber teurer, und die Kunden kaufen 
lieber bei denen die nicht dem Bildröhrenkartell angehört hatten. 
Gerechte Strafe.

> Mich wundert überhaupt, dass Kartelle grossen Unternehmen verboten sind.

Weil dadurch eine Art Monopool entsteht und wir wissen seit über 100 
Jahren, wie schädlich Monopole für den Fortschritt, den Wohlstand, und 
die Gesellschaft an sich sind.

Du weisst das natürlich nicht, du bist noch keine 100 Jahre alt, aber 
vertrau einfach den Leuten, die aus der Geschichte gelernt haben.

von Uhu U. (uhu)


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D a r i u s M. schrieb:
> @ Uhu: Eine Gewerkschaft ist das Kartell der Arbeitnehmer.

Der wesentliche Unterschied ist, daß das einzelne Mitglied der 
Gewerkschaft machtlos ist. Erst durch den Zusammenschluß vieler 
Machtloser entsteht ein Gegengewicht gegen die Macht der Konzerne.

Mich wundert, wie schlecht dein Gefühl für qualitative und quantitative 
Unterschiede ausgebildet ist. Sollte da etwa einschlägige Propaganda von 
interessierten Kreisen im Spiel sein, oder bist du Konzernerbe?

von Jens G. (jensig)


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@ Andi $nachname (mikronom)

>Bei Taxis ist es ähnlich. Man kann zum Taxi-Tarif fahren oder die
>gleiche Strecke auch billiger beim gleichen Unternehmen bekommen. Man
>muss sich nur auskennen.

Wirklich. Na dann plaudere mal aus, wie man sich da auskennen muß. Nach 
welchem Tarif muß ich denn da fragen?

>Noch ein Beispiel sind Autovermieter. Mietet man ein Auto an kostet es
>halt irgendein Geld. Leiht man sich das gleiche Auto aber als
>Unfallersatzweagen, dann kostet es locker das dreifache.

Gehört Unfallersatzwagen in dieselbe Kategorie wie Werkstattersatzwagen? 
Oder ist hier bei dieser Aussage letzteres nicht gemeint, weil 
Unfallersatz nochmal deutlich teuer als Werkstattersatz ist?
Zumindest bei letzterem kann ich hier nicht unbedingt behaupten, daß ein 
Ersatzwagen teuerer ist als ein Mietwagen ist. Bei europcar gehts erst 
so bei 50,- los (abgesehen vom jetzigen Weihnachtsangebot) - da ist 
meine Werkstatt noch weit drunter.

von Jens G. (jensig)


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>Peter Dannegger (peda)

>Und wenn die Firmen nachträglich Strafe zahlen müssen, werden sie das
>auf neue Produkte natürlich wieder draufschlagen. Die Strafe zahlen sie
>also nicht selber und ich hab davon auch nichts.

Ja, aber dann werden die etwas teurer als die Konkurrenz, sofern die 
Konkurrenz nicht schon tod ist.

von oldeurope O. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> D a r i u s M. schrieb:
>
>> @ Uhu: Eine Gewerkschaft ist das Kartell der Arbeitnehmer.
> Der wesentliche Unterschied ist, daß das einzelne Mitglied der
> Gewerkschaft machtlos ist.

Da gebe ich Dir Recht.

von Timm T. (Gast)


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Andi $nachname schrieb:
> Abschleppen ist recht
> preiswert, wenn aber die Polizei einen Abschlepper beauftragt gelten
> andere Tarife, mit Preisabsprachen hat das aber nichts zu tun.

Ne, das ist dann wohl der Behördenaufschlag.

Klappt bei Schulen auch: Der Globus, der im Bertelsmann-Katalog 10 Eur 
kostet, steht im Lehrmittelkatalog für 50 Eur drin. Die Schule darf aber 
nicht bei Bertelsmann bestellen...

von A. $. (mikronom)


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Jens G. schrieb:
> @ Andi $nachname (mikronom)
>
>>Bei Taxis ist es ähnlich. Man kann zum Taxi-Tarif fahren oder die
>>gleiche Strecke auch billiger beim gleichen Unternehmen bekommen. Man
>>muss sich nur auskennen.
>
> Wirklich. Na dann plaudere mal aus, wie man sich da auskennen muß. Nach
> welchem Tarif muß ich denn da fragen?

Unterhalte dich mal mit einem, der Personenbeförderung betreibt. Ich 
hatte mal einen Kunden, der sowas gemacht hat, der hat mich mal darüber 
aufgeklärt und mir die Tipps genannt, wie man günstiger unterwegs sein 
kann. Das ist jetzt aber auch schon wieder 5 jahre her.

In meiner Erinnerung: Wenn er mit einem Taxi unterwegs ist oder er an 
einem Taxi-Stand steht und du zu ihm gehst, dann ist er verpflichtet 
nach dem amtlichen Taxitarif abzurechnen. Rufst du dagegen bei ihm im 
Unternehmen an und bestellst eine Personenbeförderung zu einer 
bestimmten Zeit, dann kann der Preis weitgehend frei verhandelt werden. 
Als Beispiel nannte er mir die Abholung an Diskotheken. Eltern rufen 
dann bei ihm an und bestellen ihn für die Nacht um 0.00 Uhr zur Disko, 
um dort die Töchter/Söhne abzuholen. Das hat er dann immer mit einem 
Van/Minibus gemacht und dafür war es nicht nötig den Taxitarif zu 
berechnen.

>>Noch ein Beispiel sind Autovermieter. Mietet man ein Auto an kostet es
>>halt irgendein Geld. Leiht man sich das gleiche Auto aber als
>>Unfallersatzweagen, dann kostet es locker das dreifache.
>
> Gehört Unfallersatzwagen in dieselbe Kategorie wie Werkstattersatzwagen?

Nein, viel teurer.

Lies mal das: http://de.wikipedia.org/wiki/Unfallersatztarif

von oldeurope O. (Gast)


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Peter Dannegger schrieb:
> Daß Röhrenfernseher zu teuer waren, den Eindruck hatte bestimmt niemand.

Ganz im Gegenteil. Schau Dir mal den Preisverfall im Gegensatz zu 
anderen Produkten an. Es war ja schon fast schwierig die Kunden von 
einer Reparatur zu überzeugen, bei den Neupreisen.

Die Frage ist, ob ohne dieses Kartell die Röhrenwerke bei uns 
tatsächlich konkurenzfähig am Weltmarkt gewesen wären.

von Holm T. (Gast)


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Die letzten kleinen Farbkofferglotzen die ich im Kaufland stapelweise 
gesehen habe kamen knapp über 50 Euro. Für den Preis finde ich nicht 
einmal Jemanden der mir so ein Ding klaut.

Völlig schräg wird dagegen das Preisverhältnis wenn eine Systemerneuerte 
BR 900 Euro kosten sollte ... wann genau war das kein Totalschaden der 
Glotze?

Kartellamt: Ja die Brüder habe ich gefressen. Die werden wahrscheinlich 
immernoch ein Kartell der großen Benzinbuden vermuten wenn ich schon 
lange ins Gras gebissen habe, dito E-Versorger.
Das Günstigste ist IMHO das Kartellamt zu schließen und damit Kohle über 
die Steuern zu sparen oder auch sowas wie das Bundesamt für Kartoffel- 
und Fettforschung oder wie die heißen, Sowas braucht man so dringend wie 
ein Pickel am Arsch.

Gruß,

Holm

von oldeurope O. (Gast)


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Holm Tiffe schrieb:
> Völlig schräg wird dagegen das Preisverhältnis wenn eine Systemerneuerte
>
> BR 900 Euro kosten sollte

Wo kommt den der Preis her?
1/3 ist realistisch. Inzwischen sind diese Kleinbetriebe leider auch 
schon weg.

von Uhu U. (uhu)


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Holm Tiffe schrieb:
> Kartellamt: Ja die Brüder habe ich gefressen. Die werden wahrscheinlich
> immernoch ein Kartell der großen Benzinbuden vermuten wenn ich schon
> lange ins Gras gebissen habe, dito E-Versorger.

Warum wohl?

> Das Günstigste ist IMHO das Kartellamt zu schließen und damit Kohle über
> die Steuern zu sparen oder auch sowas wie das Bundesamt für Kartoffel-
> und Fettforschung oder wie die heißen, Sowas braucht man so dringend wie
> ein Pickel am Arsch.

Da irrst du. Das Kind mit dem Bade auszuschütten, war noch nie eine gute 
Idee.

In der Tat brauchen wir keinen Bürokratenmonster, der vor lauter 
Scheuklappen - in Form von Gesetzen! - weder Bäume, noch Wald sieht. Was 
wir brauchen, sind Gesetze, die einen wirksamen Schutz vor unfairen 
Machenschaften mit Hilfe von Marktmacht bieten.

Daß solche Gesetze weder von der F.D.P., noch von Industrielobbyisten 
auf den Weg gebracht werden, ist klar - nur: wer macht da immer wieder 
den Bock zu Gärtner?


Daß es durchaus sehr effektive Behörden gibt, hat vor Jahren die 
hessische Steuerfahndung gezeigt. Allerdings wurden die Steuerfahnder, 
die den hervorragenden Ruf ihrer Behörde erarbeitet hatten, mit 
psychiatrischen Ferngutachten - vergleichar dem, was im Fall Mollath 
verbrochen wurde - als Geisteskrank abgestempelt und frühpensioniert.

von Paul B. (paul_baumann)


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Timm schrub:
>Der Globus, der im Bertelsmann-Katalog 10 Eur
>kostet, steht im Lehrmittelkatalog für 50 Eur drin.

Der Globus für 10 Euro enthält bestimmt nur den Bezirk Erfurt....
;-)

MfG Paul

von oldeurope O. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Da irrst du. Das Kind mit dem Bade auszuschütten, war noch nie eine gute
> Idee.

Was hat das Amt denn genützt? Nichts!.

>
> wir brauchen, sind Gesetze,

Noch mehr Gesetze? Wirklich?

>
>
> Daß solche Gesetze weder von der ...

Bitte keine Wahlwerbung hier.

> Daß es durchaus sehr effektive Behörden gibt ...

Der Bonze gibt die Kohle für eine dickes Auto, eine Jacht, Personal usw. 
aus. Was macht die Behörde damit? Besser?

von Uhu U. (uhu)


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D a r i u s M. schrieb:
> Noch mehr Gesetze? Wirklich?

Nicht noch mehr, sondern wirksame, die die bisherigen Alibi-Gesetze 
ersetzen. Die haben nämlich nur die Aufgabe, dem Volk vorzugaukeln, es 
würde vor den ganz Großen geschützt - damit die dann im Windschatten 
dieser Mistgesetze fröhlich und ungestört Profitmaximierung betreiben 
können, bis es quietscht.

>> Daß solche Gesetze weder von der ...
>
> Bitte keine Wahlwerbung hier.

Kann es sein, daß du auch hier wieder einiges durcheinander bringst?

>> Daß es durchaus sehr effektive Behörden gibt ...
>
> Der Bonze gibt die Kohle für eine dickes Auto, eine Jacht, Personal usw.
> aus. Was macht die Behörde damit? Besser?

Junge, wo hast du denn diese Plattitüden her? Etwa aus dem Mund eines 
dieser gakauften Gerwerkschaftsbonzen?

Hast du dich mal gefragt, warum 50% des Vermögens hierzulande in Händen 
von 10% der Bevölkerung sind?

Im Übrigen kann ich dir nur empfehlen, mal nach der Geschichte mit der 
hessischen Steuerfahndung und dem "Fall Mollath" zu googeln und etwas zu 
lesen und die einschlägigen Videos anzusehen. Dir werden die Augen 
übergehen, wenn du noch nicht völlig abgestumpft bist...

von Jens G. (jensig)


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@Andi $nachname (mikronom)

>Als Beispiel nannte er mir die Abholung an Diskotheken. Eltern rufen
>dann bei ihm an und bestellen ihn für die Nacht um 0.00 Uhr zur Disko,
>um dort die Töchter/Söhne abzuholen. Das hat er dann immer mit einem
>Van/Minibus gemacht und dafür war es nicht nötig den Taxitarif zu
>berechnen.

Ist vielleicht ein schlechtes Beispiel:
Daß die mit 'nem Van kommen, ist vielleicht erklärbar. Schließlich ist 
abzusehen, daß vielleicht noch mehr Kids um diese Zeit heimgenommen 
werden könnten, die etwa den gleichen Heimweg haben - bessere 
Auslastung, mehr Einnahme trotz billigerem Tarif.

von oldeurope O. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
>> Bitte keine Wahlwerbung hier.
> Kann es sein, daß du auch hier wieder einiges durcheinander bringst?

Dein Beitrag könnte mich veranlassen die besagte Partei zu wählen. Also 
ist das Wahlwerbung. (Ob Du das so wolltest ist eine andere Frage.)

Uhu Uhuhu schrieb:
> Hast du dich mal gefragt, warum 50% des Vermögens hierzulande in Händen
> von 10% der Bevölkerung sind?

Nein, warum soll ich mich das Fragen? Ich gönne anderen Menschen ihr Hab 
und Gut. Es ist ja nicht so, dass mir deshalb etwas fehlt.
Ganz im Gegenteil, als Handwerker lebst Du hauptsächlich von 
Industrieaufrtägen und den Wünschen der gut betuchten Bürger. Ich halte 
das Geld in vielen privaten Händen für besser aufgehoben als beim Staat.

von Uhu U. (uhu)


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D a r i u s M. schrieb:
> Dein Beitrag könnte mich veranlassen die besagte Partei zu wählen. Also
> ist das Wahlwerbung. (Ob Du das so wolltest ist eine andere Frage.)

OK, lesen scheinst du zu können, aber verstanden hast du es nicht.

> Nein, warum soll ich mich das Fragen?

Hast du denn keinen Sinn für Gerechtigkeit?

> Es ist ja nicht so, dass mir deshalb etwas fehlt.

Dir fehlt wirklich nichts, wenn du die Steuern abzudrücken hast, um die 
sich die ganz großen drücken? Oder sitzt du auf Vatis Tasche und 
riskierst nur die große neoliberale Lippe? Mit vollen Hosen ist gut 
stinken...

> Ich halte das Geld in vielen privaten Händen für besser aufgehoben als
> beim Staat.

In vielen Händen - nicht nur in denen einer Minderheit, während die 
Mehrheit michts, oder nicht viel besitzt.

Das Geld soll nicht beim Staat "aufgeboben" sein - der hat ja durchaus 
sehr nützliche Aufgaben, die man nicht privatisieren kann, ohne ganz 
krasse Ungleichgewichte zu schaffen. All die Aufgaben können doch nicht 
einfach den dummen Lohnsteuerzahlern aufgebrummt werden, während die, 
die richtig fett verdienen - und gar zu häufig, ohne auch nur einen 
Finger dafür krumm zu machen - keinen ihren Möglichkeiten entsprechenden 
Beitrag leisten.

Ich hoffe, daß du est schaffst, dir klar zu machen, daß das von dir 
propagierte Gesellschaftsmodell geradenwegs in die Diktatur führt. 
Demokratie setzt voraus, daß die Mehrheit der Bürger sich durch diesen 
Staat vertreten fühlt - absolute Voraussetzung dafür ist Gerechtigkeit. 
Die stetig abnehmenden Wahlbeteiligungen deuten darauf, daß in dieser 
Beziehung einiges faul ist im Staate Deutschland...

von Icke ®. (49636b65)


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D a r i u s M. schrieb:
> @ Icke: Ich würde schon zwischen Kartell und Maffia unterscheiden
> wollen. Das was Du beschreibst ist m.E. eine Maffia.

Ich sehe da wenig Unterschiede. Organisierte Kriminelle betreiben ihr 
Handwerk in relativ kleinem Stil und als natürliche Personen können sie 
bei Ergreifung auch verknackt werden. Kartelle agieren lediglich in 
größeren Dimensionen. Sie haben wirtschaftliche Macht und dadurch 
Einfluß auf die Politik. Sie müssen keine Konkurrenten einbetonieren, 
die werden sie ganz legal auf juristischem Wege los. Und sollte ihnen 
jemals Gesetzesverstöße nachgewiesen werden, dann geht dies immer mit 
Geldstrafen aus, denn eine juristische Person kann man nicht einsperren.
Anssonsten tun Mafia und Kartelle das Gleiche. Den Markt unter sich 
aufteilen, die Bürger abzocken und mit unlauteren Mitteln horrende 
Geldmengen abschöpfen.

von Icke ®. (49636b65)


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Andi $nachname schrieb:

> Zumindest für Schlüsseldienste kann ich das widerlegen. Wenn man bei den
> Abzockern, die man an den typischen AAAAA-Telefonbucheinträgen erkennt
> anruft, dann mag die Öffnung der Wohnungstür nachts oder am Wochenende
> exorbitant teuer sein. Aber ein "heimischer" Schlüsseldienst ist
> deutlich preiswerter.

Tja, wenn du nachts um drei Uhr vor der Tür stehst, wie willst du dann 
nach einem günstigen Anbieter recherchieren? Du wirst die Auskunft 
anrufen und mit einer Wahrscheinlichkeit von 2:1 bei der Schlüsselmafia 
landen:

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article13427441/Schluesseldienste-langen-bei-Gebuehren-schamlos-zu.html

Gestern wurde so ein geldgieriger Spast zu 300€ Strafe verurteilt, aber 
das dürfte die Ausnahme sein.

http://www.radiozwickau.de/nachrichten/lokalnachrichten/wucher-an-der-wohnungstuer-589254/

von oldeurope O. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Dir fehlt wirklich nichts, wenn du die Steuern abzudrücken hast, um die
> sich die ganz großen drücken?

Ob sich Große angeblich drücken oder nicht, ändert an meiner Situation 
rein gar nichts. Irgendwie zahlen alle Steuern. Also warum soll mich das 
ärgern?

Die Steuern werden in den Endpreis einkalkuliert. Da gibt es keine 
Überraschungen. Risikofaktor ist für mich die Krankenkasse. Die Planen 
den Beitrag für die Zukunft aus den Erträgen der Vergangenheit!

Habe noch keine Partei gefunden die daran etwas ändern will. Ach ja, ich 
zahle Arbeitnehmer und Arbeitgeberanteil, herangezogen wird jegliches 
Einkommen. Man hat das Gefühl, die wollen einen in die PKV zwingen. Was 
soll das?

Gesetzliche Rentenversicherung: Die älteren Kollegen sagten, wenn Du die 
18 Pflichtjahre rum hast, kannst Dich freiwillig für 81€ Monatlich 
weiterversichern. Wollte ich machen. Antwort RV: Gilt für Leute die nach 
1961 geboren sind, nicht.
Man ist gezwungen eine private RV abzuschliessen.


Uhu Uhuhu schrieb:
> In vielen Händen - nicht nur in denen einer Minderheit, während die
> Mehrheit michts, oder nicht viel besitzt.

Das die Mehrheit nichts, oder nicht viel besitzt ist gelogen.
Das die wirklich armen Leute auch noch vom Staat gegängelt werden, ist 
nicht in Ordnung. Der Staat gibt das viele Geld, dass er bekommt, an den 
falschen Stellen aus. Meine Meinung.

@ Icke: Du hast mir noch nicht erklärt, wie ohne Kartell die 
Röhrenwerke, die es hierzulande gab, existieren sollten.

von Icke ®. (49636b65)


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D a r i u s M. schrieb:

> @ Icke: Du hast mir noch nicht erklärt, wie ohne Kartell die
> Röhrenwerke, die es hierzulande gab, existieren sollten.

Genauso, wie alle anderen Betriebe existieren, die keinem Kartell 
angehören. Du fehlinterpretierst anscheinend den Begriff "Kartell":

http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskartell

von oldeurope O. (Gast)


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Icke ®. schrieb:
> Genauso, wie alle anderen Betriebe existieren,

Importverbote bzw. Zölle für die Konkurenz damit es teuer wird oder 
Subventionen vom Staat damit sie konkurenzfähig bleiben?
Wo liegt der Vorteil gegenüber dem Kartell? Ich sehe keinen.

von Icke ®. (49636b65)


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D a r i u s M. schrieb:

> Importverbote bzw. Zölle für die Konkurenz damit es teuer wird oder
> Subventionen vom Staat damit sie konkurenzfähig bleiben?
> Wo liegt der Vorteil gegenüber dem Kartell? Ich sehe keinen.

Du hast offensichtlich nicht verstanden, was ein Kartell ist. Wenn ich 
nochmal auf den Wikipedia-Link verweisen darf...
Das Ziel einer Kartellbildung ist NICHT konkurrenzFÄHIG zu sein, sondern 
den Markt konkurrenzLOS zu beherrschen. Hat man das erst geschafft, kann 
man die Preise diktieren und sich zum Schaden der Verbraucher eine 
goldene Nase verdienen. Genau deswegen sind Kartelle in Deutschland (und 
auch anderswo) verboten. Das Kartellamt hat eigentlich die Aufgabe, 
Kartellbildungen zu unterbinden. Dies gelingt in der Praxis aber nicht 
so recht, was wir regelmäßig an der Tankstelle erleben dürfen.

von Back F. (Firma: Backflow) (backflow)


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Autor: Bert Wellmann (Firma: Wellmann) (dein_v)
Datum: 02.12.2012 15:13

>Nein. Les den Text durch, er ist es wert.

aus Beitrag "Re: Die Welt ist oft ein gemeiner und häßlicher Ort"


Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum: 05.12.2012 22:08
>Weil du es bist, gebe ich einen Tipp: Lies den ersten Abschnitt von
>Beitrag "Re: Bildröhrenkartell" mit Verstand - dann wirst du hinter
>das Mysterium kommen


Hallo Uhu, erkennst du die Ähnlichkeit zwichen dir und Bert! Ihr beide 
antwortet nicht auf konkrete Fragen.

von oldeurope O. (Gast)


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Icke ®. schrieb:
> Das Ziel einer Kartellbildung ist NICHT konkurrenzFÄHIG zu sein, sondern
> den Markt konkurrenzLOS zu beherrschen.

Wei Wikipedia das so sagt? Warum waren dann die Bildröhren trotsdem so 
preiswert?

Icke ®. schrieb:
... was wir regelmäßig an der Tankstelle erleben dürfen.

Der Staat bekommt den Löwenanteil und hat, da er mit einem relativen 
Anteil beteiligt ist, logischerweise gar kein Interesse an 
Spritpreissenkungen.
Damit es im Zuge der Elektromobilität keine finantiellen Einbußen gibt, 
wird sich der Strompreis wohl auch nach oben bewegen müssen.
Schuld sind dann natürlich die bösen Konzerne und deren Kartelle. Nicht 
die Politik. Ha ha!

von Icke ®. (49636b65)


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D a r i u s M. schrieb:
> Wei Wikipedia das so sagt? Warum waren dann die Bildröhren trotsdem so
> preiswert?

Ganz offensichtlich waren sie wegen der Preisabsprachen immer noch viel 
zu teuer.

> Der Staat bekommt den Löwenanteil und hat, da er mit einem relativen
> Anteil beteiligt ist, logischerweise gar kein Interesse an
> Spritpreissenkungen.

Das sieht auf den ersten Blick so aus. Tatsächlich verdient der Staat 
über die Mineralöl-, Bevorratungs-, Öko- und Mehrwertsteuer an jedem 
Liter mit. Aber nur die Mehrwertsteuer steigt auch mit dem Spritpreis, 
für die anderen gelten feste Sätze pro Liter. Unternehmen und 
Gewerbetreibende können die an der Tanke gezahlte MwSt. jedoch als 
Vorsteuer vom Finanzamt zurückholen. Für sie ist das nur ein 
durchlaufender Posten, der Staat verdient in diesem Fall nicht mehr, 
wenn sich der Spritpreis erhöht. Anders bei Privatverbrauchern, die 
keine Vorsteuer ziehen können, hier verdient der Staat über die MwSt. 
bei Preiserhöhungen mit. Wenn ein Privatmann bei gleichbleibendem 
Verdienst aber mehr für Sprit bezahlen muß, dann hat er weniger Geld für 
andere Ausgaben. Und wenn er anderswo weniger ausgibt, dann bezahlt er 
dort auch weniger Mehrwertsteuer und so gleicht sich das wieder aus. 
Unterm Strich bedeuten höhere Spritpreise also nicht zwangsläufig höhere 
Steuereinnahmen in der Summe.

von oldeurope O. (Gast)


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Nicht schlecht, Icke.
Diese These setzt aber voraus, dass jeder Privatverbraucher von der Hand 
in den Mund lebt.

PS: Ich warte auf Uhus Kommentar zur GKV.

von Uhu U. (uhu)


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D a r i u s M. schrieb:
> Ob sich Große angeblich drücken oder nicht, ändert an meiner Situation
> rein gar nichts. Irgendwie zahlen alle Steuern. Also warum soll mich das
> ärgern?

Der Staat brauch pro Jahr ~ 500 Mrd. Einnahmen. Wenn durch 
Steuerhinterziehung jährlich 10 Mrd. verloren gehen, dann müssen die 
Steuern für die Ehrliche == Dummen so erhöht werden, daß die die 
fehlenden 10 Mrd. aufbringen, die die anderen hinterzogen haben.

Ergo: wenn die 10 Mrd. nicht hinterzogen würden, könnte man die Steuern 
für alle um 10 Mrd. senken.

Ist das wirklich so schwierig zu verstehen?

>> In vielen Händen - nicht nur in denen einer Minderheit, während die
>> Mehrheit michts, oder nicht viel besitzt.
> Das die Mehrheit nichts, oder nicht viel besitzt ist gelogen.

Sieh dir mal diese Graphik an und denk darüber nach: 
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Verteilung_Nettovermoegen_Deutschland_2003.PNG&filetimestamp=20090419100349

> Das die wirklich armen Leute auch noch vom Staat gegängelt werden, ist
> nicht in Ordnung.

Da bin ich mit dir völlig einig.

> Der Staat gibt das viele Geld, dass er bekommt, an den falschen Stellen
> aus. Meine Meinung.

Und wo sind diese falschen Stellen?

von oldeurope O. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Der Staat brauch pro Jahr ~ 500 Mrd. Einnahmen. Wenn durch
> Steuerhinterziehung jährlich 10 Mrd. verloren gehen

Ja moment mal. Das sind ja nur 2% Bist Du sicher, dass diese Zahlen 
stimmen? Rechnet es sich wirklich für die Allgemeinheit da noch 
hinterher zu sein? Oder zahlen wir letztlich für diesen Aufwand noch 
drauf? 98% sind ein wirklich hoher Wirkungsgrad. Da kann man eigentlich 
nicht klagen.
Zudem sind diese 10 Mrd. m.E. beim Volk besser angelegt als beim Staat.

Wieviel Mehreinnahmen hat der Staat durch Einnahmen die ihm nicht 
zustehen?
Wieviele Leute machen keinen Lohnsteuerjahresausgleich? Wieviele Leute 
zahlen Geschäftsausgaben vom privaten Geld weil der "Bürokratieaufwand" 
zu hoch ist? Was ist mit zu viel gezahler Zinsabschlagssteuer usw.
Ich denke mal da kommst Du auf mehr als diese 2%.
Aber dieser "Brennwertgewinn" interessiert Dich offensichtlich nicht.


Uhu Uhuhu schrieb:
> Und wo sind diese falschen Stellen?

Hallo? Du willst von mir eine Steuergeldverschwendungsliste? Da frage 
mal beim Bund der Steuerzahler nach. Das wäre auch meine Quelle dafür.

Was sagst Du zur GKV? Da hätte ich gerne mal etwas von Dir zu gehört.

von Icke ®. (49636b65)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> Ergo: wenn die 10 Mrd. nicht hinterzogen würden, könnte man die Steuern
> für alle um 10 Mrd. senken.

Und wenn Bund/Länder nicht Unsummen an Steuergeldern verschwenden 
würden, könnte man die Steuern um weitere 30 Mrd. senken. Denn so viel 
wird laut Bund der Steuerzahler jährlich in nutzlose Projekte versenkt.

von Uhu U. (uhu)


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D a r i u s M. schrieb:
> Ja moment mal. Das sind ja nur 2% Bist Du sicher, dass diese Zahlen
> stimmen?

Wieviel hinterzogen wird, weiß ich natürlich nicht. Das 
Gesamtsteueraufkommen war 2012 601,5 Mrd. €. Meine Zahlen waren ein 
Beispiel, um den Gedankengang klar zu machen.

Icke ®. schrieb:
> Und wenn Bund/Länder nicht Unsummen an Steuergeldern verschwenden
> würden, könnte man die Steuern um weitere 30 Mrd. senken. Denn so viel
> wird laut Bund der Steuerzahler jährlich in nutzlose Projekte versenkt.

Ja, das ist natürlich ein sehr brisanter Punkt. Als erstes müßte mal das 
kameralistische Prinzip abgeschafft werden und wenn sich angeblich 
demokratisch gewählte Repräsentanten des Staates auf Steuerzahlerkosten 
irgendwelche Denkmäler bauen, dann ist es Zeit, daß endlich mal 
ausgemistet wird.

Auch müßten die Herrschaften endlich auch für den Mist zur Kasse gebeten 
werden können, den sie anrichten - wie es im richtigen Leben schon lange 
ist.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Auch müßten die Herrschaften endlich auch für den Mist zur Kasse gebeten
> werden können, den sie anrichten - wie es im richtigen Leben schon lange
> ist.

Stark! Unsere Politiker als Hartz IV - Empfänger. ;-)

von Holm T. (Gast)


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Jepp: >Stark! Unsere Politiker als Hartz IV - Empfänger. ;-)

...ab sofort ist der Zugang zu HartzIV streng limitiert, die Zuwendungen 
steigen um das Hundertfache, Krankenversicherung wird nicht mehr 
abgezogen und nach ausreichend langem Bezug gibt es eine steuerfreie 
Pension in Anderthalbfacher Höhe des vorhergehenden Bezugs.

Ich kann nicht lachen.

Gruß,

Holm

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