Gast
#2947573
Hallo, ich bin gerade dabei ein bestehendes Gerät so umzubauen, dass es mit 24V versorgt werden kann und somit für den für den Einsatz in der Gebäudeautomatisierung geeignet sein soll. Als Versorgung wird ein SELV Netzteil z.B. für Hutschienenmontage zum Einsatz kommen. Der Stromverbrauch wird max. 200mA betragen. Mir ist jedoch noch nicht ganz klar, welche Vorschriften bzw. Normen für Geräte der Schutzklasse 3 beim Einsatz in Gebäuden anzuwenden sind. Bisher konnte ich die EN 50090-2-2 identifizieren, die Teil des KNX Standards ist. Nachdem es auch KNX Geräte mit zusätzlicher 24V Versorgung gibt könnte die passen, aber ganz sicher min ich mir nicht. Weiss vielleicht jemand was genaueres darüber? Das zweite Problem dabei: Welche Maßnahmen zum Schutz des Versorgungseingangs sind tatsächlich nötig? Welche Störungen können in der Realität auftreten? Die Leitungslänge kann immerhin mehrere 10m, wenn nicht sogar 100m betragen. Reicht da ein einfacher Schutz gegen Transienten und vor Verpolung? Wie könnte eine sinnvolle Anordnung aussehen? Sind diskrete Bauteile zu bevorzugen ober sollte man auf Schutz-ICs wie den LTC4365 zurückgreifen? Die einfachste Variante, die mir bisher untergekommen ist, ist ein einzelner 30V Varistor. Dann wie bei KNX eine SMAJ TVS, sowie eine Diode als Verpolschutz, bis hin zur mehrstufigen Lösung wie z.B. unter Beitrag "Re: EMV Filter Surge 8A" Eine Sicherung, die anscheinend bei KNX Geräten Pflicht ist, würde aber bei Verwendung eines 10W Netzteils nicht mal ansprechen, dafür rel. viel Leistung verbraten. Bei KNX ist es nicht unüblich, zusätzlich externe Schutzbauteile gegen Überspannung (Blitzschutz) einzusetzen. Das wäre auch ein gangbarer Weg, aber ein Mindestschutz sollte dennoch vorhanden sein. Könnte mir jemand ein paar Vorschläge machen, die sich in der Praxis bereits bewährt haben, oder wie das in ensprechenden Geräten realisiert wurde? Wäre für jeden Hinweis dankbar! Andreas