Hi Leute,
Mein Oszi zeigt ein bei gewissen Stellungen des Tastkopfes ein Rauschen
an.
Je mehr der Masse parallel zur Leitung verläuft desto stärker ist das
Rauschen auf 3.png.
Auf den beiden Bildern ist jeweils einmal die Tastkopfmasse an die
Leitung gelegt und einmal nicht - man sieht den Effekt.
Weiß jemand den Grund hierfür?
lg
Du hast zwischen der Spitze des Tastkopfes und der Masse-Klemme
letztendlich eine Leiterschleife in der du dir alles möglichen
elektromagnetischen Felder einkoppeln kannst. Zusätzlich dazu hat das
Oszi natürlich auch noch ein bisschen rauschen.
Wenn Du die Masseklemme mit der Tastkopfspitze verbindest, hast Du eine
Antenne, die Störungen in deiner Umgebung aufnimmt. Verbinde die Masse
direkt an der Spitze mit der Tastkopfspitze und Du wirst nichts mehr
sehen.
Gruß
Markus
Artefakte beim skalieren?
Bei mir bleibt das Rauschen unter 4mV Spitze-Spitze. Nur wenn ich auf
200mV einstelle, auf Stop drücke und dann auf 20mV skaliere bekomme ich
solche Bilder.
c. m. schrieb:> mich würde mal interessieren was das für eine einstreuung ist... recht> regelmäßig, ~40Hz.
Habs mal im Haus herumgeschleppt, bleibt im gesamten Haus.
Kein Name schrieb:> Artefakte beim skalieren?>> Bei mir bleibt das Rauschen unter 4mV Spitze-Spitze. Nur wenn ich auf> 200mV einstelle, auf Stop drücke und dann auf 20mV skaliere bekomme ich> solche Bilder.
Ne kein Skaliereffekt bei mir.
Sind bei mir je nach Positionierung 20mV bis 100mV Spitze-Spitze.
Auch bei einem "Guten" stolpert man über sowas. Wenn ich im Labor den
Tastkopf einfach so in die Luft halte und die Empfindlichkeit auf 20
mV/Raster stelle, kann ich den SFB auf'm Display sehen. Ähnliches hat
man durch Leuchtstofflampen, CCFL-Beleuchtungen, Schaltnetzteile,
Energiesparlampen, PLC-Zeugs und so weiter. Selbst die gute
Miele-Waschmaschine im Keller macht im ganzen Hause Spuk bis ins 40m
Band, wenn sie läuft.
Schalte mal alles aus, was da verdächtig zu sein scheint, aus und stülpe
eine Reihe von Entstör-Ferriten über die Netzleitung deines Oszis.
Vielleicht ist es ja dessen eigenes Netzteil...
W.S.
> Vielleicht ist es ja dessen eigenes Netzteil...
Danke für deine Antwort.
Wenn es das eigene Netzteil ist, wieso wird das Rauschen nicht permanent
gemessen? Kann da schwer einen Zusammenhang erkennen.
Ein Signal aus dem eigenen Netzteil liegt zwischen Oszi und Masse und
der Tastkopf bekommt seinen Anteil ueber seine Kapazitaet nach Masse.
Bekannter Effekt bei Radios. J.
low potenial schrieb:> für mich sind das eher 50Hz, könnte also durchaus aus dem Stromnetz> kommen.
Soweit zu erkennen, steht die Zeit-"Ablenkung" auf 5ms(/div). Bei einer
Periodendauer von fast 4.8 div können das eigentlich keine 50Hz sein,
wenn da nicht irgendetwas bös neben der Spur ist.
Bevor du hier Raetsel postest, koenntest du selbst einige Vorarbeit
leisten.
1. > Je mehr der Masse parallel zur Leitung verläuft
Vermutlich meinst du die Zuleitung zum Tastkopf, aber der Schirm dieses
Kabels liegt auf Masse.
Wenn sich da wirklich ein Effekt ergibt, dann muss auf dem Tastkopfkabel
eine Welle stehen, halbe Wellenlaenge ca. 1m = 150MHz. Amateurfunker ?
Irgendwie nicht wahrscheinlich.
2. Anscheinend hast du den Masseclip an die Tastkopfspitze gelegt.
Wie sieht das Signal aus bei offener Spitze?
Was ist, wenn du von 1:10 auf 1:1 umschaltest?
3. Stimmt die Zeit 5 ms/div.?
Leg ein 50 Hz Netzsignal auf den 2.Kanal, damit man einen sicheren
Massstab hat, ob netzsynchron oder nicht?
4. Wie sieht das Signal aus,
wenn das Kabel nicht in Windungen auf dem Tisch liegt,
wie auf der ganzen restlichen Tischflaeche,
oder am Netzkabel ?
Systematisches Faktensammeln unterscheidet den Wissenschaftler vom
Bastler.
Ich tippe auf irgenein Schaltnetzteil mit Signalpausen in den
Nulldurchgaengen.
J.
Bitte Terminologie beachten: Rauschen und Störsignale sind zwei
unterschiedliche paar Schuhe. Was hier gezeigt wird hat mit Rauschen
nicht das geringste zu tun. Sieht mir eher nach einer Mischung aus
TFT-Hintergrundbeleuchtung plus Einstrahlung durch Schaltnetzteil
gepaart mit Aliasing durch schlecht gewählte Abtastrate aus.
> 2. Anscheinend hast du den Masseclip an die Tastkopfspitze gelegt.> Wie sieht das Signal aus bei offener Spitze?> Was ist, wenn du von 1:10 auf 1:1 umschaltest?
siehe Grafiken 2.
> 3. Stimmt die Zeit 5 ms/div.?> Leg ein 50 Hz Netzsignal auf den 2.Kanal, damit man einen sicheren> Massstab hat, ob netzsynchron oder nicht?
siehe Grafik 3: Nein nicht Netzsynchron.
> 4. Wie sieht das Signal aus,> wenn das Kabel nicht in Windungen auf dem Tisch liegt,> wie auf der ganzen restlichen Tischflaeche,> oder am Netzkabel ?
Ob mit oder ohne Windungen macht keinen sichtbaren Unterschied.
Die Signalamplitude steigt mit der Tastkopfimpedanz, Das spricht fuer
hochohmige (kapazitive) Einkopplung.
Bild 3 ist netzsynchron, aber Bild 3 nicht! wieso ? J.
juergen schrieb:> Die Signalamplitude steigt mit der Tastkopfimpedanz, Das spricht fuer> hochohmige (kapazitive) Einkopplung.> Bild 3 ist netzsynchron, aber Bild 3 nicht! wieso ? J.
Auf Bild 3 liegt der Tastkopf einfach in Luft -> gewohnte Einkopplung
vom 50HZ Netz.
Wieso das Signal auf Bild 4 nicht Netzsynchron ist weiß ich auch nicht -
dazu ist mitunter das Topic. ^^
c. m. schrieb:> mich würde mal interessieren was das für eine einstreuung ist... recht> regelmäßig, ~40Hz.
+1 - auch interessiert.
Zumindest eine Zusatzinfo: Jedenfalls wirds ganz stark wenn ich den
Tastkopf an den Ozi-Bildschirm(Bei den anderen Bildschirmen überhaupt
kein Effekt) anlege - nur wo wäre da der Zusammenhang...
Also irgendwas hinterm Bildschirm...
Vor Name schrieb:> Zumindest eine Zusatzinfo: Jedenfalls wirds ganz stark wenn ich den> Tastkopf an den Ozi-Bildschirm(Bei den anderen Bildschirmen überhaupt> kein Effekt) anlege
siehe dieser Eintrag:
branadic schrieb:> Sieht mir eher nach einer Mischung aus> TFT-Hintergrundbeleuchtung plus Einstrahlung durch Schaltnetzteil ...
> Jedenfalls wirds ganz stark wenn ich den Tastkopf an den Oszi-Bildschirm> anlege
Also ist es wirklich ein Eigensignal aus dem Geraet, z.B. Beleuchtung.
> (Bei den anderen Bildschirmen überhaupt kein Effekt)
welchen anderen ?
J.
Johannes E. schrieb:> Vor Name schrieb:>> Zumindest eine Zusatzinfo: Jedenfalls wirds ganz stark wenn ich den>> Tastkopf an den Ozi-Bildschirm(Bei den anderen Bildschirmen überhaupt>> kein Effekt) anlege>> siehe dieser Eintrag:>> branadic schrieb:>> Sieht mir eher nach einer Mischung aus>> TFT-Hintergrundbeleuchtung plus Einstrahlung durch Schaltnetzteil ...
Wäre es die TFT Hintergrundbeleuchtung würde ich meiner Meinung nach den
gleichen Effekt beim Laptop-Bildschirm sowie Zweitmonitor sehen.
Anderer Meinung?
Sieht wohl nach mangelnder Abschirmung der Frontplatte bzw Bildschirm
aus.
Ich habe gerade mal den Versuch bei unseren Agilent DSO6002 gemacht.
Im empfindlichsten Messbereich ( mit 10:1 Teiler 10mV/Teil ) kann ich
ein schwaches Signal unterhalb des Bildschirmes dedektieren, welches in
einen Abstand von 10cm verschwunden ist. Am Bildschirm selbst ist nichts
auszumachen.
Es gibt also offenbar schon Unterschiede in der Qualität der Geräte ,
auch was eigene EMV betrifft.
Ralph Berres
juergen schrieb:>> Jedenfalls wirds ganz stark wenn ich den Tastkopf an den Oszi-Bildschirm>> anlege> Also ist es wirklich ein Eigensignal aus dem Geraet, z.B. Beleuchtung.>>> (Bei den anderen Bildschirmen überhaupt kein Effekt)> welchen anderen ?>> J.
Bildschirm des Laptops sowie einen 2ten TFT.
Effekt ist nur beim Oszi spürbar also ja, Eigensignal. Aber obs vom
Bildschirm kommt, hier bin ich noch stutzig.
Vor Name schrieb:> Wäre es die TFT Hintergrundbeleuchtung würde ich meiner Meinung nach den> gleichen Effekt beim Laptop-Bildschirm sowie Zweitmonitor sehen.> Anderer Meinung?
Man kann so eine Hintergrundbeleuchtung bzgl. der Störabstrahlung
unterschiedlich gut oder schlecht machen, mehr muss man dazu wohl nicht
sagen.
Vor Name schrieb:> Aber obs vom> Bildschirm kommt
Es ist wohl der WANDLER für die CCFL-Hintergrundbeleuchtung
bzw. die nicht vorhandene Abschirmung
(incl. Leitungen und CCFL selbst).