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Forum: Offtopic Warum ist das Porto von China nach Deutschland so billig?


Autor: tropi (Gast)
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Moin,

auf ebay finden sich diverse Elektronik Versender aus China. Da werden 
Artikel angeboten für ein Euro !!!inclusive Porto!!! z.B. LED-Ersatz für 
Halogenlampen mit zwei Stiften. Kürzlich konnte ich stabile LED 
Taschenlampen aus Aluminium für 2,65 Euro inclusive Porto erstehen. Die 
Sendungen kommen über den Flughafen Frankfurt und werden von der 
Deutschen Post angeliefert. Teilweise sind sie zollamtlich geöffnet und 
verschlossen worden und von Zoll und Umsatzsteuer wegen des Wertes unter 
22 Euro freigestellt. Selbst deutsche Versender können kaum von einem 
Euro auch nur Porto und Verpackung bezahlen - geschweige inclusive Ware.

Wie sind diese niedrigen Versandkosten aus China möglich, wenn eine 
Sendung dorthin über 15 Euro allein an Porto kostet, wenn die Ware hier 
in beiden Richtungen von der Deutschen Post befördert wird. Mein 
jahrelanger Stamm-Postbote konnte mir diese Frage auch nach 
Erkundigungen nicht beantworten.

: Verschoben durch User
Autor: Michael (Gast)
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Ich nehme an, dass sich solche Versender zusammentun und gemeinsam ein 
riesen (Rest-)Kontingent zu entsprechenden Konditionen kaufen. Dann 
kostet eben der Versand (Gewerbe != Privatmann) nur wenige Cent was sich 
offensichtlich mit deren Preispolitik vereinbaren lässt.

Autor: Harald A. (embedded)
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Habe mal irgendwo gelesen, dass die kleinste ungetrackte Sendung ab 
umgerechnet 15 Eurocent auf die Reise geht. Eine Versandtasche mit 
Tracking (kommt hier als Einschreiben an) soll angeblich bei 50-80 Cent 
liegen.

Autor: H. W. (erazor)
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tropi schrieb:
> Wie sind diese niedrigen Versandkosten aus China möglich

Weil es subventioniert wird?

Gruß

Autor: Harald W. (wilhelms)
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U. K. schrieb:
> tropi schrieb:
>> Wie sind diese niedrigen Versandkosten aus China möglich
>
> Weil es subventioniert wird?

...und Postsendungen aus dem Ausland innerhalb Deutschlands kostenlos
bis zum Empfänger gebracht werden müssen. Der Deutsche Postkunde
subventioniert also mit dem recht hohen Inlandporto die chinesischen
Firmen.
Gruss
Harald

Autor: Robert L. (lrlr)
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"lustig" als Österreicher ist ja: Versand aus China (egal ob mit oder 
ohne tracking) ist meist billiger als von DE nach AT ...

auch wenn absender und empfänger nur z.b. 100 km auseinander wohnen..

Autor: El J. (bastihh)
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Manchmal erscheinen mir die China-Postpreise proportional zur 
Zustellungsgeschwindigkeit.. Frage mich sowieso, wieso Teilweise ein 
Umschlag aus CN nach DE 6 Woche braucht...und das ist zZ die Regel..

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Basti B. schrieb:
> Frage mich sowieso, wieso Teilweise ein
> Umschlag aus CN nach DE 6 Woche braucht...

Möglicherweise werden die Dinger in einen Container gekippt und landen 
auf einem Schiff -- und das braucht nun mal seine 5 Wochen.

Autor: El J. (bastihh)
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Möglich, nur dann verstehe ich die DE Behörden nicht (wundern würde es 
mich nicht...) dass, das Zeug erstmal umständlich nach Frankfurt gekarrt 
wird um dort vom Zoll überprüft zu werden wenn wir hier in HH ne 
Gewaltige Zollstelle haben ;). Häufig muss ich es mir hier in HH beim 
Zoll abholen.

D.h: CN -> HH-Hafen -> Frankfurt -> HH-Zoll (Mit Frankfurter Stempel) 
Sachen gibs...

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Hmm. Die Zollgeschichte spräche wiederum doch für einen Flugtransport. 
Da Frachtflugzeuge aber auch Container transportieren (wenn auch nicht 
die TEUs, die man auf Schiffen findet), könnte es sein, daß in der 
Poststelle für die "Billigpost" so ein Ding rumsteht und erst, wenn es 
voll ist, im Frachtflugzeug landet.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Nur aus HongKong ist das Porto so billig.

Das hat mit den internationalen Postverträgen zu tun.

Die sagen, daß jede Post in einem Land auch die post austrägt,
die aus dem Ausland kommt, und als Kompensation für diese Leitung
gibt es kein Geld, sondern nur daß es das andere Land auch so macht.

Da HongKong ein StadtStaat ist, also klein, hat man mit dem
Austragen der Post keine sonderliche Arbeit, schon gar nicht
mot den paar Briefen aus dem Ausland.

Man hat auch nicht so viel Arbeit, die Sendungen zu sammeln,
die ins Ausland gehen, also hat die HongKong Post insgesamt
niedrige Kosten und kann billig anbieten.

Die wirkliche Arbeit macht die Post des Empfängerlandes, also
in deienm Fall die Deustche Post, die all die Auslandssendungen
vor die Tür gekippt bekommt, und durch den Zoll bringen muß,
und austragen muß.

DAfür zahlt aber die HongKongPost keinen cent. Dafür zahlst du
mit deinen anderen Päckchen, dem Porto in Deutschland.

So hat HongKong durch geschickte Preispotik seiner post sich einen
Standortvorteil erschaffen als internationaler Versandhandelspunkt.

Noch billiger als die HongKongPost machen es manche Versender, in
dem sie tatsächlich Container nach Deutschland verschiffen (900 EUR)
und hier als Warensendung verteilen. Die Warensendung erlaubt es
auch in Deutschland günstig zu vesenden, zumindest wenn man den
Artikel mehrmals hat damit man notfalls verlorene Sendungen neu
schiecken kann.

Versender aus China Mainland verwenden oft Relais in HongKong,
fahren also ganze Lastwagen voller Briefe dorthin um von dort
billig international versenden zu können. Denn die China Post
ist deutlich teurer als die HongKong Post.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Der Definition nach sollten andere Länder vergleichbarer Größe also auch 
als Billigpostanbieter taugen. Das Fürstentum Monaco ist nur 1.9 km² 
groß, also noch viel kleiner als Hongkong, Liechtenstein und Andorra 
sind zwar größer, aber die Postzustellung sollte sich dort ebenso 
optimieren lassen.

Nee, da dürften andere Faktoren zum Tragen kommen.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Die Frage ist halt, ob sie wollen, oder lieber eine lukrative Post haben 
und keinen Ärger mit den Nachbarn.

Autor: Hannes L. (hannes)
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> könnte es sein, daß in der
> Poststelle für die "Billigpost" so ein Ding rumsteht und erst, wenn es
> voll ist, im Frachtflugzeug landet.

Nein, nicht schon wenn der "Economy-Shipping"-Container voll ist, 
sondern erst dann, wenn mal ein Postflugzeug mit Standard-Containern 
nicht ausgelastet ist und Platz für weitere Container hat. Ich habe 
diese Info aus einer Reportage, die vor längerer Zeit mal im TV lief. 
Mit Container meine ich keine See-Container, sondern die 
Spezialcontainer für Luftfracht.

Ich kann mit diesem Verfahren leben, wer es eilig hat, kann ja 
Standard-shipping wählen, dann geht es scneller, kostet aber auch mehr.

Die meisten meiner Lieferungen aus CN kommen über Frankfurt, 
gelegentlich kommen mal welche über Leipzig, ganz selten kommt mal was 
per Schiff über Hamburg.

...

Autor: A. $. (mikronom)
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U. K. schrieb:
> tropi schrieb:
>> Wie sind diese niedrigen Versandkosten aus China möglich
>
> Weil es subventioniert wird?

Vielleicht ist es wie im Mobilfunk? Wenn ich vom Festnetz (de) aus ein 
Handy (cn) anrufe (Paket schicke), dann muss ich richtig Kohle zahlen. 
Ruft (Paket schicken) mich dagegen das Handy (cn) auf dem Festnetz an 
(de), dann gibt es dafür sogar Flatrates oder es kostet fast nix.

Außerdem sollten die Personalkosten bei post.cn deutlich niedriger sein 
als bei der gewinngeilen post.de.

Autor: Jens G. (jensig)
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@Andi $nachname (mikronom)

>Außerdem sollten die Personalkosten bei post.cn deutlich niedriger sein
>als bei der gewinngeilen post.de.

Warum mußt Du in punkto Personalkosten ausgerechnet das Wörtchen 
"gewinngeil" anbringen? Du würdest wohl für einen Chinalohn bei der 
deutschen Post arbeiten wollen? Vermutlich würde Dir selbst der deutsche 
Postlohn für das normale Fußvolk nicht reichen wollen.

Autor: Arsch G. (arschgwaf)
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Schau dir mal bei youtube die "DHL Reportage" an. Dann siehste was der 
deutsche Paketbote leistet.

Autor: Uhu U. (uhu)
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Arsch Gwaf schrieb:
> Dann siehste was der deutsche Paketbote leistet.

Gibts in Deutschland wirklich nur einen Paketboten? Das ist ja 
unglaublich.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Uhu schrob:
>Gibts in Deutschland wirklich nur einen Paketboten? Das ist ja
>unglaublich.

Du hast auch schon wesentlich bessere Gags gebracht...

Der Hinweis auf die Reportage ist nicht von der Hand zu weisen.
Vor Allem dann nicht, wenn viele Leute HIER meinen, die Arbeit, die
sie selbst verrichten, wäre die schwerste, die ein Mensch überhaupt
leisten könne....

Das mußte mal raus!

MfG Paul

Autor: Uhu U. (uhu)
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Paul Baumann schrieb:
> Uhu schrob:
>>Gibts in Deutschland wirklich nur einen Paketboten? Das ist ja
>>unglaublich.
>
> Du hast auch schon wesentlich bessere Gags gebracht...

Das ist kein Gag. Die Formulierung erinnerte mich an das hier: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Gloria_von_Thurn_und_...

Autor: Markus U. (markjus) Benutzerseite
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Irgendetwas muss zur Zeit bei der Postbeförderung CN -> D haken. Seit 
September dauern bei mir alle Sendungen 30 Tage und mehr. Davor im 
Schnitt 16 Tage...

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Der Vollständigkeit halber mal die Tarife (Surface Parcel Postage Rates) 
für den Paket/Päckchenversand von Hongkong nach Deutschland:

Das erste kg: 135 $
jedes weitere kg bis 7kg: 20 $
jedes weitere kg bis 30kg: 11 $

Päckchen per "Surface Mail" sind noch günstiger:

bis 100g 5.60 $
bis 250g 11.40 $
bis 500g 20.90 $
bis 1 kg 37.40 $
bis 2 kg 55.00 $
jedes weitere kg bis 5 kg 27.50 $

$ sind hier Hongkongdollar, Kurs etwa 1:10

Ja, der typische 100g-Umschlag kostet keine 60 Euro-Cent!


Quellen:
http://www.hongkongpost.hk/eng/postage/overseas/pa...
http://www.hongkongpost.hk/eng/postage/overseas/su...

Autor: Nicole H. (nicole_h)
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Der Grund für die günstigen Preise ist ein entsprechendes Abkommen, 
siehe hier:
https://www.washingtonpost.com/news/storyline/wp/2...

Oder noch etwas schöner beschrieben: 
http://www.practicalecommerce.com/columns/hand-pai...

: Bearbeitet durch User
Autor: Jürgen S. (jurs)
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tropi schrieb:
> Wie sind diese niedrigen Versandkosten aus China möglich, wenn eine
> Sendung dorthin über 15 Euro allein an Porto kostet, wenn die Ware hier
> in beiden Richtungen von der Deutschen Post befördert wird.


China Post ist ein 100% Staatsunternehmen, und das billige Porte von 
China aus wird von den kommunistischen Staatslenkern natürlich erheblich 
subventioniert. Die Milliarden, die der chinesische Staat da in die 
Subventionierung des Auslandsporto bzw. in China Post reinbuttern, 
fallen unter "Exportförderung". Um möglichst viel Ware aus dem Land in 
die weite Welt zu exportieren, die auf chinesische Importe überall 
Einfuhrzölle verlangt (wenn Du in der EU bestellst kommt ab ca. 150 EUR 
noch Einfuhrzoll drauf, darunter nur Einfuhrumsatzsteuer und unter ca. 
22,50 EUR nix.

Auch kommunistische Wirtschaftslenker kennen ein paar Lektionen 
Marktwirtschaft und wissen, dass ein Kunde mehr oder häufiger mal was 
bestellt, wenn die Versandkosten günstig (bis kostenlos) sind. Das läßt 
sich der chinesische Staat kräftig was kosten und subventioniert fleißig 
das Porto.

Für sehr kleine/leichte Warensendungen zahlt man praktisch nix.

: Bearbeitet durch User
Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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> Außerdem sollten die Personalkosten bei post.cn deutlich niedriger sein
als bei der gewinngeilen post.de.

Nun ja. Es ist eben schon ein Unterschied, ob ich meine Post mit Leuten 
betreiben kann, die's fuer 2 Euro pro Tag machen, oder fuer 50.
Die 50 euro pro Tag sind nun nicht wirklich ueberzogen, die 
Lebenshaltungskosten sind auch verschieden. In China, allerdings nicht 
ueberall, bekomm ich eine Wohnung fuer 20 Euro pro Monat. Ja, kalt, sie 
bleibt aber auch kalt. Und dann wohne ich dort mit 6 Leuten auf 20 
Quadratmeter. Hier reichen diese 20m^2 grad fuer eine Person.
Der Kommentar sollte also eher in die Richtung gehen : weshalb wohnen 
die Leute hier in Palaesten ?

Autor: Robert L. (lrlr)
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der Thread ist ja schon älter

was sich aber seit damals geändert hat ist, dass die Österreichische 
Post die "Pakete" inzwischen nicht mehr wie Einschreiben behandelt, 
(also unbedingt eine Unterschrift will) sondern diese einfach in den 
Briefkasten wirft (oder daneben stellt)

das war ja wirklich Absurd, wenn man nicht zuhause war: für ein 3$ Paket 
musste der Briefträger einen Zettel ausfüllen, dass man das Pekte beim 
Postamt abholen muss, dort nochmal ein recht hoher Aufwand ...

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Oh D. schrieb:
> Nun ja. Es ist eben schon ein Unterschied, ob ich meine Post mit Leuten
> betreiben kann, die's fuer 2 Euro pro Tag machen, oder fuer 50.
> Die 50 euro pro Tag sind nun nicht wirklich ueberzogen, die
> Lebenshaltungskosten sind auch verschieden. In China, allerdings nicht
> ueberall, bekomm ich eine Wohnung fuer 20 Euro pro Monat. Ja, kalt, sie
> bleibt aber auch kalt. Und dann wohne ich dort mit 6 Leuten auf 20
> Quadratmeter. Hier reichen diese 20m^2 grad fuer eine Person.

50 EUR ? Sogar Sklavenzusteller kosten mehr, rechne mit knapp 100 EUR 
für 8 Stunden.

Und 2 EUR ? Reicht auch nicht, 3000 RMB/Monat sind 390 EUR macht 20 EUR.

Zumal noch Kosten für den Transport hinzukommen, Postauto oder 
Motorroller.

Eine Wohnung in China ? Ist auch nicht für 20 EUR zu haben. Hier mal 
eine Studentenwohnung, also keineswegs eine ganze Wohnung, aber 
vergleichbar mit einer WG:

https://www.daad.de/laenderinformationen/china/lan...

> Der Kommentar sollte also eher in die Richtung gehen : weshalb wohnen
> die Leute hier in Palaesten ?

Tun wir nicht, gerade Deutschland hat durch seine Kriegsfolgen immer 
noch viele kleine Mietwohnugen. Andere Länder haben weit mehr Platz, das 
durchschnittliche australische Haus hat beispielsweise 240m2, ist aber 
nur ein 1:1 Modell eines Hauses aus Spanplatten.

Autor: vn n. (wefwef_s)
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Michael B. schrieb:
> Tun wir nicht, gerade Deutschland hat durch seine Kriegsfolgen immer
> noch viele kleine Mietwohnugen. Andere Länder haben weit mehr Platz, das
> durchschnittliche australische Haus hat beispielsweise 240m2, ist aber
> nur ein 1:1 Modell eines Hauses aus Spanplatten

Und was genau hat die Tatsache, dass bei den hiesigen 
Witterungsverhältnissen ein Spanplattenhaus halt nicht nöglich ist (und 
alles andere kostet) mit dem Krieg zu tun?

Autor: Michael B. (laberkopp)
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vn n. schrieb:
> Und was genau hat die Tatsache, dass bei den hiesigen
> Witterungsverhältnissen ein Spanplattenhaus halt nicht nöglich ist (und
> alles andere kostet) mit dem Krieg zu tun?

Ob Spanplatte oder Stein, im Krieg ging alles kaputt.

Deutschland hat 1949 nur noch eine Eigentumsquote von 27%, steigt 
kontinuierlich auf heute 45%, Kanada als nicht-kriegsbetroffenes Land 
hat immer 65%, Irland steigt von 53% auf 75%, hatte vor der Finanzkriese 
sogar über 80%.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-in-deu...

http://www.iwkoeln.de/infodienste/iw-kurzberichte/...

Autor: Hannes J. (pnuebergang)
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vn n. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Tun wir nicht, gerade Deutschland hat durch seine Kriegsfolgen immer
>> noch viele kleine Mietwohnugen. Andere Länder haben weit mehr Platz, das
>> durchschnittliche australische Haus hat beispielsweise 240m2, ist aber
>> nur ein 1:1 Modell eines Hauses aus Spanplatten
>
> Und was genau hat die Tatsache, dass bei den hiesigen
> Witterungsverhältnissen ein Spanplattenhaus halt nicht nöglich ist

Wenn du damit die z.B. in den USA gängige Holzbauweise meinst, dann ist 
die Aussage falsch. Es war und wäre möglich.

Es gab sogar Zeiten, da wurden solche Häuser in Deutschland gebaut und 
sie existieren noch bis heute. Zum Beispiel die Egonstrasse in Köln. 
Allerdings nannte man die Häuser Baracken. Eine Bauform, die man in 
Deutschland, im Gegensatz zu anderen Ländern, nicht zu einem hohen 
Standard weiterentwickelt hat. Statt dessen setzte man auch im unteren 
Segment bald auf sogenannte Schlichthäuser und -wohnungen in 
Steinbauweise statt Holz.

Ausnahmen gab es trotzdem. Für die ersten Gastarbeitern-Wellen holte man 
die Bauform wieder aus der Versenkung. Genau so wie für Schulen in den 
70ern. Schulklassen in Baracken unterzubringen war fast ein Statussymbol 
für prosperierende Gemeinden.

Autor: Richard H. (richard_h27)
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Hannes J. schrieb:
> Schulklassen in Baracken unterzubringen war fast ein Statussymbol
> für prosperierende Gemeinden.

Zeitweilig galten Baracken (oder Baracks?) auch als Statussymbol für 
prosperierende Länder.

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