PAL Fernseher Bildspeicher

#2951372
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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einer Schaltung, mit deren Hilfe ein Bild in 
schwarz / weiß abgespeichert werden kann und bei Bedarf wieder gegeben 
werden kann.


Über jeden Hinweis bin ich sehr dankbar.




PS: Vielleciht kann man das über einen Atmega8 realisieren.???
#2951448
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Nein, bei weitem nicht jeder TBC war ein Vollbild TBC. Die in LaserDisk 
Playern konnten zum Beispiel nur 3 Zeilen speichern. Die in Quadruplex 
Videorekordern häufig sogar nur einen Bruchteil einer Zeile.

Du kannst auch nicht jeden Bildspeicher als TBC verwenden, da ein TBC an 
einer anderen Stelle lesen können muss als schreiben.

Hier übrigens die Schaltung die die BBC mal aufgebaut hat:
http://www.bbc.co.uk/rd/publications/rdreport_1977_09.shtml
Das war damals noch mit dynamischen Schieberegistern.



Aber grob gesagt musst Du, wenn Du nur ein Bild speichern willst, einen 
Zähler mit x*25Hz laufen lassen, ihn als Index für den Speicherzugriff 
verwenden, und dann von dieser Speicherstelle Lesen und schreiben.
Gast #2951757
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Hallo Markus,

hab sowas mal gemacht. Ich glaube aber, dass ich den Schaltplan nicht 
mehr habe (Werd heute Abend nochmals schauen).

So war es gebaut:
Video ADC: TDA8703 digitalisiert die Videodaten.
Ein 13MHz Oszillator und 3x 74HC590 Zähler, die dann die Adresse 
hochzählten. Als Speicher ein SRAM - zum Beispiel 4MBit: 628512-70
Anschließend ein Video DAC TDA8702.
Einfach WR aktivieren und zum Einfrieren dann auf RD umschalten.

Hier ein Nachfolgeprojekt, dass zwar etwas anders funktioniert, aber die 
ADCs und DACs sind übernommen:
http://www.sebulli.com/smartcam/index.php?lang=de

Für SW reichen 2 Halbbilder, für Farbe müssen es 4 sein.
Ein Stoppbild aus 4 Halbbildern ist halt schon sehr unruhig, da 4 Frames 
zyklisch abgespielt werden.

gerd
Gast #2952192
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Nahmd,

> Du musst mit 10 MHz oder mehr digitalisieren und wieder über DAC
> ausgeben, das wird nicht klappen.
>

Es gab mal einen Framegrabber am Atari ST, der konnte 320x200 PAL 
grabben, jeweils eine Bittiefe pro Frame. Also 4 Frames -> 16 
Graustufen.
Gab also lustige Effekte bei Nicht-Standbildern..
Der Atari lief auf 8 MHz, und der Grabber war eigentlich nur ein 
schneller, handgestrickter ADC auf Basis eines DAC und Komparator.
Das Grabben ginge also im Prinzip, nur bei der Ausgabe wird's dann 
haarig.

> Es hört sich auch nicht so an, als ob du zu den Enthusiasten gehörst,
> die tagelang um jeden einzelnen Taktzyklus kämpfen.

Hehe, und genau da liegt die Crux. Auf dem 16MHz-STE musste man wieder 
zyklengenau die NOPs reinprügeln damit's lief..

Grüsse,

- Strubi
#2952392
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Naja, für Schwarz-Weiß Video reichen auch 5 MHz aus. Das macht dann grob 
150 Linien (300 Pixel in der Breite) was etwas schlechter als VHS ist.

Aber nehmen wir mal an, man wollte das jetzt auf Gedei und Verderb mit 
einem ATMega machen. Das erste Problem ist der Speicher. So ein normales 
720x576 Videobild hat 414720 Pixel. Das passt nicht in einen AtMega8. 
Aber es gibt in DIP noch einen ATMega128 mit 16Kilobyte an Speicher.
Um zu sparen nehmen wir mal 4 Bit pro Pixel. 16 Graustufen sind ganz 
brauchbar. Macht 32768 mögliche Pixel, oder genug für ein 128x256 Bild.
Nehmen wir mal 20MHz Takt an, (Ich glaube der läuft noch damit) so haben 
wir 1280 Taktzyklen pro Zeile, bzw. 1040 Taktzyklen im sichtbaren 
Bereich. Zum Einlesen der Pixel kann man folgenden Code verwenden:
...
IN r16,PORTx   ;1TZ
ST X+,r17      ;2TZ
IN r17,Portx   ;1TZ
SWAP r17       ;1TZ
OR r17,r16     ;1TZ
...

Nacht also 6 Taktzyklen für 2 Pixel, oder 3 Taktzyklen pro Pixel. 1040/3 
sind 346.666... Wenn wir jetzt an den Rändern was abschneiden, oder 
zusätzliche NOPs einführen können wir da 256 Pixel locker unterbringen. 
Die würden grob 74% der horizontalen Bildbereiches ausfüllen.
Ein Gerber Halbbild hat 288 sichtbare Zeilen, wenn wir jede 2. Zeile 
beim aufnehmen auslassen kommen wir auf 144. Wenn wir oben und unten 
einen Rand freilassen kommen wir auf die 128 Zeilen. Das sind grob 89% 
der Bildbreite.
Bei der Wiedergabe des Bildes müssen wir natürlich in jeder Zeile das 
Bild wiedergeben. Bei der Aufnahme können wir die Rechenzeit jedoch für 
andere Zwecke verwenden.

Sprich es ist durchaus realistisch ein 256x144 Bild mit einem AtMega zu 
speichern. Das Bild hätte dann ein Seitenverhältnis von ungefähr 3:2.6

Geschickt gemacht braucht das nur ein Viertel der CPU-Zeit bei der 
Aufnahme, bzw. die Hälfte der Zeit bei der Wiedergabe.

Die Hardware dazu bestünde aus einen LM1881 welcher Interrupts auslöst, 
und dessen Auslösezeitpunkt per Timer gespeichert wird, (um danach über 
ein NOP-Feld die Interruptlatenz auszugleichen) einer Klemmschaltung, 
sowie einem Flash AD Wandler. Zusätzlich kann man noch einen PLL 
verwenden, damit der Controller mit genau 1280 mal der Zeilenfrequenz 
läuft. Dadurch wird da Bild stabiler.
#2952881
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Markus Salden schrieb:
> PS; Schade das es mit dem Atmega8 nicht machbar ist.

Naja, wenn Du etwas mehr Aufwand betreibst, und externen RAM dranhängst, 
dann ginge es auch mit dem ATMega8.
Aber egal was Du machst, es ist nicht trivial, das muss Dir klar sein.

Die Kombination primitive Hardware und primitiver Controller geht halt 
nicht so richtig.
#2952985
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Christian Berger schrieb:
> Naja, für Schwarz-Weiß Video reichen auch 5 MHz aus. Das macht dann grob
> 150 Linien (300 Pixel in der Breite) was etwas schlechter als VHS ist.

Naja... die Gerber Norm hatte nominell 5MHz Bandbreite und VHS einiges 
weniger (weil man den Farbträger bei 4.33MHz billig abschneiden wollte). 
Aber unabhängig davon kann man bei _Stand_bildern auch anders vorgehen.

Man tastet das erste Pixel der ersten Zeile ab. Dann das erste Pixel der 
zweiten Zeile usw. Wenn alle Zeilen durch sind, geht es mit dem zweiten 
Pixel der ersten Zeile weiter, dann das zweite Pixel der zweiten Zeile 
usw. Ein komplettes Bild dauert dann Bildlänge * Zeilenlänge, also etwa 
10 bis 15 Sekunden je nach gewünschter Auflösung.

Zur Verbesserung der Bildqualität empfiehlt es sich, den Prozessortakt 
phasenstarr an die Zeilenfrequenz zu binden - was aber auch kein großes 
Problem ist.
Gast #2953274
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Markus Salden schrieb:
> Ich benötige eine Schaltung die mit einigen wenigen Bauteilen auskommt.

Hallo,

Was immer wenig heissen soll, du brauchst mindestens einen Speicher, 
einen ADC, einen DAC und für die Logik ein FPGA. Das ist allerdings 
schwierig zu entwickeln, wenn man weder von Fernsehen noch von 
Bildspeichern noch von Logikschaltungen eine Ahnung hat, und würde sich 
für ein Einzelstück sowieso nicht rechnen.

Gruss Reinhard
Gast #2954055
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Markus Salden schrieb:
> leider konntet Ihr mir nicht so richtig helfen, bei der Suche nach einer
> entsprechenden Schaltung.

Den Stein der Weisen und das Perpetuum Mobile hat man auch nicht 
gefunden - könnte das vielleicht an der Fragestellung liegen? Ich denke, 
was möglich ist habe ich beschrieben (4 Chips), aber natürlich gibt es 
für fast alles eine Ein-Chip-Lösung - wenn du eine Million oder so für 
die Entwicklung des Chips gerade übrig hast.

Gruss Reinhard
Gast #2954208
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Christian Berger schrieb:
> Nein, bei weitem nicht jeder TBC war ein Vollbild TBC.

Die, die ich bei uns im Sender verbaut habe, schon...
Frag mich aber bitte nicht nach der genauen Bezeichnung.
Sie waren von Panasonic, hatten 1HE und einen hässlich lauten kleinen 
Lüfter. Es könnte sogar sein, dass davon noch einer rumfliegt, der auf 
seine Entsorgung wartet.
Gast #2955185
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..und weiter. Einen 8 Bit Wandler. Einen ca. 13.5 MHz Quarz als 
Taktgenerator. Alternativ einen 74hc4046 als PLL. Dann musst Du aber aus 
den CSYNC das HSYNC separieren, was nicht trivial ohne Grundtakt ist. 
Zumindest steht nun Dein Bild im Fifo, und das kann über ein enfaches 
Interface ausgelesen werde. Alternativ erzeugst Du mit dem 13.5 MHz 
Signal wiederum HSYNC und VSYNC und speisst zusammen mit den Fifodaten 
einen VideoDAC.

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