Wärmengenzähler Abweichung

OP #2956106
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Seit einigen Tagen haben wir uns den Oelheizungskessel gegen einen
Gas-Brennwert-Standkessel austauschen lassen,
von der Fa. remeha  Typ CALORA TOWER GAS 15 S
und haben vom Heizungsfachmann gleich einen Wärmemengenzähler mit 
einbauen lassen.

Typ  Allmess Integral-MK Ultra Maxx     2012-12569958

Bei einem Gasverbrauch von 68,1 cbm ist eine Wärmemenge von 562 KWh laut 
Zähler erzeugt worden.
Laut Angaben vom Gaslieferanten RWE ist die mittlere Heizleitung von 1 
cbm Gas 10,5 KWh

Das würde bedeuten das theoretisch ohne Verluste 68,1 x 10,5 = 715,05 
KWh erzeugt werden können.

Gaszähler, Wärmemengenzähler, Gas-Brennwert-Kessel alles ist neu.

wie groß dürfte die Messabweichung sein,
nach meiner berechnung ist es über 20 %

Mit Freundlichen Grüssen

Bernhard Simon
OP #2956160
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Hallo Herr Rufus T.
der Wärmemengenzähler misst natürlich nicht die Abgase und auch nicht 
die
Strahlungswärme die an dem Heizungsraum abgegeben werden, was ja auch 
wohl
schlecht möglich ist.
Aber auf dem Messwertprotokoll was der Heizungstechniker bei der 
Inbetrieb-
nahme erstellt hat, beträgt der Wirkungsgrad vom Gaskessel 97,5 %

Mit freundlichen Grüssen

Berbhard Simon
#2956238
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Lies dir mal hier dieses Frage/Antwortspielchen ein wenig durch
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/125832/Wirkungsgrad-der-Heizung

Da kriegt man einen schönen Eindruck davon, wie man mit Zahlen lügen 
kann, ohne die Unwahrheit zu sagen. Eckart erzählt das sehr schön.


> beträgt der Wirkungsgrad vom Gaskessel 97,5 %

Was immer er da gemessen hat, es ist nicht das was du glaubst das es 
ist.
(Firma: keine) #2957410
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>> beträgt der Wirkungsgrad vom Gaskessel 97,5 %

>Was immer er da gemessen hat, es ist nicht das was du glaubst das es
>ist.

Genau,

die Heizungmenschen haben da irgendein tolles gerät. Demnach hat meine 
Heizung sogar einen Wirkungsgrad > 100%. :-)
#2964373
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Der Wirkungsgrad bei der Heizung wird so definiert, daß das Abgas kein 
Tauwasser erzeugt. Sei nicht so technisch, und meine nicht, es sei 
Pab/Pzu, so wie man es in der Berufsschule lernt. Es geht um's 
Leute-Besch..ummeln. Die Hersteller wollen mit vertretbarem Aufwand in 
die Nähe der 100% kommen. Wenn man bei Brennwerttechnik den Taupunkt des 
Abgases unterschreitet, erhält man zusätzliche Wärmeenergie, das hebt 
den Wirkungsgrad (in diesem Sinn) auf >100%. Und man bekommt 10 Liter 
lauwarmes Wasser zum Blumengießen pro Tag. Bei der Wärmepumpe ist es 
noch schmalspuriger angegeben, da wird auch nur das Gerät betrachtet. 
Wenn ich den CO2 Ausstoß des Braunkohlenkraftwerks, Stromübertragung, 
Wärmepumpe ausrechne, dann bin ich mit jeder anderen Lösung (außer 
Nachtspeicher) besser dran. Wärmepumpe ist m.E. Werkzeug der großen 
Energieversorger.
#2964781
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Bernhard Simon schrieb:
> Gaszähler, Wärmemengenzähler, Gas-Brennwert-Kessel alles ist neu.
>
> wie groß dürfte die Messabweichung sein,
> nach meiner berechnung ist es über 20 %

Deine erste Amtshandlung sollte die Kontrolle der eingestellten Werte an 
der Therme sein und dann solltest du dich etwas intensiver mit den 
Parametern vertraut machen.

Brennwertkessel (andere Kessel übrigens auch) haben die schöne 
Eigenschaft, bei fehlender Wärmeabnahme, den Brenner abzuschalten. Das 
können dann schon einige hundert Zündungen pro Tag sein und dem 
entsprechend steigt auch der Gasverbrauch ohne Wärmegewinn. Das ist in 
der Übergangszeit sehr nett mit anzusehen.

Falls du noch eine Warmwasserbereitung über den Brenner fährst schau mal 
ob der Wärmemengenzähler diese mit abdeckt.

Nach meiner persönlichen Erfahrung sind 20% definitiv zu hoch, +-5% 
sollten realistisch sein.


Grüße.

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