Moin,
da ich doch mal CNC-Bohren probieren will, mal zur Vorbereitung eine
Frage: Gibt es eine Möglichkeit, die Bohrungen von Bauteilpads im Board
gleich groß zu machen? Ich habe von einem Board mal das Bohrprogramm
erstellt und angesehen. Da habe ich aber jetzt
0,61mm
0,8mm
0,813mm
0,914mm
1,016mm
1,118mm
2mm
Die 2mm kommen von Bohrungen, die ich selber gesetzt habe, 1mm von den
Kabelanschlusspads und 0,8mm von den Vias. Wenn ich die Pads für
THT-Bauteile auch mit 0,8mm bohre, bräuchte ich drei Durchmesser, das
Programm verwendet aber sieben. Den Viadurchmesser kann man später noch
mit 'change' ändern, aber geht das auch irgendwie für die anderen Pads?
Natürlich kann man das Programm von Hand umschreiben, aber das wäre
natürlich nicht die eleganteste Lösung.
Mit DRC kann man die Padgröße ändern, aber für Bohrungen geht das
anscheinend nicht.
Die Bohrdurchmesser für die Bauteile stehen fest in der
Bauteildefinition. Man könnte die Bibliotheken ändern oder gleich SMD
verwenden ;-)
cnc-drill.ulp hast du schon angesehen. Das ließe sich bestimmmt anpassen
und würde dir dann direkt GCode liefern.
Michael A. schrieb:> Die Bohrdurchmesser für die Bauteile stehen fest in der> Bauteildefinition.
Das ist klar. Deshalb geht das mit change auch nicht.
Michael A. schrieb:> Man könnte die Bibliotheken ändern
Um mir das Ändern des Programms zu sparen… Daran habe ich auch gedacht,
aber das lohnt sich gar nicht :-)
Michael A. schrieb:> gleich SMD verwenden ;-)
Kabellötpunkte oder Vias gibt es nicht in SMD…
Michael A. schrieb:> cnc-drill.ulp hast du schon angesehen.
Ja, und gcode_02.ulp Die Daten kriege ich ja auch richtig raus, aber die
Funktionen geben eben auch nur aus, was ihnen das Board sagt.
Michael A. schrieb:> Das ließe sich bestimmmt anpassen
Glaube ich nicht. Man könnte die höchstens so umschreiben, dass alle
Bohrungen gleich sind.
Aber das bringt mich auf die Idee, den Bohrdurchmesser runden zu lassen.
Das muss ich mal ausprobieren.
Dussel schrieb:> gleich groß zu machen? Ich habe von einem Board mal das Bohrprogramm> erstellt und angesehen. Da habe ich aber jetzt> 0,61mm> 0,8mm> 0,813mm> 0,914mm> 1,016mm> 1,118mm> 2mm
Die erste Variante wäre im Eagle Cam-Editor Bohrungen als
Device:Excellon_Rack zu exportieren.
Erstens kannst du da Werkzeugdurchmesser an Werkzeugnummer verknüpfen,
Zuweisung läuft über diese Bohrertabelle (*.drl).
Zweitens kannst du die Bohrer ab-und aufrunden, Toleranz Einstellung
z.B- +-5%
(siehe Bild1)
die zweite Variante wäre im GerberEditor die erstellte Bohrdatei
(*.drill) zu editieren, ich verwende GC-PrevuePlus als GerberEditor, ob
das in der Freeware Version geht muss halt selber ausprobieren.
Die Bohrdatei laden (siehe Bild2), manuell aufrunden (Bild3), dann auf
einen Werkzeug komprimieren (Bild4). Und am Ende als Excellon Drill
exportieren, das wird wahrscheinlich mir der Freeware nicht
funktionieren.
Gruß
Hermann
mahlzeit!
o.k., Eagle ist gewöhnungsbedürftig, aber soo schlimm finde ich es
nicht:
* Bibliothek aufmachen
* Package aufmachen
* alle Layer außer Pads ausblenden
* alles markieren
* change drill 0.8
* rechte Maustaste -> change group
gnd3 schrieb:> * Bibliothek aufmachen> * Package aufmachen> * alle Layer außer Pads ausblenden> * alles markieren> * change drill 0.8> * rechte Maustaste -> change group
Gut, das wirkt für ein Package. Aber wenn man mehrere hat, wird das ganz
schöne Arbeit.
Hermann U. schrieb:> Die erste Variante wäre im Eagle Cam-Editor Bohrungen als> Device:Excellon_Rack zu exportieren.> […]> exportieren, das wird wahrscheinlich mir der Freeware nicht> funktionieren.
Muss ich erst mal ausprobieren. Aber danke schonmal für die Arbeit.
Ingo schrieb:> Solche Probleme gibts bei Target gar nicht. Doppelklick aufs Pad, alle> Einstellungen anpassen fertig. Bei eagle ist das immer n Krampf.
Ich war heute den ganzen Tag unterwegs und bin entsprechend müde. Kannst
du bitte genauer ausführen, wie der Beitrag bei meinem Problem
weiterhilft?
Mir ist was blödes dazwischen gekommen, aber trotzdem habe ich mal die
ersten Versuche gemacht.
Das Ändern der Bohrdurchmesser mache ich jetzt doch von Hand. Dafür muss
man nur ein paar Zeilen im Maschinenprogramm löschen. Es wäre mir lieber
gewesen, wenn das mit wenigen Klicks direkt gegangen wäre, aber so ist
es auch ganz gut machbar.
Excellon-Rack gibt bei mir nur die Positionen und nicht den Code aus.
Daraus ein g-Code-Programm zu machen wäre eine riesige Arbeit oder ich
müsste ein zusätzliches Programm einsetzen.
Angehängt habe ich mal die ersten Versuche auf einer Holzplatte. Das
sind jetzt nur die 0,8mm Bohrungen, aber man sieht, dass das Verfahren
funktioniert. Die Maschine hat dafür etwa zehn Minuten gebraucht, weil
ich einen mehr oder weniger realistischen Vorschub gewählt habe (60mm
pro Minute). Verkürzen könnte man die Zeit noch, indem man den Rückzug
verringert. Bei dem Versuch waren es 2mm, das heißt, dass der Bohrer die
2mm zusätzlich mit dem langsamen Vorschub runterfahren muss. Mit nur 1mm
ließe sich die Zeit noch verkürzen.
Den Controller habe ich natürlich nur zum Spaß eingesetzt, wobei es
sicher auch mal interessant wäre, die ganze "Platine" zu bestücken ;-)
Falls es jemanden interessiert:
Was lange währt wird endlich gut. Nach einigen persönlichen und
technischen Problemen habe ich es heute endlich geschafft, die Platine
zu bohren. Die Bilder zeigen die gebohrte, aber noch nicht geätzte
Platine. Die Bilder sind nicht besonders gut, aber sie zeigen das
Wichtige.
Laut count.ulp hat die Platine 164 Bohrungen. Das Bohren hat etwa 25
Minuten gedauert bei einem Bohrvorschub von 30mm/min. Da die
Bohrmaschine nur 20000U/min schafft, wollte ich lieber nicht zu schnell
bohren.
Die Anpassung des Programms ist kein Problem, wenn man ein bisschen
G-Code versteht und Ahnung von CNC-Steuerung hat.
Bald werde ich dann die Platine fertig machen und hoffen, dass sie
funktioniert.