Ich hab mal irgendwo (vermutlich iNet) gelesen, dass billige Batterien
(also z.B. AA oder AAA Format) nur etwa 10% weniger Kapazität haben
sollen als die teuren Markenbatterien von Varta, etc., und sich demnach
eigentlich der Kauf der teureren Markenbatterien nicht lohnt. Zumindest
nicht, wenn man mal von Langzeitauslaufsicherheit etc. absieht.
Stimmt das, hat da jemand Erfahrung?
Erfahrungswert bei 9Volt Block Alkaline-Batterien:
Die 4,50 Euro Markenherstellerteile haben 25 Prozent mehr Kapazität als
die 0,90 Euro Teile vom Discounter.
Mit Zahlen kann ich nicht dienen, habe das nie ausführlich untersucht
und brauche auch eher nur wenige. Aber ich kauf immer die von Aldi und
bin damit super zufrieden. Wenn ich mir so die Preise von Duracell
anschaue, frage ich mich, warum die überhaupt einer kauft. Aber gut,
i-phone wird ja auch verkauft :-)
Hallo Leute,
evtl. könnte nachfolgender Link hilfreich sein. Wobei man sich nicht nur
von der Kapazität/€ blenden lassen sollte. Einige Fakten,
Temperaturbereich für den Einsatz, Auslaufsicherheit, Lagerfähigkeit
etc. sollten je nach Anwendung und Güte des Gerätes (bei dem die Zellen
zum Einsatz kommen) berücksichtigt werden.
http://denishennessy.com/2012/04/08/measuring-battery-capacity-with-an-arduino/
Viele Grüße frohes Fest und haltet die Qualität des einzigartigen Forums
hier hoch :-)
Sascha
Ach ja,
evtl. misst jemand mal die Kapazität von AA-Akkus aus und stellt die
Ergebnisse online, sofern sie/er über mehrere Modelle verfügt. Die sind
ein wenig umweltfreundlicher ;o)
Sascha
Zugegeben: Für mich gelten nur meine eigenen Vorurteile!
... aber ich kann mir beim Besten willen nicht vorstellen, dass es
eine Einheitsbatterie gibt.
... Eine für Uhren, Stromaufnahme fast null, dass aber über lange Zeit.
... Die auch für (Frohe Weihnachten) den neuen Panzer geeignet ist,
der rappet, kracht und blinkt und mit all seinen Motoren eine
grausige Stromaufnahme hat.
... Die in meiner Taschenlampe nach 8 Jahren Untätigkeit noch zuckt.
Die 08/15 Batterie vom Aldi erfüllt bestimmt all diese Auflagen.
Muss sie ja. Steht nix drauf außer dem, was der Dümmste auch im
"Verpackten" Zustand feststellen kann.
Danke, sehr interessant.
@amateur - gibt ja auch verschiedene Sorten zu kaufen, z.B. für
Langzeit, geringster Strom oder eben Anwendungen mit relativ hohen,
kurzzeitigen Strömen. Vermutlich gilt auch da obige Erkenntnis, so
ungefähr.
@johai
Habe ich beim Billigheimer aber noch nicht gesehen. Nur Einheitsbrei.
@Sascha
Bitte, bitte, bitte nicht des Wort: "umweltfreundlich" im Zusammenhang
mit Batterien aussprechen.
Was auch immer Batterien sind, das gehört beim Besten Willen nicht dazu.
Ich denke auch nicht, dass es ganz so einfach ist. Wenn man eine
Anwendung hat, bei denen die Batterie gleich leer ist und es egal sein
sollte, falls die doch mal auslaufen, lohnen die teureren wirklich
nicht. Aber für Sachen, die wenig Strom fressen, kommen dann doch
Faktoren wie Selbstentladung ins Spiel. Ebenso möchte ich mich bei einem
teureren Multimeter nicht jedes mal fragen müssen, wann ich das letzte
Mal gewechselt habe und ob die Batterien schon am Auslaufen sein
könnten.
Es kommt also auf die Anwendung an. Bei irgendwelchem Elektrospielzeug
reichen sicher die billigsten, da wären teurere wohl Verschwendung. Bei
teureren Geräten, die die Batterien nicht gleich leer haben sind mir
persönlich etwas bessere Batterien den Aufpreis wert.
Gut, eigentlich wurde ja explizit ohne die Betrachtung der
Auslaufsicherheit gefragt. Wollte ich auch nur erwähnt haben, da hier ja
schon Batterien mit iPhones verglichen werden ;-)
tontechniker schrieb:> Die 4,50 Euro Markenherstellerteile haben 25 Prozent mehr Kapazität als> die 0,90 Euro Teile vom Discounter.
So rechne ich auch.
Sascha schrieb:> Einige Fakten,> Temperaturbereich für den Einsatz, Auslaufsicherheit, Lagerfähigkeit> etc. sollten je nach Anwendung und Güte des Gerätes (bei dem die Zellen> zum Einsatz kommen) berücksichtigt werden.
99,8% aller Anwendungen laufen bei Raumtemperatur, der 1970 propagierte
Stahlmantel läuft meistens tatsächlich nicht mehr aus, und wenn ich die
10 Jahre alten Aldi-Zellen aus dem Kühlschrank nehme, haben sie
Neuwerte, obwohl schon 5 Jahre hinter dem Verfallsdatum.
Hier ist eine Eneloop AA, Herstellungsdatum !Februar 2009!. Unzählige
Male benutzt in GPS, Taschenlampe, Bartschneider ;), Milchaufschäumer
:), etc. Nennkapazizät 2000mAh. Die Kurve zeigt eine Entladung mit !1A!
bis 0,7V.
Ergebnis: 1902mAh
Ist klar, dass man da nur noch Eneloops kauft, oder?
amateur schrieb:> ... aber ich kann mir beim Besten willen nicht vorstellen, dass es> eine Einheitsbatterie gibt.
In den 80er Jahren wurde mal eine spezielle Fotobatterie für
hohe Ströme vorgestellt. Da hatte die Mignonzelle nicht nur
einen, sondern mehrere Kohlestäbe. Ob dieses Konzept weiter-
hin verfolgt wurde, weiss ich nicht.
Gruss
Harald
Mir sind billige Aldis schon mal ausgelaufen, Monos unbenutzt und gerade
mal 3 Monate hinter Verfallsdatum.
Der letzte Test von Batterien, den ich mal gelesen hatte, hatte den
Aldis auch nur mittelmäßiges Auslaufverhalten bescheinigt. Bestnoten
hatten die von Lidl.
Danach gehen kann man aber kaum, da die Discounter inzwischen schon 3
mal den Hersteller gewechselt haben können, oder der Hersteller (Aus
Asien) das Material und die Technik.
Bei dem Test (Ich weiss nicht mehr ob Stiftung Warentest oder c't) boten
auch Markenbatterien keinen perfekten Auslaufschutz, waren aber im
Schnitt etwas besser als Discounter.
Kapazitätsunterschiede waren nicht so gravierend.
Mein Fazit: Wenn regelmäßige Benutzung dann Akkus, wenn nicht
Discounterbatterien, beim teuren Messgerät teure Markenbatterien.
Uns laufen hier reihenweise in den Multimetern die Duracell Procell aus.
Und zwar deutlich vor dem Ablauf- (Auslauf?) Datum. Wenn ihr mich fragt,
ist das alles der gleiche Schrott, nur mit unterschiedlichen Preisen (=
Marketingaufwand).
Über einen Zeitraum von 3 Jahren hatte ich mal zahlreiche Mignon
Batterien mit einer selbstgebauten "Refrenz-Last" entladen und
verglichen - nur so aus Neugier. Die Batterien wurden wechselweise 50
Sekunden mit 10 Ohm und 10 Sekunden mit 1 Ohm belastet, immwer wieder,
bis sie länger als 3 Sekunden unter 0,9V kamen.
Das Ergebnis war zusammen gefasst:
- (alle) Zink-Kohle Batterien versagten quasi, weil sie schon nach
wenigen Minuten nur noch geringe Ströme liefern konnten.
Bei einem zweiten Test, wo dauerhaft mit 10 Ohm entladen wurde, waren
sie 10x schneller entladen, als "normale" alakalische Batterien.
- Die schwarz-goldene Duracell (die mit dem Hoppelhase, gibt's nicht
mehr) hatte die schlechteste Leistung. Ich hatte in einem anderen Laden
ein zweites Paket gekauft, weil mir das seltsam vorkam. Aber leider mit
dem gleichen vernichtend schlechtem Ergebnis.
- Im mittleren Feld lagen die Batterien von Aldi Süd, Aldi Nord, Penny,
Lidl und Ikea, alle mit ähnlicher Leistung (+/- 20%).
- Auffällig hoch war die Leistung der Varta High Energy, sie hielt
doppelt so lange, wie die beste Supermarkt Batterie. Aber sie war auch
4x so teuer!
Bestes Preis-Leistungs verhältnis hatten absolut eindeutig die
Supermarkt Batterien. Aber keine der Batterien kam auch nur annähernd an
das Preis-Leistungs Verhältnis von Akkus heran. Akkus lohnen sich schon
bei 4x aufladen ganz sicher. Und mittlerweilen gibt es ja auch diese
lange lagerfähigen "Ready To Use" Akkus (billig bei Rossmann, manchmal
auch bei Lidl). Das die 1 ganzes Jahr lang einsatzbereit sind, glaube
ich zwar nicht, aber ein halbes Jahr geht schon.
Zum Thema Auslaufschutz: Ich glaube, Batterien neigen zum Auslaufen,
wenn sie leer sind. Seit ich leere Batterien immer aus den Geräten
heraus nehme, ist mir keine mehr ausgelaufen.
Und ja, die billigen Batterien laufen wohl eher aus, das kann ich in
meiner Recycling-Dose immer schön sehen. Schöne Sauerei, aber die Dose
ist Säurefest, also mir egal.
>> Bitte, bitte, bitte nicht des Wort: "umweltfreundlich" im Zusammenhang
mit Batterien aussprechen.
Wirklich? Die werden doch zu 99% recycelt, sagt jedenfalls die Sendung
mit der Maus. Weiss jemand,ob das wahr ist?
>- Die schwarz-goldene Duracell (die mit dem Hoppelhase, gibt's nicht>mehr) hatte die schlechteste Leistung. Ich hatte in einem anderen Laden>ein zweites Paket gekauft, weil mir das seltsam vorkam. Aber leider mit>dem gleichen vernichtend schlechtem Ergebnis.
Das deckt sich mit meinen damaligen Erfahrungen: Diese
Duracell-Mono-Batterien haben knapp 10 Mark (für zwei Stück) gekostet,
drei Stück aus dem Aldi-Nord nur ein Bruchteil. Ich dachte mir: So viel
mehr Kapazität können die gar nicht haben um diesen großen
Preisunterschied zu rechtfertiehen.
Gut, die billigen Dinger waren wohl etwas schneller leer, aber na und?
Wilhelm Ferkes schrieb:> und wenn ich die> 10 Jahre alten Aldi-Zellen aus dem Kühlschrank nehme,
Zu gerne würde ich einmal einen Blick in deinen Kühlschrank werfen ...
bezüglich Auslaufen: Alle Alkaline-Batterien laufen aus, wenn sie
längere Zeit warm (30° und mehr) haben! In hochwertigen Messgeräten und
der Notfalltaschenlampe im Auto verwende ich nur noch Lithium-Batterien
(9V und AA). Die laufen nicht aus, halten unbenutzt fast ewig und haben
exzellentes Verhalten bei hohen Strömen oder niedrigen Temperaturen. Ich
habe eine Digicam, welche nur mit Batterien läuft. Mit 2xAA Energizer
Lithium mache ich etwa 10x so viele Fotos wie mit Alkaline-Batterien.
bezüglich Preisen: Ich wundere mich, das bei den rennomierten
Herstellern noch keine Untersuchungen wegen Preisabsprachen laufen. Wenn
man die Preise für Markenbatterien in Europa und den USA vergleicht,
muss man eigentlich zu Schluss kommen, dass die Preise abgesprochen
sind.
Hier noch ein Batteriehändler in den USA:
http://www.batteryjunction.com
AAs ab ca 25 Cent, D ab ca 1$ (Energizer, Duracell, Rayovac)
Werner Heisenberg schrieb:> Hier ist eine Eneloop AA, Herstellungsdatum !Februar 2009!.
3 .. 4 Jahre schafft jeder Noname, das ist nichts besonderes.
Allerdings darf man heutzutage auch nicht viel mehr erwarten, 6 Jahre
ist schon das Akku-Rentenalter.
Zu DDR-Zeiten (1985) gab es mal einen Walkman zu kaufen mit Sanyo Akkus,
die haben weit über 10 Jahre gehalten, das war noch richtige Qualität.
Die haben sogar die meisten Akkus, die ich nach der Wende gekauft hatte,
noch überlebt.
Peter
Stefan schrieb:> - (alle) Zink-Kohle Batterien versagten quasi, weil sie schon nach> wenigen Minuten nur noch geringe Ströme liefern konnten.> Bei einem zweiten Test, wo dauerhaft mit 10 Ohm entladen wurde, waren> sie 10x schneller entladen, als "normale" alakalische Batterien.
Du kannst diese Zellen nicht mit deinem Test mit Alkaline vergleichen.
Dazu wurden die nicht hergestellt!
Kohle/Zink sind für geringe Belastung über einen längeren Zeitraum
gedacht.
Sie haben auch die Eigenschaft, sich nach einer stärkeren Belastung
wieder zu erholen.
:-)
Ich habe mal auf irgend einem Flohmarkt 2 elektrische Milchaufschäumer
gekauft, also ein Spielzeugmotor mit irgend einem Quirl dran im Gehäuse
mit einer Art Taster. Dazu gabs ganz "preiswert" irgendwelche AA
Batterien die auch gleich eingesetzt wurden, habe nicht viel ausgegeben,
denke so 6 Euro komplett für 2 Geräte..
Die Batterieen haben nicht lange gehalten und beim Wechsel habe ich
festgestellt, das die mitgekauften deutlich leichter als meine als
Ersatz besorgten Sonys waren (Primärzellen alles).
Weil mich das interessierte habe ich so eine leere Batterie mal
aufgepolkt, die war nur zu einem Drittel mit dem Braunsteinschlamm
gefüllt! Der Kohlestift hatte die volle Länge, der Becher auch nur
fehlten halt 2 Drittel der Pampe da drin.. Es ist wirklich unglaublich
was es so Alles gibt..
BTW: Ich habe mit den Dingern nie Milch aufgeschäumt, nach Behandlung
mit einem Seitenschneider und Biegen einer Öse an der verbleibenen Achse
eignen sich die Dinger ganz hervorragend zum verdrillen dünner CUL
Drähte, das braucht man, wenn man ab und an mal einen Trafo wickelt für
das Herausführen der Enden, die reißen dann nicht so leicht ab.
Gruß,
Holm