Denon DCD-625 Display ansteuern

#2968455
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Servus,

habe einen CD-Player (Denon DCD-625 II)  als Schrott geschenkt bekommen. 
Die Platine ist jemandem anders zum Opfer gefallen, also einfach nicht 
mehr da. Das CD-Laufwerk ist ebenfalls nicht mehr da (nur noch die 
Außenblende).

Aber es sind noch sämtliche Knöpfe und das Vakuum-Display da, auf einer 
extra Platine mit Folien-Anschluss. Nur von den einzelnen Pins des 
Displays und den Tastern an den Folienleiter kontaktiert (ohne 
sichtbaren Chip).

Möchte irgendwann mal einen Atmel (Mega16 oder Tiny2313) da dran 
klemmen.
Habe mir also mal gefährliches Wikipedia-Halb-Wissen angeeignet, ein 
paar Foren-Beiträge zu VFDs gelesen, nach dem Display erfolglos als 
Ersatzteil und nach Schaltplänen fürs Gerät ebenfalls erfolglos gesucht.

Wie gehe ich jetzt weiter vor - sprich wie komme ich an die Belegung des 
Displays und die richtigen Spannungen? Wenn möglich ohne das Display zu 
killen.

Grüße und schöne Feiertage
Michael
#2970150
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Hab mal nach dem PT6311 und deiner "Pollin Schaltung" gesucht:
PT6311 hab ich nur auf Ebay aus Asien gefunden (naja, wäre noch OK),
aber die Pollin-Schaltung konnte ich ebenfalls nicht finden.

Außerdem wüsste ich nicht, wie ich an die -27V (für PT6311) rankommen 
sollte, ich könnte mir höchstens denken, dass man auf die gedachten +5V 
32V (27+5) und auf die gedachten -27V 0V legt (dass ist aber nur mal 
wieder gefährliches Halbwissen :), also bitte sehr gern belehren). Das 
würde ich als Anfänger niemals einfach so probieren.

Die ICs haben allerdings einen gewaltigen Nachteil: Die krieg ich nicht 
einfach so auf eine Platine (ohne zu ätzen) und das gefällt mit absolut 
gar nicht.

Könnte man daher vllt. den Controller via ein paar Transistoren auf 
einem Atmel selber schreiben? (also via Multiplexing)

Grüße
Michael
Gast #2970231
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Für die Versorgung kannst du zwei Netzteile in Reihe schalten 
(wahrscheinlich so, wie du es dir bereits gedacht hast). Also ein 27V 
Netzteil (+ auf GND, - als -27V) und ein 5V Netzteil (+ als +5V und - 
auf GND).

Besser wäre es mit einer Spannung zu versorgen und die -27V über einen 
Inverter (DC/DC Wandler bzw. Schaltregler) zu erzeugen.

Die VFD Ansteuerung kann man natürlich auch zu Fuß mit Transistoren 
erledigen. Musst wohl ein bischen googeln um heraus zu finden wie das 
läuft...

Das Display wird wohl mit -24V versorgt (Stromlauf Signal A0 / Pin40 von 
IC201)
#3007581
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So, musste mich etwas auf meine Prüfungen vorbereiten, bin zwar noch 
drin, aber das Ding lässt mich irgendwie nicht in Ruhe.

Spannungswandler ... irgendwie glaube ich nicht, dass das mit einfachen 
Spannungswandlern geht bei reichelt gibts welche, die von 5 oder 12 auf 
24 V regeln, aber maximal 50 mA abkönnen - ob das reicht?
Ich hab ein fertiges Kassendisplay (mit Controller) im Netz gefunden, 
das bei 5V bis 15 Watt zieht - das wären dann 3A oder 1,6A (auf 24V), 
aber das ist ein Dot-Matrix-Display und ich weiß nicht, ob es überhaupt 
gemultiplext ist.

Also Netzteil? Oder bin ich nur zu blöd richtige Spannungswandler zu 
finden?

Grüße
Michael
#3014489
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Michael W. schrieb:
>> Theoretisch sind ja die 5 V von den 24 V getrennt
>
> Sind sie nicht, beide beziehen sich auf das gleiche Massepotential.

Irgendwie dachte ich mir das dann, war aber nicht sicher.
Nun gut, werd ich mir was anderes überlegen.

Wie sieht es denn z.B. mit dem Stromverbrauch eines solchen Displays 
aus?
Hab bei Pollin das hier gefunden: 
http://www.pollin.de/shop/downloads/D120120D.PDF
Auch wenn das Display etwas mehr Spannung benötigt, braucht es nur bis 
zu 20 mA.
Wäre es also vielleicht doch mit einem SIM1-0524S DIL8 von reichelt 
möglich?

Grüße
Michael
#3014989
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Du hättest recht, wenn ich ein Netzteil verwenden würde.
Nun kostet ein Netzteil für 24V bei reichelt etwa 14 Euro. Ok. Ich bin 
aber kein Elektriker. Und da ist das Problem: Ich hatte zwar ein 
Elektro-Praktikum und die drei Drähte (im wahrsten Sinne des Wortes) 
würde ich vermutlich auch sicher im Gehäuse verlegen und ans Netzteil 
anschließen können. Aber: Dann müsste rein offiziell das jemand abnehmen 
und würde dann das Gerät versiegeln. Da ich dann aber da noch sicher 
rein will - sollte das bis dahin funktionieren - um da noch etwas 
reinzubauen ist das also keine Option.

Externes Netzteil: zwei Netzteile für ein Gerät?
Verteiler-Dose im Gerät: Wäre zwar möglich, möchte ich aber ebenfalls 
nicht, obwohl das durchaus kurios wäre. Vor allem müsste ich dann ein 
ziemlich großes Loch ins Gehäuse schneiden oder reinfeilen und das 
möchte ich vermeiden wo es nur geht.

Daher also bis jetzt letzte Option:
SIM1-0524S DIL8. Leider kann das Ding nur 50 mA liefern, also nur zwei 
der 12 Segmente pro Gitter gleichzeitig versorgen. Zumindest bei dem 
Vergleichswert von 20 mA pro Segment bei dem Receiver-Display.

Daher also auch folgende Frequenz: 30 Hz * (12 * 8) / 2 = 1440 Hz

Vermutlich flimmert das dann noch so stark, dass man nur Augenkrebs 
bekommt.

Grüße
Michael

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