Umbau alte Spiegelreflexkamera auf Digital

#2968525
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Tja, wenn du einen passenden Bildsensor für 24x36mm² findest - kein 
Problem.
Wenn du die gesamte Optik auf einen kleineren Sensor umschleifst - auch 
kein Problem.
Das bisschen Elektronik, die Sensordaten schnell auszulesen und auf 
SD-Karte zu schreiben, passt mit ner Streifenleiterplatte in die rechte 
Filmkammer.
Links passt eine eine Baby-Lithiumtelle perfekt rein, ist sozusagen 
dafür vorgesehen.
Gast #2968545
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Ralf schrieb:
> Gibt es eine Möglichkeit, die auf Digital umzubauen?

Ist nicht mehr interessant - es gab Firmenneugründungen, die versprochen 
haben, einen Sensor in Form einer Filmrolle zu entwickeln, die sind alle 
sang- und klanglos wieder verschwunden, die Zeit ist drüber weg. Wie 
wolltest du die vielen zusätzlichen Möglichkeiten einer Digicam denn mit 
deiner Analogkamera bedienen?

Mit etwas Glück kannst du hochwertige Objektive weiterverwenden.

Die Spiegelreflex kannst du entsorgen - ich hab auch noch eine Canon T70 
da, die hat nur 1 Film gesehen, ist trotzdem nur noch Schrott.

Gruss Reinhard
Gast #2968576
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Reinhard Kern schrieb:
> Die Spiegelreflex kannst du entsorgen - ich hab auch noch eine Canon T70
> da, die hat nur 1 Film gesehen, ist trotzdem nur noch Schrott.
Und wenn man sich dann noch klarmacht, wie oft man die entwickelten 
Bilder sich dann noch einmal ansieht, mutiert das ganze zur Phars.
Persönliche Seite #2968597
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Ralf schrieb:
> Ich verfüge über 2 hochwertige Analoge Kameras für den klassischen Film
> für Papierfotos mitsamt topobjektiven.
>
> Gibt es eine Möglichkeit, die auf Digital umzubauen?

Wenn das Mittelformatkameras mit Wechselrückteilen sind, so wie Mamiya 
645 Pro/Super oder Pentax 645, oder die übliche Hasselblad, dann gibt es 
für diese Kamera bereits fertige Digitalrückteile von Herstellern wie 
z.B. Leaf oder Phase One. Bevor Du Dir deren Preise ansiehst, solltest 
Du Dich allerdings hinsetzen.

Allen diesen Digitalrückteilen gemein ist, daß sie nicht die volle 
Negativgröße ausnutzen, sondern nur eine Ausschnittsvergrößerung der 
Bildmitte anfertigen. Sachlich nicht ganz korrekt kann hier von einer 
"Brennweitenverlängerung" gesprochen werden, das ganze wird auch "crop 
factor" (Beschnittfaktor) genannt.

> Gibt es gfs Kassetten, die man statt der Filmrolle einlegen kann und die
> ein Bildbelichten?

Das lässt mich allerdings auf eine Kleinbildkamera schließen.

Nein, derartiges gibt es nicht. Als "Vaporware" geisterte so etwas zwar 
mal durch die Medien, wurde aber mangels Realisierbarkeit eingestellt.

Ein Selbstbau wäre zwar theoretisch möglich, es gibt Bildsensoren, die 
das volle KB-Format haben, aber die sind einzeln (ohne Kamera drumherum) 
sehr schwierig zu bekommen, sehr aufwendig anszusteuern und obendrein 
teuer.
Daher solltest Du Dich von diesem Gedanken gleich wieder verabschieden.

Allerdings ist bei einer Kamera mit Wechselobjektiven in erster Linie 
das Objektiv der interessante und wertvolle Teil; der Kamerabody enthält 
neben (entbehrlicher) Filmtransportmechanik, Sucher und Verschluss nicht 
viel interessantes.

Daher ist für Dich die Weiternutzung der alten Objektive an einem 
anderen Kamerabody die sinnvollste Option.

Das kommt natürlich auf den Hersteller Deiner alten Kamera an, da nicht 
jedes Objektivbajonett an jede Kamera passt.

Nikon und Pentax haben ihr Objektivbajonett weitestgehend beibehalten, 
allerding stellt Pentax derzeite keine "Vollformat"-KB-DSLR her, sondern 
nur APS-C-Modelle, bei denen also eine Ausschnittsvergrößerung der 
Bildmitte angefertigt wird - hier kommt also wie bei den oben erwähnten 
Mittelformatkameras auch der "crop factor" ins Spiel.
Ein 50mm-Objektiv liefert den Bildwinkel eines 75mm-Objektives.

Canon nutzt das EOS-Bajonett, das aber gerade bei Objektiven von 
Fremdherstellern massive Kompatibilitätsprobleme mit sich bringt.

Was ist's denn für eine Kamera und was für Objektive sind das?
Gast #2968644
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Jochen Fe. schrieb:
> Passen die eventuell

Ohne optischen +digitalen Bildstabilisator würde ich heute kaum noch ein 
Foto schießen. Nur Spezialfälle und statische Aufnahmen würde ich mit 
alten Objektiven machen. Den Unterschied merkt man erst, wenn man wieder 
eine alte Kamera in die Hand bekommt und sich dann die verwackelten 
Bilder ansieht.
Persönliche Seite #2968647
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Du meinst nicht Nikon, sondern Minolta.

Minolta wurde von Sony übernommen, und Sony nutzt wohl das 1985 
eingeführte A-Bajonett weiter.
Deine Objektive aber nutzen das ältere MD-Bajonett, das wegen eines 
kürzeren Auflagemaßes nicht ohne weiteres auf das A-Bajonett adaptiert 
werden kann.
Ein Adapter müsste eine Korrekturlinse enthalten, damit trotz des 
größeren Abstandes Objektiv-Bildsensor noch auf Unendlich focussiert 
werden kann.

Recht problemlos dürfte eine Adaptierung an Kamerasysteme mit deutlich 
kleinerem Auflagemaß möglich sein, nur haben die in aller Regel auch 
kleinere Bildsensoren, was mit dem oben beschriebenen "Crop Factor" 
einhergeht.
Persönliche Seite #2968653
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oszi40 schrieb:
> Ohne optischen +digitalen Bildstabilisator würde ich heute kaum noch ein
> Foto schießen. Nur Spezialfälle und statische Aufnahmen würde ich mit
> alten Objektiven machen.

Wenn der Bildstabilisator im Kamerabody steckt, wie es bei Sony und 
Pentax der Fall ist, kann man problemlos auch alte Optiken 
weiterverwenden. Ein Bildstabilisator im Objektiv ist nur bei langen 
Brennweiten attraktiv (da man dann ein beruhigtes Sucherbild erhält) und 
verteuert sonst nur die Objektive.
Die einzige Einschränkung ist bei alten Optiken natürlich der fehlende 
Autofocus, was bei sehr lichtstarken Objektiven wegen der resultierenden 
geringen Schärfentiefe eine Herausforderung werden kann.
Gast #2968678
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Hi

>Ohne optischen +digitalen Bildstabilisator würde ich heute kaum noch ein
>Foto schießen. Nur Spezialfälle und statische Aufnahmen würde ich mit
>alten Objektiven machen.

Schon Parkinson?

>Den Unterschied merkt man erst, wenn man wieder
>eine alte Kamera in die Hand bekommt und sich dann die verwackelten
>Bilder ansieht.

Deswegen ist die LOMO so beliebt. 99.9...% aller derzeit (mit 
Digitalkameras/Handys) gemachten Fotos haben nichts mit Fotografieren zu 
tun. Das ist billige und stümperhafte Knipserei.

Ich habe Jahrzehnte analog Fotografiert, verwackelte Aufnahmen waren 
echt die Ausnahme.

MfG Spess
Persönliche Seite #5397819
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Vielleicht als Variante/Erweiterung hiervon:

https://www.kickstarter.com/projects/samellos/im-back-pro-low-cost-35mm-digital-back

Das Funktionsprinzip sollte auch auf die Pentax 110 anwendbar sein.

Davon abgesehen sind solche Kameras meistens so ... mies, daß man froh 
ist, das Bildmaterial nicht näher betrachten zu müssen. Die mit 
"Pocket"-Filmen mögliche Detailauflösung ist nicht besonders hoch, 
entsprechend bieten die Objektive der "Pocket"-Kameras keine berühmten 
Abbildungsleistungen (warum auch, wenn's der Film nicht hergibt?).

'S ist aber schön Retro.

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