Alle Jahre wieder, es ist Weihnachten, der Wind weht, und der Stromverbrauch geht drastisch zurück. Die Folge man verdient viel Geld wenn man Strom abnimmt. http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom/Stundenkontrakte%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/Stundenkontrakte%20Chart%20|%20Spotmarkt%20Stundenauktion/spot-hours-chart/2012-12-25/EU/-/1d max. Preis um 19-20 Uhr: +12,67 EUR/MWh = +1,267ct/kWh min: Preis um 7-8 Uhr: -473,78 EUR/MWh = -47,378 ct/kWh Anders ausgedrückt: Wenn ich morgen um 19-20 Uhr Strom abnehme zahlen mir die Stromändler rund 47ct/KWh (mindestabnahme 1MWh - Day a head Order). Der meiste Strom wird jetzt ins Ausland verkauft, über unsere "schwachen Leitungen".
Interessant, aber bei 380 Volt sind 1 MW doch etwa 2631 Ampere. (falls man das bei Drehstrom nicht anders rechnet. Leider wird mein Hausanschluss das wohl nicht hergeben...
Ist vielleicht eine interessante Option für mich. Ich hab 50 Meter Luftlinie eine Doppelleitung 110kV direkt vom UW Neuenhagen. Hat jemand noch ein Trafo-Paket 110/10kV und 10/0,4kV rumstehen?
Toll, jetzt ist der Baumarkt zu, sonst könnte man noch schnell paar Baustrahler holen...
Hmm stimmt - 480 davon in Reihe und man braucht die Trafos gar nicht. Bräuchte man aber drei Ketten von, sonst schafft man das angepeilte Megawatt nicht. Ob man mit der Stromvernichtung soooo viel verdienen kann, daß man die Kosten dafür wieder drin hat? Und welcher Baumarkt hat 1500 1kW-Baustrahler auf Lager??
Hmm, im Prinzip könnte man ja nachts um 3 schon anfangen mit verbrauchen. Schade eigentlich das man den strom wirklich nicht gescheit speichern kann. bye uwe
Uwe R. schrieb: > Schade eigentlich das man den strom wirklich nicht gescheit speichern > kann. Die Pumpspeicherkraftwerke in D haben eine Kapazität von 40GWh. Das Erdgasverbundnetz hat Speicherkavernen für 20 Mrd.m³ Erdgas (etwa dem Verbrauch von 3 Monaten). Das entspricht einer Energiemenge von 220.000GWh. Würde man mit dem Windstrom elektrolytisch Wasserstoff erzeugen, könnte man 2.200GWh (netto, wegen der Elektrolyseverluste) speichern und dabei nur 1% der Speicher nutzen. Dieses eine Prozent entspricht bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 50-60GW (morgen prognostiziert sind 40GW relativ gleichbleibend) x 24h dem Verbrauch an elektrischer Energie von 2 Tagen. Man könnte also für 2 Tage Strom komplett in den Erdgasspeichern bei einer Nutzung von 1% der Kapazität puffern. Die Rückwandlung könnte über (bestehende) Gaskraftwerke mit KWK erfolgen. Bei einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 40% eines Kohlekraftwerkes wäre der Wirkungsgrad der Zwischenspeicherung wahrscheinlich sogar besser als dieses. Da Windstrom momentan maximal 1/4 des Stromaufkommens ausmacht, würde sich reiner Windstrom bei 1% Auslastung über 6-8 Tage speichern lassen. Bei 5% Auslastung über 30-40 Tage. Erzähl nicht, es gäbe keine Speichermöglichkeiten. Es gibt nur einen Engpass: Die Elektrolyse des Wasserstoffs, dafür sind keine Anlagen da. Speicher und Transport können über das bestehende System erfolgen, das funktioniert sogar von Nord nach Süd, oder wie bekommen die Bayern ihr Gas von der Nordsee ran...
Man kann auch Wasser als potentielle Energie Speichern, zB mit einem Speichersee. Wenn man keine Berge hat, sollte man's mal mit einem Loch probieren.
Timm Thaler schrieb: > Uwe R. schrieb: >> Schade eigentlich das man den strom wirklich nicht gescheit speichern >> kann. > > Die Pumpspeicherkraftwerke in D haben eine Kapazität von 40GWh. Meinst du die werden nicht genutzt? Insbesondere wenn man 500 EUR für eine MWh bekommt? ... > Da Windstrom momentan maximal 1/4 des Stromaufkommens ausmacht, würde > sich reiner Windstrom bei 1% Auslastung über 6-8 Tage speichern lassen. > Bei 5% Auslastung über 30-40 Tage. Ich verstehe nicht ganz. 1% von dem Viertel speichern reicht für 6-8 Tage? > Erzähl nicht, es gäbe keine Speichermöglichkeiten. Es gibt nur einen > Engpass: Die Elektrolyse des Wasserstoffs, dafür sind keine Anlagen da. Natürlich liegts an der Umwandlung. Ideal wäre eine Umwandlung in Öl (was im Labormassstab funktioniert). Selbst Wasserstoff könnte man paar Tage in ner Druckflasche zuhause aufheben. Ich meine, eben weil man es so schlecht umwandeln kann, lässt sich der Strom so schlecht speichern. bye uwe
Uwe R. schrieb: > Ich verstehe nicht ganz. 1% von dem Viertel speichern reicht für 6-8 > Tage? Nö, das Viertel Windstrom am Gesamtstromanteil (heute 12GW durchschnittlich bei 40GW Gesamtstrom durchschnittlich), das in 6-8 windreichen Tagen zusammenkommt in Wasserstoff gewandelt würde 1% der Gaskavernen füllen, und rückgewandelt dann wieder einige Tage Windstille abdecken. Es stimmt also nicht, dass es für den Windstrom keine mittelfristigen (einige Tage) Zwischenspeicher gäbe. Uwe R. schrieb: > Selbst Wasserstoff könnte man paar > Tage in ner Druckflasche zuhause aufheben. Musst Du nicht, den Wasserstoff kannst Du prima im Gasverbundnetz speichern. Das Gasverbundnetz ist auch ein flexiblerer Speicher als das Stromnetz, weil sich Gas besser komprimieren läßt als Strom.
Timm Thaler schrieb: > Uwe R. schrieb: >> Ich verstehe nicht ganz. 1% von dem Viertel speichern reicht für 6-8 >> Tage? > > Nö, das Viertel Windstrom am Gesamtstromanteil... Achso, verstanden. > abdecken. Es stimmt also nicht, dass es für den Windstrom keine > mittelfristigen (einige Tage) Zwischenspeicher gäbe. Naja, blos wenn man es nicht umwandeln kann, kann man es eben auch nicht speichern. Ich meine, wenn man sich ne grössere Batterie hinstellt, hypotetisch, und nicht genug Ladegeräte bzw. Anschlussleistung hat um das Ding in einer Stunde zu laden, dann kann man den Strom nicht speichern, trotz vorhandener Kapazität. Ich würde hier Wandlung und Speicherung garnicht so sehr trennen, da das eine das andere zwingend vorraussetzt. bye uwe
>Interessant, aber bei 380 Volt sind 1 MW doch etwa 2631 Ampere. (falls >man das bei Drehstrom nicht anders rechnet. Das wären 1519Ampere.
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