Hallo Dennis,
Zuerst einmal sind 96 Volt ein wenig viel wenn du nur einen TDA
verwenden willst. Bei 8 Ohm Impedanz würdest du auf über 200 Watt RMS
kommen, was sowohl die geplanten Netzteile als auch der TDA bei weitem
nicht hergeben. Auch bei 16 Ohm bekommst du unter anderem Probleme mit
der Verlustleistung.
Besser wäre hier die von dir schon erwähnte "Modular Application"
(Master/Slave Betrieb), bei der die Ausgangsstufen von mindestens zwei
TDA parallel geschalten sind, wobei ein TDA als Master arbeitet und das
Eingangssignal für die internen Endstufen aufbereitet. Die übrigen TDA,
die im Slave-Betrieb arbeiten (SGND und Eingänge auf -Vs bzw. GND, siehe
Datenblatt), werden über Pin 11 verbunden und bekommen somit das gleiche
Signal für die Endstufen. Du hast schon richtig erkannt, dass diese
Verschaltung eine Erhöhung der Ausgangsleistung ermöglicht. Die
Verzerrung dürfte sich (zumindest für das menschliche Gehör) unmerklich
erhöhen.
Ein Vorschlag von mir wäre, die Versorgungsspannung mit einem 60 Volt
Trafo (mit Mittelanzapfung) bereitzustellen, so dass du im unbelasteten
Falle +-42 Volt hast, und mit dieser symmetrischen Spannung zwei TDAs in
der Master-Slave Schaltung zu betreiben. Dies würde dir auch den
Anschluss von niederimpedanten Lasten ermöglichen (4 Ohm LS), ohne dass
die TDAs abrauchen (entsprechende Kühlung vorausgesetzt).
Wenn du allerdings unbedingt Schaltnetzteile verwenden willst (Gewicht,
Platz, ...) dann empfehle ich dir ebenfalls unter 45 Volt zu bleiben, 48
Volt sind eben hart an der Grenze.
Wenn du nur einen TDA betreiben willst, dann empfehle ich dir aufgrund
der Verlustleistung sogar nur +-24 Volt zu verwenden. Ich hoffe ich
konnte dir ein wenig helfen, verzeiht mir eventuelle Fehler, es ist
schon spät... :-)
Gruß Christian