Was ist FreeBSD?

Gast #2978536
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gerade gelesen, dass es eine neue Version gibt:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/FreeBSD-9-1-ist-freigegeben-1775276.html

Angeblich soll das ja gegenüber Linux ein "richtiges" Unix sein.
Aber die Software ist trotzdem genau die gleiche: GCC, Bash, X.Org, KDE, 
...

Jetzt hat Linux ja auf dem Desktop schon einen Marktanteil von unter 1%.
Wozu sollte da jemand ein System mit einem noch viel geringeren 
Marktanteil einsetzten?
Wo sind die Vorteile? Was macht ein BSD aus? Oder ist das nur das Gefühl 
ein elitäres System einzusetzen?
#2978548
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Ist halt einfach ein anderes Betriebssystem.
Ein Unterschied ist zum Beispiel die Lizenz, die ist bei BSD halt... BSD 
und bei Linux GPL. Manche Leute mögen die GPL nicht.

Im Allgemeinen gilt meiner Meinung nach: Wenn man keinen konkreten 
Vorteil von BSD im Auge hat, den man haben will, lohnt sich ein Umstieg 
Linux -> BSD sicher nicht.
Gast #2978553
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Un*x sind alle SystemV kompatiblen Varianten, also AIX, Ultrix, Linux, 
FreeBSD usw. usf.
Der Unterschied zwischen FreeBSD und Linux liegt vor allem in den 
konsequenten PORTS, d.h. das System kommt mit einem vollständigen 
Entwicklungskit daher das bei allen Varianten (OpenBSD, DrogonflyBSD 
usw.) identisch ist.
Statt einen Packagemanager zum installieren zu nehmen geht man in das 
PORTS Verzeichnis, dort in das zu installierende Programm, dann 
./configure;make;make install und es ist gegessen.
Dann ist die Konfiguration auch einheitlich anders als bei diversen 
Linux Distibutionen wo manchmal dann auch in den Konfigurationsmodulen 
Dinge auftauchen die keinen Sinn machen weil alleine von System 
verwaltet.
An Stabilität läßt BSD auch nichts zu wünschen übrig, schalte den 
Rechner an und schau mal ein paar Jahre später wie groß die Uptime ist.
Probleme gibt es mit aktueller Hardware da die Hersteller natürlich den 
Marktführer Kleinstweich als erstes unterstützen und man in der BSD 
Gemeinde closed source nicht schätzt.
Ansonsten ist BSD ein sehr stabiles und sicheres freies Unix Derivat.
Wer Server betreiben will sollte sich OpenBSD näher ansehen, basiert auf 
FreeBSD mit dem Hauptaugenmerk auf Netzwerlsicherheit/Systemsicherheit.
Warum probierst Du nicht einfach mal DragonflyBSD aus, das ist eine 
Desktopvariante auf Life-Cd :-)
Viel Spaß beim testen ;-D
Gast #2978578
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> Ja setzt man den Betriebsysteme nur wegen ihres Marktaneils ein?
Nein, aber die Marktanteile werden ja gute Gründe haben.
Und da drängt sich mir schon die Frage auf, was jeden 10000sten User 
antreibt ein völlig anderes System als alle anderen zu nutzen.

@Sven / bsdler: Danke, das mit der Lizenz leuchtet mir ein.

> Stimmt deswegen war ja Windows-XP netzwerktechnisch auf einmal "gut" :-P
http://cre.fm/cre022
Gast #2978614
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> Ja. Z.B. Werbung sowie Bestechung und Ahnungslosigkeit der
> Entscheidungsträger.
Bitte keine billige Polemik in meinen Threads, danke.

> Das ist eine ausgesprochen dumme Frage.
Nein, das ist eine intelligente Frage.
Aber deine Vergleiche sind dumm.
Gast #2978625
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@Thomas

Vielleich sagt Dir der Begriff: "Aus Jux und Tollerei" etwas.

Es soll Leute geben, die Tennis spielen - was soll der Blödsinn, bringt 
doch nichts. Außer kaputten Fußgelenken und verschwitzten Klamotten.

Im Bereich der Betriebssysteme, des Sozialen und nicht nur dort, gibt es 
viele Leute die sich schlicht und einfach engagieren. Nicht für Euros, 
sondern einfach so.

Außerdem was würden die Paranoiker machen, wenn sie nicht jedes Bit in 
ihrem Computer kennen würden?

Was BSD selbst betrifft, besorg' Dir doch mal eine UNIX-Ahnentafel, die 
findest Du im Internet. Ist allerdings mittlerweile so groß, dass dir 
leicht die Augen tränen. Da kannst Du die Einordnung von BSD in UNIX 
nachvollziehen.
Gast #2978629
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krösus (Gast) schrieb:

Thomas schrieb:
>>> Ja setzt man den Betriebsysteme nur wegen ihres Marktaneils ein?
>> Nein, aber die Marktanteile werden ja gute Gründe haben.

> Ja. Z.B. Werbung sowie Bestechung und Ahnungslosigkeit der
> Entscheidungsträger.

Du suchst dir auch alle strunzdummen Argumente zusammen, um deine 
Vorlieben hier zur Schau zu stellen nicht wahr?!
Gast #2978631
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Uhu Uhuhu (uhu) schrieb:

Thomas schrieb:
>> Und da drängt sich mir schon die Frage auf, was jeden 10000sten User
>> antreibt ein völlig anderes System als alle anderen zu nutzen.

> Das ist eine ausgesprochen dumme Frage. Stellst du die bei Autos, oder
> Schmuck für die Freundin auch?

Es ist ziemlich dumm von dir Autos mit Schmuck zu vergleichen. Für 
deinen Schmuck brauchst du nämlich kein Netz aus guten 
Reparaturwerkstätten, die doch mit (wenn man es braucht) mit 
Originalersatzteilen versorgen. Dein exotisches Auto wird dir auch ganz 
andere Kosten verursachen, als ein gängiges allgemein gerne gekauftes 
Fahrzeug.

Auf FreeBSD bezogen würde ich mir mal Gedanken darüber machen, welche 
Hardware vor allem wenn sie frisch gekauft ist darauf überhaupt läuft. 
Laufen und gut laufen wäre dann auch noch ein Unterschied.
Gast #2978635
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W7 schrieb:
>> Ja. Z.B. Werbung sowie Bestechung und Ahnungslosigkeit der
>> Entscheidungsträger.
>
> Du suchst dir auch alle strunzdummen Argumente zusammen, um deine
> Vorlieben hier zur Schau zu stellen nicht wahr?!

Microsoft hat schon Richter bestochen und dass Werbung besonders die 
Ahnungslosen beeinflusst ist schon länger bekannt als es Computer gibt.
#2978638
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BSD ist für GNU/Linux in etwa das, was GNU/Linux für Windows ist ;-)


Wenn man sich Windows ansieht, ist das ein einziges Chaso.

Sieht man sich dagegen Ubuntu (<- Extrembeispiel) an, ist es dort schon 
viel besser, aber auch dort nimmt das Chaos zu (Viele Programme die kein 
GTK/QT verwenden (z.b. Spotify, Steam), die eine eigene 
Upgradeverwaltung mitbringen (z.b. Steam) usw).

Bei BSD wird noch mehr Wert auf freie Software gelegt, die gut ins 
System integriert wird. Die Entwicklung verläuft geradliniger, die Doku 
wird gewissenhafter geschrieben, Upgradesysteme sind besser durchdacht 
etc.


Also im Prinzip währe das für den User ein besseres Linux. Problem: 
Irgend ein geschlossener [random device]-treiber funktioniert nicht, die 
Community ist kleiner. Hat schon jemand BSD für den Raspberry Pi 
gesehen?

Also es fehlen alle Vorteile eines weiter verbreiteten OSs, dafür hat 
man weniger Chaos und ein stabileres System.
Gast #2978642
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Von BSD gibt es eben nicht hunderte Varianten (vulgo: Distributionen) 
wie bei Linux. Deshalb wirkt BSD in sich konsistenter. Bei Linux kocht 
jeder Distributor sein eigens Süppchen. Diese Vielfalt hat Vor- und 
Nachteile.
Gast #2978644
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W7 schrieb:
> Ja klar und B. Gates lässt über die NSA Linus Torwalds ausspieonieren.

Naja, dass Microsoft seit Win7 offiziell mit der NSA zusammen arbeitet, 
ist offiziell bekannt. Was die da genau machen weiß ich nicht. Anstatt 
alles ins Lächerliche zu ziehen, solltest du dich mal etwas informieren. 
Das erspart dir hier so manche Blamage.
#2978646
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Simon S. schrieb:
> (Viele Programme die kein
> GTK/QT verwenden (z.b. Spotify, Steam)
Also ich weiß nicht, welchen Spotify-Client du verwendest, aber bei mir
1
$ldd  /usr/share/spotify/spotify 
2
[...]
3
libQtGui.so.4 => /usr/lib/libQtGui.so.4 
4
libQtCore.so.4 => /usr/lib/libQtCore.so.4 
5
libQtWebKit.so.4 => /usr/share/spotify/libs/libQtWebKit.so.4 
6
libQtDBus.so.4 => /usr/lib/libQtDBus.so.4 
7
libQtNetwork.so.4 => /usr/lib/libQtNetwork.so.4
8
[...]
Gast #2978647
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> Von BSD gibt es eben nicht hunderte Varianten (vulgo: Distributionen)
> wie bei Linux.

Dann scheinen sie ja wenistens mal was richtig zu machen. Ein 
Autohersteller würde auch keine dreihundert Modellvarianten auf den 
Markt schmeißen, sondern sich auf wenige gut ausdesignte Modelle 
konzentrieren. Aber einige denken wohl, lieber Masse statt Klasse.

> Das erspart dir hier so manche Blamage.

Der war jetzt gut. Besonders von Leuten die mit Behauptungen wie

"Microsoft hat schon Richter bestochen"

mal eben so um sich werfen, die noch dazu justiziabel sind 
(Rufschädigung).

Aber wie gut, dass man sowas nicht erst nehmen muss.

;-)
#2978650
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Lukas K. schrieb:
> Simon S. schrieb:
>> (Viele Programme die kein
>> GTK/QT verwenden (z.b. Spotify, Steam)
> Also ich weiß nicht, welchen Spotify-Client du verwendest, aber bei mir
Ja, ist schon klar dass man das Zeug irgendwie auf den Bildschirm 
bringen muss. Aber warscheinlich ist es am Ende nur ein HTML-Framework 
dass mit Webkit gerendert wird. Das heißt für mich:
 - Passt nicht zum Rest des Systems
 - Themes funktionieren nicht
 - Viele der üblichen Shortcuts funktionieren nicht/mangelhaft (sei es 
jetzt F10, oder Tab oder sonstwas)

Und wenn das noch mehr so machen, siehts schon wieder so aus wie auf 
Windows
Gast #2978661
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Genauer gesagt Uhu hast du die Individualität, die man bei Schmuck sich 
ohne weiteres erlauben kann mit der Individualität, die man bei 
Fahrzeugen eher vermeiden sollte (besogen auf exotische Marken/Modelle) 
verglichen mit der Individualität sich auf BSD einzulassen. Du hast 
einen Hang den Geschmack der Masse in besonders schlechtem Licht 
erscheinen zu lassen.

Falls dem nicht so ist, kannst du dich hierzu ja neu erklären.
Gast #2978866
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Thomas schrieb:
> Jetzt hat Linux ja auf dem Desktop schon einen Marktanteil von unter 1%.
> Wozu sollte da jemand ein System mit einem noch viel geringeren
> Marktanteil einsetzten?
BSD ist jetzt auch nicht in als Desktopsystem gedacht und erhebt den 
Anspruch auch garnicht... (Klar, man kanns auch dafür verwenden, aber 
die meisten Nutzer da dürften auch Serveradmins und Entwickler sein, die 
halt auch sonst damit zu tun haben)
> Wo sind die Vorteile? Was macht ein BSD aus? Oder ist das nur das Gefühl
> ein elitäres System einzusetzen?
"traditionelles" Unix, dadurch einfacher und hoffentlich bugfreier, 
macht ein prima Serverbetriebssystem, weil man da viel Schnickschnack 
fürn Desktopsystem nicht braucht/nicht haben will. Hat den Ruf besonders 
sicher zu sein, man kriegt ZFS einfacher als unter Linux und natürlich 
auch Geschmackssache.
Gast #2980108
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Thomas schrieb:
> Jetzt hat Linux ja auf dem Desktop schon einen Marktanteil von unter 1%.
> Wozu sollte da jemand ein System mit einem noch viel geringeren
> Marktanteil einsetzten?

Dann guck dich mal im Server Bereich um und plötzlich drehen sich die 
Verhältnisse um (na gut, vielleicht nicht ganz) und Linux und BSD machen 
einen beachtlichen Anteil aus.
Gast #2980121
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Ein alter Spruch dazu ist:
  BSD is for UNIX lovers. Linux is for Windows haters.

Spaß bei Seite. Deine Frage legt nahe, dass du keine Erfahrung mit dem 
Betrieb von *nix Servern hast oder brauchst. Solltest du den nächsten 
Hype für deinen Desktop suchen ist FreeBSD nicht das richtige für dich. 
Solltest du ernsthaftes Interesse haben die mit einem anderen System 
auseinander zusetzen kann FreeBSD für dich interessant sein.

Die Aussagen dazu ob FreeBSD für den Desktop geeignet ist sind deswegen 
so widersprüchlich, weil langjährige Nutzer ihre vertraute Umgebung 
schätzen und die bestehenden Hürden sie nicht abschrecken. Ich nutze 
FreeBSD durchgängig, wo immer nichts dagegen spricht. Vom 6HE NAS 40 
Platten Fileserver mit 2 x 10Gbit/s Anbindung über den privaten Desktop 
bis hin zum Laptop. Als Router und Firewall verwende ich noch OpenBSD.

BSDler haben selten den Missionierungsdrang den man von Linux kennt. Das 
System ist gut dokumentiert und sollte die Doku doch mal nicht reichen 
findet man auch Hilfe in einer freundlichen Community. Diese Community 
besteht jedoch überwiegend aus langjährigen Nutzern, die keine Faulheit 
beim Doku lesen unterstützt. Man könnte es zusammenfassen als: Du bist 
herzlich Willkommen, aber du wirst nicht gebraucht.

So und nun noch viel Spaß beim Lesen und Probieren.

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