Forum: Offtopic Neue Heizung - Solar - Ideen und Meinungen


von M. .. (barracuda)


Lesenswert?

Hallo zusammen

Momentan heizen wir mit einem normalen Gaskessel der 15 Jahre alt ist. 
Da wir immer wieder Probleme mit dem Kessel haben, und die vorhergesagte 
Lebensdauer schon um 5 Jahre überschritten ist, beschloss mein Vater die 
Heizung nächsten Sommer zu ersetzen. Ich mache mich für ihn jetzt über 
die Lösungen und Möglichkeiten kundig und berechne mal unseren 
Energiebedarf usw.

Zur Einführung:

Das Objekt ist ein Reihen-EFH mit ca. 130qm Wohnfläche. Bewohnt wird das 
Gebäude von 4 erwachsenen Personen. Der Jahresgasverbrauch betrug in der 
Periode 1.10.2011 - 30.9.2012 insgesammt 2077 m3 Gas, was 22'552 kWh 
entspricht - damit liegen wir im schweizer Durschnitt

Mal aufgeschlüsselt:

vom 1.10 bis 31.12 benötigten wir 7485 kWh (ergibt ca. 620 kWh pro 
Woche)
vom 1.1 bis 30.9 benötigten wir 15067  kWh (ergibt ca. 370 kWh pro 
Woche)

über das Jahr gerechnet ergibt das 180kWh  m2  Jahr

Ich hoffe mich bisher nicht verrechnet zu haben:) aber hier seht ihr 
einfach mal so unseren Bedarf.

Nun, die Lösung die wir z.Zt am ehesten favorisieren ist eine 
Solarthermische Anlage.
Dazu ist zu sagen, das wir laut Stadt-Solarkataster ca. 52m2 geeignete 
Dachfläche haben (insgesammt). Die eine Dachhälfte weicht ca. 60 Grad, 
die andere ca. 110 Grad von Süden ab.

Empfohlen wird ein m2 Absorberfläche / Bewohner und insgesammt 300 bis 
500 Liter Speicher um den Warmwasserbedarf zu decken.

Für Heizungsunterstützung empfohlen ca. 15 m2 und 1500 liter 
Speicherkapazität

1 m2 reicht bei einer Einstrahlung von ca. 600 kWh / Jahr (ca. 1.65 kWh 
/ Tag) für die Erzeugung von ca. 35 Liter warmen Wassers. (Wenn man 
davon ausgeht, dass das Wasser mit ca. 15Grad aus der Leitung kommt und 
auf 55Grad erhitzt werden soll, ergibt sich dafür ein Energiebedarf von 
0.048kWh / liter)
Sieht für mich ein bisschen knapp bemessen aus. Okay, an manchen Tagen 
wird sicher mehr als 600kWh Einstrahlung erreicht.
Aber trotzdem, nicht lieber 1.5m2 pro Person rechnen?

Heizungsunterstützung:
600*15 ergibt 9000 kWh / Jahr Heizleistung der Solaranlage. Erscheint 
mir bei einem Energiebedarf wie wir in bisher hatten mit 22552 kWh ein 
bisschen wenig.
Ich würde hier eher an die 20 m2 favorisieren (sprich die komplette eine 
Hälfte des Daches).

Offene Fragen / Punkte (ich hoffe hier könnt ihr mir weiterhelfen;))

-Sind meine Überlegungen und Rechnungen oben im Ansatz korrekt? Habe ich 
mich irgendwo grob verrechnet?

-Wie gut ist unser Dach Überhaupt geeignet?

-wer von euch hat eine Anlage? Für wieviele Personen? Mit 
Heizungsunterstützung und wie gross?


Zudem nimmt mich folgendes noch brennend Wunder:

bei den recherchen zu der ganzen Sache bin ich auf 
Paraffin-Latentwärmespeicher gestossen, vor allem auf die Systeme der 
Firma PowerTank GmbH. In diesen wird die Wärme latent, durch den 
Phasenwechsel von Paraffin von fest zu flüssig über eine lange Zeit 
gespeichert. Interessant wäre dieses System für uns vor allem, weil es

a) Eine höhere Energiedichte bzw. Wärmespeicherkapazität (angeblich 3 
bis 4 mal so hoch wie die von Wasser) hat. Dies ist wichtig, weil wir 
nicht so viel Platz für einen grossen Speicher haben

b) Eine horizontale Unterdeckenmontage möglich ist, so kann man viele 
Winkel und so ausnutzen;)

c) Wir im Sommer eigentlich sehr viel Sonne auf dem Dach haben. 
Vielleicht könnte so ein Teil der Energie in die kalte Periode gerettet 
werden


So
Ihr merkt, ich bin noch ganz am Anfang der Recherche, aber Willens mich 
einzuarbeiten. Ich erhoffe mir nicht durch das Forum eine profssionele 
Beratung zu ersparen. Viel eher möchte ich in der Beratung halt 
mitarbeiten können - und nicht blos den Berater machen lassen. Dafür ist 
eine Einarbeitung unumgänglich!

Ich freue mich über jeden, der mir hier weiterhelfen kann! Liebe Grüsse!


PS: Noch ein Rechenbesouel, von dem ich nicht ganz weis ob es stimmt, 
aber falls ja, sehr verblüffend wäre:

Nimmt man unseren Gesammtenergiebedarf von 22552 kWh / a
Sagen wir wir möchten damit einen Wassertank von 10 Grad auf 60 Grad 
aufheizen, dann wären das:

0.06 kWh / Liter Wasser für 50K Delta T
1 Liter / 0.06 * 22552
ergäbe 375'866 Liter oder 375 m3 Wasser welches sich damit aufheizen 
liesse
Kann das sein? :o

von Ben _. (burning_silicon)


Lesenswert?

Kannste knicken. Es gibt noch keine brauchbare Möglichkeit, Wärme im 
Sommer für den Winter zu speichern. Das einzige was theoretisch möglich 
ist, wäre die Ausnutzung eines Phasenüberganges zB. von Wachs. 
Allerdings hab ich mal gehört, mit der Menge Wachs die man bräuchte um 
die Wärme für den Winterbedarf eines Hauses zu decken, könnte man es um 
die 200 Jahre beheizen wenn man das Wachs verbrennt...

von Timm T. (Gast)


Lesenswert?

Ben _ schrieb:
> Allerdings hab ich mal gehört, mit der Menge Wachs die man bräuchte um
> die Wärme für den Winterbedarf eines Hauses zu decken, könnte man es um
> die 200 Jahre beheizen wenn man das Wachs verbrennt...

Jaja, mal gehört. Ich hab mal gehört, sowas kann man berechnen. Dann 
kommt man auf 10-15 Jahre.

Und natürlich gibt es funktionierende Konzepte, zumindest einen Teil der 
Wärme für den Winter zu speichern:

- im Erdreich:
  - Tiefbohrungen, sogar mit Isolierung aussenrum (teuer)
  - Flachspeicher unterm Garten, isoliertes Kiesbett (Platzbedarf, 
Wärmepumpe erforderlich)
- im Tank:
  - sehr gut isolierter Speicher über die gesamte Haushöhe, ettliche m³, 
Wasser oder PCM (Natriumacetat, Paraffin)

Das Problem bei solchen durchaus bereits funktionierende Lösungen ist, 
dass ein hoher technischer Aufwand erforderlich ist und die Installation 
sich eigentlich nicht rechnet. Ausserdem muss der Wärmebedarf des Hauses 
an sich schon stark reduziert sein.

Auch die Latentspeicher sind so teuer, dass die sich erst nach vielen 
Jahren rechnen. Da kann ein Eigenbau günstiger sein. Aber Vorsicht, 
Latentspeicher sind langsame Speicher, man kann deutlich weniger Wärme 
pro Zeiteinheit entnehmen als bei Wasserspeichern, weil die Wärmeleitung 
im Latentmedium stark eingeschränkt ist. Und die angegebene 
Speicherkapazität vom 3-4fachen gegenüber Wasser erreicht man nur, wenn 
man einen hohen Temperaturbereich nutzt, also die Dinger bis 95°C 
vollknallt und bis 30-40°C entleeren kann.

von Ben _. (burning_silicon)


Lesenswert?

Nicht vergessen, daß beim Betrieb einer Wärmepumpe größere Mengen 
elektrischen Stromes nötig werden, mit entsprechenden Kosten.

Ich empfehle ja immer einen Castor-Behälter französischer Produktion. 
Die neuen sind na noch viel sicherer und man hat mehrere Jahrzehnte bis 
zu 80kW Wärme im Keller... Da strahlt der Selfmade-Hausmann über die 
Heizkostenrechnung. ;)

von H.Joachim S. (crazyhorse)


Lesenswert?

Sehe ich auch so - Solar für Heizung macht nur Sinn, wenn man 
Jahreszeiten überbrücken kann. Sonst hast du im Sommer jede Menge 
überschüssige Wärme, die zu nichts nutze ist, und im Winter, wenn man es 
brauchen könnte, fehlt die Sonnenwärme, viel kommt da nicht bei 
tiefstehender Sonne und kurzen Tagen.
Brauchwasseranlage haben wir, bringt übers Jahr einen Deckungsgrad von 
60-70% (5Leute, 6m², 300l Speicher, laut Wärmemengenzähler knappe 
3000kwh im Jahr. In Gas: gesparte 200€/Jahr, nach 8 Jahren war ich bei 
0. Und das ist noch schöngerechnet - ich hätte die 1600€ ja auch anlegen 
können, dann brauchts schon 10 Jahre, um glatt zu stehen. Zum Glück ist 
nichts kaputt gegangen, dass kann die Amortisationszeit schnell 
verlängern, unter Umständen bis hin zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Und die 
vergangenen Jahre war Gas auch nicht so teuer wie heute). Rechnete sich 
nur, weil ich es selbst komplett eingebaut habe und ein neuer Speicher 
eh fällig war. Errichten lassen hätte die Kosten fast verdoppelt.
Aber Warmwasser ist ja der deutlich kleinere Teil des Wärmebedarfs.
Investiere lieber in eine Dämmung, aber mit Verstand und Sachkunde. Es 
gibt inzwischen ne Menge Häuser, die totgedämmt wurden und jetzt 
Sanierungsfälle sind.

von Mathias K. (mathk)


Lesenswert?

Hallo,

M. .D schrieb:
> a) Eine höhere Energiedichte bzw. Wärmespeicherkapazität (angeblich 3
> bis 4 mal so hoch wie die von Wasser) hat. Dies ist wichtig, weil wir
> nicht so viel Platz für einen grossen Speicher haben

Die Kosten bekommst du nie wieder rein.

> c) Wir im Sommer eigentlich sehr viel Sonne auf dem Dach haben.
> Vielleicht könnte so ein Teil der Energie in die kalte Periode gerettet
> werden

Nein, es sei denn du wandelst direkt in Strom. Es gibt Lösungen mit 
Wärmepumpe und großem Speicher vor dem Haus, dort wird die Energie beim 
Übergang von flüssigem Wasser in gefrorenes genutzt. Im Sommer wird das 
Wasser über Solarthermie wieder aufgetaut.

http://www.mhk-service.de/cms/?Produkte:Heizen_mit_Eis

Wie hier schon geschrieben wurde, lohnt sich eine Investition nur wenn 
das Geld vorhanden ist und die Zinsen im Keller sind.

Bei einem größeren Umbau würde ich auf alle Fälle das WW im Sommer (6-7 
Monate) per Solarthermie heizen. Du musst dafür aber einen entsprechend 
großen Speicher aufstellen, aus dem Bauch heraus sind 300l für 4 
Personen nicht ausreichend. Der Speicher wird am Tag beladen, über Nacht 
hast du die normalen Wärmeverluste und morgens dann die große Abnahme. 
Wird der Speicher zu groß, hast du im Winter zu hohe Verluste ;-). Evtl. 
kannst du über einen zweiten Speicher die 10°C ankommendes Wasser 
erwärmen, dann sollte es sich wieder rechnen und der WW Speicher bleibt 
bei 300l. Damit kannst du auch die Heizzeit für WW verlängern, da der 
zweite Speicher mindestens auf über 10°C geladen werden muss und nicht 
unbedingt auf 50°C. Wird bei uns auch so gemacht und funktioniert 
Tadellos. Wir heizen mit Holz zu und Solar ist bei dem Speicher auch 
eine Option. Im Dezember hatten wir grade mal 3 WW-Bereitungen, normal 
sind 2-3 am Tag.

Eine Heizungsunterstützung per Solarthermie lohnt nur in der 
Übergangszeit (~1 Monat, Wetterabhängig) und dann auch nur mit 
entsprechender Kollektorfläche. Wann du die Kosten für diesen einen 
Monat amortisiert hast kannst du dir ja ausrechnen ;-).


Grüße.

von David .. (volatile)


Lesenswert?

Ist eine Waschmaschine mit WW-Anschluss (natuerlich mit Sonnenkraft 
erwaermt) ein Punkt, den man miteinrechnen sollte?

von Mathias K. (mathk)


Lesenswert?

David ... schrieb:
> Ist eine Waschmaschine mit WW-Anschluss (natuerlich mit Sonnenkraft
> erwaermt) ein Punkt, den man miteinrechnen sollte?

Sicherlich, wenn die Maschine 50l pro Waschgang verbraucht sind diese 
50l warmes Wasser im Sommer von oben. Im Winter müsste man rechnen ob es 
billiger mit Gas oder Strom ist diese Menge Wasser zu erwärmen.


Grüße.

von Thomas L. (ics1702)


Lesenswert?

Hallo,
wir standen vor 3 Jahren auch vor dem Problem. Wir haben neu gebaut und 
da ist man ja erst einmal für alles offen. Aber auch mit den schönsten 
Rechnungen der Solarhersteller sind wir nie in die Gewinnzone gekommen. 
Am Ende haben wir es gelassen und ein KW60 Haus gebaut.
Wenn ich den Gasverbrauch anschaue kommt wir auf KW65mit Warmwasser, 
passt also ganz gut. Der Gasverbrauch für Warmwasser kannst du ganz gut 
ausrechnen, wenn du im Sommer den Gasverbrauch kontrollierst. Bei uns 
macht das dann 30 % vom Gesamtverbrauch aus. Das sind bei und 350 qm Gas 
im Jahr für Warmwasser mit 3 Personen.
Wenn du nun 60 % davon durch eine Warmwassersolaranlage sparen kannst 
,sind das bei uns ca. 150 Euro im Jahr Einsparungen.  Dagegen kommen ca. 
4000 Euro kosten für die Installation, wobei diese kosten auch noch 
finanziert werden müssten und dadurch die Anlage noch teuere wird. Dazu 
kommen noch Wartungskosten und der Stromverbrauch für die Pumpe. Das 
lohnt sich vom Geld her nie. Hier in Deutschland ist es aber jetzt für 
Neubauten vorgeschrieben, wenn man mit Gas heizt.
Bei der Heizungsunterstützung sieht die Rechnung noch schlimmer aus. 
Kostet mehr und ist nur in der Übergangszeit nutzbar.

Ich würde lieber in eine Moderen Heizungsanlage und in eine Dämmung 
investieren. Da hast du noch Potential bei einem Kw 180 Haus

Gruß Thomas

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


Lesenswert?

Thomas L. schrieb:
> 350 qm Gas

?

von Thomas L. (ics1702)


Lesenswert?

Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Thomas L. schrieb:
>> 350 qm Gas
>
> ?

350 m3 Gas meinte ich natürlich.

von Ben _. (burning_silicon)


Lesenswert?

>> 350 qm Gas
> ?
Noch nie was von Flachgas gehört? ;)

von H.Joachim S. (crazyhorse)


Lesenswert?

@Thomas L.

das deckt sich sehr schön mit meinen Erfahrungen.

von Purzel H. (hacky)


Lesenswert?

Man kann Waerme im Sommer fuer den Winter speichern. Das wurde gezeigt. 
Ist allerdings sehr tewuer, da di9e Isolation um einem meter dick sein 
muss. Vergiss Parafin gegen Wasser, denn Wasser ist viel guenstiger, 
ujnd auch Umwelttechnisch sauberer. Der noramle Ansatz, sofern man ueber 
dem Nebel wohnt, ist ca 6m^2 solarthermisch und den Rest Solarvoltaisch, 
ins Netz einspeisen. Weshalb nicht mehr solarthermisch ? Weil man die 
Waerme im Sommer nicht wegbringt.

von Robert L. (lrlr)


Lesenswert?

> Weil man die
>Waerme im Sommer nicht wegbringt.

was aber kein wahnsinnig dramatisches Problem ist (oder man heizt damit 
die Bäder und den Keller, so mache ich das)

Die Frage die man aber als 1. Stellen muss:

gehts ums GELD oder um die Umwelt (wirklich rentieren tut sich 
solarthermische Anlage nämlich kaum)
kommt ein wenig auf die Höhe der Förderung an


dass man bei Heizung-Unterstützer Anlage, eine z.b Fußbodenheizung 
braucht, sollte auch klar sein (keine Radiatoren)



>Rest Solarvoltaisch,

rentiert sich das noch?? dachte mir die Vergütung vom Strom wird immer 
schlechter??

kompetentere infos gibt auf

http://www.haustechnikdialog.de/

hier z.b. eine Diskussion über Speicher für den Winter:

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/145098/Pufferspeicher-drucklos-im-Eigenbau-der-Selbstversuch

von Pink S. (pinkshell)


Lesenswert?

In Schweden hat man früher Schnee in strohisolierte Hütten eingelagert 
und damit im Sommer Fisch gekühlt.

von Timm T. (Gast)


Lesenswert?

Robert L. schrieb:
> rentiert sich das noch?? dachte mir die Vergütung vom Strom wird immer
> schlechter??

Da auch die Anlagen tendenziell günstiger und Strom teurer wird, lohnt 
sich offenbar schon der Eigenverbrauch.

von Axel L. (axel_5)


Lesenswert?

Man sollte sich erstmal darüber klar werden, was man will.

Wenn der alte Kessel unzuverlässig ist, nützt einem eine 
Solarthermieanlage gar nichts, denn das ändert nichts an der 
Zuverlässigkeit der Anlage. Die wird dann ausfallen, wenn sie am meisten 
gebraucht wird, und dann gibt es auch keine Solarwärme. Wobei sich mir 
die Frage stellt, was an einem Kessel unzuverlässig sein soll, entweder 
ist der dicht oder kaputt. Wenn der Brenner oder die Regelung Mucken 
macht, muss man die eben austauschen.

Wenn es darum geht, Geld zu sparen, bringt eine Solarthermieanlage auch 
nichts, denn die spielt ihre Kosten wohl eher nicht ein. Man kann 
stattdessen einen Brennwertkessel einbauen, aber auch dabei wird man 
eher kein Geld sparen. Dabei gibt es eine Menge Möglichkeiten 
(Wärmepumpe, Dämmen, Brennwert, Kessel optimieren), aber die müssen vor 
Ort geprüft werden.

Dann kann es darum gehen, Energie zu sparen wobei die Investitionen sich 
nicht amortisieren müssen. Da wäre dämmen das erste Mittel der Wahl, 
denn damit verringert sich zum Einen der Energieverbauch, zum anderen 
sinken die benötigten Vorlauftemperaturen, was den Einsatz von 
Solarthermie Wärmepumpen etc.  in der Regel überhaupt erst sinnvll 
macht.

Photovoltaik hat in dem ganzen Konstrukt gar nichts zu suchen. Es gibt 
zwar Ideen, mit Photovoltaik zu heizen, die sind aber im 
Experimentierstadium und sicher nichts für ältere Leute, die ihren Sohn 
damit beauftragen, mal nach Heizungen zu schauen. Aber die schönste 
Photovoltaikanlage wird nichts daran ändern, dass der Kessel/Brenner 
unzuverlässig ist.

Gruss
Axel

von Timm T. (Gast)


Lesenswert?

Wenn ihr Gas aus der Leitung habt: BHKW

Strom erzeugen, dafür Geld bekommen und die Abwärme fürs warme Wasser 
und Heizung nutzen.

von D. N. (cmd612)


Lesenswert?

Bei BHKW habe ich meine Zweifel. Im Sommer wirst Du die Wärme nicht los. 
Des Weiteren musst Du ein BHKW finden, was für Dein Haus in der 
Wärmeleistung passend ist. Für ein kleines EFH sind viele BHKWs zu groß.

von Purzel H. (hacky)


Lesenswert?

Als erstes ist es zwingend die Huette auf Min-Energie zu isolieren, 
sinst bringt die Umruestung nichts, resp, man braucht zuviel Energie, 
man muss eine ueberdimensionierte Anlage haben.

Solarthermie ist auf alle Faelle lohnend. Denn die Wirkungsgrade sind 
hoch. Und die erreichbaren Temperaturen auch. Man braucht natuerlich 
einen Speicher von ein paar Kubikmetern, der genuegend isoliert ist.

Leute hier herum haben 3kW Solarvoltaische Anlagen, da wird entweder 
eingespiesen, oder man laesst die Waermepumpe daran laufen. Wenn's hier 
wirklich kalt ist ist der himmel offen und man hat auch Sonne. Wenn's 
der Himmel bedeckt ist, ist es auch nicht mehr so kalt. Wir sind ueber 
dem Flachland-Nebel

von Florian *. (haribohunter)


Lesenswert?

http://www.jenni.ch/

Die Jungs bauen Großspeicher.
Kann man sich ins Haus stellen und heizen, indem man einfach einen Teil 
der Isolierung öffnet, ganz ohne weitere Pumpen. :)
Nur, wer hat Platz für so ein Trum in seiner Hütte?

von Claus M. (energy)


Lesenswert?

Junge, was du schreibst ist alles nonsens. Wenn du dich in die Materie 
einarbeiten willst, dann fang an in Büchern zu lesen und nicht dir deine 
eigene kleine Welt zusammenzureimen.

Übrigens haben Solarthermische Anlagen einen System-Wirkungsgad von ca. 
nur 35%. Mit dem Thema Wirkungsgraden solltest du mal anfangen, oder 
besser noch, mit den Hauptsätzen der Thermodynamik.

von Purzel H. (hacky)


Lesenswert?

Claus. M, geh nach Hause. Lass es sein. Das bringt so nichts. Ich hab 
auch schon solche Saisonale Speicher gesehen, es gibt sie. Und sie 
funktionieren gut. Allerdings sollte man das Haus um  so ein Ding rum 
bauen. Nachtraeglich wird schwierig
Hier war das erste haus im 2007 funktionfaehig.
Siehe www.jenni.ch

von Mathias K. (mathk)


Lesenswert?

Zwoelf von Siebzehn schrieb:
> Als erstes ist es zwingend die Huette auf Min-Energie zu isolieren

Am billigsten ist es natürlich sich ordentliche Thermosachen zu kaufen, 
dann erledigt sich das Thema von selbst. Hat übrigens die gleichen 
Effekte wie "gute" Isolierung und schlecht beheiztes Haus ....


so long ...

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.