Hi,
ich habe eine Schaltung die nicht ausfallen darf. Die Schaltung wird mit
5V Netzteil versorgt, sie selbst braucht aber nur 3,3V, sie stabilisiert
auf der Platine noch mal auf 3,3V.
Da sie nicht ausfallen darf, wollte ich nun 4 Batterien einbauen auf die
im Notfall umgeschaltet wird.
Die Frage ist nur wie schlate ich am besten um, so das Schaltung nicht
ausfällt. Zuerst dachte ich an ein Relais (über Port und Transistor) das
schaltet sobald Spannung am Eingang von 5 auf 4V abfällt. Allerdings
weiss ich nicht ob Relais schnell genug ist, zudem sind wohl auch 3V
Relais schwer zu bekommen.
Habt ihr eine bessere Idee, Schaltungsvorschläge sind willkommen.
lg
S.Pfiffig
Ich hab sowas mit einem PC mit selbstgebautem 12V-Netzteil gemacht, der
als Server eingesetzt war. Das Relais ist schnell genug, wenn die
Umschaltzeit mit ein paar dickeren Elkos abgefangen wird. Der PC wird
damals so um die 4A an 12V gezogen haben, war noch lange nicht so
optimiert wie ein Intel Atom heute.
Du brauchst ja nicht bei 4V schalten, sondern kannst es schon bei 4,5V
machen.
3V Relais brauchst Du nicht, ein 5V Relais reicht. Wichtig ist, daß das
Relais aktiv abgeschaltet wird. Einmal angezogen "hängt" es auch bei
2,5V noch. Also Du kannst das Relais nicht einfach an die 5V hängen und
drauf vertrauen, daß es bei Spannungswegfall von alleine abfällt. Macht
es zwar, aber viel zu spät.
Warum nicht einfach beide Versorgungen (Batterie und Netzteil) parallel
schalten und durch Dioden entkoppel. Dann musst du nur noch dafür
sorgen, das das Netzteil im Normalfall eine höhere Spannung liefert als
die Batterien.
Pfiffig schrieb:> Allerdings> weiss ich nicht ob Relais schnell genug ist, zudem sind wohl auch 3V> Relais schwer zu bekommen.
Nein, Du kannst davon ausgehen, dass Deine Schaltung gute Chancen hat
dann in den Brow-out-Reset zu laufen.
Du kannst aber mit Schottkydioden entkoppeln. D.h. Du nimmst Dein
Batteriepack und schließt die Anode an den Pluspol. Die Kathode schließt
Du dann an den Versorgungsspannungspunkt der 5Volt-Einspeisung.
Das hätte den Charme, wenn das Netzteil Energie liefert und die
Batteriespannung unterhalb der 5 Volt sich befände, dass die Diode in
Sperrrichtung betrieben wird. 4 mal 1,5Volt würden dann jedoch nicht
funktionieren. Entweder nimmst Du 3 mal 1,5 Volt oder 4 mal 1,2 Volt.
Vielleicht funktioniert ja auch schon 3 mal 1,2 Volt (Akku aus.) Durch
die Entkopplungsdiode kannst Du dann auch die Akkus laden (puffern),
damit sie durchhalten, wenn die reguläre Versorgung ausfällt.
Die konkrekte Realisierung mußt Du selbst heraustüffteln.
Aber über eine Diode habe ich meinen RTC-Chip gestützt. Wobei der
Spannungsunterschied da ca 2 Volt war.
Ich hoffe, dass inspiriert Dich.
An die Dioden habe ich natürlich such schon gedacht, wäre natürlich das
einfachste. Schade ist halt dann das es nicht mit 4 Mignon klappt. 3
hätten zum einen den Nachteil das man schlecht 3er Batteriehalter
bekommt und das die Spannung mit 4,5V wo dann auch noch Spannung an der
Diode abfällt sehr knapp für den folgenden Spannungsregler wird. Zum
anderen ist es dann für die Schaltung schwierig zu detektieren ob
Stromausfall herrscht (das sollte die mitbekommen).
Wie wäre es mit 4 NihH Akkus (welche mit geringer
Selbstentladung,eneloop), das müsste doch mit Dioden hin hauen.
Dann bliebe nur noch das detektieren der Netzspannung, müsste man wohl
noch eine Diode am 5V Eingang nehmen um davor die Spannung zu messen.
Dann aber liegts kaum noch über der Akkuspannung!
Pfiffig schrieb:> ich habe eine Schaltung die nicht ausfallen darf.
Welchen Strom nimmt diese Schaltung auf?
Pfiffig schrieb:> An die Dioden habe ich natürlich such schon gedacht, wäre natürlich das> einfachste. Schade ist halt dann das es nicht mit 4 Mignon klappt.
Sinnvollerweise nimmst du natürlich 3 Batterien mit insgesamt 4,5V.
@ Pfiffig (Gast)
>An die Dioden habe ich natürlich such schon gedacht, wäre natürlich das>einfachste.
Sicher.
>bekommt und das die Spannung mit 4,5V wo dann auch noch Spannung an der>Diode abfällt sehr knapp für den folgenden Spannungsregler wird.
Nimm einem MOSFET.
Beitrag "Re: Spannungsumschaltung für MC">anderen ist es dann für die Schaltung schwierig zu detektieren ob>Stromausfall herrscht (das sollte die mitbekommen).
Kein Problem mit einem IO-Pin, ggf. über einen Spannungsteiler.
>Dann bliebe nur noch das detektieren der Netzspannung,230V
Lothar Miller schrieb:> Sinnvollerweise nimmst du natürlich 3 Batterien mit insgesamt 4,5V.
Oder vier mit ca. 6V und zwei Dioden in Reihe.
Den Ausfall detektiert man am Ausgang des Netzteiles vor dessen Diode.
fonsana
Pfiffig schrieb:> Warum Verständnisproblem, genau so wie du es abgebildet hast hab ich es> doch beschrieben!
Und warum geht das nicht?
> hab ich es doch beschrieben!
Wie war das nochmal mit dem Schaltplan? Elektroniker verständigen sich
gern mit solchen Plänen. Lieber als mit Prosa...
> Ca. 100-150mA braucht die Schaltung
Da würde ich statt Batterien eher einen Akku vorsehen.
Aber nicht die Memory-Nickel-Akkus, sondern einen aktuellen LiPo.
fonsana schrieb:> Oder vier mit ca. 6V und zwei Dioden in Reihe.
Eine Diode leitet durchaus schon weit vor 0,7V! Und damit werden nach
dem Einschalten die Batterien langsam leergelutscht bis auf ca. 5,5V...
Es gibt natürlich auch ICs, die solche Umschaltungen managen. Die
Funktion heißt ORing (nicht von der Dichtung, sondern vom OR, dem
englischen VerODERn):
http://para.maximintegrated.com/en/search.mvp?fam=ormosfet&tree=hotswap
Pfiffig schrieb:> Da sie nicht ausfallen darf, wollte ich nun 4 Batterien einbauen auf die> im Notfall umgeschaltet wird.
Was ja keine Lösung, sondern eine Problemverschiebung in die Zukunft
ist.
Was machst du wenn die Batterien leer/alt/ausgelaufen korrodiert oder
sonstwas sind?
150mA aus Batterien? Naja, auch wenns nur eine Backup-Lösung sein soll,
ich würde da zu Akkus raten. Ggf. läßt sich da auch gleich eine
Ladeschaltung hinzufügen, so daß die Dinger bei Netzwiederkehr
automatisch nachgeladen werden.
Das autoamatische nachladen ist so ne Sache, in der Theorie ist das mit
der Erhaltungsladung alles immer toll, in der Praxis macht die oft die
Akkus kaputt.
Ich probier es erst mal mit Dioden. Da selten Spanungsausfall auftritt
und wenn dann auch selten sehr lang, da sind Batterien allemal
ausreichend!
Einfach mal bei Linear nach ideale Diode such da gibts für sowas fertige
Bausteine mit Mosfet und Logik schon drin oder auch für externen Mosfet
Beispielsweise LTC4415 oder ganz neu: LTC4417 könnte deine Ansprüche
erfüllen.
Da kann ein kleiner µC schon viel bewirken, wenn er die Akkuspannung
misst und bei Erreichen der Ladeschlußspannung den Ladestrom abschaltet.
Wenn Du nicht gerade mit viel Ampere nachladen willst ist das mit
wenigen Bauteilen gemacht. Aber kein Problem, nur ein Vorschlag...