Forum: Offtopic Li-Ion-Akku Abmessungen Ersatzteil: Kundenverarsche?


von Wilhelm F. (Gast)


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Ich frag das mal so in die Runde, vielleicht hat da der eine oder andere 
auch Erfahrung mit.

Bei Aldi kaufte ich im April 2011 eine Digitalkamera Traveler XS4000. 
Der Akku ist jetzt wohl auf Grund von Wenigbenutzung im Eimer, der 
Einsatz bei mir schwankt extrem. Er entleert sich binnen nur 3 Tagen von 
selbst, aber da ich das weiß, lade ich alle 2 Tage auf. Das ist ein 
Provisorium. Im Handbuch fand ich auch eine Stelle, wo empfohlen wird, 
bei längerer Nichtbenutzung den Akku ganz zu entfernen, und bei Gebrauch 
wieder einzusetzen. Das tat ich nicht, und fand diese Stelle auch erst 
beim Defekt. Man merkt sich ja nicht ein ganzes Handbuch auswendig.

So, und heute begab ich mich mal in die Stadt, fand im Media-Markt ein 
ziemlich gleich aus sehendes Teil der Firma Ansmann mit exakt den selben 
elektrischen Daten.

Da ich im Laden die durchsichtige Plastikverpackung nicht öffnete, aber 
man den Inhalt durch die Klarsichtpackung sah, sah dieser meinem 
Originalteil optisch gleich. Die sehr kompetent scheinende Verkäuferin, 
die ich zur Verifizierung noch fragte, sagte mir: Ja, das ist richtig, 
die paßt auch als Ersatz in die Traveler-Kamera von Aldi.

Zu Hause versuchte ich dann die Inbetriebnahme. Der Akku schien leer, 
also erst mal ans Ladegerät. Da tat sich nichts, über eine Stunde, zwei 
Stunden und drei Stunden. Da konnte schon was nicht stimmen. Vom platten 
Altakku weiß ich ja, daß das Gerät sich bei völliger Entladung 
wenigstens innerhalb einer halben Stunde wieder meldet.

Ich dachte: Bullshit, da hat mir jemand einen defekten Akku 
untergejubelt.

Als ich den Akku dann mit dem Finger mal etwas fester hinter den 
Verriegelungsstift drückte, Sesam öffne dich, da ging es auf einmal, der 
Akku scheint elektrisch gut und war wohl voll vorgeladen.

Optisch sehen beide gleich aus. Dann nahm ich mal die Schieblehre. 
Gleich breit und tief sind sie auch noch, aber beim Ersatzteil fehlen 
ein paar Zehntel mm Länge. Es errreicht die Kontaktfedern nicht mehr. 
Das Originalteil ist 39,5mm lang, das Ersatzteil 38,9mm. Mit bloßem Auge 
kaum zu erkennen.

Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines 
Materials drauf kleben, dann wird es gehen...

von El Patron B. (bastihh)


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Für mich ganz einfach: Ansmann ist schon laannggee nicht mehr das, was 
sie seinst gewesen sind.

 Sämtliche Akkus von denen habe ich mittlerweile entsorgt, da diese von 
Anfang an besch**** elek. Werte hatten. (hohe selbstentladung, kurze 
Lebenszeit uswusf.)

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines
> Materials drauf kleben, dann wird es gehen...

Du kannst auch ein paar Lagen Tesafilm drauf kleben.

von Läubi .. (laeubi) Benutzerseite


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> aber da ich das weiß, lade ich alle 2 Tage auf

Li-Ion haben eine bestimmte menge von Zyklen, immer wieder Aufladen 
macht den Akku nur noch mehr kaputt.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines
> Materials drauf kleben, dann wird es gehen...

Batterie + Hize = möglicherweise bum... ich würd wenn Klebeband nehmen 
wenn ich auch nicht ganz verstanden habe wo genau nun was fehlt ;-)

von Wilhelm F. (Gast)


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Magnus M. schrieb:

> Du kannst auch ein paar Lagen Tesafilm drauf kleben.

Irdend sowas in der Art werde ich auch tun, und wenn es ein Stück vom 
Papprücken eines Papierschreibblockes ist.



Läubi .. schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> aber da ich das weiß, lade ich alle 2 Tage auf
>
> Li-Ion haben eine bestimmte menge von Zyklen, immer wieder Aufladen
> macht den Akku nur noch mehr kaputt.

Er war ja ein Jahr lang in Ordnung, machte ein paar Hundert Fotos, und 
insgesamt weniger als 10 Aufladungen bis zum Defekt. Das sollte ein Akku 
aber schon mit machen. Mein Handy-Akku wurde um das 10-fache 
strapaziert, ist fast 10 Jahre alt, und hat noch mehr als die Hälfte 
Kapazität.

> Batterie + Hize = möglicherweise bum... ich würd wenn Klebeband nehmen
> wenn ich auch nicht ganz verstanden habe wo genau nun was fehlt ;-)

Nee, Hitze und im Sommer und Winter mal draußen im Auto, sowas gab es 
überhaupt nicht. Fast immer nur Raumtemperatur in der Wohnung. Also 
konkret noch mal: Wenn der Akku im Batteriefach hinter dem 
Verriegelungsstift eingerastet ist, damit er fest sitzt, da fehlt ein 
Zehntel Millimeter, wo er die Kontaktstifte in der Kamera gar nicht 
erreicht.

Basti B. schrieb:

> Für mich ganz einfach: Ansmann ist schon laannggee nicht mehr das, was
> sie seinst gewesen sind.

Da habe ich keine Ahnung. Die Verkäuferin fragte ich ja auch noch mal 
nach einer Marke, aber aus China kommen sie alle.

Das Dumme ist ja: Mit spätestens 3 Akkus Verschleißmaterial komme ich 
auf den Wert der ganzen Kamera... Und ich weiß im Gegensatz zu vielen 
anderen Konsumenten mir noch provisorisch zu helfen. Der andere 
Konsument mehr ahnungslos als ich hätte jetzt schon laut Halleluja 
geschrien...

Ich hätte bei Traveler den Ersatz-Akku bestellen können, aber der wird 
auch nicht billiger, als direkt in einen Media-Markt zu gehen.

von Läubi .. (laeubi) Benutzerseite


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Nee, Hitze und im Sommer und Winter mal draußen im Auto, sowas gab es
> überhaupt nicht. Fast immer nur Raumtemperatur in der Wohnung.

Das war eher auf den *Heiß*Kleber bezogen...

von Michael B. (laberkopp)


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> Das Originalteil ist 39,5mm lang, das Ersatzteil 38,9mm.

Also gleich gross.

> Es errreicht die Kontaktfedern nicht mehr.

Deine Federn sind zusammengequetscht.

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael Bertrandt schrieb:

>> Das Originalteil ist 39,5mm lang, das Ersatzteil 38,9mm.
>
> Also gleich gross.
>
>> Es errreicht die Kontaktfedern nicht mehr.
>
> Deine Federn sind zusammengequetscht.

Kann sein. Aber nicht durch mein Zutun. Das ist dann ein 
Konstruktionsfehler.

von Joachim .. (joachim_01)


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Ich hatte mal ein ähnliches Phänomen.
Drei Mignon-Batterien im Batteriehalter. Funktion ok. Dann Batterien 
gegen Akkus ausgetauscht. Akku voll. Ok, trotzdem kurzer Test. Ergebnis: 
Geht nicht. Unter Last statt 3.6V nur noch 2.9V an den Kronenkontakten 
des Halters -> Akku leer. Dann Akkus einzeln gemessen: alle um die 1.2V. 
Eh??


Es stellte sich heraus, daß die Akkus einen um ein paar zehntel mm 
größeren Durchmesser als die Batterien hatten (bunter 
Marketing-Werbeaufdruck). Dadurch saßen so stramm im Batteriehalter, 
dass die Federn am Minuspol nicht genug Kraft aufbauen konnten den 
Pluspol sauber an den Kontakt des Batteriehalters zu drücken. Unter Last 
wurde der Kontakt hochohmig.

Kackdinger. Wieder um eine Lebenserfahrung reicher geworden.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Joachim ... schrieb:
> Kackdinger

Das dürfte nicht den Akkus, sondern dem Batteriehalter vorzuwerfen sein, 
der nicht nach der Spezifikation, sondern dem Anschein entwickelt wurde.
"Wie groß ist so eine AA-Zelle?" - "Keine Ahnung, nimm halt eine und 
miss nach."

Die Spezifikation sieht einen Durchmesser von 13.5mm bis 14.5mm vor, 
Primärzellen sind aber oft nur 14mm dick. Wird also der Batteriehalter 
nach dem Durchmesser von Primärzellen entworfen, ist er zu klein.

Ich habe gerade mal verschiedene herumliegende Primärzellen und Akkus 
gemessen - die Primärzellen erreichen alle gerade mal 14.0mm, und die 
Akkus liegen zwischen 14.2 und 14.4mm.
Und damit innerhalb der Spezifikation; ich kenne Geräte, in die man 
diese Akkus nur mit viel Mühe hinein und mit noch mehr Mühe wieder 
herausbekommt.

Die Akkus sind nicht das Problem, das falsch entworfene Gerät ist es.

von (prx) A. K. (prx)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das Originalteil ist 39,5mm lang, das Ersatzteil 38,9mm. Mit bloßem Auge
> kaum zu erkennen.

Stimmt wenigsten das Gewicht? 
http://www.discovercircuits.com/dc-mag/Issue_4/Photos/FakeCapacitor1.jpg

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Es handelt sich hier um einen Akku, nicht um einen Kondensator.

Wobei solche Konstruktionen, wie die, die Du da abgebildet hast, auch 
vollkommen legitim sein können, wenn z.B. jemand alte Röhrenradios 
restauriert und die Kondensatoren erneuert. Da so ein mit 
Schrumpfschlauch überzogener neuer (und viel kleinerer) im Röhrenradio 
auffällt, wird da gerne der alte Becherelko von seinem gammeligen 
Innenleben befreit und der neue unauffällig darinnen untergebracht.

Allerdings stimmen in so einem Fall die inneren mit den äußeren Werten 
überein ... und nicht wie bei Deinem Beispiel weder Spannungsfestigkeit 
noch Kapazität.

von (prx) A. K. (prx)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Es handelt sich hier um einen Akku, nicht um einen Kondensator.

Schon - aber meinst du nicht, dass man nach dem gleichen Prinzip auch 
Akkus bauen könnte?

von Harald W. (wilhelms)


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A. K. schrieb:

> Schon - aber meinst du nicht, dass man nach dem gleichen Prinzip auch
> Akkus bauen könnte?

Ja, manchmal findet man Baby- oder Monoakkus mit einer recht
geringen Kapazität und verdächtig niedrigem Gewicht. Da wird
dann innen wohl auch nur eine Mignonzelle verbaut sein.
Gruss
Harald

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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A. K. schrieb:
> Schon - aber meinst du nicht, dass man nach dem gleichen Prinzip auch
> Akkus bauen könnte?

Klar, Beschiss geht immer.

von Vn N. (wefwef_s)


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A. K. schrieb:
> Stimmt wenigsten das Gewicht?
> http://www.discovercircuits.com/dc-mag/Issue_4/Pho...

Nur nebenbei, das Bild dürfte ein Fake sein. Billige Fakekondensatoren, 
in die ein teurer von Rubycon eingebaut ist?

Ansonsten sehe ich den Beschiss nicht. Warum sollten Markenakkus in eine 
Aldikamera passen? Dass sie sich optisch ähnlich sehen, ist ebensowenig 
ein Indiz, wie die Tatsache, dass eine Mediamarktverkäuferin das 
behauptet. Die will nämlich erstens was verkaufen, zweitens sind sie im 
Allgemeinen kaum kompetenter als der durchschnittliche Käufer, drittens 
ist der Laden sowieso überteuert.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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vn nn schrieb:
> zweitens sind sie im  Allgemeinen kaum kompetenter als der durchschnittliche 
Käufer

..., wie auch wenn Blödheit und Geiz das Geschäftskonzept bestimmen?

von Robert L. (lrlr)


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du hast einen 3rd-party akku gekauft, der "irgendwie ähnlich 
ausschaut"??

dass das ding ÜBERHAUPT funktioniert ist ein WUNDER!

(inzwischen haben die meisten akkus irgend einen "chip" eingebaut, dass 
man keine china-ersatzteile kauft..)

von Wilhelm F. (Gast)


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Robert L. schrieb:

> du hast einen 3rd-party akku gekauft, der "irgendwie ähnlich
> ausschaut"??

Der schaut sogar haargenau gleich aus, Breite und Tiefe stimmen noch, 
nur den Höhenunterschied von ein paar Zehntel mm sieht man mit bloßem 
Auge nicht.

Die elektrischen Angaben stimmen auch haargenau.

> dass das ding ÜBERHAUPT funktioniert ist ein WUNDER!

Wie schon oben geschrieben, war der Akku sogar maximal geladen. Ich 
konnte das Gerät ja einmal einschalten, aber nur, als ich mit der 
Fingerspitze am Akkuhalter etwas nach half.

> (inzwischen haben die meisten akkus irgend einen "chip" eingebaut, dass
> man keine china-ersatzteile kauft..)

Na ja, aus China kommen beide Akkus. Daß noch jemand sowas in 
Deutschland produziert, halte ich zwar für möglich, aber seltenst. Keine 
Ahnung, was mich jetzt noch an Überraschungen erwartet, das muß ich 
jetzt in den nächsten Tagen mal sehen.

Den Media-Markt wählte ich ja deswegen aus, weil ich da in der 
vergangenen Woche direkt dran vorbei kam, und da mal schnell rein 
springen konnte.

Eine Ersatzteilbestellung beim Hersteller des Gerätes wollte ich nicht, 
davon verspreche ich mir auch keinen Vorteil, zumindest mit 
Versandkosten keinen Preisvorteil. Dort kennt man ja ganz sicher auch 
die Marktpreise, und verschenkt nichts.

Und last but not least: Der Originalakku vom Hersteller ist schließlich 
auch nach etwas über einem Jahr defekt.

Jetzt habe ich mal ein Distanzplättchen mit Kleber an die Unterseite 
geklebt, was den Höhenunterschied ausgleicht. Einfach ein gerades Stück 
aus der Plastikverpackung ausgeschnitten und angeklebt, das paßt genau.

Das Ding muß jetzt noch ein wenig trocknen bzw. aushärten.

Was mich etwas stutzig macht: Auf dem Akku sind 5 Jahre Garantie 
angegeben. Ich frage mich, was das eigentlich soll. Bestimmt nur auf das 
Gehäuse, daß es keinen Bruch oder Riß hat, auf den normalen Verschleiß 
doch ganz sicherlich nicht.

So Geschichten mit 5 Jahren Garantie kenne ich ja bspw. vom 
Einhebelmischer. Nach einem Jahr war die Ventilkartusche defekt. 
Verschleißteil, sagten sie. Die Garantie ist nur auf das sonstige 
Material, Materialfehler, z.B. die Anschlußrohre oder den Hahn selbst 
mit dem Bedienhebel, z.B. Bruch oder Chromabsplitterung u.ä., und da 
passiert eben selten was.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines
> Materials drauf kleben, dann wird es gehen...

Tja, der Laden ist halt ein Lebensmittel-Discounter ...

von Wilhelm F. (Gast)


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Jörg Wunsch schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines
>> Materials drauf kleben, dann wird es gehen...
>
> Tja, der Laden ist halt ein Lebensmittel-Discounter ...

Du meinst, ich hätte besser ein Stück von einer Wurstscheibe auf den 
Akku kleben sollen? ;-)

Ach nee, mit einigen anderen Dingen von dort bin ich sehr zufrieden. Der 
P3 läuft nach 12 Jahren noch, das aktuelle Notebook läuft seit mehr als 
3 Jahren täglich einen halben Tag durch, also 12 Stunden. Das kann ich 
so handhaben, da der Energieverbrauch mit ca. 0,2kWh am Tag sehr 
gemäßigt ist. Der P3 brauchte da vergleichbar noch mehr als 1kWh am Tag. 
Sowas nenne ich Qualität, wo ich mich über einen langen Zeitraum voll 
drauf verlassen kann. Qualität ist vom Begriff her auch so ähnlich 
definiert. Länger als 5-6 Jahre muß so ein Low-Cost-Teil der Preisklasse 
500€ auch nicht leben, es ist doch jetzt schon längst vom Fortschritt 
überholt. Mein Handy, da traue ich mich gar nicht, es jemals vor meinen 
Neffen auszupacken. Die würden grinsend sagen: Was ist DAS denn? Der 
Flachbettscanner ist nach 10 Jahren jetzt im Eimer. Vielleicht auch nur 
ein Draht locker. Nachdem ich ihn mal etwas anstubste, lieferte er 
anderen Bildersalat. Mal sehen. Der lief auch nur noch am P3 unter 
Windows ME oder Windows 2000, für Systeme ab Windows XP kein Treiber 
mehr erhältlich. Dazu hatte ich vor 2 Jahren mal einen Thread hier im 
Forum. Da muß dann ggfs. halt mal was neues her. Der 486 stand seit 2000 
nach 8 Jahren Nutzung auch nur noch rum, und beanspruchte Platz. Der 
hatte eine kleine Macke, vielleicht am Netzteil, aber ich hatte absolut 
keinen Bock mehr, den überhaupt noch mal aufzuschrauben. Im Dezember gab 
ich ihn leichten Herzens zum Elektronikschrott.

Aber: Aldi, und Lebensmittel-Discounter, das war einmal. Hier in meiner 
Gegend haben sie seit vergangenem Jahr alle Märkte räumlich vergrößert, 
vermutlich auch bundesweit, und führen inzwischen eine ganze Reihe 
Non-Food-Artikel. Da hat sich im Laufe der Jahre eine Menge getan, die 
Einführung der Tiefkühlartikel, Frischgemüsetheke oder Brot ist ja auch 
noch nicht so gigantisch lange her. Ich kenne noch die Zeiten, als es 
dort nur Trockenwaren gab wie Waschmittel, Grundnahrungsmittel wie 
Nudeln, Mehl, Zucker, Reis. Alles nur auf Paletten, keine Regale. 
Teilweise ist das mit den Paletten heute noch so.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Du meinst, ich hätte besser ein Stück von einer Wurstscheibe auf den
> Akku kleben sollen? ;-)

Nein, die Wurstscheibe essen, und die Kamera bei Leuten kaufen, die
von sowas Ahnung haben.

> Ach nee, mit einigen anderen Dingen von dort bin ich sehr zufrieden.

Klar, aber Fachkompetenz in dieser Richtung brauchst du halt von dem
Laden nicht zu erwarten.  Entweder es funktioniert, oder es funktio-
niert eben nicht.  Dafür hast du billig gekauft.

von Robert L. (lrlr)


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das ding ist übrigens baugleich mit dem  Olympus LI-42B akku,
also ziemlich weit verbreitet


dass ein akku nicht passt, nur weil er minimal zu kurz ist, find ich 
übrigens "komisch"
irgendwo ist sicher ein feder/federkonntakt

den man hätte etwas aufbiegen können...

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Robert L. schrieb:
> irgendwo ist sicher ein feder/federkonntakt
> den man hätte etwas aufbiegen können...

Das ist bei nur einem halben Millimeter Längenunterschied definitiv die 
Ursache des Problems, ausgeleierte und zu schlappe Federkontakte.

von Wilhelm F. (Gast)


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Jörg Wunsch schrieb:

> Klar, aber Fachkompetenz in dieser Richtung brauchst du halt von dem
> Laden nicht zu erwarten.

Laut einiger Stimmen über den Media-Markt weiter oben scheint es aber 
anderswo auch nicht viel besser zu sein?

Die kleinen Fotoartikel-Läden sind doch auch weitgehend verschwunden. 
Ich bin ja hier eher in der Nähe einer kleineren Stadt, das ist nicht 
sowas wie Berlin.



Robert L. schrieb:

> das ding ist übrigens baugleich mit dem  Olympus LI-42B akku,
> also ziemlich weit verbreitet

Exakt den habe ich ja jetzt als Ersatzteil, von Ansmann.



Rufus Τ. Firefly schrieb:

> Das ist bei nur einem halben Millimeter Längenunterschied definitiv die
> Ursache des Problems, ausgeleierte und zu schlappe Federkontakte.

Tief im Akkuschacht sehe ich drei kleine Spiral-Stahlfedern. Um da dran 
zu kommen, müßte ich das Gerät wohl zerlegen.

Aber jetzt probiere ich es erst mal mit dem aufgeklebten 
Distanzscheibchen. Ob ich das auch wieder gelöst bekäme, ist eine andere 
Sache.

von Wilhelm F. (Gast)


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So, alles Paletti. Die Sache mit dem aufgeklebten Distanzstück am Akku 
funktioniert auf Anhieb völlig einwandfrei.

Was ich noch entdeckte: Im Akkuschacht gibt es zwischen den 
Kontaktfedern eine weitere größere Feder, die den Akku wieder in 
Richtung Auswurf zurück drückt. Das ist die Spiralfeder, ähnlich wie an 
einer Kugelschreibermine. Diese verhindert wohl aber ein Plattdrücken 
der Kontaktfedern. Die Kontaktfedern sind übrigens doch flache 
Kontaktzungen, da schrieb ich gestern was falsches. Sie sehen aber noch 
abgewinkelt aus, nicht platt.

Aufschrauben möchte ich das Gerät auch wegen der Gefahr von 
Staubeindringung nicht, ich kenne die Innereien soweit gar nicht, ob da 
Staub innen an die Optik geraten kann. Das Gehäuse hat aber außen zwei 
normale Kreuzschlitzschrauben.

Jetzt muß ich die Sache nur mal eine Weile beobachten, ob sie auch 
zuverlässig ist. Den Akku muß ich auch noch mal entladen, und wieder 
laden, um zu sehen, ob es elektrisch ebenfalls klappt.

von Robert L. (lrlr)


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>Kundenverarsche?

wer genau glaubst du eigentlich, dass dich "verarscht" hat?

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> ich kenne die Innereien soweit gar nicht, ob da
> Staub innen an die Optik geraten kann

Das wird nicht das Problem sein, soweit, daß Du die Optik vom Bildsensor 
entfernen musst, wirst Du die Kamera nicht zerlegen müssen. Und glaub' 
nicht, daß da irgendwas staubfrei bliebe -- so ein Zoomobjektiv pumpt 
fleißig Staub ins Kameragehäuse.

Wenn aber die Angelegenheit jetzt zur Zufriedenheit funktioniert: Ist 
doch gut. Glückwunsch.

von Wilhelm F. (Gast)


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Robert L. schrieb:

>>Kundenverarsche?
>
> wer genau glaubst du eigentlich, dass dich "verarscht" hat?

Was ist es denn sonst, wenn man die Dinge technisch nicht zuverlässig 
hin bekommt?

Die Toleranz in den Akkuabmessungen und damit verbundener Totalausfall 
ist für mich wie ein Aprilscherz.

Jemand anderes als ich, der technisch und bastlerisch nicht so versiert 
ist, hat da mehr Probleme, als ich sie jetzt hatte. Der wird entweder 
das Gerät in die Tonne hauen, oder wo anders noch mal einen neuen Akku 
kaufen gehen, jedenfalls etwas mit erheblich Folgekosten.

Irgend jemand hat da definitiv was nicht richtig hin bekommen, 
konstruiert. Sei es der Akku oder das Gerät oder gar beides, das spielt 
keine Rolle.



Rufus Τ. Firefly schrieb:

> Wenn aber die Angelegenheit jetzt zur Zufriedenheit funktioniert: Ist
> doch gut. Glückwunsch.

Danke. Ewig wird es wohl angesichts des letzten (kurzlebigen) Akkus 
nicht halten müssen, die nächste Störung lauert bestimmt schon irgendwo. 
;-)

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Was ist es denn sonst, wenn man die Dinge technisch nicht zuverlässig
> hin bekommt?
>
> Die Toleranz in den Akkuabmessungen und damit verbundener Totalausfall
> ist für mich wie ein Aprilscherz.

Naja, es ist aber klar, daß bei dieser geringen Abweichung das Problem 
nicht im Akku, sondern in der mangelhaften Ausführung der 
Akkukontaktierung in der Kamera liegt. Federkontakte mit weniger als 
einem halben Millimeter Hub zu konstruieren ist eine Fehlkonstruktion.

Verarscht hat hier also der Kamerahersteller, nicht der Akkulieferant.

von Harald W. (wilhelms)


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Wilhelm Ferkes schrieb:

> Tief im Akkuschacht sehe ich drei kleine Spiral-Stahlfedern. Um da dran
> zu kommen, müßte ich das Gerät wohl zerlegen.

Einen Haken an einen Draht biegen und etwas an den Spiralfedern
ziehen...
Gruss
Harald

von Robert L. (lrlr)


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>Einen Haken an einen Draht biegen und etwas an den Spiralfedern
>ziehen..

dann hätte er ja noch Garantie auf den AKKU, und das wollte er ja 
tunlichst verhindern...

;-)

von Wilhelm F. (Gast)


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Harald Wilhelms schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>
>> Tief im Akkuschacht sehe ich drei kleine Spiral-Stahlfedern. Um da dran
>> zu kommen, müßte ich das Gerät wohl zerlegen.
>
> Einen Haken an einen Draht biegen und etwas an den Spiralfedern
> ziehen...
> Gruss
> Harald

Hat sich schon erledigt. Das Problem ist eher die gegenüber liegende 
Seite der Kontaktfedern, denn der Akku ist dort einfach nur mit einem 
winzigen Plastikstift gegen Herausfallen gesichert. Eine Feder dort an 
dieser Seite wäre besser gewesen. Die Kontaktfedern sehen manierlich 
aus. Außerdem befindet sich in der Kontaktfederreihe ja eine noch 
stärkere Auswurffeder, die den Akku maximal gegen den Verriegelungsstift 
preßt, und von den Kontaktfedern weg.

von Wilhelm F. (Gast)


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UPDATE

Inzwischen ergab sich ganz was anderes:

Etwa zwei Wochen nach dem Ersatzakkukauf, als das Gerät dann 
vermeintlich wieder einigermaßen funktionierte, ergab sich eine 
weitere Erkenntnis:

Das Gerät selbst scheint eine Macke zu haben, und zudem kann man auch 
einen Ersatzakku damit nicht mehr laden.

Nach dem der voll geladen gekaufte Ersatzakku nur durch einfaches 
Herumliegen leer war, ging gar nichts mehr, eben weil sich der 
Ersatzakku gar nicht mehr aufladen läßt. Es ist aber auch verteufelt, 
denn bei diesen Geräten funktioniert ja nur der Akkubetrieb, und gar 
kein Netzbetrieb. Das Gerät scheint im abgeschalteten Zustand einen 
Leckstrom zu ziehen.

Verifizieren konnte ich das kürzlich, als mein Vater zu Besuch war. Ich 
bat ihn, doch einfach mal seine Olympus-Knipse mit zu bringen, denn die 
hat den gleichen Akkutyp. Und siehe da: In seinem Gerät ließ sich der 
Akku nämlich wieder laden. Keine Ahnung, warum das so ist. Also kramte 
ich den alten Akku wieder raus, der schon in der Entsorgung lag. Er ist 
definitiv nicht defekt.

Also machte ich weitere Tests, nahm den voll geladenen Akku wieder aus 
dem Gerät heraus, und ließ ihn zwei Wochen liegen. Danach baute ich den 
Akku wieder ein, und er hatte immer noch die maximale Ladung. Es muß 
also das Gerät sein, es zieht einen Leckstrom.

Inzwischen kann ich mit dem Gerät nur noch so um gehen, daß ich vor 
einer Benutzung den Akku einsetze, und ihn nach Benutzung wieder 
entferne.

Den neuen Ersatzakku schenkte ich meinem Vater. Dann hat er auf längeren 
Spaziergängen etwas Ersatzstrom dabei.

Daß ich über Akkus schimpfte, dafür entschuldige ich mich jedoch nicht. 
Irgendwas ist da drinne, was sich mit dem Gerät verdongelt, das wurde ja 
oben schon genannt, und das ist großer Mist.

Schöne Technik. Die Kandidaten haben eine Rakete verdient!

von Holm T. (Gast)


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Das ist doch Alles noch Pillepalle.
Ich habe mal (hier?) von einer Digitalkamera gelesen, in der sich außer 
dem Akku für die Stromversorgung noch eine Lithiumzelle als 
Stützbatterie für ein FPGA befand. Die Kamera hatte hatte wohl lange 
gelegen, Stützzelle leer und demzufolge das FPGA tot. Es war kein 
externer Speicher für den Bitstrom vorgesehen, Reparatur auch nicht.. 
DAS nenne ich Schrott...

Gruß,

Holm

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


Angehängte Dateien:

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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Tief im Akkuschacht sehe ich drei kleine Spiral-Stahlfedern. Um da dran
> zu kommen, müßte ich das Gerät wohl zerlegen.

Für solche Sachen habe ich beim örtlichen Büromaschinenladen ein 
Schreibmaschinenwerkzeug abgestaubt. Da ist an der einen Seite ein 
kleiner Haken dran und an der anderen Seite eine Gabel. Das Dings hat 
sich schon bei allen möglichen und unmöglichen Sachen bewährt:
* Federn an unerreichbaren Stellen dehnen, aus- und einhängen
* Autoradioverriegelungen lösen
* Autofenster Gummis einfädeln
* Dünne Sachen pieksen
* Gummiabdeckungen öffnen bzw. aus der Verklebung lösen (Füsschen usw.)
* und auch Schreibmaschinen reparieren. Aber wer macht das heute schon 
noch :-P
Ist ungefähr 20 cm lang.

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