Ich frag das mal so in die Runde, vielleicht hat da der eine oder andere
auch Erfahrung mit.
Bei Aldi kaufte ich im April 2011 eine Digitalkamera Traveler XS4000.
Der Akku ist jetzt wohl auf Grund von Wenigbenutzung im Eimer, der
Einsatz bei mir schwankt extrem. Er entleert sich binnen nur 3 Tagen von
selbst, aber da ich das weiß, lade ich alle 2 Tage auf. Das ist ein
Provisorium. Im Handbuch fand ich auch eine Stelle, wo empfohlen wird,
bei längerer Nichtbenutzung den Akku ganz zu entfernen, und bei Gebrauch
wieder einzusetzen. Das tat ich nicht, und fand diese Stelle auch erst
beim Defekt. Man merkt sich ja nicht ein ganzes Handbuch auswendig.
So, und heute begab ich mich mal in die Stadt, fand im Media-Markt ein
ziemlich gleich aus sehendes Teil der Firma Ansmann mit exakt den selben
elektrischen Daten.
Da ich im Laden die durchsichtige Plastikverpackung nicht öffnete, aber
man den Inhalt durch die Klarsichtpackung sah, sah dieser meinem
Originalteil optisch gleich. Die sehr kompetent scheinende Verkäuferin,
die ich zur Verifizierung noch fragte, sagte mir: Ja, das ist richtig,
die paßt auch als Ersatz in die Traveler-Kamera von Aldi.
Zu Hause versuchte ich dann die Inbetriebnahme. Der Akku schien leer,
also erst mal ans Ladegerät. Da tat sich nichts, über eine Stunde, zwei
Stunden und drei Stunden. Da konnte schon was nicht stimmen. Vom platten
Altakku weiß ich ja, daß das Gerät sich bei völliger Entladung
wenigstens innerhalb einer halben Stunde wieder meldet.
Ich dachte: Bullshit, da hat mir jemand einen defekten Akku
untergejubelt.
Als ich den Akku dann mit dem Finger mal etwas fester hinter den
Verriegelungsstift drückte, Sesam öffne dich, da ging es auf einmal, der
Akku scheint elektrisch gut und war wohl voll vorgeladen.
Optisch sehen beide gleich aus. Dann nahm ich mal die Schieblehre.
Gleich breit und tief sind sie auch noch, aber beim Ersatzteil fehlen
ein paar Zehntel mm Länge. Es errreicht die Kontaktfedern nicht mehr.
Das Originalteil ist 39,5mm lang, das Ersatzteil 38,9mm. Mit bloßem Auge
kaum zu erkennen.
Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines
Materials drauf kleben, dann wird es gehen...
Für mich ganz einfach: Ansmann ist schon laannggee nicht mehr das, was
sie seinst gewesen sind.
Sämtliche Akkus von denen habe ich mittlerweile entsorgt, da diese von
Anfang an besch**** elek. Werte hatten. (hohe selbstentladung, kurze
Lebenszeit uswusf.)
Wilhelm Ferkes schrieb:> Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines> Materials drauf kleben, dann wird es gehen...
Du kannst auch ein paar Lagen Tesafilm drauf kleben.
Wilhelm Ferkes schrieb:> aber da ich das weiß, lade ich alle 2 Tage auf
Li-Ion haben eine bestimmte menge von Zyklen, immer wieder Aufladen
macht den Akku nur noch mehr kaputt.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines> Materials drauf kleben, dann wird es gehen...
Batterie + Hize = möglicherweise bum... ich würd wenn Klebeband nehmen
wenn ich auch nicht ganz verstanden habe wo genau nun was fehlt ;-)
Magnus M. schrieb:> Du kannst auch ein paar Lagen Tesafilm drauf kleben.
Irdend sowas in der Art werde ich auch tun, und wenn es ein Stück vom
Papprücken eines Papierschreibblockes ist.
Läubi .. schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>> aber da ich das weiß, lade ich alle 2 Tage auf>> Li-Ion haben eine bestimmte menge von Zyklen, immer wieder Aufladen> macht den Akku nur noch mehr kaputt.
Er war ja ein Jahr lang in Ordnung, machte ein paar Hundert Fotos, und
insgesamt weniger als 10 Aufladungen bis zum Defekt. Das sollte ein Akku
aber schon mit machen. Mein Handy-Akku wurde um das 10-fache
strapaziert, ist fast 10 Jahre alt, und hat noch mehr als die Hälfte
Kapazität.
> Batterie + Hize = möglicherweise bum... ich würd wenn Klebeband nehmen> wenn ich auch nicht ganz verstanden habe wo genau nun was fehlt ;-)
Nee, Hitze und im Sommer und Winter mal draußen im Auto, sowas gab es
überhaupt nicht. Fast immer nur Raumtemperatur in der Wohnung. Also
konkret noch mal: Wenn der Akku im Batteriefach hinter dem
Verriegelungsstift eingerastet ist, damit er fest sitzt, da fehlt ein
Zehntel Millimeter, wo er die Kontaktstifte in der Kamera gar nicht
erreicht.
Basti B. schrieb:> Für mich ganz einfach: Ansmann ist schon laannggee nicht mehr das, was> sie seinst gewesen sind.
Da habe ich keine Ahnung. Die Verkäuferin fragte ich ja auch noch mal
nach einer Marke, aber aus China kommen sie alle.
Das Dumme ist ja: Mit spätestens 3 Akkus Verschleißmaterial komme ich
auf den Wert der ganzen Kamera... Und ich weiß im Gegensatz zu vielen
anderen Konsumenten mir noch provisorisch zu helfen. Der andere
Konsument mehr ahnungslos als ich hätte jetzt schon laut Halleluja
geschrien...
Ich hätte bei Traveler den Ersatz-Akku bestellen können, aber der wird
auch nicht billiger, als direkt in einen Media-Markt zu gehen.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Nee, Hitze und im Sommer und Winter mal draußen im Auto, sowas gab es> überhaupt nicht. Fast immer nur Raumtemperatur in der Wohnung.
Das war eher auf den *Heiß*Kleber bezogen...
> Das Originalteil ist 39,5mm lang, das Ersatzteil 38,9mm.
Also gleich gross.
> Es errreicht die Kontaktfedern nicht mehr.
Deine Federn sind zusammengequetscht.
Michael Bertrandt schrieb:>> Das Originalteil ist 39,5mm lang, das Ersatzteil 38,9mm.>> Also gleich gross.>>> Es errreicht die Kontaktfedern nicht mehr.>> Deine Federn sind zusammengequetscht.
Kann sein. Aber nicht durch mein Zutun. Das ist dann ein
Konstruktionsfehler.
Ich hatte mal ein ähnliches Phänomen.
Drei Mignon-Batterien im Batteriehalter. Funktion ok. Dann Batterien
gegen Akkus ausgetauscht. Akku voll. Ok, trotzdem kurzer Test. Ergebnis:
Geht nicht. Unter Last statt 3.6V nur noch 2.9V an den Kronenkontakten
des Halters -> Akku leer. Dann Akkus einzeln gemessen: alle um die 1.2V.
Eh??
Es stellte sich heraus, daß die Akkus einen um ein paar zehntel mm
größeren Durchmesser als die Batterien hatten (bunter
Marketing-Werbeaufdruck). Dadurch saßen so stramm im Batteriehalter,
dass die Federn am Minuspol nicht genug Kraft aufbauen konnten den
Pluspol sauber an den Kontakt des Batteriehalters zu drücken. Unter Last
wurde der Kontakt hochohmig.
Kackdinger. Wieder um eine Lebenserfahrung reicher geworden.
Joachim ... schrieb:> Kackdinger
Das dürfte nicht den Akkus, sondern dem Batteriehalter vorzuwerfen sein,
der nicht nach der Spezifikation, sondern dem Anschein entwickelt wurde.
"Wie groß ist so eine AA-Zelle?" - "Keine Ahnung, nimm halt eine und
miss nach."
Die Spezifikation sieht einen Durchmesser von 13.5mm bis 14.5mm vor,
Primärzellen sind aber oft nur 14mm dick. Wird also der Batteriehalter
nach dem Durchmesser von Primärzellen entworfen, ist er zu klein.
Ich habe gerade mal verschiedene herumliegende Primärzellen und Akkus
gemessen - die Primärzellen erreichen alle gerade mal 14.0mm, und die
Akkus liegen zwischen 14.2 und 14.4mm.
Und damit innerhalb der Spezifikation; ich kenne Geräte, in die man
diese Akkus nur mit viel Mühe hinein und mit noch mehr Mühe wieder
herausbekommt.
Die Akkus sind nicht das Problem, das falsch entworfene Gerät ist es.
Es handelt sich hier um einen Akku, nicht um einen Kondensator.
Wobei solche Konstruktionen, wie die, die Du da abgebildet hast, auch
vollkommen legitim sein können, wenn z.B. jemand alte Röhrenradios
restauriert und die Kondensatoren erneuert. Da so ein mit
Schrumpfschlauch überzogener neuer (und viel kleinerer) im Röhrenradio
auffällt, wird da gerne der alte Becherelko von seinem gammeligen
Innenleben befreit und der neue unauffällig darinnen untergebracht.
Allerdings stimmen in so einem Fall die inneren mit den äußeren Werten
überein ... und nicht wie bei Deinem Beispiel weder Spannungsfestigkeit
noch Kapazität.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Es handelt sich hier um einen Akku, nicht um einen Kondensator.
Schon - aber meinst du nicht, dass man nach dem gleichen Prinzip auch
Akkus bauen könnte?
A. K. schrieb:> Schon - aber meinst du nicht, dass man nach dem gleichen Prinzip auch> Akkus bauen könnte?
Ja, manchmal findet man Baby- oder Monoakkus mit einer recht
geringen Kapazität und verdächtig niedrigem Gewicht. Da wird
dann innen wohl auch nur eine Mignonzelle verbaut sein.
Gruss
Harald
A. K. schrieb:> Stimmt wenigsten das Gewicht?> http://www.discovercircuits.com/dc-mag/Issue_4/Pho...
Nur nebenbei, das Bild dürfte ein Fake sein. Billige Fakekondensatoren,
in die ein teurer von Rubycon eingebaut ist?
Ansonsten sehe ich den Beschiss nicht. Warum sollten Markenakkus in eine
Aldikamera passen? Dass sie sich optisch ähnlich sehen, ist ebensowenig
ein Indiz, wie die Tatsache, dass eine Mediamarktverkäuferin das
behauptet. Die will nämlich erstens was verkaufen, zweitens sind sie im
Allgemeinen kaum kompetenter als der durchschnittliche Käufer, drittens
ist der Laden sowieso überteuert.
vn nn schrieb:> zweitens sind sie im Allgemeinen kaum kompetenter als der durchschnittliche
Käufer
..., wie auch wenn Blödheit und Geiz das Geschäftskonzept bestimmen?
du hast einen 3rd-party akku gekauft, der "irgendwie ähnlich
ausschaut"??
dass das ding ÜBERHAUPT funktioniert ist ein WUNDER!
(inzwischen haben die meisten akkus irgend einen "chip" eingebaut, dass
man keine china-ersatzteile kauft..)
Robert L. schrieb:> du hast einen 3rd-party akku gekauft, der "irgendwie ähnlich> ausschaut"??
Der schaut sogar haargenau gleich aus, Breite und Tiefe stimmen noch,
nur den Höhenunterschied von ein paar Zehntel mm sieht man mit bloßem
Auge nicht.
Die elektrischen Angaben stimmen auch haargenau.
> dass das ding ÜBERHAUPT funktioniert ist ein WUNDER!
Wie schon oben geschrieben, war der Akku sogar maximal geladen. Ich
konnte das Gerät ja einmal einschalten, aber nur, als ich mit der
Fingerspitze am Akkuhalter etwas nach half.
> (inzwischen haben die meisten akkus irgend einen "chip" eingebaut, dass> man keine china-ersatzteile kauft..)
Na ja, aus China kommen beide Akkus. Daß noch jemand sowas in
Deutschland produziert, halte ich zwar für möglich, aber seltenst. Keine
Ahnung, was mich jetzt noch an Überraschungen erwartet, das muß ich
jetzt in den nächsten Tagen mal sehen.
Den Media-Markt wählte ich ja deswegen aus, weil ich da in der
vergangenen Woche direkt dran vorbei kam, und da mal schnell rein
springen konnte.
Eine Ersatzteilbestellung beim Hersteller des Gerätes wollte ich nicht,
davon verspreche ich mir auch keinen Vorteil, zumindest mit
Versandkosten keinen Preisvorteil. Dort kennt man ja ganz sicher auch
die Marktpreise, und verschenkt nichts.
Und last but not least: Der Originalakku vom Hersteller ist schließlich
auch nach etwas über einem Jahr defekt.
Jetzt habe ich mal ein Distanzplättchen mit Kleber an die Unterseite
geklebt, was den Höhenunterschied ausgleicht. Einfach ein gerades Stück
aus der Plastikverpackung ausgeschnitten und angeklebt, das paßt genau.
Das Ding muß jetzt noch ein wenig trocknen bzw. aushärten.
Was mich etwas stutzig macht: Auf dem Akku sind 5 Jahre Garantie
angegeben. Ich frage mich, was das eigentlich soll. Bestimmt nur auf das
Gehäuse, daß es keinen Bruch oder Riß hat, auf den normalen Verschleiß
doch ganz sicherlich nicht.
So Geschichten mit 5 Jahren Garantie kenne ich ja bspw. vom
Einhebelmischer. Nach einem Jahr war die Ventilkartusche defekt.
Verschleißteil, sagten sie. Die Garantie ist nur auf das sonstige
Material, Materialfehler, z.B. die Anschlußrohre oder den Hahn selbst
mit dem Bedienhebel, z.B. Bruch oder Chromabsplitterung u.ä., und da
passiert eben selten was.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines> Materials drauf kleben, dann wird es gehen...
Tja, der Laden ist halt ein Lebensmittel-Discounter ...
Jörg Wunsch schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>> Ich kann da jetzt mit Heißkleber eine Scheibe 0,6mm irgend eines>> Materials drauf kleben, dann wird es gehen...>> Tja, der Laden ist halt ein Lebensmittel-Discounter ...
Du meinst, ich hätte besser ein Stück von einer Wurstscheibe auf den
Akku kleben sollen? ;-)
Ach nee, mit einigen anderen Dingen von dort bin ich sehr zufrieden. Der
P3 läuft nach 12 Jahren noch, das aktuelle Notebook läuft seit mehr als
3 Jahren täglich einen halben Tag durch, also 12 Stunden. Das kann ich
so handhaben, da der Energieverbrauch mit ca. 0,2kWh am Tag sehr
gemäßigt ist. Der P3 brauchte da vergleichbar noch mehr als 1kWh am Tag.
Sowas nenne ich Qualität, wo ich mich über einen langen Zeitraum voll
drauf verlassen kann. Qualität ist vom Begriff her auch so ähnlich
definiert. Länger als 5-6 Jahre muß so ein Low-Cost-Teil der Preisklasse
500€ auch nicht leben, es ist doch jetzt schon längst vom Fortschritt
überholt. Mein Handy, da traue ich mich gar nicht, es jemals vor meinen
Neffen auszupacken. Die würden grinsend sagen: Was ist DAS denn? Der
Flachbettscanner ist nach 10 Jahren jetzt im Eimer. Vielleicht auch nur
ein Draht locker. Nachdem ich ihn mal etwas anstubste, lieferte er
anderen Bildersalat. Mal sehen. Der lief auch nur noch am P3 unter
Windows ME oder Windows 2000, für Systeme ab Windows XP kein Treiber
mehr erhältlich. Dazu hatte ich vor 2 Jahren mal einen Thread hier im
Forum. Da muß dann ggfs. halt mal was neues her. Der 486 stand seit 2000
nach 8 Jahren Nutzung auch nur noch rum, und beanspruchte Platz. Der
hatte eine kleine Macke, vielleicht am Netzteil, aber ich hatte absolut
keinen Bock mehr, den überhaupt noch mal aufzuschrauben. Im Dezember gab
ich ihn leichten Herzens zum Elektronikschrott.
Aber: Aldi, und Lebensmittel-Discounter, das war einmal. Hier in meiner
Gegend haben sie seit vergangenem Jahr alle Märkte räumlich vergrößert,
vermutlich auch bundesweit, und führen inzwischen eine ganze Reihe
Non-Food-Artikel. Da hat sich im Laufe der Jahre eine Menge getan, die
Einführung der Tiefkühlartikel, Frischgemüsetheke oder Brot ist ja auch
noch nicht so gigantisch lange her. Ich kenne noch die Zeiten, als es
dort nur Trockenwaren gab wie Waschmittel, Grundnahrungsmittel wie
Nudeln, Mehl, Zucker, Reis. Alles nur auf Paletten, keine Regale.
Teilweise ist das mit den Paletten heute noch so.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Du meinst, ich hätte besser ein Stück von einer Wurstscheibe auf den> Akku kleben sollen? ;-)
Nein, die Wurstscheibe essen, und die Kamera bei Leuten kaufen, die
von sowas Ahnung haben.
> Ach nee, mit einigen anderen Dingen von dort bin ich sehr zufrieden.
Klar, aber Fachkompetenz in dieser Richtung brauchst du halt von dem
Laden nicht zu erwarten. Entweder es funktioniert, oder es funktio-
niert eben nicht. Dafür hast du billig gekauft.
das ding ist übrigens baugleich mit dem Olympus LI-42B akku,
also ziemlich weit verbreitet
dass ein akku nicht passt, nur weil er minimal zu kurz ist, find ich
übrigens "komisch"
irgendwo ist sicher ein feder/federkonntakt
den man hätte etwas aufbiegen können...
Robert L. schrieb:> irgendwo ist sicher ein feder/federkonntakt> den man hätte etwas aufbiegen können...
Das ist bei nur einem halben Millimeter Längenunterschied definitiv die
Ursache des Problems, ausgeleierte und zu schlappe Federkontakte.
Jörg Wunsch schrieb:> Klar, aber Fachkompetenz in dieser Richtung brauchst du halt von dem> Laden nicht zu erwarten.
Laut einiger Stimmen über den Media-Markt weiter oben scheint es aber
anderswo auch nicht viel besser zu sein?
Die kleinen Fotoartikel-Läden sind doch auch weitgehend verschwunden.
Ich bin ja hier eher in der Nähe einer kleineren Stadt, das ist nicht
sowas wie Berlin.
Robert L. schrieb:> das ding ist übrigens baugleich mit dem Olympus LI-42B akku,> also ziemlich weit verbreitet
Exakt den habe ich ja jetzt als Ersatzteil, von Ansmann.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Das ist bei nur einem halben Millimeter Längenunterschied definitiv die> Ursache des Problems, ausgeleierte und zu schlappe Federkontakte.
Tief im Akkuschacht sehe ich drei kleine Spiral-Stahlfedern. Um da dran
zu kommen, müßte ich das Gerät wohl zerlegen.
Aber jetzt probiere ich es erst mal mit dem aufgeklebten
Distanzscheibchen. Ob ich das auch wieder gelöst bekäme, ist eine andere
Sache.
So, alles Paletti. Die Sache mit dem aufgeklebten Distanzstück am Akku
funktioniert auf Anhieb völlig einwandfrei.
Was ich noch entdeckte: Im Akkuschacht gibt es zwischen den
Kontaktfedern eine weitere größere Feder, die den Akku wieder in
Richtung Auswurf zurück drückt. Das ist die Spiralfeder, ähnlich wie an
einer Kugelschreibermine. Diese verhindert wohl aber ein Plattdrücken
der Kontaktfedern. Die Kontaktfedern sind übrigens doch flache
Kontaktzungen, da schrieb ich gestern was falsches. Sie sehen aber noch
abgewinkelt aus, nicht platt.
Aufschrauben möchte ich das Gerät auch wegen der Gefahr von
Staubeindringung nicht, ich kenne die Innereien soweit gar nicht, ob da
Staub innen an die Optik geraten kann. Das Gehäuse hat aber außen zwei
normale Kreuzschlitzschrauben.
Jetzt muß ich die Sache nur mal eine Weile beobachten, ob sie auch
zuverlässig ist. Den Akku muß ich auch noch mal entladen, und wieder
laden, um zu sehen, ob es elektrisch ebenfalls klappt.
Wilhelm Ferkes schrieb:> ich kenne die Innereien soweit gar nicht, ob da> Staub innen an die Optik geraten kann
Das wird nicht das Problem sein, soweit, daß Du die Optik vom Bildsensor
entfernen musst, wirst Du die Kamera nicht zerlegen müssen. Und glaub'
nicht, daß da irgendwas staubfrei bliebe -- so ein Zoomobjektiv pumpt
fleißig Staub ins Kameragehäuse.
Wenn aber die Angelegenheit jetzt zur Zufriedenheit funktioniert: Ist
doch gut. Glückwunsch.
Robert L. schrieb:>>Kundenverarsche?>> wer genau glaubst du eigentlich, dass dich "verarscht" hat?
Was ist es denn sonst, wenn man die Dinge technisch nicht zuverlässig
hin bekommt?
Die Toleranz in den Akkuabmessungen und damit verbundener Totalausfall
ist für mich wie ein Aprilscherz.
Jemand anderes als ich, der technisch und bastlerisch nicht so versiert
ist, hat da mehr Probleme, als ich sie jetzt hatte. Der wird entweder
das Gerät in die Tonne hauen, oder wo anders noch mal einen neuen Akku
kaufen gehen, jedenfalls etwas mit erheblich Folgekosten.
Irgend jemand hat da definitiv was nicht richtig hin bekommen,
konstruiert. Sei es der Akku oder das Gerät oder gar beides, das spielt
keine Rolle.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Wenn aber die Angelegenheit jetzt zur Zufriedenheit funktioniert: Ist> doch gut. Glückwunsch.
Danke. Ewig wird es wohl angesichts des letzten (kurzlebigen) Akkus
nicht halten müssen, die nächste Störung lauert bestimmt schon irgendwo.
;-)
Wilhelm Ferkes schrieb:> Was ist es denn sonst, wenn man die Dinge technisch nicht zuverlässig> hin bekommt?>> Die Toleranz in den Akkuabmessungen und damit verbundener Totalausfall> ist für mich wie ein Aprilscherz.
Naja, es ist aber klar, daß bei dieser geringen Abweichung das Problem
nicht im Akku, sondern in der mangelhaften Ausführung der
Akkukontaktierung in der Kamera liegt. Federkontakte mit weniger als
einem halben Millimeter Hub zu konstruieren ist eine Fehlkonstruktion.
Verarscht hat hier also der Kamerahersteller, nicht der Akkulieferant.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Tief im Akkuschacht sehe ich drei kleine Spiral-Stahlfedern. Um da dran> zu kommen, müßte ich das Gerät wohl zerlegen.
Einen Haken an einen Draht biegen und etwas an den Spiralfedern
ziehen...
Gruss
Harald
>Einen Haken an einen Draht biegen und etwas an den Spiralfedern>ziehen..
dann hätte er ja noch Garantie auf den AKKU, und das wollte er ja
tunlichst verhindern...
;-)
Harald Wilhelms schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>>> Tief im Akkuschacht sehe ich drei kleine Spiral-Stahlfedern. Um da dran>> zu kommen, müßte ich das Gerät wohl zerlegen.>> Einen Haken an einen Draht biegen und etwas an den Spiralfedern> ziehen...> Gruss> Harald
Hat sich schon erledigt. Das Problem ist eher die gegenüber liegende
Seite der Kontaktfedern, denn der Akku ist dort einfach nur mit einem
winzigen Plastikstift gegen Herausfallen gesichert. Eine Feder dort an
dieser Seite wäre besser gewesen. Die Kontaktfedern sehen manierlich
aus. Außerdem befindet sich in der Kontaktfederreihe ja eine noch
stärkere Auswurffeder, die den Akku maximal gegen den Verriegelungsstift
preßt, und von den Kontaktfedern weg.
UPDATE
Inzwischen ergab sich ganz was anderes:
Etwa zwei Wochen nach dem Ersatzakkukauf, als das Gerät dann
vermeintlich wieder einigermaßen funktionierte, ergab sich eine
weitere Erkenntnis:
Das Gerät selbst scheint eine Macke zu haben, und zudem kann man auch
einen Ersatzakku damit nicht mehr laden.
Nach dem der voll geladen gekaufte Ersatzakku nur durch einfaches
Herumliegen leer war, ging gar nichts mehr, eben weil sich der
Ersatzakku gar nicht mehr aufladen läßt. Es ist aber auch verteufelt,
denn bei diesen Geräten funktioniert ja nur der Akkubetrieb, und gar
kein Netzbetrieb. Das Gerät scheint im abgeschalteten Zustand einen
Leckstrom zu ziehen.
Verifizieren konnte ich das kürzlich, als mein Vater zu Besuch war. Ich
bat ihn, doch einfach mal seine Olympus-Knipse mit zu bringen, denn die
hat den gleichen Akkutyp. Und siehe da: In seinem Gerät ließ sich der
Akku nämlich wieder laden. Keine Ahnung, warum das so ist. Also kramte
ich den alten Akku wieder raus, der schon in der Entsorgung lag. Er ist
definitiv nicht defekt.
Also machte ich weitere Tests, nahm den voll geladenen Akku wieder aus
dem Gerät heraus, und ließ ihn zwei Wochen liegen. Danach baute ich den
Akku wieder ein, und er hatte immer noch die maximale Ladung. Es muß
also das Gerät sein, es zieht einen Leckstrom.
Inzwischen kann ich mit dem Gerät nur noch so um gehen, daß ich vor
einer Benutzung den Akku einsetze, und ihn nach Benutzung wieder
entferne.
Den neuen Ersatzakku schenkte ich meinem Vater. Dann hat er auf längeren
Spaziergängen etwas Ersatzstrom dabei.
Daß ich über Akkus schimpfte, dafür entschuldige ich mich jedoch nicht.
Irgendwas ist da drinne, was sich mit dem Gerät verdongelt, das wurde ja
oben schon genannt, und das ist großer Mist.
Schöne Technik. Die Kandidaten haben eine Rakete verdient!
Das ist doch Alles noch Pillepalle.
Ich habe mal (hier?) von einer Digitalkamera gelesen, in der sich außer
dem Akku für die Stromversorgung noch eine Lithiumzelle als
Stützbatterie für ein FPGA befand. Die Kamera hatte hatte wohl lange
gelegen, Stützzelle leer und demzufolge das FPGA tot. Es war kein
externer Speicher für den Bitstrom vorgesehen, Reparatur auch nicht..
DAS nenne ich Schrott...
Gruß,
Holm
Wilhelm Ferkes schrieb:> Tief im Akkuschacht sehe ich drei kleine Spiral-Stahlfedern. Um da dran> zu kommen, müßte ich das Gerät wohl zerlegen.
Für solche Sachen habe ich beim örtlichen Büromaschinenladen ein
Schreibmaschinenwerkzeug abgestaubt. Da ist an der einen Seite ein
kleiner Haken dran und an der anderen Seite eine Gabel. Das Dings hat
sich schon bei allen möglichen und unmöglichen Sachen bewährt:
* Federn an unerreichbaren Stellen dehnen, aus- und einhängen
* Autoradioverriegelungen lösen
* Autofenster Gummis einfädeln
* Dünne Sachen pieksen
* Gummiabdeckungen öffnen bzw. aus der Verklebung lösen (Füsschen usw.)
* und auch Schreibmaschinen reparieren. Aber wer macht das heute schon
noch :-P
Ist ungefähr 20 cm lang.