Hi.
Sollte man bei SSB's die Auslagerungsdatei ausschalten, um die Flash
Zellen zu schonen oder ist das bei aktuellen SSD's nicht mehr so
wichtig?
Ich hab mir nun auch ne SSD gekauft.
Der geschwindigkeitsvorteil ist schon enorm, auch das Internet ist mit
Cache auf SSD gefühlt deutlich schneller.
Nun hat Flash Speicher aber nur eine gewisse Zahl von Schreibzugriffen.
Die Garantie ist aber so "Großzügig" dass die SSD den Computer ohnehin
"überleben" sollte. Bis die abläuft, ist er anderweitig kaputt oder
gehört sowieso zum "alten Eisen".
Die Garantie erstreckt sich über 5 Jahre (Bei Einsatz in einem
Clientcomputer) oder eine gesamte geschriebene Datenmenge von 90
Terabyte.
Da stellt sich mir schon die Frage, ob die Sache mit der Zellenabnutzung
noch so relevant ist, bzw ob die Hersteller das Problem in den Griff
bekommen haben.
Ich hab' auch eine SSD, und ich habe nur wenige Maßnahmen getroffen um
die zu schonen:
-> dem Dateisystem erklären, wie groß die Blöcke sind (4k idR?), sodass
es nicht für Schreibzugriffe, die eigentlich kleiner sind als ein Block
mehere löscht
-> "discard" aktivieren (oder wie auch immer das heißt), sodass
gelöschte Dateien sofort von der Platte entfernt werden (verbessert die
Performance, weil das Löschen zusätzlich Zeit braucht)
-> das Speichern von Zugriffszeiten von Dateien ausschalten, weil da
sonst bei jedem Lesezugriff was geschrieben wird
smartctl erzählt mir, der Block mit den meisten Löschoperationen hätte
nach grob 1.5 Jahren täglicher Benutzung (~4000 Betriebsstunden) 35
Stück, und das wäre 1% der Lebensdauer. Der Wert PERC_RATED_LIFE_USED
ist auch 1% momentan. Wenn diese Informationen auch nur grob korrekt
sind, denke ich mal, dass das noch eine Weile hält. ;)
Grüße,
Sven
Hi.
Also die "Anpassung" auf 4k Blöcke hat die Windows 7 Installation bei
Erkennung der SSD automatisch gemacht.
Windows hat entsprechend freien Speicher gelassen, damit die Partitionen
passend anfangen. (2x ca 1 MB)
Zusätzlich wurden noch 128 MB unpartitionierter Bereich vor der C
Partition ausgelassen.
Ob die Dateizugriffszeit ausgeschaltet ist, weiß ich nicht. Wo find ich
das?
Die Systemsoftware hat sich dann nochmal 32 GB als freien Bereich bzw
für Caching genehmigt, der für normale Datenspeicherung nicht zur
Verfügung steht, und für die Systembeschleunigung verwendet wird.
(Wurde von Intel Rapid Storage oder ExpressCache angelegt)
32 GB! Das ist aber großzügig. Das wäre ein Viertel meiner Platte, wofür
soll das denn alles verwendet werden? Für diese Zwecke ("swap")
reserviere ich i.d.R. 2 GB.
Das mit der Dateizugriffszeit weiß ich leider nicht, ich benutze kein
Windows. Vielleicht schaltet das das auch automatisch aus, wenn man eine
SSD-Platte hat.
Grüße,
Sven
Also es heißt ja, dass man SSD's nicht "randvoll" packen soll, sondern
immer etwas Platz lassen soll, damit die internen Optimierungen besser
laufen.
Außerdem wird der reservierte Bereich verwendet, um Dateien von der
zusätzlichen, herkömmlichen Festplatte zu cachen.
Auslagerungsdatei und Browsercache ist im mormalen Datenbereich.
Das würde mich mal interessieren, ob das jemals auch nur annähernd voll
wird. Was soll denn da hin, in 32 GB? Da kannst du ja das halbe Internet
cachen ;)
Mike schrieb:> Ob die Dateizugriffszeit ausgeschaltet ist, weiß ich nicht. Wo find ich> das?
Die "Last Access Time" ist ab Vista standardmässig deaktiviert (nicht zu
verwechseln mit der der "Last Modified Time"!)
Sven B. schrieb:> Das würde mich mal interessieren, ob das jemals auch nur annähernd voll> wird. Was soll denn da hin, in 32 GB? Da kannst du ja das halbe Internet> cachen ;)
Aber nur, wenn Du die P*rn*s weglässt :)
Mike schrieb:> Sollte man bei SSB's die Auslagerungsdatei ausschalten
Nein die Auslagerungsdatei ist für SSDs kein Problem, steht auch
irgendwo bei Microsoft nochmal...
Eine total abgeschaltete Auslagerungsdatei könnte gelegentlich auch
Nebenwirkungen haben. Evtl. werden Deine Anwendungen unlustig, die
bisher dort ausgelagert haben?
oszi40 schrieb:> Eine total abgeschaltete Auslagerungsdatei könnte gelegentlich auch> Nebenwirkungen haben. Evtl. werden Deine Anwendungen unlustig, die> bisher dort ausgelagert haben?
Die Anwendungen lagern ja nicht selber aus, das macht das OS. Die
Anwendungen fordern Speicher an, den bekommen Sie, solange physikal. RAM
frei ist. Wird der knapp werden andere gerade nicht benötigte
Speicherblocks ausgelagert ...
Ich denke, wenn es sich nicht gerade um besonders speicherhungrige
Spezialanwendunge handelt und man immer die Angewohnheit hat, viele
davon gelichzeitig aufzumachen, kann man unter Windows ab etwa 6..8 GB
RAM auch ohne Swap-Datei auskommen. Einfach ausprobieren, es kann nichts
"kaputt gehen".
oszi40 schrieb:> Für das OS wird der Speicher wahrscheinlich reichen, aber Anwendungen> verlagen gelegentlich nach Auslagerung was dann zu prüfen wäre.
NEIN. Anwendungen verlangen nach Speicher, nicht nach Auslagerung. Es
ist Sache des OS, wie es den Speicher beschafft ... u.a. durch
Auslagerung.
SWAP/pagefile.sys würde ich anlassen. Microsoft sagt selber, dass die
Swap-Zugriffe für eine SSD optimal sind (sehr wenige Writes, viele
Reads). Wenn das System dauernd swappt, dann: Mehr RAM einbauen,
trotzdem anlassen.
Wichtig ist vor allem, den "Hybriden Standby" abzuschalten, sonst
schreibt Windows alle paar Minuten mal fix 8 GB auf die SSD.
Normalen Suspend-To-Ram mit kurzem Timeout und ggfs. Suspend-to-Disk mit
sehr langem Timeout statdessen verwenden.
Kann man den "Hybriden Sandby" global abstellen, oder muss man das in
jedem Energieplan gesondert machen?
Die Frage kommt daher, daß man ja speziell bei Notebook schon mal
zwischen Energiesparen, Vollgas und ausbalanciert,... umschaltet.
Εrnst B✶ schrieb:> Wichtig ist vor allem, den "Hybriden Standby" abzuschalten, sonst> schreibt Windows alle paar Minuten mal fix 8 GB auf die SSD.
sicher? Mein Notebook mit den Standardeinstellungen geht erst in den
Standby modus und wenn der akkus fast leer ist wacht er auf und schreibt
den RAM auf die Festplatten, dann schaltet er sich aus. Es wird also nur
einmal geschrieben.
Εrnst B✶ schrieb:> SWAP/pagefile.sys würde ich anlassen. Microsoft sagt selber, dass die> Swap-Zugriffe für eine SSD optimal sind (sehr wenige Writes, viele> Reads). Wenn das System dauernd swappt, dann: Mehr RAM einbauen,> trotzdem anlassen.>> Wichtig ist vor allem, den "Hybriden Standby" abzuschalten, sonst> schreibt Windows alle paar Minuten mal fix 8 GB auf die SSD.> Normalen Suspend-To-Ram mit kurzem Timeout und ggfs. Suspend-to-Disk mit> sehr langem Timeout statdessen verwenden.
So funktioniert der "hybride Standby" nicht...
Wenn das eingeschaltet ist wird nach der vorgegebenen Zeit zwar der
Speicherinhalt wie beim Ruhezustand auf HD/SSD gesichert, allerdings
wird der Rechner danach nicht ausgeschaltet, sondern nur in den Standby
(Suspend-To-Ram) versetzt. Fällt der Strom aus, ist dann trotzdem noch
alles da (deshalb ist das bei Notebooks auch normalerweise nicht
aktiviert)
Arc Net schrieb:> So funktioniert der "hybride Standby" nicht...
Doch, genau so wie du ihn beschreibst funktioniert er:
Arc Net schrieb:> Wenn das eingeschaltet ist wird nach der vorgegebenen Zeit zwar der> Speicherinhalt wie beim Ruhezustand auf HD/SSD gesichert, allerdings> wird der Rechner danach nicht ausgeschaltet, sondern nur in den Standby> (Suspend-To-Ram) versetzt.
Und genau deshalb will man ihn auf einer SSD nicht...
Weil jedes mal vor dem Suspend-To-RAM einmal die hiberfil.sys
geschrieben wird. Und je nach Energiesparplan ist das nunmal "alle paar
Minuten".
Εrnst B✶ schrieb:> Und je nach Energiesparplan ist das nunmal "alle paar Minuten".
Was soll denn das für ein Energiesparplan sein? Entweder ich arbeite mit
dem Rechner, dann geht er hoffentlich nicht mitten bei der Arbeit aus,
oder ich mache nichts damit, dann geht er hoffentlich nicht nach dem
Suspend einfach mal so wieder an, sondern bleibt aus, bis ich ihn wieder
brauche. Wenn der "alle paar Minuten" einschläft und wieder aufwacht,
sollte man die Einstellungen mal überdenken, und damit meine ich nicht
diesen Hybrid-Standby.