Forum: Offtopic E-Books und Reader


von Le X. (lex_91)


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Abend zusammen,
ich spiele zur Zeit mit dem Gedanken, mir einen Ebook Reader zuzulegen. 
Meine Bücherregale platzen aus allen Nähten, und ich zieh demnächst in 
eine Wohnung um wo ich diesen Platz eh nicht mehr habe.
Ich bin da auf dem Gebiet relativ unerfahren. Vor allem hab ich keine 
Ahnung was es da an Formate gibt, wo deren Unterschiede sind usw...
Gibts da vielleicht eine gute Seite im Web, wo man sich einlesen kann?

Welche Geräte sind zur Zeit denn gut?
Der Sony PRS-T2 schaut ganz gut aus, ist aber nicht ganz billig.

Kindle ist wohl der Platzhirsch und wird subventioniert. Aber ich will 
mich ungern von einer Firma gängeln lassen. Je offener das System, desto 
besser.

Außerdem muss die PC-Software (falls nötig, am besten wär natürlich ohne 
Software) für Linux verfügbar sein.

Und abschließend: was haltet ihr generell von Ebooks? Können die das 
Buch-"Erlebnis" ersetzen oder nachahmen?
Ich lese echt gern und viel. Und Bücher sind für mich auch mehr als nur 
das was drin steht.
Aber ein Reader ist halt einfach praktischer. Vor allem wenns mal in 
Urlaub geht oder so.

Viele Grüße,
lex

von Jay W. (jayway)


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Ich habe bei einer Tombola mal so einen ganz preiswerten eBook-Reader 
von Trekstor mit eInk-Display gewonnen. Er kann prinzipiell nur Bücher 
anzeigen. Im Internet surfen, Musik hören, Video schauen und was sonst 
noch alles als Ablenkung angeboten wird, kann man mit ihm nicht.
Da ich ihn dann schon mal da hatte, habe ich ihn auch umfassend 
ausprobiert.
Er meldet sich am Rechner als normales Speichermedium an und kann damit 
völlig unproblematisch befüllt werden. Lesen kann er ePub und Pdf.
Ich nutze zur Verwaltung unter Linux das Programm Calibre. Damit konnte 
ich auch gekaufte Amazon-Bücher von der Kindle-Gängelung befreien.
Im Urlaub und auf längeren Reisen empfinde ich ihn mittlerweile um 
einiges komfortabler als einen Sack voller Bücher.

von Sni T. (sniti)


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le x. schrieb:
> Kindle ist wohl der Platzhirsch und wird subventioniert. Aber ich will
> mich ungern von einer Firma gängeln lassen. Je offener das System, desto
> besser.

Beim Kindle kann man genauso fast alles (sofern DRM-frei legal) nutzen. 
*.mobi (als Abwandlung *.awz) und PDF werden direkt unterstützt, andere 
Formate wie epub lassen sich konvertieren (Calibre wurde schon genannt).

> Außerdem muss die PC-Software (falls nötig, am besten wär natürlich ohne
> Software) für Linux verfügbar sein.

Der Kindle wird als normaler Massenspeicher erkannt, bei Verwendung 
anderer Formate muss man natürlich den Weg der Umwandlung gehen, dauert 
aber nur ein paar Sekunden pro Buch. Ansonsten kann man die Bücker auch 
per Mail an den Kindle senden, bei Amazon sind 5GB Speicher für eigene 
Inhalte dabei, ein paar Formate kann man hier automatisch übersetzen 
lassen ("convert" als Betreff).

Von der Verlagspolitik Amazons selbst bin ich auch nicht ganz 
"überzeugt", aber wie gesagt, lässt sich dies umgehen.

> Und abschließend: was haltet ihr generell von Ebooks? Können die das
> Buch-"Erlebnis" ersetzen oder nachahmen?
> Ich lese echt gern und viel. Und Bücher sind für mich auch mehr als nur
> das was drin steht.
> Aber ein Reader ist halt einfach praktischer. Vor allem wenns mal in
> Urlaub geht oder so.

Ein bisschen was fehlt tatsächlich, wenn man Bücher schätzt. Es ist 
einfach etwas anderes "echtes" Papier zu fühlen. Es ist etwas anderes, 
ein File auf dem PC als das Buch im Regal zu haben. Aber wirklich 
angenehmer ist für mich tatsächlich der Reader. Man kann es sich 
bequemer machen, wenn man Abends ließt z.B. seitlich liegen, ohne beim 
Umblättern die Haltung zu wechseln. Die Schriftgröße lässt sich 
individuell einstellen und gerade die neueren Geräte mit Beleuchtung 
sind bei nicht optimalen Lichtverhältnissen wirklich eine Verbesserung.
Wenn man gerne fremdsprachige Bücher ließt, hat man den Vorteil, dass 
ein Antippen des Wortes für eine Übersetzung genügt, gleiches gilt für 
das Nachschlagen im Duden oder auf Wikipedia (funktioniert jedenfalls 
beim Kindle so).

Ich denke Reviews zu den Geräten gibt es genug, ob für dich ein Reader 
in Frage kommt, musst du letztendlich selbst entscheiden. Ich habe es 
damals einfach probiert und nicht bereut ;-)

von uni k. (unikum)


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le x. schrieb:
> Und abschließend: was haltet ihr generell von Ebooks? Können die das
> Buch-"Erlebnis" ersetzen oder nachahmen?

Hallöchen,
ich habe nicht mal das, was heutzutage als e-book gilt. Ich hatte mir 
etwa 2007 einen neuen PDA, also so einen "Taschen-PC", zugelegt. Diesmal 
mit beleuchtetem TFT oder sowas und "Grapschtechnik". Irgendwann ging 
mir dann auf, daß man das Ding auch als Lesebuch verwenden kann. Da ich 
viel und lange mit den Öffentlichen unterwegs bin und vor dem 
Einschlafen noch gerne lese, war eine Anfangsgewöhnung sehr schnell 
überwunden. Trotz des recht kleinen Displays empfinde ich da keine 
Einbußen. Ich bin auch eine alte Leseratte und Bücher quollen bei mir 
schon immer über. Seit ich elektronisch lese habe ich, außer 
unverzichtbare Fachliteratur, sogut wie kein Papier mehr gekauft. Warum 
auch?
Obwohl schon "Ü60" kann ich die Anhimmelung des Papiers, egal ob Buch 
oder Zeitung, nich so ganz nachempfinden.
Naja, jedem Tierchen eben sein Plessirchen!
Also keine Berührungsängste, es gibt aus meiner Sicht zum Lesen nichts 
Bequemeres.

Gruß, unikum.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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le x. schrieb:
> Welche Geräte sind zur Zeit denn gut?
> Der Sony PRS-T2 schaut ganz gut aus, ist aber nicht ganz billig.

Solange Du keine PDF-Dateien lesen willst, die über reinen Text 
hinausgehen, ist so ein eInk-basierendes Gerät eine gute Wahl.

Ich habe einen alten PRS-505, der mit alternativer Firmware (PRS+) recht 
brauchbar wurde.
Spezielle Software zum Bücher-Draufkopieren ist überhaupt nicht nötig, 
die Bücher kommen in einer von mir aussuchbaren Verzeichnis-Hierarchie 
auf eine SD-Karte und die SD-Karte wird so wie sie ist vom Leser 
verdaut.

Das Gerät verwendet mit ePub eines der sehr weit verbreiteten 
Standardformate. Mit der plattformunabhgigen Software "Calibre" kann man 
zwischen den meisten Formaten hin- und herkonvertieren, wenn man will, 
kann man diese Software auch verwenden, um seine Bücher zu verwalten.

Der PRS-T2 hat einen Micro-SD-Slot, so daß zumindest keine 
Speicherplatzprobleme auftreten. Wie brauchbar die Werksfirmware ist, 
weiß ich nicht, da ich den T2 noch nicht näher untersuchen konnte 
(passiert irgendwann in den nächsten Tagen). PRS+ aber gibt es für das 
Gerät nicht.

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
>> Welche Geräte sind zur Zeit denn gut?

PocketBook Pro (läuft mit Linux)

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Joe G. schrieb:
>>> Welche Geräte sind zur Zeit denn gut?

Danke für das gekonnte Zitat.

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