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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik alte DDR-Lichtschachtanzeigen VQBxx tunen


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Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Hallo,

gerade die großen einstelligen VQB 26/27/28 sind selbst in der 
Helligkeisklasse F nicht gerade der Brüller, was die Helligkeit angeht. 
Am MAX7117 funzeln sie nur und am C520, selbst mit vollen 20 mA über den 
Decoder ist es nicht viel besser. Von Klasse C oder D will ich garnicht 
erst reden. Ich habe aber noch einige Anzeigen davon.
Mir ist da eine etwas verrückte Idee gekommen ;-)))
Hat schon mal jemand die LED's gegen lichtstärkere Exemplare getauscht? 
Die Technik hat in den letzten 25 Jahren ja etwas lichtstärkere 
Exemplare hervorgebracht. Nichtsdesdotrotz gefallen mir die gute alten 
Bauelemente meiner Jugend von der Optik her. Das gefärbte Gehäuse gibts 
sonst nur bei ein paar Telefunken.
Ich habe mich mal heute Nachmittag hingesetzt und versucht, eine VQA 26 
und danac eine VQA 27 geöffnet. Das war einfacher, als ich dachte. ein 
paar Mal mit dem Teppichmesser auf dem Epox nahe des Gehäuserandes 
langgefahren und ich konnte das dünne PS Gehäuse wegdrücken, so das es 
sich vollends von der Vergussmasse löste.Danach vorsichtig nach oben 
gehebelt und ich hatte Innenleben und Gehäuse vor mir liegen. Dann noch 
den weißen Formkörper der Lichtschächte vorsichtig abgehebelt die Nasen 
mit denen er im Epox eingegossen ist, brechen ab, aber das ist zu 
verschmerzen (es gibt ja Sekundenkleber) Nun hat man die Platine mit den 
aufgebondete LED Chips vor sich. Es ist eine normale verzinnte oder 
versilberte PCB. So kleiess SMD "Vogelfutter" hat da ohne weiteres Platz 
mit Gehäuse 603 oder gar 402. Die Dinger kosten ein paar Cent und 
anschließend braucht man ne Sonnenbrille für die Anzeigen :-)
Außerdem kann man aus den unbeliebteren VQB27 28 mit gemeinsamer Anode 
machen. Was meint ihr dazu?

Gruß Gerald

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...und wenn du dir die Platine einfach neu ätzt? Dann ist es auf jeden 
Fall kein Problem. Ansonsten kann es etwas frikkelig werden, aber mit 
normalen SMD LEDs solltest du da eine wahre Supernova entfachen können.

Klaus.

Autor: Jens G. (jensig)
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>machen. Was meint ihr dazu?

Was sollen wir dazu meinen. Wenn Du denkst, daß das einfach machbar ist, 
dann mach es doch. Oder brauchst Du von uns die Authorisierung dazu?

Autor: oszi40 (Gast)
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Gerald B. schrieb:
> und ich hatte Innenleben und Gehäuse vor mir liegen

Wo ist Dein kleines Foto davon? Das Beispiel könnte ja bei Reparaturen 
interessant werden.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Sorry, ist hiermit geschehen :-)
Mal sehen, wann ich dazu komme, die SMD LEDs zu bestellen und mal ne 
Ziffer damit zu bestücken. Dann kann ich auch ne Aussage treffen, wie es 
platzmäßig mit dem neuen Chip passt.
Mit den 2 stelligen VQE's wird es sicherlich kritischer. wobei deren 
Helligkeit auf Grund der kleineren Segmente meiner Meinung nach noch 
ausreicht.

Gruß Gerald

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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So, ich habe weder Kosten noch Mühen gescheut und mal eine VQB28 
umgebaut. Ok, Kosten waren nicht sooo hoch, dafür war es aber sehr 
frickelig!
Ich habe mir in der Bucht 100 Stck SMD LED GRÜN  0603 ROHM SML-310MTT86
Bauform: 0603 für 9,49 inc. Porto geschossen. Die alten LED-Chips habe 
ich von der Platine gekratzt und die Neuen dann aufgelötet.
Ein erster Funktionstest empfielt sich auf alle Fälle im offenen 
Zustand.
Das Gehäuse ließ sich wieder problemlos zusammenfügen. Um die Helligkeit 
besser beurteilen zu können, habe ich die bearbeitete Anzeige zusammen 
mit einer VQB28 C, in der Mitte eine F und rechts dann die mit den neuen 
LEDs. Auf dem Foto kommt es schlecht rüber, aber ein bisschen heller, 
als die F ist sie schon noch. Trotzdem hätte ich mir noch ein wenig mehr 
davon versprochen. Auf alle Fälle habe ich damit die Machbarkeit 
beweisen können :-)

Gruß Gerald

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...nunja, du hätest vll effzientere LEDs nehmen sollen? Oder truegreen?

Ansonsten schöne Frikkelei, genau so hätte ich mir das gedacht.

Klaus.

Autor: oszi40 (Gast)
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Gerald B. schrieb:
> hätte ich mir noch ein wenig mehr
> davon versprochen.

Nicht nur Du. Wenn man jetzt noch dir Zeit und die Fummelei betrachtet, 
werden das wohl die wertvollsten VQBxx sein, die derzeit in Deutschland 
leuchten.:-) Für Restaurierungszwecke durchaus sehr nützliche Anleitung!

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Gerald B. schrieb:

> Auf dem Foto kommt es schlecht rüber, aber ein bisschen heller,
> als die F ist sie schon noch.

Ich denke, sie ist nicht nur heller, sondern auch der Kontrast hat
sich stark verbessert. Obs den Aufwand lohnt, ist bei den niedrigen
Preisen für neue Anzeigen trotzdem die Frage.
Gruss
Harald

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Laut Datenblatt ist die SML-310MTT86 nicht richtig dunkelgrün, sondern 
eher grüngelb. Die Farbe passt aber perfekt zu den grünen VQBs. Leider 
ist in der LED Bezeichnung keine Helligkeitsklasse angegeben. Das würde 
noch nach der 86 stehen. Wobei die Auswahl bei Gehäuse 603 für 
Privatkunden recht übersichtlich ist, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Zum Thema Kontrast: Die VQBs haben, warum auch immer, 2 unterschiedliche 
Gehäusetönungen. Unglücklicherweise habe ich die F nur in den schwächer 
getönten Gehäusen. Für einen ersten Versuch habe ich zunächst eine 
Klasse C geopfert ;-)
Wenn ich hellere LEDs gleicher Bauform zu einem annehmbaren Preis 
bekomme, ist es eine Alternative. Die C Funzeln werde ich jetz schon mit 
den restlichen 92 Stück umrüsten.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Nachtrag: die LEDs haben Klasse M mit 10-16 mcd lt. Datenblatt. Das M 
habe ich noch auf dem Binnig-Aufkleber vom Produktfoto gefunden. Im 
Angebotstext fanden sich keine Angaben dazu.

Autor: Fremdsprachenkorrespondent (Gast)
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> Binnig-Aufkleber

entweder Billig-Aufkleber oder eher Binning...

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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So, kleines Update!
Da ich ohnehin bei TME bestellen wollte, habe ich mir da gleich mal 100 
Stck. der OPTOFLASH OF-SMD1608G 0603; grün; 355-700mcd für unter 10 
Cent/p. Stck. bestellt und das Experiment nochmal wiederholt. Kurz 
gesagt, die Dinger sind der Burner ;-)))
Das 1. Foto zeigt in der rechten Stelle den neuen Umbau und daneben die 
damals umgebauten Exemplare. Da der Fotoapparat mit der Helligkeit schon 
fast überfordert war, habe ich auf dem 2. Foto noch ein Blatt 
Kopierpapier über die 1. und 2. Stelle gelegt. Selbst damit ist es noch 
sauhell. Und der MAX7117 treibt wohl mit um die 2 mA rum :-)

Gruß Gerald

Autor: Thomas K. (muetze1)
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Ich finde das ist ein sehr schönes Ergebnis. Wieviel Erfahrung hast du 
nun schon gewonnen? Ich hätte da noch VQB200 ;-)...

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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An die habe ich mich noch nicht rangetraut :-)
Die kleineren Segmente sind bei 20 mA gerade noch hell genug.
Das Nonplusultra wäre die Reparatur der VQC10, wo gerne mal einzelne 
Punkte abdampfen. Aber das ist illusorisch :-/
Was ich vergessen hatte zu schreiben, ich habe diesmal die unbeliebteren 
VQB27 zu 28'ern "umgestrickt".
Auf dem Trägerboard der 28 steht ein A (auf den alten Fotos zu sehen), 
auf dem der 27 ein B

Autor: Takao K. (takao_k) Benutzerseite
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Unglaublich, alte DDR 7seg Anzeigen "frisiert".

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Hallo,

ich habe das nächste Level in Angriff genommen und eine VQB200 
modifiziert. Dagegen waren die VQB28 der reinste Spaziergang. Dort waren 
es 8 LED's auf 20mm Ziffernhöhe - bei der VQB200 sind es 17 LED's auf 
12,7mm!
In der Breite kommen in 2 Reihen 5 LED's nebeneinander. Um die Dinger 
nebeneinander zu positionieren ist schon fast der Pinzettenarm zu dick 
:-)
Auch die eigentlich nicht vorhandenen Pads sind teilweise so klein, das 
man kaum mit der Lötspitze drankommt. Die Lichtschächte sind so 
filligran, das die LED's nicht komplett darin verschwinden. Immerhin 
sitzen sie genau genug, das es keine Helligkeitsunterschiede zwischen 
den Segmenten sichtbar sind.
Die umgebaute Anzeige betreibe ich mit 5 mA p. Segment, die VQB200D im 
Originalzustand dagegen wird mit 20 mA betrieben. Trotzdem ist die 
umgebaute Anzeige wesentlich heller.
Außerdem ist die Lichtschachtmaske bei den VQB200 kleiner als das 
Gehäuse, so das man sie auf der Leiterplatte festkleben muß. Bei den 
VQB28 war das selbstjustierend.
Fazit: wenn es mit der 16 Segmentanzeige funktioniert hat, dann sind 
auch die Doppelanzeigen VQB24 umbaubar, da dort bei gleicher LED Anzahl 
doppelt so viel Fläche zur Verfügung steht.

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Autor: Thomas K. (muetze1)
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Wahnsinn! Ich hatte ja eher als unmöglich betrachtet, aber dass Du es 
tatsächlich hinbekommen hast, hast du meinen vollsten Respekt! Echt 
unglaublich. Ich denke ich werde mich wohl auch nochmal daran versuchen. 
Die Ergebnisse sehen sehr gut aus und vor allem könnte man dann sehr 
stromsparend noch alte Anzeigen betreiben. Im Originalzustand sind die 
VBA ja reinste Heizfunzeln.

Autor: Ludwig K. (hellas)
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Danke fuer den Test. Er bestätigt mich in der Tatsache, dass ich meine 
VQB200 nicht umbauen werde. Die Umbauten sind mir persönlich viel zu 
hell.
Aber es zeigt auch, dass die VQB-Anzeigen baulich nicht von billiger 
Qualität waren. Sonst könnte man heute, 25 Jahre später, solche 
Frickeleien garnicht durchführen...

Autor: Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)
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Gibts da auch Bilder von innen?

Würde ja glatt mein Display aus diesen Anzeigen tunen wollen, aber 64 
Anzeigen umlöten?
Nunja :/

http://fritzler-avr.de/HP/ledscreen.php

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Martin Wende schrieb:
> Gibts da auch Bilder von innen?
>
> Würde ja glatt mein Display aus diesen Anzeigen tunen wollen, aber 64
> Anzeigen umlöten?
> Nunja :/
>
> http://fritzler-avr.de/HP/ledscreen.php

Da es bis zum Schluss nicht so ganz klar war, ob der Umbau auch 
funktioniert, habe ich zwischendrin nicht fotografiert. Weil ich die 
Lichtschachtmaske zum Schluß wieder ankleben mußte, reiße ich die jetzt 
funktionierende Anzeige nicht wieder auseinander. Ich werde aber noch 
eine Basteltypanzeige öffnen und fotografieren, einfach um mal einen 
Eindruck der Gegebenheiten im Inneren der Anzeige zu vermitteln.
Das 4x16 Display ist ja der Hammer!
Von den 200/201'ern habe ich 27 Stck., die verwende ich zur Anzeige der 
Einheiten an DVM's.
VQB27 habe ich mal in der Bucht einen kompletten, originalverpackten 
150'er Karton ergattert :-)

Gruß Gerald

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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So, hier wird das versprochene Foto vom Innenleben einer VQB201 
nachgereicht :-)
Ich habe mal den Verlauf des Anodenkontaktes eingefärbt und zum 
Vergleich, wie "groß" eine darauf gelötete LED Bauform 603 ist. Das 
markierte Areal hat auch die kleinsten Lötpads. An allen anderen Stellen 
ist zumindest ein Pad größer. Ich habe die Anodenpads verzinnt, alles 
mit gelöstem Kolo eingepinselt und dann die LED mit der Pinzette 
platziert und zunächst die Anode verlötet. Danach war dann die Katode 
dran. Danach dann sofort ein elektrischer Test mit dem Multimeter auf 
Durchgang und Kurzschluss zu benachbarten Leiterzügen.
Wenn ich mir das nochmal aufladen sollte, dann beginne ich in der Mitte 
der 5'er Zeilen, denn bedingt durch die Pinzettendicke kann ich nicht 
beliebig dicht bestücken (jedenfalls nicht mit dem Werkzeug, was ich 
habe). So ließe sich der Fehler dann mitteln.
Und man sollte lieber 20, statt 17 LED's einplanen. Eine habe ich 
verbrutzelt, weil sie noch nicht am 1. Pad verlötet war und dann an der 
Spitze klebte und eine schnippte mir auf Nimmerwiedersehen aus der 
Pinzette :-)

Gruß Gerald

Autor: Stephan H. (stephan-)
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so können die aussehen wenn man weiß was man macht.....
20mA Segmentstrom.

Ich denke dein Mulitplexing ist zu schnell.

da muss nichts getuned werden.

: Bearbeitet durch User
Autor: c-hater (Gast)
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Gerald B. schrieb:

> und eine schnippte mir auf Nimmerwiedersehen aus der
> Pinzette :-)

Nimmerwidersehen? Denkste!

Die wirst du im ungeignetsten Moment an der schmerzhaftesten Stelle 
deiner Fußsohle wiedersehen, entgegen jeder Wahrscheinlichkeit natürlich 
hochkant mit einer Ecke voran tief in die Haut eingedrungen. ;o)

Autor: Stephan H. (stephan-)
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ps.: Lichklasse "E" oder "F" war das hellste zu DDR Zeiten soweit ich 
mich noch erinnere. Da ich nur "E" habe, ist es vermutlich "E".

das Datenblatt

http://funkamateur.de/bauelemente.html

: Bearbeitet durch User
Autor: unwissender Westler (Gast)
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Auf den Bildern sehe ich nur ganz normale 7-Segment Anzeigen. Kann mir 
mal einer erklären was da jetzt so besonders drann ist? Kann man sich 
nicht einfach hellere Anzeigen kaufen und gut ist? Oder gleich helle 
grafische Oled-Displays nehmen?

Autor: Stephan H. (stephan-)
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nix, gar nix.
Dem TO sind die nur zu dunkel.
Ich vermute die sind am AVR und sein Multiplexing ist dem Segmentstrom 
nicht angepasst. Mehr hat er leider nicht offenbart.

Autor: LED-Bastler (Gast)
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Ludwig K. schrieb:
> Danke fuer den Test. Er bestätigt mich in der Tatsache, dass ich meine
> VQB200 nicht umbauen werde. Die Umbauten sind mir persönlich viel zu
> hell.

Das tolle an LEDs ist, dass man durch Reduktion des Stromes die 
Helligkeit beliebig reduzieren und damit seinen persönlichen Wünschen 
anpassen kann.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Stephan Henning schrieb:
> Ich vermute die sind am AVR und sein Multiplexing ist dem Segmentstrom
> nicht angepasst.

Vielleicht will er auch einfach nicht so viel verheizen?  Besonders bei
batteriebetriebenen Geräten kann das ja gut ein Thema sein.

Letztlich profitiert der Umbau davon, dass heutige LEDs im Wirkungsgrad
gefühlt eine Größenordnung besser sind als die, die vor 25 Jahren
gebaut worden sind.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Stephan Henning schrieb:
> nix, gar nix.
> Dem TO sind die nur zu dunkel.
> Ich vermute die sind am AVR und sein Multiplexing ist dem Segmentstrom
> nicht angepasst. Mehr hat er leider nicht offenbart.

Es ging mir um kein konkretes Projekt. Selbst ohne Muxen sind die großen 
VQB26/27/28 auf Grund der ca. 3x so großen auszuleuchtenden Fläche pro 
Segment beim Maximalstrom von 20mA grenzwertig dunkel. In einem 
Nerd-Keller mag das noch angehen, aber für normalen Betrieb defacto 
unbrauchbar. Erst Recht Klasse C oder Bastlerware.
An einem MAX7117 mit lediglich 2 mA Segmentstrom habe ich das weiter 
oben demonstriert. Daraus entstand die Idee, die Dinger umzubauen. 
Letztes Jahr erstand ich in der Bucht einen 150'er Karton VQB27 - ich 
hatte ja im Hinterkopf, das ich 28'er mit gemeinsamer Anode draus machen 
kann.
Die VQB200/201 waren lediglich sportliche Herausforderung ;-)
Einer baut eine Wordclock, jemand anders ein Textdisplay und ich hab mir 
halt in den Kopf gesetzt, die alten Anzeigen zu pimpen (was ja nicht 
völlig sinnfrei ist, da der eine oder andere auch mal ein Gerät mit 
ausgefallenen Segmenten reparieren will)

Gruß Gerald

Autor: Old P. (old-papa)
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Hallo,
interessante Sache! Ich habe auch noch dutzende dieser Dinger. 
Allerdings sind die schon von Hause aus deutlich heller als Deine 
Beispiele.
Der Umbau auf andere Version ist ja echt genial, ich habe meist auch die 
falschen.

Old-Papa

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Sieht nach einer besonders krankhaften Form der Ostalgie aus. In der DDR 
wäre jeder Bastler froh gewesen, er hätte ordentlich helle Anzeigen 
haben können, so wie es sie heute gibt. Aber jetzt kommt natürlich ein 
Ostalgiker und findet diese olle DDR-Technik wieder total super. 
Verstehs wer will.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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cyblord ---- schrieb:
> Sieht nach einer besonders krankhaften Form der Ostalgie aus.

Jep, und dazu stehe ich ;-)))
Nur gab es damals am internationalen Markt kaum hellere Typen. Das Werk 
für Fernsehelektronik, wo die Dinger produziert wurden, hat doch kräftig 
exportiert - auch in den Westen. Wir waren quasi klein China, direkt vor 
der Tür.
Ich habe z.B. durch Zufall zu den nur in grün verfügbaren VQB200/201 in 
der Bucht eineiige Zwillinge in rot bekommen. Die darauf aufgedruckte 
Typenbezeichnung liefert keinerlei Googletreffer. Und ich bin mir 
ziemlich sicher, das die Dinger Auftragsfertigung waren.

Der Hype um Nixiröhren und andere Kuriositäten ist doch im Prinzip 
nichts anderes, das einer Technik aus vergangenen Zeiten 
hinterhergehangen wird.
Ich möchte kein heutiges Schaltnetzteil missen und "zu Fuß" ein Netzteil 
aufbauen müssen (gehörte damals zwangsläufig mit zum Projekt)
Oder mit einem U555 (alias 2708) 1K Daten vorhalten und dafür 3 
Betriebsspannungen benötigen, die auch noch in einer bestimmten Sequenz 
kommen und gehen mußten.
Das Ganze auf die Spitze getrieben, ist dann die Restauration von 
Geräten, wo nicht einfach repariert wird, sondern ein durchgeschlagener 
Kondensator ausgebohrt wird und ein moderner Kondensator mit 1/10 der 
Größe des Originals dann in Selbigem vergossen wird, damit es so 
aussieht, als Ob :-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)
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Netter innenaufbau der VQB201.
Bei meiner Anzeige müsste ich 1024 LEDs wechseln, lassenwamal lieber ...

So wie dir gings mir die 16Segmentanzeigen habe ich für 1cent/Stück 
bekommen und so viel bestellt wie möglich war.
Pro Artikel also 200 Stück und die hatten 2 Helligkeitsabstufungen zur 
Auswahl -> 400 Stück.
Kam dann auch originalverpackt an.

Macht also 4€ für 400 Anzeigen ;)

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Das ist natürlich ein genialer Preis. Aber auch 10 Cent das Stück wären 
durchaus ok. Diese Aktion damals habe ich irgendwie verpennt. Ich weiß 
bloß, das das große blaue C die mal hatte.
In Bucht gibt es ja ernsthaft Angebote für 2,49€ p. Stück.
Da kommt man bei jedem Distributor mit was Hellerem billiger weg.

Gruß Gerald

Autor: schnurzel (Gast)
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Falls man nicht gerade die Sonne im Kreuz hat, sind VQEs von C bis F 
allesamt gut ablesbar. Habe u.A. "Uhr-T" (Funkuhr MfS), "UZG 1-16" 
(8-Kanal Zeitsteuerung), DZA86 (Bunkeruhr) im Dauerbetrieb, weiterhin 
Chessmaster Diamond (Schachcomputer), LC80 & Polycomputer 880 (jewl. 
Lerncomputer). Dort würde ich die Anzeigen schon der Originalität wegen 
nicht verbasteln.

Aber da könnten sich Marktlücken auftun, wie Feierabenduhr für 
Schweißer. Zur Abwehr starker Sonnenwinde oder Handdesinfektion mit 
Greenlight. ;)

MfG

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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cyblord ---- schrieb:
> Sieht nach einer besonders krankhaften Form der Ostalgie aus. In der DDR
> wäre jeder Bastler froh gewesen, er hätte ordentlich helle Anzeigen
> haben können, so wie es sie heute gibt. Aber jetzt kommt natürlich ein
> Ostalgiker und findet diese olle DDR-Technik wieder total super.
> Verstehs wer will.

Ich verstehe das durchaus. Ich finde nämlich die Lichtschachtanzeigen 
aus der DDR-Zeit total schick. So rein optisch. Das Grün ist etwas mehr 
auf der gelben Seite. Größe/Dicke/Form der Segmente sind harmonisch. Es 
gibt bereits einen kontraststeigernden Farbfilter und eine Streuscheibe. 
Kann aber auch einfach nur Gewöhnung sein.

Die Aktion mit dem Umbau ist für zwei Gruppen von Leuten interessant:

1. Leute die solche Anzeigen gebunkert haben (die waren in der TäTäRä 
sauteuer, die Ausverkaufspreise nach der Wende führten bei vielen zu 
einem zwanghaften Kaufreflex). Und die jetzt feststellen, daß die 
Anzeigen doch eher dunkel sind. Oder blöderweise die falsche Polarität 
haben.

2. Leute die alte DDR-Geräte erhalten, reparieren oder restaurieren. 
Manchmal fallen einzelne Segmente aus. Oder es stört dann doch, daß 
verschiedene Stellen unterschiedlich hell sind (weil schon beim Bau 
Anzeigen aus verschiedenen Chargen gemixt wurden).

Ich finde die Idee jedenfalls prima. Ich habe auch noch ein paar 
VQB26/27/28 gebunkert. Vielleicht pimpe ich die auch noch mal.


XL

Autor: Axel R. (Gast)
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Mw E. schrieb:
> Gibts da auch Bilder von innen?
>
> Würde ja glatt mein Display aus diesen Anzeigen tunen wollen, aber 64
> Anzeigen umlöten?
> Nunja :/
>
> http://fritzler-avr.de/HP/ledscreen.php

Grüß dich!
Du hast son Knall :))
Sehr gut!


Axelr.
DG1RTO

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