Hallo, ich warum sollte man nicht eigentlich bei Amazon das Geld was der Verkäufer/Hersteller der Artikel bekommt nicht von den Rezensionen abhängig machen? Die Idee ist: Der Verkäufer stellt seine Produkte auf die Verkaufsplattform und zeichnet einen Preis aus, den der Kunde zahlt. Der Verkäufer erhält 80 % vom Preis. Die restlichen 20 % werden bewertungsabhängig vergeben. Dieser Differenzbetrag wird aufgeteilt, je nachdem, wie die Bewertungen sind. Ist der Kunde zufrieden gibt er 5 Sterne, wenn nicht dann 0 oder irgendwas dazwischen. Bewerten alle Käufer gleich, dann erhält jeder Verkäufer 100 % seines angegeben Preises. Gibt ein Kunde 0 Sterne, hat der Verkäufer nur 80 % des Geldes. Ein anderer Verkäufer, der 5 Sterne bekommt, bekommt damit > 100 % seines Verkaufspreises, da der Differenzbetrag umverteilt wird. Klar man muss natürlich noch Provision, Grundanteil (die besagten 80 %) usw. anpassen. Es geht erst mal um das Prinzip. Es können nur die Käufer selbst bewerten. Die Bewertungen sind in bestimmten Zeitabständen möglich, um die Haltbarkeit/Erfahrung mit dem Produkt zu erfassen. Damit nicht nur die Käufer bewerten, die schlechte Erfahrungen haben, wird für die Abgabe eine Aufwandsentschädigung vom Portal gewährt. Gibt es solch ein Verkaufsportal schon? Ob so etwas insbesondere von Anbietern/Verkäufern angenommen würde?
Was kann der Händler, der ein Produkt anbietet, für die Qualität des Produktes? Und was kann er für die unterschiedliche Bewertung eines Produktes seitens unterschiedlicher Anwender? Nehmen wir mal das Beispiel eines CD-Players eines bekannten "Marken"herstellers. Der ist so, wie er ist; warum soll der Händler dafür bestraft werden, daß er manchen Leuten nicht gefällt (die ihn trotzdem kaufen)? Das Konzept erscheint mir etwas unausgegoren.
Stefan Helmert schrieb: > Ob so etwas insbesondere von Anbietern/Verkäufern angenommen würde? Schon mal typische eBay- oder Amazonbewertungen gelesen (nicht nur ein paar)? "Versand schnell und unkompliziert, top" sagt wenig über das Produkt aus, schließlich wurde es grade erst ausgepackt und in der Bewertung nicht mal erwähnt. Typische negative Amazonbewertungen von Usern, die das Produkt einfach nicht bedienen können oder völlig falsche Erwartungen haben. Dann noch sämtlich positiven Bewertungen, bei denen zwar das Produkt bewertet wird, die aber trotzdem nichts über Ausfälle nach einem Jahr aussagen.
Neuer(?) Nebenberuf: Für x€ am Fliessband gute Bewertungen schreiben.
Wenn dann könnte man allerhöchstens den Händler selbst bewerten, also Verpackung, Liefergeschwindigkeit und Freundlichkeit, wie es bei Amazon ja schon gemacht wird. Was ist aber wenn jemand etwas kurz vor Weihnachten bestellt wo der Händler auch nichts für die Geschwindigkeit des Zustellers kann? Auch wären Waren dann dort sicher nicht preiswerter als anders wo, denn die fehlenden 20% (im Extremfall) muss der Händler vorher auf den Preis aufschlagen. Mein Fazit also : Vollkommener Unsinn. Wenn es um Produktbewertungen geht, greift so ein System genau so wenig.Denn wie schon beschrieben: Was kann der Händler für die Qualität der Ware? Dazu bräuchte man ein Bewertungssystem für das Produkt, bei dem allerdings nur der Käufer bewerten kann und nicht jeder. Frank
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Was kann der Händler, der ein Produkt anbietet, für die Qualität des > Produktes? Und was kann er für die unterschiedliche Bewertung eines > Produktes seitens unterschiedlicher Anwender? > > Nehmen wir mal das Beispiel eines CD-Players eines bekannten > "Marken"herstellers. Der ist so, wie er ist; warum soll der Händler > dafür bestraft werden, daß er manchen Leuten nicht gefällt (die ihn > trotzdem kaufen)? > > Das Konzept erscheint mir etwas unausgegoren. Das lässt sich doch einfach lösen. Man stellt dann seine Produkte einfach von vornherein 20% teurer rein. Gruss Harald PS: Ein Verkäufer sagte mir einmal:"Sagen Sie mir, wieviel Prozent Rabatt sie wollen und ich nenne Ihnen meinen Bruttopreis!" :-)
A. K. schrieb: > Neuer(?) Nebenberuf: Für x€ am Fliessband gute Bewertungen schreiben. Sowas soll es ja schon geben.
A. K. schrieb: > Neuer(?) Nebenberuf: Für x€ am Fliessband gute Bewertungen schreiben. Nö, der Händler beauftrag dich bei der Konkurrenz NEGATIVE Bewertungen abzugeben. Denn damit erleidet die Konkurrenz schaden und er verdient gleichzeitig mehr :)
Harald Wilhelms schrieb: > Das lässt sich doch einfach lösen. Man stellt dann seine Produkte > einfach von vornherein 20% teurer rein. Ja, das ist ganz sicher ein Kaufanreiz; auch Amazon-Kunden sind in der Lage, Preisvergleiche anzustellen. Und solange nicht per "ordre de mufti" so ein System zwingend für alle Händler vorgeschrieben wird, wird es auch immer welche geben, die dieses "System" nicht umsetzen. Schrieb ich schon, daß das etwas unausgegoren ist?
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Was kann der Händler, der ein Produkt anbietet, für die Qualität des > Produktes? Der verdient Geld mit dem Handel. Der hat halt ein Risiko. Wenn ein Händler seinen Kunden Müll verkauft, dann wird auch das Ansehen des Händlers leiden. Wenn ein Händler seinen Kunden sagt: "Das führen wir gar nicht, da es schlecht ist." Dann wird der Kunde vmtl. dem Händler eher was zutrauen. Rufus Τ. Firefly schrieb: > Und was kann er für die unterschiedliche Bewertung eines > Produktes seitens unterschiedlicher Anwender? Das ist halt auch unternehmerisches Risiko. Was kann ein Obsthändler dafür, wenn die Kunden sein Gammelobst nicht kaufen? Was kann ein Online-Händler dafür wenn 50 % der Kunden vom Kauf zurücktreten und die Ware zurückschicken? Rufus Τ. Firefly schrieb: > Nehmen wir mal das Beispiel eines CD-Players eines bekannten > "Marken"herstellers. Der ist so, wie er ist; warum soll der Händler > dafür bestraft werden, daß er manchen Leuten nicht gefällt (die ihn > trotzdem kaufen)? Warum soll der Kunde dafür bestraft werden, dass ihm falsche Erwartungen suggeriert werden? Jörg S. schrieb: > A. K. schrieb: >> Neuer(?) Nebenberuf: Für x€ am Fliessband gute Bewertungen schreiben. > Nö, der Händler beauftrag dich bei der Konkurrenz NEGATIVE Bewertungen > abzugeben. Denn damit erleidet die Konkurrenz schaden und er verdient > gleichzeitig mehr :) Gibts schon längst. Hier ist zwar die Bewertung am Account und Kaufvertrag gekoppelt, aber nicht jede Bewertung wird öffentlich angezeigt. Wenn der Konkurrent für Negativbewertungen zahlt, kann er ja nicht sehen, ob tatsächlich diese Bewertung abgegeben wurde. Der Kunde kann sich zwar bezahlen lassen, muss aber nicht die gewünschte Bewertung abgeben. Auch wenn der Verkäufer den Kunden für Positiv-Bewertungen bezahlt, sieht der Verkäufer nicht automatisch, welcher Kunde speziell welche Bewertung abgegeben hat. Das weiß nur das Portal. Der Verkäufer sieht die Bewertungen ohne Verknüpfung mit dem Käufer. Er kann dann zwar auch versuchen seine Kunden für die Bewertung zu bezahlen, hat aber keinen Nachweis, dass tatsächlich der Kunde die Bewertung abgegeben hat.
Stefan Helmert schrieb: > blablablubb Hast du im Entferntesten (sei es du selbst, durch Familie oder Freunde) schonmal was mit Handel am Hut gehabt? So wie sich das liest scheint mir das nicht der Fall zu sein, sonst käme man nicht auf so einen stupiden Hirnfurz. Ein Händler kann nicht über jedes Produkt im Detail Bescheid wissen wie viel es taugt. Selbst ein gutes Produkt kann mal einer Montagsserie entspringen. All das ist schon genug unternehmerrisches Risiko. Und Händler != Händler. Gammelobst erkennt man sofort, Geräte die nach 2 Jahren+1 Tag kaputt gehen nicht, der Vergleich ist Müll. Der Händler kann auch nicht erst 2 Jahre warten um zu sehen obs Reklamationen bei Kollegen gab, denn dann ist das Gerät veraltet, da es schon wieder 2 neue Produktlinien gibt. Würdest du noch nen i7 1. Generation kaufen? Wenn du nen Neuwagen kaufen würdest, kaufst dann einen der schon 2 Jahre rumsteht, uswusf?
Es kann ja auch der Hersteller auf dem Portal direkt Produkte anbieten oder der Händler macht mit dem Hersteller entsprechende Verträge das Risiko weiterzugeben oder es wird kein variabler Bereich von 20 %, sondern nur 10 % gewählt oder sonst was. Wenn der Händler/Hersteller nun den Bereich festlegen könnte, der Bewertungsabhängig ist. Wird er immer 0 % wählen? Wird er vielleicht mehr wählen um, weil er vom Produkt überzeugt ist, mehr herauszuholen, wenn sein Produkt besser ist als andere?
Was wohl passiert, wenn ich da ein Crowd-Funding-Projekt draus mache? ;)
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