Stromzähler zählt weiter obwohl Sicherungen raus sind

OP (Firma: keine) #3011139
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Hallo,

mir ist in den letzten Tagen aufgefallen, dass wir (zu zweit) einen 
relativ hohen Stromverbrauch haben. Daher habe ich mir ein 
Energiekostenmessgerät (KD-302 von Reichelt) besorgt und mal alle 
erreichbaren Geräte (Spülmaschine einbaubedingt nicht möglich und Herd 
wg. 400V nicht möglich) durchgemessen.

Fakt ist, dass wir einen "Standby"-Verbrauch von knapp 136 W/h hatten, 
durch "Feintuning" konnten wir den Standby-Verbrauch nun auf etwa 90 W/h 
drücken. Darin enthalten sind Router, Receiver, Telefon, zwei Aquarien, 
ein kleiner Homeserver  und der Kühlschrank. Alle übrigen Geräte sind im 
Standby entweder tatsächlich aus oder liegen unter 0,2W.

Nun habe ich gestern abend vor dem Schlafen gehen mal den Zählerstand 
notiert und heute morgen direkt nach dem Aufstehen verglichen. Ergebnis 
war, dass über Nacht durchschnittlich 120 W/h verbraucht wurden. Damit 
ergibt sich eine Differenz von 30 W/h zum gemessenen Standby-Verbrauch.

Heute abend habe ich dann geschaut wie sich der Stromzähler verhält wenn 
ich die Sicherung rausnehme. Fakt ist, dass sich die Zählscheibe langsam 
weiterdreht, geschätzt etwa 2 bis 3 Umdrehungen pro Stunde. Laut 
Aufdruck entsprechen 75 Umdrehungen einer kWh, so dass sich bei 
ausgeschalteter Sicherung ein Verbrauch von etwa 26 bis 40 W/h ergibt. 
Sobald ich die Sicherungen wieder einlege dreht sich die Zählscheibe 
entsprechend schneller.

Ist ein solcher Verbrauch "normal", d.h. kann es sich dabei evt. um den 
Eigenverbrauch des Zählers handeln oder liegt hier evt. wirklich ein 
Problem vor?

Viele Grüße,
Daniel
#3011271
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>> dann passen die 30W ziehmlich gut.

Mathias K. schrieb:
>In einer Woche aber nicht an einem Tag.

=>

Watt pro Woche/Tag?!?  Gehen Sie sofort zurück in die siebte Klasse. 
Gehen
sie nicht über los, ziehen sie keine 2000€ ein.


Aber ich schrieb natürlich auch Mist: 3W währen normal nicht 30!
Gast #3011322
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Anonymous User schrieb:
> der Zähler verbraucht natürlich schon selber Energie, die auch dem
> Kunden verrechnet wird. Das ist so üblich. Wenn das ein alter schwarzer
> Kasten ist (ah ja mit drehscheibe) dann passen die 30W ziehmlich gut.

Quatsch, der Eigenverbrauch des Zählers wird von diesem nicht mit 
gemessen (wenn auch über die Grundgebühr mit bezahlt). Sind die 
Sicherungen raus, darf sich der Zähler noch drehen, bis die rote 
Markierung vorn steht.

Verbaucher im Keller? Hauslicht? Klingeltrafo (da wären 30W aber viel)? 
Etagenheizung?
OP (Firma: keine) #3011340
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Hallo,

danke für eure Antworten.

Higg G. schrieb:
> 1) Welche Sicherung hast du rausgemacht?
Alle mir zugänglichen Sicherungen, d.h. alle Sicherungen im 
Sicherungskasten in unserer Wohnung inklusive FI-Schalter.

> 2) Wo sitzt der Zähler, wo die Sicherung?
Die Sicherungen sitzen im Sicherungskasten in der Wohnung 
(Eingangsbereich), der Zähler ist im Flur angebracht.

> 3) Mehr- oder Einfamilienhaus?
Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus.

Verbraucher im Keller kann ich an sich ausschließen, dort ist außer 
einer Leuchtstoffröhre (war ausgeschaltet) kein Verbraucher 
angeschlossen. Hauslicht müsste meines Wissens nach über einen eigenen 
Zähler laufen, da es ja ein Mehrfamilienhaus ist. Auch eine 
Etagenheizung kann ich ausschließen, da hier über Fernwärme geheizt 
wird.
#3011671
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Daniel H. schrieb:
> Heute abend habe ich dann geschaut wie sich der Stromzähler verhält wenn
> ich die Sicherung rausnehme. Fakt ist, dass sich die Zählscheibe langsam
> weiterdreht, geschätzt etwa 2 bis 3 Umdrehungen pro Stunde.

Das ist normal. Ein Ferraris-Zähler dreht konstruktionsbedingt im 
Leerlauf immer minimal weiter. Dies aber nicht unendlich, sondern nur, 
bis die rote Markierung auf dem Zähler vorne sichtbar wird. Dann greift 
ein Magnethaken ein und hält die Scheibe solange fest, bis wieder der 
Mindeststromverbrauch (zwischen 10 und 20 Watt) gemessen wird. Dann 
zählt der Zähler wieder weiter. Es dauert u.U. eine halbe Stunde, bis 
die Markierung im Leerlauf vorne sichtbar wird und die Scheibe dann 
anhält.
OP (Firma: keine) #3011807
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Danke für deine Antwort. Bevor ich die Sicherungen rausgenommen habe 
habe ich schon gewartet, bis die rote Markierung sichtbar wurde, um 
besser feststellen zu können, ob die Scheibe sich überhaupt weiterdreht. 
Die rote Markierung ist dann über die Mitte gelaufen und wieder 
verschwunden, es hat also zumindest bei der Umdrehung kein Magnethaken 
o.ä. gegriffen.
#3011960
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Bernd K. schrieb:
> Dann greift
> ein Magnethaken ein und hält die Scheibe solange fest,

Kannst du eine Quelle für diese Behauptung nennen?

Ach ich sehe gerade, du bist so ein kleiner Guttenberg-Plaggiator, der 
einfach irgendwelche Texte 1:1 kopiert:

http://newsgroups.derkeiler.com/Archive/De/de.soc.recht.wohnen/2005-11/msg00369.html

Und überhaupt, was für ein Unsinn soll ein "Magnethaken" sein? Sowas wie 
Lufthaken oder was?

> bis wieder der
> Mindeststromverbrauch (zwischen 10 und 20 Watt) gemessen wird.

Ein Stromzähler fängt bereits viel früher an zu drehen!
#3012021
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Andi $nachname schrieb:
>
> Und überhaupt, was für ein Unsinn soll ein "Magnethaken" sein? Sowas wie
> Lufthaken oder was?
>
Das ist kein Unsinn, der existiert wirklich.
Auf der Achse der Scheibe ist ein gewinkeltes "Blech" mit -Pfeil- nach 
oben  vorhanden das sich irgendwo (magnetisch) "festhält".


>> bis wieder der
>> Mindeststromverbrauch (zwischen 10 und 20 Watt) gemessen wird.
>
> Ein Stromzähler fängt bereits viel früher an zu drehen!

Aber nicht wenn er an dem -Magnethaken- hängt, diese Hemmung muss erst 
überwunden werden dann läuft er auch mit geringeren Watts.

Du kannst also mehrere Watt entnehmen ohne dass diese gezählt werden, 
aber nur wenn er am "Haken" steht, also die rote Markierung sichtbar 
ist.


Kurt
#3012044
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Kurt Bindl schrieb:
> Andi $nachname schrieb:
>>
>> Und überhaupt, was für ein Unsinn soll ein "Magnethaken" sein? Sowas wie
>> Lufthaken oder was?
>>
> Das ist kein Unsinn, der existiert wirklich.

Bestimmt nicht unter diesem Namen!

> Auf der Achse der Scheibe ist ein gewinkeltes "Blech" mit -Pfeil- nach
> oben  vorhanden das sich irgendwo (magnetisch) "festhält".

In meiner eben durchgeführten Recherche gilt das nur für sehr alte 
Stromzähler. Heutige haben das nicht mehr und wenn ich in den Keller 
schaue (Stromzähler aus mindestens 1997) dann stehen die stillstehenden 
Zähler irgendwo, aber nicht genau auf "Mitte rot".

> Du kannst also mehrere Watt entnehmen ohne dass diese gezählt werden,
> aber nur wenn er am "Haken" steht, also die rote Markierung sichtbar
> ist.

Vor 50 Jahren war das vielleicht mal so.
#3012116
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@Andi Nachname

Jetzt habe ich aber die Schnauze von Deiner verfluchten Arroganz voll!
:-((

Zu J-E-D-E-M Thema fühlst Du Dich berufen, Auskunft zu geben.....

In einem Ferraris-Zähler gibt es eine sog. magnetische Laufhemmung.
Das kannst Du begrüßen oder verurteilen, es gibt sie trotzdem.

Nein, Du Schlaukopf -ich nenne Dir keine Quellen, die kannst Du selbst
recherchieren.

Es dauert lange, bis mich jemand böse gemacht hat, Du hast es geschafft.

Grußlos
Paul
#3012246
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Hallo,

A. K. schrieb:
> Das erwähnte KD-302 hat einen ziemlich guten Ruf, trotz billig.

Hier http://www.von-thuelen.de/doku.php/projekte/leistungsaufnahme hatte 
einer die Möglichkeit das Energiekostenmessgerät KD-302 mit dem Yokogawa 
WT110 zu vergleichen. Wenn nicht beide komplett falsch messen, sieht es 
für das KD-302 gar nicht so schlecht aus. Dass das KD-302 kein 
Präzisionsmessgerät ist dürfte wohl jedem klar sein.

Mit freundlichen Grüßen
Guido
#3012275
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Paul Baumann schrieb:
> @Andi Nachname
>
> Jetzt habe ich aber die Schnauze von Deiner verfluchten Arroganz voll!

Was kann ich dafür, dass du deine Schnauze, äh, Mund zu voll nimmst?

> In einem Ferraris-Zähler gibt es eine sog. magnetische Laufhemmung.

Quelle für die Aussage?

> Nein, Du Schlaukopf -ich nenne Dir keine Quellen, die kannst Du selbst
> recherchieren.

Man behauptet etwas und als Quelle gibt man "Such doch selber!" an. Das 
ist ja mal ein cleverer Beweis einer Behauptung! In meinern nächsten 
Matheklausur schreib ich das dann auch rein und wenn ich dann keine 1,0 
bekomme dann verklage ich den Lehrbeauftragten und die Uni.

BTW: 
https://www.google.de/search?q=Ferraris-Zähler+magnetische+Laufhemmung&hl=de&tbo=d&source=lnt&tbs=li:1

Bei dieser hohen Anzahl von Treffern glaube ich dir das natürlich 
uneingeschränkt.

Also meine Erinnerung an die Lorenzkraft sagt mir, dass eine elektrisch 
leitfähige Scheibe in einem Magnetfeld ganz von allein anhält, da 
braucht es keine Bremse.

> Es dauert lange, bis mich jemand böse gemacht hat, Du hast es geschafft.

Freut mich, dass du der Böse bist, und nicht ich.
#3012328
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@Andi Nachname

>In meinern nächsten Matheklausur....

Für einen Schüler ohne Erfahrung in irgendeinem Beruf ist Deine
Schnauze mächtig weit auf.

Hier kannst Du Dir den Aufbau eines solchen Zählers ansehen:
http://www.e-plan.josefscholz.de/WZ/WZ.html


An den TO:

Bist Du erst vor Kurzem eingezogen? Nicht, daß Dein Vorgänger "gute"
Ideen hatte...

Es gibt auch Leute, die meinen, ihrem Zähler selbst mittels Permanent-
magneten von außen zusätzliche Bremskraft verleihen wollen....

Das wird ein Schuß in's eigene Knie:

http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Stromzaehler-manipuliert-Mehr-Kontrollen-id16138311.html


Paul


Davon abgesehen kann die Laufhemmung auch von allein mit der Zeit
ihre Wirkung verlieren, dann muß Dir das EVU den Zähler wechseln.
#3012335
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Paul Baumann schrieb:
> In einem Ferraris-Zähler gibt es eine sog. magnetische Laufhemmung.
> Das kannst Du begrüßen oder verurteilen, es gibt sie trotzdem.
>
> Nein, Du Schlaukopf -ich nenne Dir keine Quellen, die kannst Du selbst
> recherchieren.

Es scheint für diese "Bremse" im Internet fast keine Informationen zu 
geben, aber nicht, weil es sie nicht gibt, sondern weil sie für die 
Grundfunktion eines Ferraris-Zählers nicht von Bedeutung ist.
Ich habe selbst in den 80er Jahren mit der Kalibrierung von 
innerbetrieblichen Zwischenzählern zu tun gehabt und kann aus eigener 
Erfahrung die Existenz dieser Bremse bestätigen. Konkret war ein kleiner 
Stahldraht an der Zählerwelle befestigt, der an einem sehr kleinen 
Dauermagneten vorbeilief. Man konnte die Drehbewegung und -richtung im 
Leistungsfall P=0 einstellen, eine Einstellung auf "Bewegungslos" war 
fast unmöglich. Der Zähler drehte sich also Vor- oder Rückwärts bis die 
Welle durch den Stahldraht in Höhe des Dauermagneten angehalten wurde.

So, das sind meine persönlichen Erfahrungen. Da solche ja hier im Forum 
nicht zählen, noch zwei Links:

http://www.kwk-infozentrum.info/html/mech__zahler.html
http://www.kwk-infozentrum.info/wiki/index.php?title=Stromz%C3%A4hler&redirect=no

Andi $nachname schrieb:
> Bei dieser hohen Anzahl von Treffern glaube ich dir das natürlich
> uneingeschränkt.
Also, ich erhalte mit den Suchkriterien "Ferraris-Zähler magnetische 
Laufhemmung" genau 8 Ergebnisse, wozu auch die oben genannten gehören.
http://www.google.de/search?q=Ferraris-Z%C3%A4hler+magnetische+Laufhemmung&btnG=Suche&hl=de&tbo=d

Reinhard
#3012354
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Paul Baumann schrieb:
> @Andi Nachname
>
>>In meinern nächsten Matheklausur....
>
> Für einen Schüler

Ach du meinst nur Schüler schreiben Klausuren? Studiert hast du 
anscheinend nie in deinem Leben!

> ohne Erfahrung in irgendeinem Beruf

Das kann ich wo nachlesen?

> Hier kannst Du Dir den Aufbau eines solchen Zählers ansehen:
> http://www.e-plan.josefscholz.de/WZ/WZ.html

Fein haste gesucht. Nur fehlt da der von dir prophezeite "Magnethaken", 
oder siehst du einen in den Bildern?

> Davon abgesehen kann die Laufhemmung auch von allein mit der Zeit
> ihre Wirkung verlieren,

Klingt echt überzeugend. Deshalb muss ich auch alle zwei Jahre neue 
Lautsprecherboxen kaufen, weil die Permanentmagnete in den Lautsprechern 
im Laufe der Zeit ihren Magnetismus verlieren. Die Tür an meinem 
Kühlschrank schließt nach 2 Jahren aus dem gleichen Grund auch nicht 
mehr, ich muss immer was dagegenlehnen oder einen neuen Kühlschrank 
kaufen.
#3012370
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Reinhard R. schrieb:
> Es scheint für diese "Bremse" im Internet fast keine Informationen zu
> geben, aber nicht, weil es sie nicht gibt, sondern weil sie für die
> Grundfunktion eines Ferraris-Zählers nicht von Bedeutung ist.

Das Prinzip der Wirbelstrombremse ist enorm wichtig für diesen 
Zählertyp! Aber NICHT, um den Zähler in irgendeine bestimmte Position zu 
"ziehen" (Magnethaken), sondern um die (annähernde) Linearität der 
Messfunktion zu sichern.

Die Wirbelstrombremse im Stromzähler ist (ebenso wie in einem 
mechanischen Tacho) immer aktiv. Sie arbeitet mit einem Permanentmagnet 
und bremst damit jegliche Rotation der Scheibe. Weiterhin ist in jemden 
Zähler die Scheibe mit einem Getriebe und der Anzeige (dem Zählwerk) 
verbunden, auch das ist aufgrund der Nichtidealität eine permenente 
Bremse (im Vergleich zur Wirbelstrombremse sogar mit Haftreibung, also 
auch im Ruhezustand). Einen Sinn, weshalb man die Scheibe zusätzlich 
bremsen müsste, kann ich noch nicht erkennen.
#3012400
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Andi $nachname schrieb:
> Das Prinzip der Wirbelstrombremse ist enorm wichtig für diesen
> Zählertyp! Aber NICHT, um den Zähler in irgendeine bestimmte Position zu
> "ziehen" (Magnethaken), sondern um die (annähernde) Linearität der
> Messfunktion zu sichern.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Zitat von der von mir verlinkten 
Seite:

"Besondere Probleme können von der magnetischen Laufhemmung kommen, denn 
der Zähler soll sich, wenn kein Strom fließt, vorwärts oder rückwärts in 
die “Bremse” drehen."

Und für die letzten Ignoranten habe ich jetzt meinen Zähler ausgebaut, 
aufgeschraubt und fotografiert. Auf den Fotos sieht man deutlich die 
magnetische Laufhemmung, in diesem Fall vom Magnetfeld der 
Spannungsspule gebremst. Und wie man unschwer erkennt, wenn diese Bremse 
aktiv ist, steht auch die schwarze Markierung vorn, was für ein Zufall 
:-).

Reinhard
Angehängte Dateien:
#3012501
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Andi $nachname schrieb:
> Paul Baumann schrieb:
>> @Andi Nachname
>>
>>>In meinern nächsten Matheklausur....
>>
>> Für einen Schüler
>
> Ach du meinst nur Schüler schreiben Klausuren? Studiert hast du
> anscheinend nie in deinem Leben!

Bei dir würde ich auch nicht gerade drauf wetten.

Andi $nachname schrieb:
>> Hier kannst Du Dir den Aufbau eines solchen Zählers ansehen:
>> http://www.e-plan.josefscholz.de/WZ/WZ.html
>
> Fein haste gesucht. Nur fehlt da der von dir prophezeite "Magnethaken",
> oder siehst du einen in den Bildern?

Im Seitenriss, mit 6 und 7 sind Haken und Magnet bezeichnet. Im 
Schrägriss unter "Leerlaufhäkchen" zu finden. Und jetzt geh spielen.

Andi $nachname schrieb:
>> Davon abgesehen kann die Laufhemmung auch von allein mit der Zeit
>> ihre Wirkung verlieren,
>
> Klingt echt überzeugend. Deshalb muss ich auch alle zwei Jahre neue
> Lautsprecherboxen kaufen, weil die Permanentmagnete in den Lautsprechern
> im Laufe der Zeit ihren Magnetismus verlieren. Die Tür an meinem
> Kühlschrank schließt nach 2 Jahren aus dem gleichen Grund auch nicht
> mehr, ich muss immer was dagegenlehnen oder einen neuen Kühlschrank
> kaufen.

Sarkasmus steht dir irgendwie gar nicht, weil du dich dabei einfach 
aufgrund grober Wissenslücken lächerlich machst. Nein, dein Vergleich 
ergibt keinen Sinn. Ein Magnet in einem Gegenfeld verliert seine Kraft 
mehr oder minder schnell, je nach Material. Da der deutsche 
Durchschnittszähler nicht gerade aus dem 21. Jahrhundert stammt, wo 
einem Neodymmagnete nachgeworfen werden, eher schneller.
Gast #3012622
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Bernd K. schrieb:

> Ein Ferraris-Zähler dreht konstruktionsbedingt im
> Leerlauf immer minimal weiter. Dies aber nicht unendlich, sondern nur,
> bis die rote Markierung auf dem Zähler vorne sichtbar wird.

Vor ein paar Monaten hatte ich hier im Wohnblock auch mal den Verdacht, 
daß irgendwo mein Strom an eine unbekannte Stelle abgezweigt wird.

Da hilft nichts, ich stellte dann mal rigoros alle Sicherungen ab. 
Kritische Geräte bzgl. Stromausfall gibts bei mir auch nicht.

Und siehe da: Die Scheibe mit der roten Markierung dreht sich von selbst 
in die Ausgangslage, aber es braucht einige Minuten. Das Ganze 
funktioniert nicht nur mit Vorwärtsdrehung, sondern er dreht auch 
rückwärts, je nach dem, in welcher Position sich die Scheibe bei 
Stromabstellung befand. Das macht aber nichts, die 0,003kWh für die 
maximal halbe Umdrehung vorwärts oder rückwärts schmerzen niemanden, die 
liegen ohnehin gut in der Toleranzspanne.

Also, das Ding hat im Stillstand Null Eigenverbrauch, zumindest für 
mich. Es mag sein, daß er aus dem Netz noch was verbraucht, aber das 
wird eben nicht gezählt.

Mein Energiezähler wird nächstes Jahr 50, wie auch der überwiegende Teil 
an Zählern hier im Wohnblock. Seit den letzten drei Jahren beobachtete 
ich, daß in der Zählerreihe pro Jahr ungefähr jeder Zehnte gegen einen 
neuen getauscht wird. Das war davor nicht so. Nach zehn Jahren wird man 
dann alle erneuert haben. Im Keller traf ich zufällig den Monteur des 
Versorgers, der erklärte mir das so mit dem zyklischen Tausch. Aber auch 
die neuen Zähler sind wieder Ferraris-Zähler, genau wie die alten 
Modelle, nur eben im zeitgemäßeren Design, kein schwarzes Bakellit mehr. 
Moderne Elektronik mit Halbleitern braucht man da also nach wie vor 
nicht.
Gast #3012998
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Die Zähler sind in "stromrichtiger" Schaltung verschaltet. D.h.:

Vorne querrüber liegt die "Spannungsspule", dann kommt längs die
"Stromspule" (bei 3~ natürlich 3-mal).

Der Arbeitsstrom der Spannungsspule fliesst also vorne vorbei, bei 
Ausgangswirkstrom "0" wird nix gemessen.
Bei Ausgangswirkstrom > 0 gibt es einen (kleinen) Spannungsabfall an der 
Stromspule, der wird von der Spannungsspule mit erfasst.
Gast #3013155
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U. B. schrieb:
> Vorne querrüber liegt die "Spannungsspule", dann kommt längs die
> "Stromspule" (bei 3~ natürlich 3-mal).

Es sei denn, der Zähler ist falschrum angeschlossen, also Strom- vor 
Spannungsspule. Reicht dann der Strom durch die Spannungsspule schon, um 
den Zähler drehen zu lassen?
#3013156
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Mein Energiezähler wird nächstes Jahr 50, wie auch der überwiegende Teil
> an Zählern hier im Wohnblock. Seit den letzten drei Jahren beobachtete
> ich, daß in der Zählerreihe pro Jahr ungefähr jeder Zehnte gegen einen
> neuen getauscht wird. Das war davor nicht so. Nach zehn Jahren wird man
> dann alle erneuert haben. Im Keller traf ich zufällig den Monteur des
> Versorgers, der erklärte mir das so mit dem zyklischen Tausch. Aber auch
> die neuen Zähler sind wieder Ferraris-Zähler, genau wie die alten
> Modelle, nur eben im zeitgemäßeren Design, kein schwarzes Bakellit mehr.
> Moderne Elektronik mit Halbleitern braucht man da also nach wie vor
> nicht.

Hääääh???

Tatsache ist, dass lt. Eichgesetz die Zähler alle 5 Jahre nachgeeicht 
werden müssen.

Abrechnung mit ungeeichten Zählern dürfte ein Straftatbestand sein.

Jedenfalls wird bei meiner Wohnung alle 5 Jahre der Zähler gegen einen 
neu geeichten getauscht. Genau mit dem Eichgesetz wurde das von den 
Monteuren begründet.
#3013177
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Michael P. schrieb:
> Vermute mal stark das noch was vom Allgemein strom auf deiner scheibe
> mitlauft (SAT Multiswitch, Haustelefon, Treppenhaus)

Da brauchst du einfach mal nur die Zählervorsicherung rausmachen und 
dann wirst du schon sehen, wer kommt und sich beschwert :-)

Ist nur blöd für deinen Kühlschrank, aber 8 Stunden muss der auch 
durchhalten, solange darf der EVU abschalten.


MfG Dennis
#3013191
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Timm Thaler schrieb:
> Reinhard R. schrieb:
>> habe ich jetzt meinen Zähler ausgebaut,
>> aufgeschraubt und fotografiert
>
> Echt krass, was für einen Aufwand ihr euch für diese Flachfeile macht...

He Timm, das hast Du doch jetzt nicht wirklich geglaubt :-)
OK, die Bilder habe ich wirklich vorhin erst gemacht, der Kerl hat mich 
genau so genervt wie den Paul. Sowas von merkbefreit...
Der Zähler lag hier noch so rum.

Reinhard
#3013192
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Peter R. schrieb:

> Tatsache ist, dass lt. Eichgesetz die Zähler alle 5 Jahre nachgeeicht
> werden müssen.
>
> Abrechnung mit ungeeichten Zählern dürfte ein Straftatbestand sein.
>
> Jedenfalls wird bei meiner Wohnung alle 5 Jahre der Zähler gegen einen
> neu geeichten getauscht. Genau mit dem Eichgesetz wurde das von den
> Monteuren begründet.

Wir wohnen 17 Jahre am selben Fleck, einmal wurde der Gaszähler 
getauscht.

Da wir ebenfalls rund 100W "netto" haben, habe ich auch mal bei den 
Stadtwerken nachgefragt: Kosten weit über 100 Euro für den Fall, dass 
KEINE Abweichung festgestellt wird. Ansonsten natürlich nicht...

Das Gerät wird von den Stadtwerken selber überprüft...
#3013201
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Also, wenn ich im Internet nach Eichpflicht von Elektroenergiezählern 
suche, treffe ich auf Landeseichämter, scheint also Landessache zu sein. 
Drei Stück habe ich mir angesehen, die haben übereinstimmend eine 
Nacheichpflich nach 16 Jahren gefordert. Diese kann unter bestimmten 
Umständen um 5 Jahre verlängert werden. Ob das dann mehrmals verlängert 
werden kann, habe ich nicht herausgefunden. Also nichts mit alle 5 
Jahre.

Reinhard
Gast #3013244
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@ Uhu Uhuhu (uhu) um 23.01.2013 22:26:

> Wie kommt beim Ferraris-Zähler eigentich das Produkt aus Strom und
> Spannung zustande?

Ich erkläre mir den Zähler immer so:
Annahme: ohmsche Last, cos(phi)=0

Die Magnetfelder von Spannungs- und Stromspulen sind versetzt 
angeordnet, und wirken auf die Zähl-Scheibe ein, ähnlich wie z.B. beim 
2~Phasen(waschmaschinen)motor die 2 Feldwicklungen auf den 
Kurzschlussläufer-Rotor.

Bei einem solchen Motor ist das Ständerfeld proportional zur 
Anschlussspannung, UND der Läuferstrom ebenfalls =>
das Anlaufmoment wächst quadratisch mit der Spannung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetisches_Dipolmoment

Die 2 Wicklungen des 2~Motors erhalten ca. 90° versetzte Spannungen und 
damit Ströme.

Wg. der ohmschen Last ist der Strom durch die Ferraris-Stromspule und 
deren Magnetfeld phasengleich zur Spannung, der Strom durch die 
Spannungsspule eilt (fast) 90° nach.

Also wirkt auf die Messscheibe ein leistungsproportionales Drehmoment.
Das Bremsmoment der Wirbelstrombremse ist nun (bis auf die Reibung) 
genauso gross, und hängt linear von der Drehzahl ab.

Ergo dreht sich die Scheibe so, wie sie soll, eben umso schneller, je 
mehr Geräte "an" sind.
#3013625
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Reinhard R. schrieb:
> Andi $nachname schrieb:
>> Das Prinzip der Wirbelstrombremse ist enorm wichtig für diesen
>> Zählertyp! Aber NICHT, um den Zähler in irgendeine bestimmte Position zu
>> "ziehen" (Magnethaken), sondern um die (annähernde) Linearität der
>> Messfunktion zu sichern.
>
> Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Zitat von der von mir verlinkten
> Seite:
>
> "Besondere Probleme können von der magnetischen Laufhemmung kommen, denn
> der Zähler soll sich, wenn kein Strom fließt, vorwärts oder rückwärts in
> die “Bremse” drehen."

Warum sollte er das tun müssen? Bei Stromlosigkeit bleibt die Scheibe 
stehen, warum sollte man sie dann noch zusätzlich "festhalten"?

> Und für die letzten Ignoranten habe ich jetzt meinen Zähler ausgebaut,
> aufgeschraubt und fotografiert.

Wieviele Jahrzehnte ist der fotografierte Stromzähler alt? Der geeichte 
in deinem Haus war das ganz sicher nicht!

Früher hat man das vielleicht so gebaut, weil man es nicht besser 
wusste, heute nicht mehr.
#3013635
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Peter R. schrieb:
> Tatsache ist, dass lt. Eichgesetz die Zähler alle 5 Jahre nachgeeicht
> werden müssen.

Ich kenne 16 Jahre.

http://www.energieverbraucher.de/de/Energiebezug/Strom/Abrechnung-und-Zaehler/site__1061/

> Jedenfalls wird bei meiner Wohnung alle 5 Jahre der Zähler gegen einen
> neu geeichten getauscht. Genau mit dem Eichgesetz wurde das von den
> Monteuren begründet.

Für die ist es halt einfacher einen amtlichen Grund zu nennen, wenn sie 
Umsatz machen wollen. Hast dich schön verarschen lassen!
#3013646
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vn nn schrieb:
> Ein Magnet in einem Gegenfeld verliert seine Kraft
> mehr oder minder schnell, je nach Material.

Nö, tut er nicht grundsätzlich. Da wäre ja schon das Erdmagnetfeld, dass 
alle Magnete töten würde, einschließlich der Magnete in meiner 
Kühlschranktür und in meinen Lautsperchern. Disketten und Festplatten 
würden sich sonst auch regelmäßig selber löschen (bzw. durch das 
Erdmagnetfeld gelöscht werden).

Damit ein Magnet seinen Magnetismus verliert ist ein Mindestmenge an 
"Gegenfeld" notwendig. Da gibt es sogar einen Begriff dafür, den ich 
gerade nicht finde.
#3013710
Lesenswert?

Lustig, war gerade bei uns Thema: Den letzten Stromzähler haben sie vor 
10 Jahren getauscht.

An den tollen Hirsch:
>Damit ein Magnet seinen Magnetismus verliert ist ein Mindestmenge an
>"Gegenfeld" notwendig. Da gibt es sogar einen Begriff dafür, den ich
>gerade nicht finde.
Na dann erkläre mir doch mal folgendes: Ich habe vor drei Jahren mal 
Supermagnete gekauft, man hat die nur mit sehr viel Kraft auseinander 
bekommen. Diejenigen, welche noch zusammen hängen, sind noch recht 
stark. Drei Stück lagen aber alleine herum. Klar, sie sind noch immer 
magnetisch, haben aber schon sehr viel von ihrer ursprünglichen 
Magnetisierung eingebüßt.
Gast #3014066
Lesenswert?

Nein, die Legende ist nicht urban, ich habe mal eine Reihe 
Schrittmotoren für eine Kleinserie umgebaut, in dem ich vorher in Reihe 
geschaltete Wicklungen parallel geschaltet habe.
Bei den ersten 3 Motoren habe ich den Fehler gemacht den Anker aus dem 
Feld zu ziehen und genau diese Motoren sind jetzt schwächer als die 
restlichen umgebauten, man merkt auch beim Durchdrehen weniger 
"Zahnung".
Gelesen das man den Anker nicht herausziehen sollte habe ich erst 
später, aber ich kann bestätigen das das eine Tatsache ist.
Ähnliches Gilt für die Magneten von Drehspulinstrumenten, ein Ausbauen 
des Weicheisenkerns aus dem Spalt (zu Reparaturzwecken) führt dazu das 
der Magnet danach schwächer ist, eine Sache die man da überhaupt nicht 
gebrauchen kann..

Gruß,

Holm

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