2phasiges Erdkabel

#3012633
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Tag Leute

Ich weiss, passt nicht ganz in analog Technik, aber in die 
entsprechenden anderen Bereichen noch weniger.

Folgendes. Mein Nachbar hat vom Haus zum Carport ein Erdkabel verlegt. 
Das Erdkabel ist aussen in einer AP Aussensteckdose eingesteckt. Unten 
im Keller mit 10A gesichert.

Im Carport hat er so IR Lampen aufgestellt, und da genügt ihm die 
Leistung von, sagen wir, 10 * 230V ~ 2500W nicht.

Jetzt hat er mir neulich stolz sein neues Konzept gezeigt. Da er kein 
zweites Erdkabel verlegen kann/will, hat nun einfach die Erde (grüngelb) 
abgeklemmt und diese auf den Nullleiter geklemmt. Und jetzt kommt's ganz 
fett: Mit dem Nullleiter (blau) geht er nur in eine zweite Phase (l2), 
braun bleibt die erste Phase (l1) !

Ich wollte ja kein Streit mit ihm und meinte halt nur, naja so ganz 
sauber ist diese Lösung aber nicht. Er meint völlig egal, er will im 
Carport eine eigene Erde einbetonieren, und dann spielt es keine Rolle 
mehr, hat er im Carport halt zwei FI Schalter an zwei Phasen.

Ich bin der Meinung, dass wenn er Strom von der Aussensteckdose 
abgreift, und so hab' ich ihm das gesagt, er in jedem Fall auch die Erde 
von dort durchgängig benutzen muss, eine zweite Erde sei nicht zulässig.

Wer hat Recht?

Gruss, Philipp
Gast #3012737
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Ne, Schwarz = 1. Phase, Blau = 2. Phase, Grun/Gelb = Null und die Erdung 
will er sich "Einbetonieren".
Mann o mann wieder ein Anwärter für den Darwin Award!
Sag dem Nachbarn das ist was für Lebensmüde.
Gast #3012740
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wenn er 400V IR-Lampen hat, sollte es sogar OK sein.

Oder er hat einen 400V - 230V Trafo am anderen Ende. Dafür braucht er 
keinen N. Den schuzleiter musst er aber auf GrünGelb lassen.

Dann kann er mit 16A bei 400V also 6400W nutzen.
#3012774
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>Andererseits werden so natürlich sämtliche bestehenden Vorschriften >übertreten.

Wäre schön, hier ein paar konkrete Vorschriften genannt zu bekommen.

Farbbelegung ist definiert, das ist klar.

Bei der Erdung bin ich mir nicht so sicher. Wenn er aufgrund einer 
normenkonforem Erdung gewährleisten kann, dass die zulässige 
Schleifenimpedanz im System nich zu groß wird könnte das legal sein.

Bin mir nicht sicher, ob der PE durchgängig als Kupferdrat realisiert 
werden muss.

Bei einem TN-C-S-System mit PEN-Leiter größer gleich 10mm² ist ein 
solches Vorhaben mit 2facher Erdung legitim.
Gast #3012778
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A. R. schrieb:
>>Andererseits werden so natürlich sämtliche bestehenden Vorschriften >übertreten.
>
> Wäre schön, hier ein paar konkrete Vorschriften genannt zu bekommen.

ich würde auch sagen das es nur die Vorschrift mit der Farbe betrifft. 
Und das ist zum schluss eine "willkürliche" Vorschrift ohne technischen 
Grund.

Aber wie schon oben geschrieben, mit einem 400V Trafo könnte man es 
sogar erlaubt hinbekommen.
Gast #3012825
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Harald Wilhelms schrieb:
> aGast schrieb:
>
>> Schwarz = 1. Phase, Blau = 2. Phase, Grun/Gelb = Null
>
> Ja, theoretisch funktioniert das schon und man kann so die doppelte
> Leistung übertragen. Andererseits werden so natürlich sämtliche
> bestehenden Vorschriften übertreten.
> Gruss
> Harald
Wohl nicht. Die Phasen teilen sich zwar die Last, aber die Rückführung 
geht über nur eine Leitung (grün/gelb).
Das ist totaler Blödsinn.
Was will er eigentlich mit soviel Leistung in einem Carport. Will er das 
Auto im Winter warmstrahlen?
Gast #3012848
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dr.prof.schlau schrieb:
> Wohl nicht. Die Phasen teilen sich zwar die Last, aber die Rückführung
> geht über nur eine Leitung (grün/gelb).
> Das ist totaler Blödsinn.

Der Hr. Wilhelms kennt sich da wohl nicht ganz so gut aus.

Es ist ein 1,5mm² Kabel, der Neutralleiter ist aber bei L1 und L2 
gleich, das heißt der Querschnitt reicht nicht aus.
Gast #3012873
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mikrocontroller p_73 schrieb:
> Es ist ein 1,5mm² Kabel, der Neutralleiter ist aber bei L1 und L2
> gleich, das heißt der Querschnitt reicht nicht aus.

schön das die leute alle nicht rechnen können.

Bei gleicher Belastung von L1 und L2 bei gleichen Cos Phi ist der STrom 
im N auch gleich.

also In = I1 = I2

Damit wird also der N nicht überlastet!
Gast #3012878
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Hallo Zusammen,

dass die Farbkonformität über den Jordan geht ist klar.
Das die zweite "Erde" der Schutzleiter vor Ort realisiert wird scheint 
auf den ersten Blick auch realisierbar, Frage ist hier der 
Installationsort des RCDs.

Zum Thema Strombelastbarkeit der Adern:

Mal alles Farbe usw über Board geworfen.

Drei Adern aufgeteilt auf N, L1 und L2 nicht auf der selben Phase 
seitens des EVUs!! sind durchaus machbar, denn: Der 
Phasenverschiebungswinkel von 120° sorgt dafür, dass der Strom im 
Rückleiter nicht zu groß werden kann, außer es würden extreme ungleiche 
Phasenverschiebungswinkel auftreten.

Vergleichbar ist das ganze mit eine CEE Dose an der auf 2 Phasen die 
volle Last gezogen wird und die dritte Phase unbelastet bleibt.

ABER SCHÖN IST ANDERS!!!


Gruß
Jochen
Gast #3012950
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> Ich wette dagegen. Addiere mal 16A auf L1 und 16A auf L2 vektoriell.
> Bleiben maximal noch Oberwellen, die sich addieren anstatt kompensieren,
> die hast du aber in einer normgerechten Installation auch.

Bloss hätte man jetzt hier im Erdkabel 3 belastete Adern, statt 2.
Aber die Erde kühlt ja gut, besonders jetzt im Winter ...
Gast #3012980
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> ... das ist doch aber der normalfall auch bei 3 Phasen?
> Womit hast du da ein Problem?

Ich nicht, aber bei VDE-Regeln für die Belastbarkeit von Kabeln
wurde/wird teilweise nach der Zahl der belasteten Adern unterschieden.
#3013003
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U. B. schrieb:
> Ich nicht, aber bei VDE-Regeln für die Belastbarkeit von Kabeln
> wurde/wird teilweise nach der Zahl der belasteten Adern unterschieden.

In diesem Falle ist es aber völlig egal.

THC-SIDO schrieb:
> ÄÄäääähhm wozu soll man denn bei z.B so einer 400V Lampe den
> Neutralleiter benötigen?

Wo war die Rede davon?

U. B. schrieb:
> Aber die Erde kühlt ja gut, besonders jetzt im Winter ...

Sarkasmus steht dir nicht, dafür fehlt deinen Postings die Kompetenz.
Gast #3013025
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Warum benutzt er seine drei zur Verfügung stehenden Adern nicht einfach 
für die 3 Phasen L1, L2 und L3. Wenn er die gleichmäßig belastet, fließt 
nichts über den Nullleiter, so dass er ihn eigentlich gar nicht braucht. 
Und den durch Unsymmetrie verbleibenden Rest kann er in seine Beton-Erde 
schicken. Lediglich die Steckdose am Haus muß er für die Aktion am 
Verteiler etwas umverdrahten ;-)
Gast #3013031
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Entschuldigung, was wird den hier teilweise für ein Murks empfohlen? Auf 
grün/gelb hat der Schutzleiter und sonst nichts zu liegen, das ist doch 
lebensmüde! Wenn was anderes gebraucht wird muss halt ein neues Kabel 
her, Punkt.
#3013060
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U. B. schrieb:
> @ vn nn (wefwef_s):
>
> Jedenfalls habe ich die Probleme mit "Oberwellen" in etwa im Griff ...

Was auch immer du der Menschheit mit dieser Aussage mitteilen willst.

mecker schrieb:
> Entschuldigung, was wird den hier teilweise für ein Murks empfohlen? Auf
> grün/gelb hat der Schutzleiter und sonst nichts zu liegen, das ist doch
> lebensmüde! Wenn was anderes gebraucht wird muss halt ein neues Kabel
> her, Punkt.

Vom Nick "Duck&Wech" ausgehend würde ich da nicht auf eine ernsthafte 
Empfehlung tippen.
#3013098
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Denkbar wäre noch ein TT-Netz. Alles in allem hast du aber das Problem, 
egal, wie du es schaltest, der Grün/Gelbe mit zu den aktiven Leitern 
zählt. Und das ist eigentlich der erste, wo ich sage, nicht VDE-konform. 
Den Blauen darfst du durchaus auch als Phase betreiben, wenn er 
eindeutig als solcher zuzuordnen ist. Also wenn zu einem Lichtschalter 
ein 3-adriges Kabel geht, darf ich den blauen schalten, weil das kapiert 
jeder E-Lehrling ab 2.Lehrjahr. Wenn unter dem Lichtschalter noch eine 
Steckdose ist und ich demzufolge ein 5-adriges Kabel dahin verlege, darf 
ich den blauen nicht schalten, weil er nicht exakt zuordenbar ist. Da 
liegt auch ein wenig das Problem, ich weis nicht, ob er in 10 Jahren 
noch weis, wie er es geschalten hat, da meiner Meinung nach der Blaue 
nicht wirklich direkt erkennbar ist, das er auf dem Potenzial einer 
Phase liegt. Ich denke, das problematischste ist die Steckdose. Mal ganz 
ehrlich, wer baut denn so einen Murks? Du kannst nicht einfach auf die 
beiden aktiven Kontakte der Steckdose jeweils eine Phase legen, weil 
irgend ein Hirni kommt irgendwann auf die Idee, an dieser Steckdose 
seinen Rasenmäher oder Mähbalken fürs Cana... anzustecken. Und mal so 
gesagt, als Zuleitung für einen externen Gebäudeteil(also dem carport) 
nur 1,5mm² ist einfach nur dämlich.
Mit dem RCD ist auch nicht so einfach. Weil du sozusagen von einem TN-S 
Netz auf ein TN-C Netz wechselst. Das ist nach VDE auch nicht haltbar. 
technisch aber möglich. Den Erder kann er da gern beim Carport in den 
Boden schlagen, das ist kein Problem. Dieser stellt nur einen weiteren 
parallelen Widerstand zur Erde dar und kann damit nur positiv wirken. 
Alles in allem kannst du ihm einfach nur ganz stark davon abraten, was 
auch immer er vor hat, wie er auch immer was schalten will, mit diesem 
Kabel wird er auf Dauer nicht glücklich.
Was mich noch interessieren würde, hat er etwa ein starres Kabel an den 
Stecker für die Steckdose angeklemmt? Ist es wenigstens ein Erdkabel?

MfG Dennis
#3013162
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Das Ganze ist aus zwei Gründen nicht zulässig

1) Nomenkonformität
Der Grun/Gelbe darf nur als PE verwendet werden. Das bedeutet, dass über 
der Grün/Gelben kein Betriebsstrom geführt werden darf. Die 
zusammenlegung von PE und N zum PEN ist nur im TN-Netz (das ist üblich, 
aber besser beim EVU nachfragen, konnte auch ein TT-Netz sein) und nur 
bei Querschnitten über 10mm² zulässig
2) wenn er 2 Phasen/ Null Schaltet, dann addiert sich der Strom der 
Beiden Phasen auf dem Null. Allerdings mit den Faktor 1/Wurzel(3)

Der Blaue darf als Außenleiter also als 2. Phase benutzt werden.

Was absolut zulässig ist, ist erst mal den 10A Automaten gegen einen 16A 
auszutauschen der muss dann aber ein B-Automat sein also B16 (das ist 
der übliche)
Weiters kann das Kabel mit 2 Phasen ohne Null (mit 2 B16-Automaten) 
belegt werden. Im Carport kommt dann ein 400V/230V Trafo hin. Achtung, 
kein Spartrafo, die Sekundärspule wird einseitig über den Grün/Gelben 
geerdet. Ein eigener Erde kann aber auf keinen Fall schaden. Der Trafo 
kann 400V *16A = 6,4 kW liefern. Das sind bei 230V 27,8A. Wenn du den 
Trafo auf der 400V Seite bei +5% anschließt obwohl effektiv nur 400V 
anliegen, dann werden daraus sekundär 220V. Dann sind 6400W 30A. Also 
können drei Steckdosenkreise mit je 10A abgesichert angebaut werden.
Alternativ z.B. 8 von diesen Trafos.
http://www.metesshop.de/magento/sba-transformatoren/einphasensteuertrafo-etk-400-230v-800va.html
Dann sparst du dir sogar den Trick mit den 105%. Du hast dann aber 8 
Kreise, die je zu 3,4A sekundär und 2A Primär abgesichert werden.


Und alles ganz legal, normkonform und die Versicherung zahlt auch noch 
wenn was passiert :)
Gast #3013199
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@ Martin B. aus E. (statler):

> 2) wenn er 2 Phasen/ Null Schaltet, dann addiert sich der Strom der
> Beiden Phasen auf dem Null. Allerdings mit den Faktor 1/Wurzel(3)

NEIN ! Kirchhoff 1 gilt auch im Drehstromnetz.

Bei gleicher Belastung ( d.h. Betrag UND Phase ) von Aussenleitern im 
3~Netz fliessen in diesen UND im Neutralleiter betragsmässig gleiche 
Stöme.
#3013217
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U. B. schrieb:
> Bei gleicher Belastung ( d.h. Betrag UND Phase ) von Aussenleitern im
> 3~Netz fliessen in diesen UND im Neutralleiter betragsmässig gleiche
> Stöme.

Wenn ich meine drei Leiter symmetrisch belaste, halte ich es für ein 
Gerücht, dass da ein Strom im Nullleiter fließt.
Aber bei dem, worum es hier geht, fließt sehr wohl ein Strom im 
Nullleiter, und zwar die Addition der Strangströme. :)
Und worum es eigentlich geht: Es ist in jedem Fall unzulässig, den 
Nullleiter als Rückleiter zu benutzen!!! Da gibt es keine Ausnahmen!

Gruß Christian
Gast #3013228
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Martin B. aus E. schrieb:
> Was absolut zulässig ist, ist erst mal den 10A Automaten gegen einen 16A
> auszutauschen der muss dann aber ein B-Automat sein also B16 (das ist
> der übliche)

Nein!
Das hängt von der Verlegeart, Leitungslänge, ... ab.
Die Aussage "1,5mm² üblicherweise mit B16" ist genauso pauschal wie 
falsch.

Wenn der Nachbar schon pfuschen muss, dann bitte halbwegs erträglich: 
16A Drehstromdose an die Außenwand schrauben und ein Verlängerungskabel 
unter die Pflastersteine stopfen. In der Hütte dann nach belieben einen 
kleinen Verteiler aufstellen oder den Flakscheinwerfer direkt anstecken.
#3013230
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Christian Str schrieb:

> Wenn ich meine drei Leiter symmetrisch belaste, halte ich es für ein
> Gerücht, dass da ein Strom im Nullleiter fließt.

Hier sind es aber nur zwei Phasen. Deshalb fliesst auch Strom
durch den NL. Aber nicht mehr als der einfache Phasenstrom.
(Gilt für Widerstandsbelastung)

> Aber bei dem, worum es hier geht, fließt sehr wohl ein Strom im
> Nullleiter, und zwar die Addition der Strangströme.

Da vectoriell addiert wird, fliesst nur der einfache Phasenstrom.

> Und worum es eigentlich geht: Es ist in jedem Fall unzulässig, den
> Nullleiter als Rückleiter zu benutzen!!! Da gibt es keine Ausnahmen!

Wieso denn das? Das im NL ein Strom fliesst, ist völlig normal.
Unzulässig ist nur, den grüngelben als NL zu benutzen.
Gruss
Harald
Gast #3013240
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Ernsthafte Elektriker betrachten die Verwendung des Schutzleiters, zur 
Stromführung, als eine Art Todsünde. Deshalb darf auch so etwas nur ein 
Laie machen. Der kann sich im Zweifelsfalle auf Unwissenheit 
herausreden.

Richtig viel bringt es, in Sachen Leitungswiderstand aber auch nicht.
1:0,75 ist wirklich nicht der große Bringer.

Auf ein "bisschen" Drehstrom (2 Phasen) überzugehen dürfte wohl die 
vertretbarste Lösung sein. Ob aus einem Drehstromheizer noch was 
Richtiges herauskommt, ist eine andere Sache. Zwei Heizregister dürfen 
sich allerdings jetzt schon auf ein langes Leben freuen. Im Gegensatz 
zur Beleuchtung - oder gibt es Drehstromlampen?
#3013249
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Harald Wilhelms schrieb:
> Wieso denn das? Das im NL ein Strom fliesst, ist völlig normal.
> Unzulässig ist nur, den grüngelben als NL zu benutzen.

Ups, Asche auf mein Haupt, da hast du natürlich recht, ich meinte auch, 
den Grün-Gelben zu benutzen ist falsch. Das der Nullleiter als 
Rückführung benutzt wird, ist natürlich klar, sonst würd keine Steckdose 
funktionieren ;)

Harald Wilhelms schrieb:
> Hier sind es aber nur zwei Phasen. Deshalb fliesst auch Strom
> durch den NL. Aber nicht mehr als der einfache Phasenstrom.
> (Gilt für Widerstandsbelastung)

Ne, das seh ich nicht so. Hab auch gerade nochmal einen Maschenumlauf 
gemacht, der Strom durch den Nullleiter (bei sehr kleinem 
Nullleiterwiderstand) liegt Betragsmäßig bei etwa 17A, Strangströme sind 
10A.
Wenn ich mich da verrechnet habe, bitte ich um Korrektur :)

Gruß Christian
Gast #3013251
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@Christian Str (christianstr):

>> Bei gleicher Belastung ( d.h. Betrag UND Phase ) von Aussenleitern im
>> 3~Netz fliessen in diesen UND im Neutralleiter betragsmässig gleiche
>> Stöme.

> Wenn ich meine drei Leiter symmetrisch belaste, halte ich es für ein
> Gerücht, dass da ein Strom im Nullleiter fließt.

Klar, ich hatte eine '2' vergessen, natürlich sollte es heissen:
"Bei gleicher Belastung (d.h. Betrag UND Phase) von nur ZWEI
Aussenleitern im 3~Netz ..."
Gast #3013272
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@Christian Str (christianstr):

Wenn ich mich da verrechnet habe, bitte ich um Korrektur :)

Also:

I1= 16A * exp(j*0°)   = 16A * (   1  + j*0     )
I2= 16A * exp(j*120°) = 16A * ( -0,5 + j*0,866 )

Kirchhoff 1 =>

I(null)= I1 + I2      = 16A * ( 0,5 + j*0,866 ) = 16A exp(j*60°)    qed.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #3013368
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> Deshalb darf auch so etwas nur ein Laie machen. Der kann sich im
> Zweifelsfalle auf Unwissenheit herausreden.

kaum wenn er auf dem hiesigen Niveau mit dem Staatanwalt zu diskutiren 
anfängt, falls er den noch zu sehen bekommt.

Und die Farbkonvention ist derzeit klar: PE ist PE zwingend und 
ausschließlich und daher als N unzulässig, ebenso wie der Verzicht auf 
PE

Darüber hinaus ein lokaler Erder entbindet nicht von der Pflicht diesen 
mit dem des speisenden Netzes VDE 0100 konform zu verbinden. Hinzu kommt 
da ein Mindestquerschnit von 10mmm² für den Potentialausgleich!

die 400V Trafo Nummer wäre realisierbar aber nicht über eine standard 
steckdose für ortsveränderliche Geräte, da es imho keine Genormte für 
diese Konstellation gibt. Bleibt nur direkt anschließen.
Einen Haken hat die Schaltung aber doch noch, un mittelbar am trafo 
benötigt es eine Aufteilung der außenleiter in minimum 2 Stromkreise, da 
der außenleiter keinen höheren strom führen darf als der PE führen 
dürfte.

Alles in allem ein irrer aufwand den kein mensch betreiben würde nur um 
sich ein paar Meter Kabel einzubuddeln zu sparen oder auf ein 
oberirdisches
dehstromkabel zu verzichten.

Dem Nachbarn und seinen Mitbewohnern würde ich bei der Gelegenheit 
empfehlen die Lebensversicherung zu kündigen, da sie ohnehin mit Hinweis 
auf den (Selbst-)Mordvorsatz zu Recht jede Zahlung verweigern wird. 
gleiches gilt für alle Versicherungen den Brandfall betreffend.

How to increase the intelligence level of mankind?
Remove all safety tags and leave the rest to evolution!

Namaste
#3013572
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U. B. schrieb:
> Kirchhoff 1 =>
>
> I(null)= I1 + I2      = 16A * ( 0,5 + j*0,866 ) = 16A exp(j*60°)    qed.

War gestern spät, hab vorhin noch einmal auf mein Blatt geguckt und 
meinen Fehler selber entdeckt :P Natürlich ists nicht der doppelte Strom 
sondern bei gleicher, ohmscher Belastung der einfache im Nullleiter ;) 
Ich hätte eigentlich schon aufhören sollten zu schreiben, als ich 
Nullleiter und Schutzleiter vertauscht hab.

Gruß Christian
#3013601
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Hallo!
Die vernünftigste und sicherste Lösung mit dem vorhandenen Erdkabel ist 
ein TT-Sytem in Verbindung mit einem FI (RCD)! Dabei nur die aktiven 
Leiter (L1,L2,N) verwenden und PE abklemmen. Ein eigener Erder im 
Carport und dort den lokalen PE anschließen.

VDE 0100-410:1997-01
"413.1.3.9 Bei Verwendung einer RCD für die automatische Abschaltung in 
einem Stromkreis der außerhalb des Einflußbereichs des 
Hauptpotentialausgleichs ist, dürfen die Körper nicht mit den 
Schutzleitern des TN-Systems verbunden sein, aber sie müssen mit einem 
getrennten Erder außerhalb des Einflußbereichs des Potentialausgleichs 
verbunden werden, dessen Widerstand vom Bemessungs-Differenzstrom der 
RCD bestimmt wird. Der so geschützte Stromkreis ist dann als TT-System 
zu betrachten, und es gelten die Bedingungen nach 413.1.4."

Zugegeben, es ist eine alte Ausgabe der Norm - aber dennoch richtig. 
Gestrichen wurde diese FORDERUNG nur, weil es keine Definitin für den 
Einflußbereich des Hauptpotentialausgleis (jetzt 
Schutzpotentialausgleich)gibt. Freiwillig kann man es dennoch machen.
Gast #3013606
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Route 66 schrieb:
> Hallo!
> Die vernünftigste und sicherste Lösung mit dem vorhandenen Erdkabel ist
> ein TT-Sytem in Verbindung mit einem FI (RCD)! Dabei nur die aktiven
> Leiter (L1,L2,N) verwenden und PE abklemmen.

nein ist es nicht. Weil der GrünGelb nicht als N vewendet werden DARF!

Das einzigste was hier zulässig ist, sind 400V lampen oder ein 400V-230V 
Trafo am anderen ende.
Gast #3013641
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Erst mal selber lesen!!
Er hat keinen extra PE. Er hat einfach den grün/gelben als N benutzt!
Insgesamt hat er nur ein "normales" Kabel mit 3 Leitern. Blau, braun und 
grün/gelb. Wo du die 4 adrige Leitung hernimmst ist unklar.
Gast #3013656
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Haus                                           Carport

 L1---------------------------------------------FI-L1---Heizer--|

 L2---------------------------------------------FI-L2---Heizer--|

 N----------------------------------------------FI-N------------|

 PE-x                                          x-PE----PE_Heizer

                                               |

                                                Erder

Das finde ich weniger ideal da über die lange Strecke zum Haus der FI 
unwirksam ist. Es frag sich auch noch, ob auf diese LeitungsLÄNGE der 
Querschnitt überhaupt ausreicht. Also keine gute Idee. Neues Kabel ist 
billiger als ein vorzeitiger Friedhofsbesuch.
#3013701
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Harald Wilhelms schrieb:
> Christian Str schrieb:
>
>> Nullleiter und Schutzleiter
>
> Wenn man es ganz genau nimmt, sollte man auch die Worte:
> "Nullleiter" und "Schutzleiter" durch "NL" und "SL" ersetzen.
> Einen "Nullleiter" kann es ja eigentlich nicht geben, denn
> wenn er "Null" "leitet" braucht man ihn auch nicht. :-)
> Gruss
> Harald

Wegen sowas les ich deine Kommentare am liebsten :)

Gruß Christian
Gast #3013717
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U. B. schrieb:
> @Christian Str (christianstr):Wenn ich mich da verrechnet habe, bitte ich um 
Korrektur :)Also:I1= 16A * exp(j*0°)   = 16A * (   1  + j*0     )I2= 16A * 
exp(j*120°) = 16A * ( -0,5 + j*0,866 )Kirchhoff 1 =>I(null)= I1 + I2      = 16A * 
( 0,5 + j*0,866 ) = 16A exp(j*60°)    qed.

Wenn ich Deine Rechnung mal weiterverfolge, komme ich auf auf einen 
Strom von 28 A auf dem Neutralleiter, wenn ich beide Phasen mit 16 A 
belaste.

Um auf dem Neutralleiter den max. Strom von 16 A nicht zu überschreiten, 
kann ich jede Phase mit 10 A belasten.

Somit habe ich 2 * 2,3 kW = 4,6 KW  im vgl. zu einer Phase mit 3,6 KW 
zur Verfügung.

Markus
Gast #3013720
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MarkusHertz schrieb:
> Wenn ich Deine Rechnung mal weiterverfolge, komme ich auf auf einen
> Strom von 28 A auf dem Neutralleiter, wenn ich beide Phasen mit 16 A
> belaste.

das kann aber nicht stimmen.

Wenn I1 = 16A und I2 = 16A dann ist In auch 16A.

> Um auf dem Neutralleiter den max. Strom von 16 A nicht zu überschreiten,
> kann ich jede Phase mit 10 A belasten.

damit ist das auch falsch
Gast #3013756
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an  Route 66

> Haus         Carport
> L1------------FI-L1---Heizer--|
> L2------------FI-L2---Heizer--|
> N-------------FI-N------------|
> PE-x   ^     x-PE----PE_Heizer
>        |         |
>        |       Erder
>        |
     welche Farbe[n] hat diese Isolierung des N?

[x] ich habe das Problem nicht verstanden
Er hat nur dreiadrig mit gn/gb in der Erde verbuddelt!
Gast #3013875
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Peter II schrieb:
> warum wird ein FI über lange strecken unwirksam? Er misst strom und
> dieser sollte überall im Kabel gleich sein, egal wie lang es ist.

> Haus                             Carport
> L1---------------100m Kabel------FI-L1---H
> N-------hier Kabelschluß ...usw..FI-N------------|
> PE-x   ^                         x-PE----PE_Heizer
>        |                         |
>        |                         Erder

Habe ich was mißverstanden? Dann erklärt mir bitte wie der FI 
(Summenwandler) in der Garage auslöst wenn VOR dem FI zwischen Haus und 
Garage der Schluß liegt. 
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fi-rele2.gif
Gast #3013880
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oszi40 schrieb:
> Habe ich was mißverstanden? Dann erklärt mir bitte wie der FI
> (Summenwandler) in der Garage auslöst wenn VOR dem FI zwischen Haus und
> Garage der Schluß liegt.

gar nicht, warum sollte er da auch auslösen. Dafür ist dann der FI (wenn 
vorhanden ) im Haus zuständig.

Das hat doch aber nichts mit der Länge des kabels zu tun.
Gast #3013898
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oszi40 schrieb:
> Schon mit dem Ort der Anbringung des FI. Summasumarum alles Murks.

wir haben ein 60m kabel von der HAK zum Zähler, wenn dort was passiert 
dann kommt auch kein FI.

Wenn ein kabel in der Straße ein Kabel zerlegt kommt auch kein FI.

ein FI ist doch kein Heilmittel, Es gibt genug Anlagen die laufen 
komplett ohne FI. Für den Kurzschlussfall gibt es eine Sicherung und da 
gibt es immer eine "davor"
#3013905
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oszi40 schrieb:
> Habe ich was mißverstanden? Dann erklärt mir bitte wie der FI
>
> (Summenwandler) in der Garage auslöst wenn VOR dem FI zwischen Haus und
>
> Garage der Schluß liegt.

Gegenfrage: Seit wann löst der RCD in Deinem Haus aus, wenn in der 
Zuleitung Deines EVU vor Deinem Haus ein Problem ist?

Tat der RCD nie, wird es nie tun, soll er nicht tun: denn dafür wurde er 
nie konzipiert.

Somit, wenn du schon das Kabel in obiger Aufgabenstelleung zw. Haus und 
Garage schützen willst:

Dafür installiert man selektive RCD im Haus, so man das Kabel denn 
unbedingt schützen will.
#3013919
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Markus Huber schrieb:
> Folgendes. Mein Nachbar hat vom Haus zum Carport ein Erdkabel verlegt.
>
> Das Erdkabel ist aussen in einer AP Aussensteckdose eingesteckt.

Also NYY an Stecker, und diesen eingesteckt.
Sowas (NYY an Stecker) ist schon mal gar nicht i.O.

>  Unten  im Keller mit 10A gesichert.

Eine B16 Absicherung wäre wohl eine zu einfache Lösung des Themas "wie 
kann ich mehr als 2500W am carport abgreifen" gewesen.

Oder um es mit Atze Schröder zu sagen: Ja nee iss klar.
#3013925
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wow schrieb:
> Wow, 70 Beiträge auf eine sicherheitsrelevante Frage, auf die es doch
> eigentlich nur eine Antwort geben kann. Ist es die Kombination Nachbar +
> Murks?

Ist hier im Forum üblich das so breitzuwalzen,

zumal man die Erkenntnis hat:

Wohnung sucht man sich aus und kauft man, Nachbarn kann man sich nicht 
aussuchen.
Gast #3013975
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Max S. schrieb:
> Eine B16 Absicherung wäre wohl eine zu einfache Lösung

Glaskugel für Leitungslänge?

Tabelle 8.3: Leitungslängen bei Wechselstrom
Querschnitt [Quelle: Beitrag "Kabelquerschnitt 230V, 6,3A über 100m" ]

Sich.   1,5 mm2 2,5 mm2 4 mm2 6 mm2 10 mm2 16 mm2 25 mm2

 10 A   29,0 m 48,3 m 77,3 m 115,9 m 193,2 m 309,1 m 483,0 m
 16 A   18,1 m 30,2 m 48,3 m 72,5 m 120,8 m 193,2 m 301,9 m
 20 A   14,5 m 24,2 m 38,6 m 58,0 m 96,6 m ...
#3013995
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dummschwaetzer schrieb:
> an  Route 66
>
>> Haus         Carport
>> L1------------FI-L1---Heizer--|
>> L2------------FI-L2---Heizer--|
>> N-------------FI-N------------|
>> PE-x   ^     x-PE----PE_Heizer
>>        |         |
>>        |       Erder
>>        |
>      welche Farbe[n] hat diese Isolierung des N?
>
> [x] ich habe das Problem nicht verstanden
> Er hat nur dreiadrig mit gn/gb in der Erde verbuddelt!

Hallo!
Normkonform muss diese Leitung blau sein. Es gibt (oder gab?) wohl eine 
Ausnahme. Man darf/durfte einen grüngelben als N verwenden, wenn die 
freien Enden vollständig dauerhaft blau markiert werden. Aber das ging 
wohl nur, wenn unterwegs keine Abzweigungen, Trennstellen oder andere 
Schaltgeräte, Klemmen usw. vorhanden sind. Auch die Verlegeart spielte 
wohl eine Rolle?

Alles unter Vorbehalt, für präzise Angaben muß ich suchen!

Edit freie Enden bedeutet natürlich bei Einzeladern auf der gesamten 
zugänglichen Länge, also im Extremfall komplett! Was wieder 
Blödsinnwäre.
Gast #3014157
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Weiß man, ob der TO die gnge Ader des Erdkabels an einem NULL oder 
Neutralleiter angeklemmt hat? Diese Begriffe auseinanderzuhalten ist 
doch nicht so schwer. Ein Null-Leiter ist eine alte Bezeichnung für 
einen (damals grauen ) PEN Leiter in Altanlagen. Ein Null- Leiter ist 
kein PE und auch kein N Leiter. Wenn die gnge Ader des Erdkabels als PEN 
Leiter verlängert wird, sollte sie an den Enden mit einem Streifen 
blauen Isoschlauch gekennzeichnet werden (jetzt mal ganz davon 
abgesehen, daß ein PEN mindestens 10² sein muss) Ein TT Netz mit 30 mA 
FI (!!) vor einer CEE Kupplung (mit normativ unzulässigen gnge als 
aktiven N - Leiter) funktioniert auch. Beide Varianten können zwar 
problemlos 50 Jahre funktionieren (insofern bitte etwas sachlicher mit 
"Friedhof", etc.), sind aber normativ bzw. im Sinne der VB eines 
Gebäudeversicherers unzulässig.

Daß man nach 10 Jahren die Spezialschaltung vergessen hat und ein 
Anderer den gnge als PE anschliesst, darauf hat Dennis H schon 
hingewiesen. Naja, Wenigstens ist der gnge nicht als Außenleiter 
missbraucht. Dann würde wirklich der Spass aufhören.

Und im "Rückleiter" fliesst natürlich: (Beispiel)

I1k = 10A exp(0); I2k = 10A exp(120)
I1k = 10A + j 0A; I2k = -5A + j 8,66 A

Ink = 5A + j 8,66A = 10A exp(60)

Muss doch so sein, da bei Hinzufügen einer dritten Phase
I3k = 10A exp(240) d.h genau nach Betrag gleich  und Phase invertiert
der Strom im Mittelpunktsleiter dann In = ???? wird.
(altbekannte Tatsache...)
Gast #3014167
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> Ein Null-Leiter ist eine alte Bezeichnung für
> einen (damals grauen ) PEN Leiter in Altanlagen. Ein Null- Leiter ist
> kein PE und auch kein N Leiter.

Jetzt weiss ich, warum sich alle blauen Drähte hier immer so 
aufkräuselten:
Weil ich sie falsch angesprochen habe ...

Ich werde mich bessern und zukünftig nur noch Neutrallleiter zu ihnen 
sagen !
#3014720
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oszi40 schrieb:
> Peter II schrieb:
>> warum wird ein FI über lange strecken unwirksam? Er misst strom und
>> dieser sollte überall im Kabel gleich sein, egal wie lang es ist.
>
>> Haus                             Carport
>> L1---------------100m Kabel------FI-L1---H
>> N-------hier Kabelschluß ...usw..FI-N------------|
>> PE-x   ^                         x-PE----PE_Heizer
>>        |                         |
>>        |                         Erder
>
> Habe ich was mißverstanden? Dann erklärt mir bitte wie der FI
> (Summenwandler) in der Garage auslöst wenn VOR dem FI zwischen Haus und
> Garage der Schluß liegt.
> http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fi-rele2.gif

Ein FI oder anders gesagt RCD ist zuerst mal für Endstromkreise. Genau 
das macht der FI im Carport, wie in der Zeichnung hier. Natürlich gibt 
es auch noch davor manchmal FI's, diese haben allerdings völlig andere 
Aufgaben. Im TT-Netz ist dieser FI ein Sicherungsersatz bei Erdschluss. 
Und beim Brandschutz wird in manchen Fällen auch ein 300mA FI gefordert.

MfG Dennis
Gast #3014754
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Hallo,

ich denke ein Verstoß ist die Nutzung des Nullleiters als Außenleiter. 
Zugegeben der N-Leiter gilt als aktiver Teil laut VDE.

Weiterhin ist die Nutzung des PE als N keine schöne Sache und ebenso 
nicht Normenkonform.

Aber letzten Endes ist dem Nachbarn selber überlassen was er auf seinem 
Grundstück macht. Wer in seiner UV rumfuscht ist auch selber dafür 
verantwortlich bzw. bei Schäden dafür zu bestrafen.

Die Nutzung eines Fundamenterders vor Ort, also am Carport ist zwingend 
nötig sowie die Verwendung eines RCD's 30mA (VDE sowieso Endstromkreise 
<25A müssen mit diesem RCD ausgerüstet werden im TNCS Netz). Der 
Leitungsschutz sollte mit den LS-Automaten im Haus gegeben sein. 
Personenschutz durch den FI.

Und wenn ich er wäre würde ich bevor ich das umklemme einen Erdstab in 
den Boden schlagen um wenigstens halbwegs dem nötigen Personenschutz 
gerecht werden zu können.

Dennoch ist das was er da macht Murks.
#3014843
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U. B. schrieb:
> In der Energietechnik wird in diesem Zusammenhang regelmässig von
> Oberschwingungen gesprochen:
>
> http://www.vde-verlag.de/buecher/522157/oberschwin...
>
> Die 150 Hz, die im Nulleiter manchmal Ärger machen können, haben
> im Kabel eine Wellenlänge von vielleicht 1300 km, d.h. im üblichen
> Haushaltsnetz hat man überall fast die gleiche Phase  ...

Und? Ändert nichts daran, dass es sich erstens trotzdem um eine Welle 
handelt, und zweitens (was wesentlich wichtiger ist) "Oberwelle" 
allgemein als Synonym akzeptiert ist.

Zur großartigen Reumrechnerei einiger hier: Zeigerdiagramm ist 
einfacher.
#3015851
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Wow, hier geht es ja ab.

Also, es ist so, der Nachbar schraubt da oft an seinen Karren im 
Carport, dabei reicht ihm der 2000W IR Strahler nicht bei den 
Temperaturen.

Verbuddelt im Garten ist eine 3polige Leitung mit braun/blau/grüngelb.

Das einzig legitime aus Meiner Sicht ist Folgendes:

braun auf L1 schalten.
blau auf L2 schalten.
grüngelb = belassen auf Erde

Im Carport dann ein 400/230V Trafo. Zusätzliche Erde zum Potential 
Ausgleich und ein FI im Carport - Fertig. Ob sich der Aufwand rechnet, 
naja, muss jeder selber wissen.

Mir ist es im Prinzip egal ob der Nachbar in 10 Jahren noch weiss wie 
die Geschichte beschaltet ist. Der Punkt ist, dass es jemand anderes 
nicht weiss. Grüngelb darf man anfassen. Und wenn das jemand macht 
der's halt nicht weiss und dabei noch barfuss im Morgentau feuchten Gras 
sitzt dann gute Nacht.

Von dem her hab' ich dem Nachbarn hier mal ein nogo gezeigt. -tun kann 
er:

- 10A Automat gegen 16A ersetzen (KLEINERES übel bei 1.5mm2)
- Trafo verwenden.
Gast #3016302
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Markus Huber schrieb:
> Und noch was Leute zum FI. Ein FI löst aus, wenn der Fehlerstrom der zur
> Erde fliesst grösser ist als (üblicherweise) 30 mA. Wenn die Erde nun
> 10km weiter weg ist ist die Kabellänge durchaus relevant. Wollte ich nur
> erwähnt haben ;)

Erklär mal, warum das von der Kabellänge abhängen soll ? Ein FI löst 
aus, wenn der durch ihn gemessene Differenzstrom irgendwo hinfließt, das 
muss nicht Erde sein. Höchstens die Abschaltzeiten können, je nach 
deltaI etwas variieren, sie sind aber bei deltaI  > deltaInenn auf jeden 
Fall innerhalb der Abschaltzeit (einige 10ms). Was von der Kabellänge 
abhängt, ist die Abschaltzeit im Kurzschlussfall, das steht auf einem 
anderen Blatt und ist Sache einer Sicherung bzw eines LS Schalters.

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