Forum: Offtopic Wer kann 50 Programmiersprachen ?


von Zero V. (Firma: Angestellter/Freelancer) (gnd)


Lesenswert?

Dieser "Nerd" :
http://www.prosieben.de/tv/beauty-and-the-nerd/die-nerds/nerd-helge-1.3493715/

Dazu meine Frage: Gibt es überhaupt entsprechend viele "relevante" 
Sprachen und gibt es hier jemanden der selbst schon zumindest einen 
Einblick in eine solche Menge an Sprachen hatte?
Bzw. wieviele Sprachen würdet ihr anhand der Syntax wiedererkennen ?

von Christoph M. (maije)


Lesenswert?

Bei so einer Sendung könnte ich kotzen...
Wie man sich so einen Schrott überhaupt ansehen kann ist mir 
schleierhaft.

Zu den Programmiersprachen: Ich hab zwar selber kaum Erfahrung damit, 
kann mir jedoch kaum vorstellen das sowas möglich ist. Und wenn glaub 
ich noch weniger dass er alle gut beherrscht (also nicht blos "einmal 2 
Zeilen programmiert")

Obwohl es doch eine ziemliche Anzahl von Programmiersprachen gibt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Programmiersprachen

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


Lesenswert?

Zwischen "können" und "können" liegen oft Welten.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

James Bonddraht schrieb:
> Dazu meine Frage: Gibt es überhaupt entsprechend viele "relevante"
> Sprachen

Was ist "relevant"?

Tatsächlich ist das nicht so schwierig, wie es den Anschein haben mag. 
Die Prinzipien vieler Programmiersprachen sind eng miteinander verwandt.

Einerseits gibts es eine ziemliche Vielfalt von C abgeleiteter Sprachen 
(C++, C#, Java, Objective-C, D, Go, ...). Dann wäre da noch die 
ALGOL-Familie (Pascal, Modula, Ada, ...), die sich davon zwar optisch 
unterscheidet, aber nicht im prozeduralen Grundprinzip. Diese Sprachen 
haben auf einer höheren Ebene betrachtet eher den Charakter von 
Varianten der gleichen Grundsprache, wie Dialekte oder die romanische 
Sprachfamilie (Latein, Italienisch, Französisch, ...). Wenn man das 
erfasst hat, dann ist eine weitere solche Programmiersprache keine ganz 
so grosse Sache mehr.

Interessanter sind da schon Sprachen, die anderen Paradigmata folgen, 
wie es beispielsweise jeweils LISP, Prolog oder Haskell darstellen. Da 
ändert sich die Denk- und Herangehensweise gundlegend.

von Zero V. (Firma: Angestellter/Freelancer) (gnd)


Lesenswert?

> Was ist "relevant"?

Relevant für mich sind zumindest die, die hier nicht gelistet sind :-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Esoterische_Programmiersprache

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

James Bonddraht schrieb:
> Relevant für mich sind zumindest die, die hier nicht gelistet sind :-)

Dann brauchst du dir über die Zahl 50 keine Gedanken machen. Da gibts 
locker eine dreistellige Zahl (wenn's reicht). Zumal dann auch Sprachen 
dabei sind, die schon deshalb nicht da drin stehen, weil niemand ausser 
dem Autor sie kennt (ich hätte da auch eine beizutragen - für mich war 
sie mal relevant ;-).

Grob gepeilt kommt ich auf an die 20 irgendwann einmal mehr oder weniger 
aktiv verwendete Sprachen (diverse Assembler-Variationen nicht getrennt 
gerechnet). Oben drauf kommen dann noch etliche, die ich grob kenne aber 
nie nennenswert nutzte.

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


Lesenswert?

Die Frage ist weit interpretierbar.

1. Wie sollen Varianten gezählt werden?
Oder Dialekte und Weiterentwicklungen?

2. Was ist eine Programmiersprache? Wo fängt das an?
Man könnte z.B. sagen,  HTML sei keine Programmiersprache. Aber XML? 
Spätestens bei XSLT, XPath und XQuery (Turing-vollstängig!) wird das 
schwierig.
Ich habe z.B. mal ein Backup-Programm geschrieben, das in einer 
Domain-Specific-Language konfiguriert wurde. So sagt man großspurig 
heute dazu, damals habe ich mir nur ein praktisches Konfig-Dateiformat 
ausgedacht. Zählt das auch?
Oder andere Konfig-artige Dateien wie *.ini, make-Files, 
Bind-Zone-Files, die sendmail-Konfig...

3. Es gibt Bibliotheken/Frameworks, die für mich eine Sprache auf ein 
anderes Level gebracht heben. Beispiele: Prototype/jQuery für 
Javaskript. Für Java das Spring-Framework oder der Constraint-Solver 
CHOCO. Die STL für C++. LINQ für C#.
Die müsste man dann auch extra zählen.

Wenn ich großzügig zähle komme ich bestimmt auf 3 dutzend Sprachen mit 
denen ich mich schon mal intensiv beschäftigt habe.

Und was heißt können?
Ich war z.B. mal ein guter Perl-Programmierer. Und obwohl ich das noch 
regelmäßig mache ist die Sprache schon lange keine Heimat mehr.
Sprachen die ich wirklich kann kann ich an einer Hand abzählen.

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Tilo Renz schrieb:
> die sendmail-Konfig...

Echtes Hardcore... ;-)

Aber hier war von Programmiersprachen die Rede, nicht von 
Konfigurationssprachen.

von Ulrich S. (voodoofrei)


Lesenswert?

James Bonddraht schrieb:
> Dieser "Nerd" :
> http://www.prosieben.de/tv/beauty-and-the-nerd/die...

Bitte sowas nicht als "Nerd" bezeichnen, da fühlen sich sonst einige 
persönlich angegangen. ;)

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


Lesenswert?

A. K. schrieb:
> Tilo Renz schrieb:
>> die sendmail-Konfig...
>
> Echtes Hardcore... ;-)
>
> Aber hier war von Programmiersprachen die Rede, nicht von
> Konfigurationssprachen.

Genau darauf wollte ich raus, ich finde die Grenzen fließend.

Eine Konfig wird gelesen, geparsed und interpretiert, vielleicht auch 
noch kompiliert. Sie bestimmt dann, was ein anderes Programm machen 
soll.

Ein Programm in einer Programmiersprache wird gelesen, geparsed und 
interpretiert, vielleicht auch noch kompiliert. Es bestimmt dann, was 
ein anderes Programm (Interpreter oder Laufzeitumgebung) machen soll.

von Robert L. (lrlr)


Lesenswert?

Meine Meinung ist ja: wenn man Programmieren kann, kann man 
Programmieren.. fertig.. (damit ist jetzt nicht VB oder herum-ge-scripte 
gemeint)

"Dialekt" ist doch egal...


>Sein Motto: „Niemals aufgeben.“

DESHALB hat er also keinen Schulabschluss ;-)

von D. I. (Gast)


Lesenswert?

Ich würde fast eine Wette drauf abgeben, dass es diese Sendung zum 
Fernsehkritiker schaffen wird...

von Jörg S. (joerg-s)


Lesenswert?

Das Original der Sendung fand ich ehrlich gesagt nicht sooo schlecht:
http://www.youtube.com/watch?v=sC9wZB2T9uE
:)

von A. $. (mikronom)


Lesenswert?

Christoph M. schrieb:
> Bei so einer Sendung könnte ich kotzen...
> Wie man sich so einen Schrott überhaupt ansehen kann ist mir
> schleierhaft.

Unterschichten-TV heißt wohl warum Unterschichten-TV?

von Michael E. (Firma: irgendeine) (nodalek)


Lesenswert?

Das wird doch auch nur eine Sendung mit Drehbuch und schlechten 
Schauspielern sein, oder?
Die Bilder von den Typen sehen schon so gestellt und unrealistisch aus.
Das ist alles nur Schein.

von D. I. (Gast)


Lesenswert?

Michael m. schrieb:
> Das wird doch auch nur eine Sendung mit Drehbuch und schlechten
> Schauspielern sein, oder?
> Die Bilder von den Typen sehen schon so gestellt und unrealistisch aus.
> Das ist alles nur Schein.

Ja das ist bei solchen Formaten üblich, meistens sogar so wie sichs 
manche Beteiligte garnicht vorstellen von vornherein.

von A. $. (mikronom)


Lesenswert?

Michael m. schrieb:
> Das wird doch auch nur eine Sendung mit Drehbuch und schlechten
> Schauspielern sein, oder?

Hier steht die Sendung zumindest nicht: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Scripted-Reality-Sendungen

> Die Bilder von den Typen sehen schon so gestellt und unrealistisch aus.
> Das ist alles nur Schein.

Alles eine Frage des Gelds. Die Typen und ihre Art und Weise werden 
schon echt sein, aber man wird ihnen halt Geld dafür gegeben haben, dass 
sie sich besonders bescheuert anziehen bzw. anziehen lassen und dass sie 
sich "besonders" benehmen, um den Eindruck zu erwecken, in erhöhtem Maße 
sozialdämlich zu sein. Das ist doch gerade ein Erkennungsmerkmal des 
Unterschichten-TV, normal ist out, alles mus extremistisch zu sehen 
sein.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.