Einschaltverzögerung Widerstand

Persönliche Seite #3020907
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Hallo,

ich hab eine kurze Frage:
Ich hab eine Einschaltverzögerung für ein Audioverstärker aufgebaut. Die 
Schaltung funktioniert soweit auch gut. Ein Relais wird nach ca. 200ms 
durchgeschaltet. Jetzt finde ich in viele Schaltungen im Internet, dass 
das Relais einen Widerstandsblock überbrückt. Aber wozu ist der 
Widerstandsblock gut? Ich meine da sind dann 20 Ohm auf 230VAC und die 
verheizen ja die 200ms ordentlich Leistung. Kann man mit dem Relais 
nicht einfach direkt den großen Trafo schalten? Ich hab ein 10A Relais, 
welches das ohne Probleme schaffen sollte.

Danke!

Gruß
Gast #3020937
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Zeig halt die Schaltungen mal.. so kann man nur raten.

zB wird manchmal zur kurzzeitigen Anzugsverzoegerung von Schuetzen oder 
Relais ein Widerstand in Serie zur Spule geschaltet. Wenn die 
Spule/Schütz dann angezogen ist, schliesst er über einen Hilfskontakt 
den Widerstand kurz und die Spule bekommt die volle Spannung. Über die 
kurze Zeit kann der Widerstand die Verlustleistung vertragen.
#3020970
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Hallo Tim,
Ringkerntrafos ab 500W und auch etwas weniger schaffen es beim 
Einschalten eine 16A Sicherung auszulösen. Dieses Verhalten hängt aber 
vom Restmagnetismus des Kernmaterial ab. Es kann sein das beim nächsten 
Einschalten kein Kurzschluss erzeugt wird. Siehe Rush-Effekt, 
http://de.wikipedia.org/wiki/Einschalten_des_Transformators .

Abhilfe schafft ein zu Beginn kleiner Strom der den Kern quasi langsam 
zum Schwingen bringt. Was noch hinzukommt sind bei einem Audioverstärker 
die Ladeelkos, die für einige Millisekunden einen enorm hohen Strom 
ziehen. In dieser Zeit wird der Widerstand als Strombegrenzung genutzt.
Gruss Klaus.
Gast #3021760
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Hallo,

ich nutze mal die Gelegenheit und frage nach wie die richtige Leistung 
des Widerstandes ausgewählt wird.
Wenn die Einschaltverzögerung zb. 0,1sek. betragen soll und bei 230V der 
Strom auf max. 20A begrenzt wird ist es ja sehr einfach den Widerstand 
und die Leistung welche ensteht zu berechnen.

230V/20A = 11,5 Ohm
230V*230V / 11,5 Ohm = 4,6 kW (!)

Die 4,6kW stehen jetzt aber max 0,1 Sek. an und Widerstände sind auch 
träge was den Temperaturanstieg angeht (letztendlich eine 
Elektroheizung), also kann in der Praxis das Leistungsvermögen deutlich 
niederiger gewählt werden, wie hoch ist aber jetzt die Leitungsfähigkeit 
welche mindestens gewählt werden muß ?
Ich gehe von davon aus das zwischen den Einschaltvorgängen genug Zeit 
vergeht das sich der Widerstand sich weitgehend (also max. noch 50- 60 
Grad C )abgekühlt hat.
Eine "schöne" Kurve von Datenblatt des Herstellers soll jetzt mal nicht 
zur Verfügung stehen.

mfg

    hennes
Gast #3023128
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> Elektor hatte mal so eine Schaltung im Angebot (siehe Anhang).

Bitte liebe Kinder macht das nccht so wie Elektor's Laien,
sondern nur mit Widerständen die bei Überlast definiert
durchbrennen (Widerstände mit Rücklötauslöser oder
Sicherungswidertände) und nicht abbrennen.

> Bei solchen Schaltungen sollte man auf jedenfall darauf achten dass man
> eine Widerstandsbauart nimmt die durch- aber nicht niederbrennt wenn
> durch irgendeinen Fehler das Relais nicht anzieht....

Genau !

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