Also im schnitt sind die Berechnungstools bei einigen Applikationen
leider weit daneben, Grund dafür ist das nicht alle
Tranistoren/Spulen/Dioden sauber modeliert sind, oder zb Faktoren nicht
berücksichtigt werden (Wirbelstromverluste, ESR zu zuleitungen, PADs,
PCB Kapazitäten usw ).
Ich selber habe eine relativ lange Effizienzmessreihe für 1&2MHz DCDC's
gemacht.
Ein paar grobe Faustformeln kann ich dir aber mitgeben.:
- Du wirst deine Effizienz meistens nur für einen Strom-Last Punkt
optimieren können.
- NMOS Wahl: Zu größer NMOS, toll, ein guter Ron, das problem ist dann
das die NMOS Cap & die Miller Cap dir zuviel strom zieht ( umlade
verluste des Gates ). Zu kleiner NMOS, der Ron des NMOs hat mehr
verluste als die umladeverluste.
- Diode, es gibt applikationen wo eine schnelle Silizium Diode besser
sein kann als eine Schottky weil die Schottky eine Kapazität hat die
erst umgeladen werden muss.
- Spule: Die Spule hat einen Ohmschen Drahtwiedestand, eine Kapatitiven
Widerstand durch die Wicklungen, sowie Ummagnetisierungsverluste. Die
Parasitäre Cap der Windungen kann sich auch durch den Storm ändern.
Wenn die Spule zu gross wird sinkt der wirkungsgrad bei einer Fixen
Frequenz weil die verluste Windungskapaizäten steigen. Zu kleine Spule:
wirst du in den Sättigungsstrom kommen. Spulen R_DC = desto niedriger
desto besser, aber ist nicht alles, der R_AC kann ziemlich gemein sein,
vor allem weil nicht sauber modelierbar. Bei den Ferritmaterialen gibt
es unterschiede wie Tag und nacht. ich habe immer sehr gute Erfahrungen
mit Coilcraft Spulen gemacht ( sind halt nicht die Billigsten ).
- Es kommt zu einem schwingebilde zwischen NMOS Miller Cap, Spulen
Kapazität und Dioden Kapazität, im Diskontunierlichen betrieb kannst du
bei ungünstigen verhältnissen dieses Ausschwingen kurzschließen was du
in der Effizienzkennlinie als Höcker sehen kannst.
- Der Quicent Strom, weniger ist besser, aber der Regler wird dir immer
etwas strom brauchen.
- Gate-Spannungsadaptierung, bei keinen lastberreichen könnte eine
Schaltung mehr effizient bringen wo du die Gatecap des NMOS zb nur Halb
ladest. Zb nur knapp über die Threshold.
- Eingangs & Ausganskap: Man sollte schauen das die Kondensatoren
möglichst wenig ESR haben und auch nicht Induktiv werden, mehrere
Parallel helfen meistens den ESR zu verringern.
- PCB Design: Wenn du direkt unter die Spule eine GND Plane hast kann
dir das in abhängigkeit von Spulenbauform & Frequenz bis zu 1% Effizienz
kosten da du Wirbelstromverluste hast.
- Frequenz: Prinzipiell gilt, es gibt für jedes Spulen/transistor/Dioden
Paar eine Ideale Frequenz, die du durch einen f-Sweep finden könntes.
- Spannung: höhere eingangspannung ist immer zu bevorzugen weil die
schaltverluste immer mit C*U²/2 einschlagen ( also Spannungsverluste
sind meist Quadratisch ), verallgemeinern darf man trotzdem nicht da die
Komponentenauswahl meist einen höhreren Einflussgrad hat.
Aus meinen Applikationen:
Eingangsspannung: 4.2~3.0V
Ausgangsspannung: 12V
Ausgangsstrom: 60mA
Habe ich niemals einen höheren Wirkungsgrad zusammengekriegt als 91% (
am DCDC )
Als vergleich Displayanzeigen von Mobiletelefonen haben meistens 80~85%
Effizienz.
Weiters Gilt: Simulationen zeigen dir einen Weg in die Richtige
Richtung, jedoch wundere dich nicht beim nachmessen wenn du ein paar [%]
abweichst ( meistens nach unten )