Hallo, als neulich meine Autobatterie leer war hat mit ein Bekannter mit einem Starthilfekabel ausgeholfen. Der Wagen ist dann auch sofort wieder angelaufen und ich bekam den Tipp, bei der Heimfahrt jetzt dann gleich so viele elektrische Verbraucher wie nur möglich einzuschalten, das würde die Batterie "besser" resp. schneller aufladen. Als gelernter KFZ-Mechaniker war er davon überzeugt, dass die Batterie in meinem Auto so schneller wieder voll wird. Ich kann das jedoch nicht so ganz nachvollziehen! Warum soll die Batterie schneller laden, wenn mehr Energie für Heckscheibenheizung, Sitzheizung, Licht ect. pp. verbraucht wird, als wenn die LiMa den zur verfügung stehenden Strom direkt in das Laden der Autobatterie investieren kann? Was er mir als "elektrotechnischer Laie" erklären wollte war vermutlich, dass die LiMa mittels elektrischer Erregerspannung das Magnetfeld und dadurch auch die induzierte Spannung ändern kann. Den Bogen zur Ladezeit und Lademenge einer Autobatterie hat er dann aber nicht bekommen und konnte mir das aber auch nicht erklären. Wie gesagt, er war sehr überzeugt von sich und meinte, so habe er das in seiner Ausbildung gelernt, jeder der etwas mehr Ahnung von E-Technik hat kann mir das bestätigen!? Was denkt Ihr, warum soll das so sein1?
Das Erste, was ein Automechaniker lernt: Motorhaube auf, Kopf schütteln, Ausspruch: 'Oh, oh, das wird teuer!' Nee, ganz im Ernst: Die LiMa liefert angenommen 400W. Punkt, aus, Ende. Wenn dann zusätzlich zum Motor alle Verbraucher angeschaltet werden, dann braucht das Auto 800W. Die LiMa kann das nicht liefern, also zieht das Auto zusätzlich 400W aus der Bakterie. Die wird also nicht voll, sondern leer. Um eine Batterie über die LiMa zu laden, muß der Verbrauch möglichst reduziert werden. Also alle möglichen Verbraucher AB-schalten, nicht AN-Schalten!! Gruß Ralf
Ich habe mal gehört (im TV von einem ADAC-Mensch) das mit den zusätzlichen Verbrauchern (konkret: Licht) anschalten soll irgendwelche Spannungsspitzen reduzieren die die leere Batterie nicht aufnehmen kann und die sonst das Steuergerät strapazieren. Obs stimmt keine Ahnung...
Trolldauerdienst (Troll Nr. 42 aktiv) schrieb: > das mit den zusätzlichen Verbrauchern (konkret: Licht) anschalten soll > irgendwelche Spannungsspitzen reduzieren die die leere Batterie nicht > aufnehmen kann und die sonst das Steuergerät strapazieren. Ja das stimmt. Allerdings nur WÄHREND dem Überbrücken und beim Spenderfahrzuge. Der leere Akku des Nehmerfahrzeugts zieht erstmal jede Menge Strom. Die Lichtmaschine vom Spenderfahrzeug liefert richtig viel Strom. Wird die andere Batterie dann abgeklemmt, gibt es eine Spannungsüberhöhung, der man z.B. mit eingeschalteter Heckscheibenheizung entgegenwirken kann. Generell ist das aber alles nicht so kritisch wie immer behauptet wird. Die Autoelektronik ist sehr gut gegen alle möglichen Fehlerfälle geschützt. Ich habe bestimmt schon um die 10 Mal Starthilfe gegeben oder erhalten und es hat immer geklappt. Auch die Reihenfolge sind nur Schutzmaßnahmen, bei Nichtbeachtung geht meistens nichts kaputt. Auch Sachen wie Spenderbatterie muss größer als Nehmerbatterie sein sind Quatsch. Die Starthilfekabel für den Zigarettenanzünder kann man natürlich vergessen.
Ich kenne es so, daß man bei beiden Wägen das Licht einschaltet, wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will. Für den Fall, daß beim "leeren" Fahrzeug die Batterie dermaßen tot ist, daß sie so gut wie gar keinen Strom mehr aufnimmt. Dann muß die Lichtmaschine nicht mit dem fast-Leerlauf klarkommen und Spannungsspitzen werden über die Lampen abgebaut. Naja die Reihenfolge ist nicht ganz unwichtig, die sollte man schon beachten. Ansonsten fummelt man am Ende mit zwei losen Kabelenden rum und "äh, wo war nochmal der Plus?" KRAWUMMS ... Das wird dann eine etwas teurere Reparatur beim verpolten Nehmerfahrzeug. Oder manchmal gibts auch noch Starthilfekabel mit blanken Klemmen. Sind meiner Meinung nach die besten weil keine Weichplastik den Kontakt versaut, aber wenn man damit nicht aufpasst gibts recht schnell ein ansehnliches Gewitter wenn die Klemmen aneinanderschlagen. Größere Spenderbatterie erleichtert die Sache natürlich etwas. Was auch viele Punkte bringt ist nicht sofort nach dem Verbinden der Autos den Schlüssel beim Nehmerfahrzeug rumzureißen, sondern der Batterie erst etwas Zeit geben ein wenig Strom "zu tanken". Wichtig sind auf jeden Fall gute Starthilfekabel. Der Außendurchmesser ist unwichtig, auf das Kupfer kommt es an. Mit dem Klingeldraht, da da heute oft als Starthilfekabel angeboten wird, krieg ich noch nicht mal meine Endstufe zuverlässig versorgt. Mir ist auch noch nichts durch Starthilfe kaputtgegangen. Weder an eigenem, noch an fremden Material.
Alexander Schmidt schrieb: > Die Starthilfekabel für den Zigarettenanzünder kann man natürlich > vergessen. Wenn es sowas tatsächlich gibt, dann könnte ich das bei mir vergessen, denn der Zigarettenanzünder ist mit 10A abgesichert. Es steht glücklicherweise auf der Buchsenabdeckung drauf. Damit startet man höchstens den Scheibenwischermotor. Es würde allenfalls taugen, um über eine Weile die Empfängerbatterie etwas nachzuladen, wenn diese sonst heil ist, aber das würde dann zeitlich dauern, z.B. 1-2 Stunden bis zu einer brauchbaren Mindestladung. Bei Starthilfe an einem Oberklasse-Benz, der einige Minuten lang nicht wollte, verschmorte ich schon mal ein dickeres Starthilfekabel mit ca. 6-8mm Kupferdurchmesser, und machte die eigene Batterie trotz laufendem Fahrzeug mit erhöhtem Gas auch noch leer. Der Benz war ein älteres Modell mit Vergaser und mechanischer Zündung. So ein großvolumiger Motor zieht schon mal ordentlich Energie, wenn er sich lange gar nicht rührt. Man kann da bei solchen Oldtimern nicht wie heute sagen, wenn er in 3 Sekunden nicht an ist, hat er einen Defekt. Diesen Benz kaufte der Besitzer gebraucht, außen Hui, aber innen Pfui, erbärmlicher Wartungszustand der Technik wie z.B. Vergaserzustand und Zündeinstellung. Der Motor war auch ein richtiger Ölschmutzfink, hatte Ölverbrauch und nicht mehr die allerbeste Kompression. Noch 2 weitere solche Versuche, dann hat er auch noch einen verglühten Startermotor. Der Mann hatte keine Ahnung, als er die äußerlich hochglanzpolierte Diva und innerlich schmierige Gurke gebraucht kaufte. Da nach der Starthilfe die LiMa an meinem Wagen furchtbar jaulte, mußte ich erst mal selbst noch eine halbe Stunde um den Block fahren, um die eigene Batterie wieder zu laden. Denn ich war als Wochenendpendler die Woche über nicht zu Hause, wo ich Garage und Strom hatte. Der Wagen wäre allerdings an einem leicht abschüssigen Parkplatz auch mit Anrollen lassen sofort angesprungen.
Daß die Lichtmaschine bei Vollast ein wenig jault ist normal, macht meine kurz nach dem Start auch wenns richtig kalt ist. Dann will der Diesel noch ein paar Ampere zusätzlich sehen...
Jeffrey Lebowski schrieb: > Als gelernter KFZ-Mechaniker war er davon überzeugt, dass die Batterie > in meinem Auto so schneller wieder voll wird. Den Jungs kann man aber auch erzählen, dass man bei einer nicht angeschlossenen Autobatterie am besten einen Gabelschlüssel auf die Pole legt um sie vor Tiefentladung zu schützen. Nach der Starthilfe sollte man eine weile fahren, sonst springt die Karre das nächste mal nicht wieder an. Ideal Autobahn mit >1/3 Nenndrehzahl. Am besten man hat zuhause das: http://www.amazon.de/CTEK-MXS-5-0-Batterieladegerät/dp/B004INGZR2/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1360399034&sr=8-1
Hallooo?! Also jedes Ladegerät, JEDES! Aber NICHTS von CTEK, die Dinger gehen laufend kaputt.
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