Forum: Offtopic Autobatterie entladen, aufladen durch LiMa


von Jeffrey L. (the_dude)


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Hallo,
als neulich meine Autobatterie leer war hat mit ein Bekannter mit einem 
Starthilfekabel ausgeholfen. Der Wagen ist dann auch sofort wieder 
angelaufen und ich bekam den Tipp, bei der Heimfahrt jetzt dann gleich 
so viele elektrische Verbraucher wie nur möglich einzuschalten, das 
würde die Batterie "besser" resp. schneller aufladen.

Als gelernter KFZ-Mechaniker war er davon überzeugt, dass die Batterie 
in meinem Auto so schneller wieder voll wird.

Ich kann das jedoch nicht so ganz nachvollziehen!
Warum soll die Batterie schneller laden, wenn mehr Energie für 
Heckscheibenheizung, Sitzheizung, Licht ect. pp. verbraucht wird, als 
wenn die LiMa den zur verfügung stehenden Strom direkt in das Laden der 
Autobatterie investieren kann?

Was er mir als "elektrotechnischer Laie" erklären wollte war vermutlich, 
dass die LiMa mittels elektrischer Erregerspannung das Magnetfeld und 
dadurch auch die induzierte Spannung ändern kann. Den Bogen zur Ladezeit 
und Lademenge einer Autobatterie hat er dann aber nicht bekommen und 
konnte mir das aber auch nicht erklären.

Wie gesagt, er war sehr überzeugt von sich und meinte, so habe er das in 
seiner Ausbildung gelernt, jeder der etwas mehr Ahnung von E-Technik hat 
kann mir das bestätigen!?

Was denkt Ihr, warum soll das so sein1?

von Ralf D. (dreilira)


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Das Erste, was ein Automechaniker lernt: Motorhaube auf, Kopf schütteln, 
Ausspruch: 'Oh, oh, das wird teuer!'


Nee, ganz im Ernst: Die LiMa liefert angenommen 400W. Punkt, aus, Ende. 
Wenn dann zusätzlich zum Motor alle Verbraucher angeschaltet werden, 
dann braucht das Auto 800W. Die LiMa kann das nicht liefern, also zieht 
das Auto zusätzlich 400W aus der Bakterie. Die wird also nicht voll, 
sondern leer.

Um eine Batterie über die LiMa zu laden, muß der Verbrauch möglichst 
reduziert werden. Also alle möglichen Verbraucher AB-schalten, nicht 
AN-Schalten!!

Gruß
Ralf

von Trolldauerdienst (. (tdd)


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Ich habe mal gehört (im TV von einem ADAC-Mensch) das mit den 
zusätzlichen Verbrauchern (konkret: Licht) anschalten soll irgendwelche 
Spannungsspitzen reduzieren die die leere Batterie nicht aufnehmen kann 
und die sonst das Steuergerät strapazieren. Obs stimmt keine Ahnung...

von Alexander S. (esko) Benutzerseite


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Trolldauerdienst (Troll Nr. 42 aktiv) schrieb:
> das mit den zusätzlichen Verbrauchern (konkret: Licht) anschalten soll
> irgendwelche Spannungsspitzen reduzieren die die leere Batterie nicht
> aufnehmen kann und die sonst das Steuergerät strapazieren.

Ja das stimmt. Allerdings nur WÄHREND dem Überbrücken und beim 
Spenderfahrzuge.

Der leere Akku des Nehmerfahrzeugts zieht erstmal jede Menge Strom. Die 
Lichtmaschine vom Spenderfahrzeug liefert richtig viel Strom. Wird die 
andere Batterie dann abgeklemmt, gibt es eine Spannungsüberhöhung, der 
man z.B. mit eingeschalteter Heckscheibenheizung entgegenwirken kann.


Generell ist das aber alles nicht so kritisch wie immer behauptet wird. 
Die Autoelektronik ist sehr gut gegen alle möglichen Fehlerfälle 
geschützt. Ich habe bestimmt schon um die 10 Mal Starthilfe gegeben oder 
erhalten und es hat immer geklappt. Auch die Reihenfolge sind nur 
Schutzmaßnahmen, bei Nichtbeachtung geht meistens nichts kaputt. Auch 
Sachen wie Spenderbatterie muss größer als Nehmerbatterie sein sind 
Quatsch.

Die Starthilfekabel für den Zigarettenanzünder kann man natürlich 
vergessen.

von Ben _. (burning_silicon)


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Ich kenne es so, daß man bei beiden Wägen das Licht einschaltet, wenn 
man ganz auf Nummer sicher gehen will. Für den Fall, daß beim "leeren" 
Fahrzeug die Batterie dermaßen tot ist, daß sie so gut wie gar keinen 
Strom mehr aufnimmt. Dann muß die Lichtmaschine nicht mit dem 
fast-Leerlauf klarkommen und Spannungsspitzen werden über die Lampen 
abgebaut.

Naja die Reihenfolge ist nicht ganz unwichtig, die sollte man schon 
beachten. Ansonsten fummelt man am Ende mit zwei losen Kabelenden rum 
und "äh, wo war nochmal der Plus?" KRAWUMMS ... Das wird dann eine etwas 
teurere Reparatur beim verpolten Nehmerfahrzeug.
 Oder manchmal gibts auch noch Starthilfekabel mit blanken Klemmen. Sind 
meiner Meinung nach die besten weil keine Weichplastik den Kontakt 
versaut, aber wenn man damit nicht aufpasst gibts recht schnell ein 
ansehnliches Gewitter wenn die Klemmen aneinanderschlagen.

Größere Spenderbatterie erleichtert die Sache natürlich etwas. Was auch 
viele Punkte bringt ist nicht sofort nach dem Verbinden der Autos den 
Schlüssel beim Nehmerfahrzeug rumzureißen, sondern der Batterie erst 
etwas Zeit geben ein wenig Strom "zu tanken".
 Wichtig sind auf jeden Fall gute Starthilfekabel. Der Außendurchmesser 
ist unwichtig, auf das Kupfer kommt es an. Mit dem Klingeldraht, da da 
heute oft als Starthilfekabel angeboten wird, krieg ich noch nicht mal 
meine Endstufe zuverlässig versorgt.

Mir ist auch noch nichts durch Starthilfe kaputtgegangen. Weder an 
eigenem, noch an fremden Material.

von Wilhelm F. (Gast)


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Alexander Schmidt schrieb:

> Die Starthilfekabel für den Zigarettenanzünder kann man natürlich
> vergessen.

Wenn es sowas tatsächlich gibt, dann könnte ich das bei mir vergessen, 
denn der Zigarettenanzünder ist mit 10A abgesichert. Es steht 
glücklicherweise auf der Buchsenabdeckung drauf. Damit startet man 
höchstens den Scheibenwischermotor. Es würde allenfalls taugen, um über 
eine Weile die Empfängerbatterie etwas nachzuladen, wenn diese sonst 
heil ist, aber das würde dann zeitlich dauern, z.B. 1-2 Stunden bis zu 
einer brauchbaren Mindestladung.

Bei Starthilfe an einem Oberklasse-Benz, der einige Minuten lang nicht 
wollte, verschmorte ich schon mal ein dickeres Starthilfekabel mit ca. 
6-8mm Kupferdurchmesser, und machte die eigene Batterie trotz laufendem 
Fahrzeug mit erhöhtem Gas auch noch leer. Der Benz war ein älteres 
Modell mit Vergaser und mechanischer Zündung. So ein großvolumiger Motor 
zieht schon mal ordentlich Energie, wenn er sich lange gar nicht rührt. 
Man kann da bei solchen Oldtimern nicht wie heute sagen, wenn er in 3 
Sekunden nicht an ist, hat er einen Defekt. Diesen Benz kaufte der 
Besitzer gebraucht, außen Hui, aber innen Pfui, erbärmlicher 
Wartungszustand der Technik wie z.B. Vergaserzustand und 
Zündeinstellung. Der Motor war auch ein richtiger Ölschmutzfink, hatte 
Ölverbrauch und nicht mehr die allerbeste Kompression. Noch 2 weitere 
solche Versuche, dann hat er auch noch einen verglühten Startermotor. 
Der Mann hatte keine Ahnung, als er die äußerlich hochglanzpolierte Diva 
und innerlich schmierige Gurke gebraucht kaufte.

Da nach der Starthilfe die LiMa an meinem Wagen furchtbar jaulte, mußte 
ich erst mal selbst noch eine halbe Stunde um den Block fahren, um die 
eigene Batterie wieder zu laden. Denn ich war als Wochenendpendler die 
Woche über nicht zu Hause, wo ich Garage und Strom hatte. Der Wagen wäre 
allerdings an einem leicht abschüssigen Parkplatz auch mit Anrollen 
lassen sofort angesprungen.

von Ben _. (burning_silicon)


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Daß die Lichtmaschine bei Vollast ein wenig jault ist normal, macht 
meine kurz nach dem Start auch wenns richtig kalt ist. Dann will der 
Diesel noch ein paar Ampere zusätzlich sehen...

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Jeffrey Lebowski schrieb:
> Als gelernter KFZ-Mechaniker war er davon überzeugt, dass die Batterie
> in meinem Auto so schneller wieder voll wird.

Den Jungs kann man aber auch erzählen, dass man bei einer nicht 
angeschlossenen Autobatterie am besten einen Gabelschlüssel auf die Pole 
legt um sie vor Tiefentladung zu schützen.

Nach der Starthilfe sollte man eine weile fahren, sonst springt die 
Karre das nächste mal nicht wieder an. Ideal Autobahn mit >1/3 
Nenndrehzahl.

Am besten man hat zuhause das:

http://www.amazon.de/CTEK-MXS-5-0-Batterieladegerät/dp/B004INGZR2/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1360399034&sr=8-1

von Ben _. (burning_silicon)


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Hallooo?! Also jedes Ladegerät, JEDES! Aber NICHTS von CTEK, die 
Dinger gehen laufend kaputt.

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