Forum: Offtopic Einparkfehler


von Großes F. (112)


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Hallo,

ich bräuchte mal euren Rat in einem kleinen Unfallschaden.
Bin rückwärts in ein anderes parkendes Auto gefahren. Bei dem anderen

Glücklicherweise scheint mein Auto fast die komplette Energie absorbiert 
zu haben, so dass der andere Wagen keine Schäden erlitten hat... fast 
keine.


Bei dem anderen Wagen ist einer der Ultraschall-Parksensoren 
reingerutscht und ein rautenförmiges Plastikstück ist ebenfalls 
reingerutscht.

Bei dem rautenförmigen Ding weiß ich nicht, was sich dahinter verbirgt. 
Ich änge es mal als Bild (eines heilen Wagens) mit an, vielleicht kennt 
einer die Funktion.

Hat einer eine Ahnung, was da kostenmäßig auf einen zukommt?

mfg

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Hinter dem rautenförmigen Ding kann sich eine 
Scheinwerferreinigungsvorrichtung verbergen, das ist wohl insbesondere 
bei Projektionsscheinwerfern (Xenon o.ä.) üblich.

Hier ist es wohl eine Blindkappe, da das kein Projektionsscheinwerfer 
ist.

Was lässt Dich diese Frage im Microcontroller-Forum stellen?

von Großes F. (112)


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die gute Beteiligung und technische Unterstützung hier vor Ort.

von Großes F. (112)


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Die Kappe ist wohl rausgesprungen. Dahinter ist dann nurnoch ein Loch 
gewesen.
Ist es dann sicher eine Blindkappe?

von Timmo H. (masterfx)


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Großes Fragezeichen schrieb:
> Ist es dann sicher eine Blindkappe?
Relativ sicher. Die Scheinwerferreinigungsanlage ist nur bei Xenon 
Pflicht. Wenn der Wagen also normale Halogen-Scheinwerfer hat ist es 
eher unüblich.

von Reinhard #. (gruebler)


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Timmo H. schrieb:
> Wenn der Wagen also normale Halogen-Scheinwerfer hat ist es
> eher unüblich.

Falsch. Scheinwerferreinigungsanlagen sind zwar
keine Serie aber oft Bestandteil des "Winterpaketes".

Ich hatte selbst einen Golf mit Halogenlicht und
Scheinwerferreinigung.

von J.-u. G. (juwe)


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Es gibt auch Xenon-Scheinwerfer mit Reflektoren und 
Projektionsscheinwerfer mit Halogenlampen.

Vorgeschrieben ist eine Scheinwerferreinigungsanlage bei 
Xenonscheinwerfern (sowohl bei Projektoren als auch bei Reflektoren).

Was der Golf da oben für Scheinwerfer hat kann ich anhand des Bildes 
nicht beurteilen.

von Jeffrey L. (the_dude)


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naja, es ist duchaus möglich, dass auch ein Halogenscheinwerfer eine 
Reinigungsdüse hat. Auf Deinem Bild ist ein Golf!?. VW bietet so ein 
"Licht-und-Sicht-Paket" oder aber auch ein Winterpaket an, da sind u.a. 
eben beheizte Scheibenwaschdüsen, Scheinwerferreinigung oder die 
automatische Leuchtweitenregulierung mit drin.

Die Pakete kann man auch bei normalen Halogenscheinwerfer dazu nehmen.
wenn da aber wirklich eine Düse drunter steckt, dann sieht man die auch 
wenn die Abdeckung weggefallen ist. Da sitzt dann so eine schwarze 
Plastikdüse mit weißen Kugelkopf direkt unter der Abdeckung...


Wenn wir schon beim Thema sind, wieso ist eigentlich eine 
Scheinwerferreinigungsanlage sowie eine automatische 
Leuchtweitenregulierung bei Xenon PFLICHT ?

Ich weiß dass das vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird, ich verstehe aber 
den Grund nicht? der Fahrzeugfront ist doch egal ob da Xenon oder Halo 
drin ist, Dreck ist Dreck.
Ähnlich verhält es sich mit der Leuchtweitenregulierung: Bei Halo reicht 
so ein Einstellrad unter dem Lenkrad, bei Xenon MUSS das automatisch 
von der Elektronik eingestellt werden!?

Warum?
Reine Lobbyarbeit oder technisch wirklich sinnvoll, benötigt und 
empfohlen!?

von Jens P. (Gast)


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Großes Fragezeichen schrieb:
> die gute Beteiligung und technische Unterstützung hier vor Ort.

Ich hab jetzt echt "gute Beleidigung" gelesen. Hätte ja auch gepasst ;-)

von J.-u. G. (juwe)


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Jeffrey Lebowski schrieb:
> Wenn wir schon beim Thema sind, wieso ist eigentlich eine
> Scheinwerferreinigungsanlage sowie eine automatische
> Leuchtweitenregulierung bei Xenon PFLICHT ?

Bei Xenonbrennern ist der Anteil des kurzwelligen Lichts im Spektrum 
viel höher als bei Halogenlampen. Kurzwelliges Licht streut aber viel 
stärker an Schmutzpartikeln, was zu einer schlechteren Ausleuchtung der 
Fahrbahn führt.


> Ähnlich verhält es sich mit der Leuchtweitenregulierung: Bei Halo reicht
> so ein Einstellrad unter dem Lenkrad, bei Xenon MUSS das automatisch
> von der Elektronik eingestellt werden!?
> Warum?

Weil die Blendwirkung zu hoch eingestellter Xenon-Scheinwerfer ungleich 
höher ist, als bei Halogenscheinwerfern.

von Jeffrey L. (the_dude)


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OK, danke, wußte ich wirklich nicht!
Sind aber durchaus nachvollziehbare Argumente!

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Jeffrey Lebowski schrieb:
> wieso ist eigentlich eine
> Scheinwerferreinigungsanlage sowie eine automatische
> Leuchtweitenregulierung bei Xenon PFLICHT ?

Ein weiterer Punkt dürfte die bei Xenon-Scheinwerfern übliche 
Projektionsoptik sein, bei der das Licht nur durch einen kleinen Bereich 
des Abdeck"glases" scheint. So wirkt sich Dreck noch stärker aus.

Ja, es gibt auch Xenon-Scheinwerfer ohne Projektionsoptik, die aber sind 
selten (wurden beispielsweise in der ersten E-Klasse mit runden 
Scheinwerfern verbaut). Und es gibt auch Halogenscheinwerfer mit 
Projektionsoptik, bei denen das nicht vorgeschrieben ist (hatte so etwas 
mal am W169, war ein unnötiger Krampf im Arsch bei Umstellung auf 
Linksbetrieb).

von Großes F. (112)


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Also das gepostete Bild hat nichts mit dem Wagen zu tun, welchen ich 
leider angekarrt habe, sondern dient nur dazu, euch das rautenförmige 
Ding zu zeigen, welches rausgesprungen ist.

Daher nocheinmal die Frage:
Ist hinter dieser Kappe etwas verborgen, was beschädigt / 
herausgesprungen sein kann?

Die Ultraschallsensoren sind ja auch lackiert und eben keine 
Blindkappen.

Ich weiß einfach nicht, ob hier noch weitere Technik beschädigt worden 
ist... oder es nur eine Kappe ist...

von J.-u. G. (juwe)


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Großes Fragezeichen schrieb:
> Also das gepostete Bild hat nichts mit dem Wagen zu tun, welchen ich
> leider angekarrt habe, sondern dient nur dazu, euch das rautenförmige
> Ding zu zeigen, welches rausgesprungen ist.
>
> Daher nocheinmal die Frage:
> Ist hinter dieser Kappe etwas verborgen, was beschädigt /
> herausgesprungen sein kann?

Es wurde doch bereits gesagt, dass es sowohl eine Blindkappe, als auch 
eine Kappe mit dahinterliegender Reinigunsdüse sein kann. Woher sollen 
wir denn ohne weitere Informationen wissen was genau Du da beschädigt 
hast?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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J.-u. G. schrieb:
> Kurzwelliges Licht streut aber viel
> stärker an Schmutzpartikeln, was zu einer schlechteren Ausleuchtung der
> Fahrbahn führt.

Vor allem: das gestreute Licht, was nicht mehr auf die Fahrbahn
kommt, sehen alle anderen.  Es erhöht also die Blendwirkung.
Macht's natürlich auch bei Glühobst-Scheinwerfern, von daher ist
man auch dort gut beraten, eben in der jetzigen Jahreszeit nicht
bloß die Frontscheibe abzukratzen, sondern auch die Lichtaustritte
der Leuchten.

von Stefan M. (derwisch)


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Es ist die Reinigungsdüse ( mit Abdeckung ).
Habe auch so ein "Winterpaket" ( Weihnachtspäckchen?? :-))

Ich meine, dass Fahrzeuge ohne Winterpaket an der Stelle nichts verbaut 
haben ( auch keine Blindkappe ).

von J.-u. G. (juwe)


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Stefan M. schrieb:
> Ich meine, dass Fahrzeuge ohne Winterpaket an der Stelle nichts verbaut
> haben ( auch keine Blindkappe ).

Doch, habe ich selbst mal an einem Citroen gehabt. Dort wurden die 
selben Stossfänger für Fahrzeuge mit und ohne Reinigungsanlage verbaut. 
Bei denen ohne Reinigungsanlage war eine Blindkappe über der Öffnung 
montiert.

von Michael S. (technicans)


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Wenn innen was abgebrochen ist, das das Teil nicht mehr befestigt
werden kann, wird wohl der Gegenwert einer neue Stoßstange zzgl.
Montagelohn fällig werden. Ansonsten nur der Montagelohn das Teil zu 
reparieren wenn es so wieder befestigt werden kann. Für mich sieht
das nur wie eine Blindkappe aus, aber ich kann mich irren.

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael S. schrieb:

> Wenn innen was abgebrochen ist, das das Teil nicht mehr befestigt
> werden kann, wird wohl der Gegenwert einer neue Stoßstange zzgl.
> Montagelohn fällig werden.

Sowas hatte ich mal, einen Unfall mit einem Gegner, der mir die Vorfahrt 
nahm. Der wollte sich heraus reden, es wäre ja gar nichts zu sehen, und 
ich sollte mich mal nicht so haben.

Ergebnis: Er meldete seiner Versicherung den Schaden gar nicht, und ich 
wartete Wochen wie blöde. Dann wurde es mir zu bunt, ich rief ihn zu 
Hause an, und danach meldete ich die Sache dem Zentralruf der 
Autoversicherer. Dann ging es aber schnell, binnen 2 Tagen. Ich durfte 
zum Gutachten zur Versicherung. Schaden: 640 DM, im Jahr 1984. Man kann 
sich mal ausrechnen, wie viel das heute wäre. Die Metallhalterungen des 
Stoßfängers drückten sich etwas wie eine Ziehharmonika zusammen.

Das selbe Spiel mit jemand, der mir hinten auf fuhr. Das waren 1700 DM. 
Alle wollen sich nur raus reden.

von Michael S. (technicans)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Alle wollen sich nur raus reden.

Die haben alle nur Muffe wegen ihrem SFR. Manche hauen dann
ab und machen alles nur noch schlimmer.
An meinem Rapid hab ich ne Anhängerkupplung und die hat mal ein 
Nummernschild von einem hinter mir parkenden etwas eingedrückt
(man musste schon genau hinschauen um das zu erkennen).
Ob es durch mein Parkmanöver oder durch das des Geschädigten
war, war nicht festzustellen.
Gewöhnlich sind solche kleinen Rempeler kein Thema weil die
Stoßstangen die geringe kinetische Energie ohne Verformung
oder Schaden aufnehmen können, gerade beim Parken. Beim Nummern-
schild, das bekanntlich aus Blech besteht sieht das anders aus.
Naja, der Besitzer rief an und behauptete ich hätte seinen Wagen
beschädigt und ich sollte das vor Ort mit ihm klären oder er würde
mich wegen Fahrerflucht anzeigen. Der Schaden war marginal und auch
gar nicht schlüssig nachweisbar, mal ganz abgesehen davon das es
keiner bezeugen konnte und ich auch gar nichts bemerkt hatte das was 
beschädigt wurde. Der Typ wollte mich nur demütigen, das ich den
Fehler eingestehe, egal ob ich davon überzeugt wäre oder nicht.
Ich hab ihm dann um des lieben Friedenswillen den Gefallen getan.
Trotzdem hats in mir gekocht, das kann man sich gar nicht vorstellen.

von Mario K. (Gast)


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Und ich bin schonmal vorwärts mit 50kmh über die Brücke gefahren. Bis 
heute ist nicht passiert.

von Großes F. (112)


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Muss man denn dann eigentlich noch zur Polizei und den Schaden anzeigen, 
oder genügt es, den der Versicherung zu melden, nachdem man mit dem 
"gegnerischen" Fahrzeughalter gesprochen hat?

Oder gerade dann nicht wegen dem SFR?

von J.-u. G. (juwe)


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Großes Fragezeichen schrieb:
> Muss man denn dann eigentlich noch zur Polizei und den Schaden anzeigen,
> oder genügt es, den der Versicherung zu melden, nachdem man mit dem
> "gegnerischen" Fahrzeughalter gesprochen hat?

Du musst Dich mit dem Unfallgegner einigen, die Polizei wird sich bei 
solchen Bagatellunfällen raushalten.

> Oder gerade dann nicht wegen dem SFR?
Für den SFR ist nur relevant, ob die Versicherung zur Begeichung des 
Schadens in Anspruch genommen wird oder nicht.

von Wilhelm F. (Gast)


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Großes Fragezeichen schrieb:

> Muss man denn dann eigentlich noch zur Polizei und den Schaden anzeigen,
> oder genügt es, den der Versicherung zu melden, nachdem man mit dem
> "gegnerischen" Fahrzeughalter gesprochen hat?
>
> Oder gerade dann nicht wegen dem SFR?

In meinem Fall mit dem Stoßfänger verzichtete ich mit dem Unfallgegner 
großzügig auf die Polizei. Da der Wagen aber noch kein ABS hatte, waren 
noch wochenlang die Vollbremsspuren auf der Straße zu sehen, und 
Material vom Gegnerfahrzeug hat man auch an seinem Wagen. Das hätte 
sogar noch Tage später als Beweismittel gereicht.

Mit ABS-Bremsen bekommt man ja anscheinend noch nicht mal mehr 
Bremsspuren als Beweismittel.



Michael S. schrieb:

> Gewöhnlich sind solche kleinen Rempeler kein Thema weil die
> Stoßstangen die geringe kinetische Energie ohne Verformung
> oder Schaden aufnehmen können, gerade beim Parken.

Es war wohl mal so, daß Stoßfänger einen Aufprall bis 4km/h schadlos 
abfangen sollten. Vor Jahren sah man hier gelegentlich mal 
Ami-Fahrzeuge, und wenn es ein Golf für den amerikanischen Markt war. 
Die hatten im Stoßfänger sogar noch zwei richtige Dämpfer montiert, wie 
Öldruck- oder Gasdruckdämpfer an einem Rad, waren etwas wuchtiger. Also 
so wie die Puffer an Eisenbahnwaggons.

von Michael S. (technicans)


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Großes Fragezeichen schrieb:
> Muss man denn dann eigentlich noch zur Polizei und den Schaden anzeigen,
> oder genügt es, den der Versicherung zu melden, nachdem man mit dem
> "gegnerischen" Fahrzeughalter gesprochen hat?

Du musst dem Geschädigten auf Verlangen deine Personalien geben.
Wenn der es nicht will, besteht natürlich die Gefahr das er dich
trotzdem anzeigt.
Polizei ist, glaube ich, erst ab 1000Euro Schaden nötig, aber
ich würde es mal nicht als Rechtlich Verbindlich sehen, zumal man
Schäden selten korrekt schätzen kann.
Wenn man sich vernünftig austauschen und über die Sachlage einigen
kann, dürfte die Staatsgewalt mal außen vor bleiben.
Das Schadenereignis sollte/muss man dann seiner Versicherung melden.
Ob die dann auch was zu regulieren bekommt hängt dann vom Geschädigten
ab. Der SFR wird nur bei Regulierung höher gestuft, sofern man den
Schaden nicht selber bezahlt, was gerade bei Bagatellen günstiger
sein kann. Das kann man sich von der Versicherung vorrechnen lassen.

J.-u. G. schrieb:
> Du musst Dich mit dem Unfallgegner einigen, die Polizei wird sich bei
> solchen Bagatellunfällen raushalten.

Wenn die Verursacherfrage strittig ist kann man die Polizei auch
bei Bagatellen hinzuziehen. Ist die Rechtslage dagegen klar, braucht
man die Cops nicht.
Ich hatte mal einen Unfall auf dem Parkplatz eines Baumarkts.
Ich fuhr hinter einem LKW Richtung Ausfahrt, der in der Nähe
der Ladezone war, hinterher. Plötzlich stoppte der Fahrer und fuhr 
rückwärts um zu der Ladezone zu gelangen. Trotz Hupen wie blöde,
fuhr der LKW mir VORN in die Stoßstange. Kein Schaden am LKW,
aber bei mir wurde die Stoßstange eingedrückt, keine Zeugen.
Rechtslage aufgrund der Situation soweit nicht sichergestellt.
Ich hab dann die Cops gerufen die den Bagatellschaden auch nicht
aufnehmen wollten, aber ich habe darauf bestanden, nicht das der
Halter von dem LKW nachher behauptet hätte ich wäre aufgefahren
und dabei ist man immer schuldig. Die Sache hab ich dann einem
Anwalt übergeben, der dann alles zu meiner Zufriedenheit geregelt
hat. Recht haben und Recht bekommen sind immer zwei paar Schuhe.
Man muss schon selbst aktiv werden damit man zu seinem Recht kommt
und das frühzeitig. Später ist man sonst der Gelackmeierte.

von J.-u. G. (juwe)


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Michael S. schrieb:
> Wenn die Verursacherfrage strittig ist kann man die Polizei auch
> bei Bagatellen hinzuziehen

Die Polizei klärt aber nicht die Verursacherfrage. Das müssen die 
Beteiligten bzw. deren Versicherungen unter sich ausmachen. Einigen sich 
diese nicht und kommt es deshalb zum Rechtsstreit, dann kann (muss 
aber nicht) ein polizeilicher Unfallaufnahmebericht hilfreich sein.

von Wilhelm F. (Gast)


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J.-u. G. schrieb:

> Einigen sich
> diese nicht und kommt es deshalb zum Rechtsstreit, dann kann (muss
> aber nicht) ein polizeilicher Unfallaufnahmebericht hilfreich sein.

Dann ist es als Geschädigter sicher sehr hilfreich, wenn man unter 
irgend einem Vorwand doch noch die Bullen hinzu bekommen kann, die den 
Tatbestand ein Protokoll auf nehmen. Und sei es, man täuscht eine 
körperliche Verletzung vor, wenn es nur eine Verrenkung ist, die sich 
hinterher als harmlos oder nichtig erweist, irgend was muß da gehen, daß 
die Bullen erst mal kommen müssen.

von Weingut P. (weinbauer)


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Mit den Stoßfängern heute ist das so eine Sache, wenn der Unfallgegener 
in die Werkstatt geht wir die zu nahezu 99% erklären, dass die 
Halterungen des Stoßfängers nun verbogen sind und die fest mit dem 
Stoßfänger verbunden sind und somit das ganze Programm fällig ist.
Also Stoßfänger und Halter tauschen sowie Lackierung ... 2000€ hat man 
da schnell am Bein.

Ich würde mal meinen Versicherungsfritzen kontaktieren und mit dem 
absprechen, dass man den Schaden bis zu Betrag X übernehmen wird. Dann 
ist die Versicherung ggf. schonmal informiert, zahlt man dann selber 
bleibt der SFR auch erhalten.

Ach so, wenn man mit dem Unfallgegner einigermaßen sprechen kann, kann 
man sich da evtl. die Werkstatt erfragen und mit denen Kontakt 
aufnehmen.
Hatte mal den Fall, dass ein Unfallschaden dann dadurch doch preislich 
deutlich günstiger wurde, als ich mit der Werkstatt abgesprochen hab, 
dass ich das aus eigener Tasche bezahlen würde.

von Wilhelm F. (Gast)


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Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:

> Also Stoßfänger und Halter tauschen sowie Lackierung ... 2000€ hat man
> da schnell am Bein.

Das ist ja heute deswegen noch schlimmer, weil es den eigentlichen 
richtigen Stoßfänger gar nicht mehr gibt, und das ein empfindliches 
teueres Karossenelement geworden ist.

von Michael S. (technicans)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das ist ja heute deswegen noch schlimmer, weil es den eigentlichen
> richtigen Stoßfänger gar nicht mehr gibt, und das ein empfindliches
> teueres Karossenelement geworden ist.

Na, früher war es ja nur dickes Blech was sich nachhaltig verformte.
Heute ist das Plastik was eine gewisse Elastizität zulässt. Selbst
meine Mühle hat das schon.

Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:
> Also Stoßfänger und Halter tauschen sowie Lackierung ... 2000€ hat man
> da schnell am Bein.

Die können erklären was die wollen. Wenn deiner Versicherung und die
haben da sicher Erfahrungswerte, denen das zu hoch erscheint, schicken
die ihren eigenen Gutachter und dann wird das im Streitfall gerichtlich 
geregelt. Glaube mal nicht das die mit den Moneten nur so um sich 
werfen.
Im Bereich bis zu wenigen hundert Euro wird das wohl recht moderat
bearbeitet, aber darüber hinaus, sicher nicht.

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