Wer in einem Tarifunternehmen nach mehr Geld schreit, fliegt schneller
als er denkt, denn bei solchen Firmen stehen die Leute Schlange. Und
entbehrlich sind die meisten "Sachbearbeiter" auch.
Du magst mit EG13 und >60k p.a. dir verarscht vorkommen, aber für viele
Ings. ist das ein Traumgehalt, daher würde ich den Ball eher flach
halten nach Forderungen.
Sinnvoller ist es darzulegen wie viel du nun geleistet hast bzw. mach
dem Chef klar, dass es Bereiche gibt, in denen du unentbehrlich bist.
Dann kann über die Leistungszulage verhandelt werden, dazu ist auch das
BFG da.
Bei ERA gibt es zudem noch einen Stolperstein. Ein Höhergruppieren
findet in der Regel nicht statt, wenn die Ziel-EG der Stelle erreicht
wurde. Die meisten Sachbearbeiterjobs für Ings. liegen bei EG13-EG14,
höher kommt man dann in der Stelle wohl auch in 10J. nicht, egal wie gut
man ist. Das ist ja der Clou, der bei ERA umgesetzt wurde, die
automatischen Höherstufung a la Beamtentum ist Vergangenheit.
Es ist zwar sicherlich nervig, dass das Gehalt mit der Zeit nicht mehr
steigt, aber sehe es positiv, immerhin haben wir dank Gewerkschaft sogar
noch einen Inflationsausgleich. Vor allem können Ings. in IGM nicht
meckern, ohne einen Finger krumm zu machen (Gewerkschaft, Streik)
verdienen sie weit mehr als ihre Kollegen im Mittelstand und bei KMU.
PS:
Durch neue EG-Stufe und Umgruppierung wird in der Regel die
Leistungszulage gekürzt. Daher ist die bei dir wohl wieder so niedrig.
Du musst dich halt in der neuen Stelle erstmal beweisen, daher wird die
Leistungszulage auch beschnitten. Bei mir sollte das auch passieren,
aber da ich meinem Chef klar machte, dass ich das nicht akzeptiere,
erhalte ich nun eine "freiwillige Zuzahlung", bis die neue LZ den Wert
der alten erreicht.