Forum: Offtopic Auch in der Gründerzeit wurde gestritten wie eh und je


von Vorn N. (eprofi)


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http://de.wikipedia.org/wiki/Auergesellschaft

Diesen Text kennt das iNet noch nicht, nur als Scan:
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Gegen_das_unlautere_Gebahren.jpg


4. Seite Nr. 275      Drittes Morgenblatt der Frankfurter Zeitung. 
4. October 1895

Gegen das unlautere Gebahren der Auer-Gesellschaft*

haben wir uns nunmehr genöthigt gesehen, uns durch Anrufung der Gerichte 
zu schützen.

Die seitens der Auer-Gesellschaft gegen die Meteor-Gesellschaft 
gerichteten unwahren Behauptungen und tendenziösen Entstellungen erregen 
be-
reits, wie wir zu unserer grossen Genugthuung konstatiren können, in den 
weitesten Kreisen des Publi-
kums Aergerniss. Denn thatsächlich erfreut sich das Meteorlicht infolge 
seiner bis jetzt unerreichten Vorzüge, besonders seitens des 
hauptstädtischen Publikums, ungeschwächt einer kaum zu bewältigenden 
Nachfrage. Der Consum
von Meteorlicht in Berlin übertrifft den von Auerlicht um das zwei- bis 
dreifache.


*) Vorläufer von OSRAM


Rest im Anhang

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Und dieser grausliche Buchstabensalat wurde noch ganz ohne 
Döskopp-Publishing-Computer gestaltet.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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OK, hier nochmal so formatiert, dass man es auch lesen kann. ;-)
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4. Seite Nr. 275                                     4. October 1895
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         Drittes Morgenblatt der Frankfurter Zeitung.
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Gegen das unlautere Gebahren der Auer-Gesellschaft
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haben wir uns nunmehr genöthigt gesehen, uns durch Anrufung der
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Gerichte zu schützen.
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Die seitens der Auer-Gesellschaft gegen die Meteor-Gesellschaft
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gerichteten unwahren Behauptungen und tendenziösen Entstellungen
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erregen bereits, wie wir zu unserer grossen Genugthuung konstatiren
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können, in den weitesten Kreisen des Publikums Aergerniss. Denn
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thatsächlich erfreut sich das Meteorlicht infolge seiner bis jetzt
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unerreichten Vorzüge, besonders seitens des hauptstädtischen
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Publikums, ungeschwächt einer kaum zu bewältigenden Nachfrage. Der
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Consum von Meteorlicht in Berlin übertrifft den von Auerlicht um das
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zwei- bis dreifache.
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In der angeblich letzten Polemik leistet die Auer-Gesellschaft an
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Entstellung von Thatsachen und Rechtsverdehung das Ungeheuerlichste.
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Zunächst irritiert die Auer-Gesellschaft mit leicht erkennbarer
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Absicht das Publikum, indem sie, wie sie das vor Jahresfrist schon
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that, eine rasche Entscheidung der Patentprocesse voraussagt. In ihrem
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soeben erschienenen gedruckten Jahresbericht, der der am 5. October
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d. J. stattfindenen Generalversammlung vorgelegt werden soll, sagt sie
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aber:
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"Wir sind gegen eine größere Zahl von Firmen schon vor längerer Zeit
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wegen Patentverletzung klagend vorgegangen, gleichwohl befinden sich
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diese Patentprocesse noch im Anfangsstadium.... Die von uns
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angestellten Processe sind bis zur Entscheidung der Nichtigkeitsklagen
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sistirt worden. So bedauerlich es sein mag, daß durch die Praxis der
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Gerichte dem unlauteren Wettbewerb Thür und Thor geöffnet sind, und
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daß der Patentinhaber, der seine Taxen fortbezahlt, Monate, vielleicht
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Jahre, ruhig den Eingriffen in seine Rechte zusehen muß, so ist an
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dieser Sachlage im Augenblicke nichts zu ändern."
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Ueber den Unfug ihrer "Warnungen" wird sich aber das Publikum noch
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klarer aus folgendem rechtskräftigem Gerichtserkenntniss.
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Das Reichsgericht hat durch Urtheil vom 19. Dezember 1894 entschieden
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und zu Recht erkannt, dass die Auergesellschaft sich aller Warnungen
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durch Inserate, Circulare und Briefe zu enthalten habe, in denen den
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Käufern und Abnehmern von Conkurrenzfabrikaten strafrechtliche und
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civilrechtliche Verfolgungen angedroht werden, weil nicht erwiesen
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sei, dass die betreffende Conkurrenzfirma (Gautzsch) die Patentrechte
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der Auergesellschaft verletze.  Für jeden Uebertretungsfall ist der
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Auergesellschaft eine Strafe von 500 Mark angedroht!
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Das Reichsgericht führte in dem angezogenen Erkenntniß vom
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14. Dezember 1894 wörtlich aus: "daß aber dem Kläger (Gautzsch)
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wesentliche Nachtheile drohen, wenn die Beklagte (Auer Gesellschaft)
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weiter wie bisher Warnungen durch Inserate, Circulare und Briefe
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erläßt, in denen sie denjenigen, welche diese Warnungen nicht
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berücksichtigen, strafrechtliche und civilrechtliche Verfolgung in
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Aussicht stellt, wenn sie von dem Kläger Brenner, wie er sie verkauft,
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erwerben und gewerblich weiter vertreiben oder benutzen, liegt auf der
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Hand, und da aus jener Annahme des Berufungsrichters folgt, daß es für
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glaubhaft anzusehen ist, daß jene Warnungen unberechtigt sind, so
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war der Erlaß der einstweiligen Verfügung nach § 819 C.P.O. bezüglich
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der Brenner in vollem Umfang gerechtfertigt, auch insoweit der
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Bekl. die Verbreitung von Circularen und Briefen entsprechenden
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Inhalts verboten wurde. Die von dem B.G. angerufene Analogie des § 193
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Strafgesetzbuches trifft hier in keiner Weise zu. Dem Bekl. (Auer)
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darf es nicht verwehrt werden, derartige Warnungen zu verbreiten, wenn
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sie eine Patentverletzung glaubhaft machen kann. Umgekehrt muß aber
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Kläger (Gautzsch) in seinem Gewerbebetrieb bis zur entgültigen
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Entscheidung des Hauptprozesses einstweilig geschützt werden, wenn er,
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wie hier vorliegt, glaubhaft gemacht hat, daß eine Patentverletzung
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nicht vorliege.
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Man muss sagen, das hiernach die neuerlichen "Warnungen" ein höchst
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frivoles Unternehmen der Auer-Gesellschaft darstellen, geeignet und
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beabsichtigt, nicht nur die Verkäufer, sondern in erster Reihe die
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Käufer von Gasglühlicht-Apparaten empfindlich zu schädigen.
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Das Publikum sei vor diesem Fang um so mehr auf der Hut, als
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preiswerthe und gute Producte
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 --- auf solche Art und Weise ---
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sicherlich nicht an den Mann gebracht zu werden pflegen.
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Denn die Auergesellschaft will jetzt speciell das consumirende
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Publikum vergewaltigen, indem sie bei dem letzteren den Irrthum
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erregen will, als ob jeder Gewerbetreibende durch Benutzung anderer
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wie der Auer'schen Gasglühlichtapparate sich strafbar mache. Natürlich
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ist auch diese Behauptung eine falsche und zu unlauteren Zwecken
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ausgesprochen, denn nach dem klaren Wortlaut des § 4 des
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Patentgesetzes ist nicht der Gewerbetreibende, der ein Patent benutzt,
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haftbar, sondern lediglich derjenige, welcher gewerbsmäßig, d. h. um
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daraus ein Gewerbe bezw. Geschäft zu machen (also der Fabrikant), ein
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Patent in Benutzung nimmt.
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Solcher Art sind die Waffen, mit denen die Auergesellschaft dem ihr
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überlegenen "Meteorlicht" beikommen will.
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Die Auergesellschaft versucht jetzt das oben erwähnte gerichtliche
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Verbot zu umgehen, indem sie in ihrer erneuten "Warnung" die Nennung
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bestimmter Firmen vermeidet.
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Ihre Warnung richtet sich aber offensichtlich gegen bestimmte Firmen,
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zu denen die Meteorgesellschaft schon um deswillen gehört, weil auch
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gegen sie die in der Warnung erwähnte Klage erhoben ist, über deren
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Entscheidung in sachverständigen Kreisen begreiflicherweise nur eine
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Meinung herrscht, deshalb haben wir auf Grund des Reichserkenntnisses
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vom 14. Dec. 1894 bei dem zuständigen Gerichte nunmehr den Antrag
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gestellt, eine schleunige Verfügung gegen die Auergesellschaft zu
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erlassen, um ihrem gemeingefährlichen Treiben Einhalt zu thun.
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Wir behalten uns vor, gegen die Auer-Gesellschaft weitere Schritte zu
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thun, weil sie sich durch Verbreitung falscher bezw. entstellter
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Thatsachen auf unsere Kosten und zu unserem Schaden widerrechtlich
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einen Vermögensvortheil zu verschaffen sucht, den das blindgläubige
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Publikum aus seiner Tasche zu bezahlen gezwungen werden soll, damit
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die Auer-Gesellschaft die durch Uebergründung gebotenen
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ungerechtfertigten exorbitanten Preise für ihre Apparate erzielen
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kann.
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Die Auergesellschaft sucht das Publikum zu übervortheilen, indem sie
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die Apparate als unübertroffen hinstellt, und diese zu einem Preise
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dem Publikum darbietet, der den wirklichen Werth um 500
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pCt. übersteigt.
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Es betragen   Gasverbrauch  Lichtstärke    Mithin 1 Hefnerkerze pro Stunde
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                                           Gasverbauch
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bei Auer      107  Liter    39.8 Hefnerkerzen     2.68 Liter
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nach Professor Wedding vom 27. März 1895
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bei Meteor    91.5 Liter    68   Hefnerkerzen     1.34 Liter
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Keine Täuschung der Auergesellschaft kann es hiernach verhindern, dass
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"Meteor" seinen Siegeslauf fortsetzt!
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Das minderwerthige Auerlicht erkennt der Laie zunächst und sehr
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schnell an der blassgrünen Farbe, während Meteor ein gesundes und
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natürliches gasgelbes Licht aufweist.
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Wir empfehlen uns überdies auf Wunsch, jedem Käufer
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bezw. Wiederverkäufer unserer Apparate in rechtsverbindlicher Form
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einen Revers des Inhaltes auszustellen, dass wir ihn für eventuelle
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Nachtheile aus Patentprozessen jederzeit schadlos halten werden, eine
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Verpflichtung, die zweifelsohne niemals praktische Bedeutung erlangen
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wird.  Wir wollen hierdurch lediglich den heillosen, von der
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Auergesellschaft angestifteten Verwirrungen vorbeugen.
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Ein completer Gasglühlicht-Apparat (Glühkörper, Brenner, Cylinder)
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inclusive Montage kostet
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             5 Mark.
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Ein Glühlichtstrumpf ohne Brenner und Cylinder kostet 1.50 Mark.
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Bestellungen bis zu 10,000 Apparaten gelangen sofort zur Ablieferung.
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Continental Gas-Glühlicht-Actien-Gesellschaft "Meteor"
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vorm. Kroll, Berger & Co.
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Hauptgeschäft und Fabrik: Berlin, Brunnenstrasse 25.
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Verkaufsstelle für Berlin und Umgegend befindet sich
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Jerusalemerstrasse 17
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an der Leipzigerstrasse
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Telegramm-Adresse: "Glühstrumpf".            5448X
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General-Vertreter in Frankfurt a. M.: Ludwig Fr. Wagner, Mainstrasse
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4; Verkaufsstelle in Wiesbaden: E. C. Mayer; in Mainz: E. C. Mayer; in
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Creuznach: Conrad Bechter, Kreuzgasse 66, E.C. Mayer

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Diese spezifische Art der Textauszeichnung gilt mittlerweile als recht 
sicheres Anzeichen des "Querulantentums".
Wer einen so formatierten Brief beispielsweise an eine Behörde senden 
möchte, kann sich das Porto auch sparen, denn lesen und ernstnehmen wird 
den Brief da niemand.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Die Leute hatten Zeit, weder Radio noch Fernsehen oder Kino. Da konnte 
man auch solche Pamphlete noch durchlesen.

Mit Buchstabensalat meinte ich das Original, sowas kann heute nur noch 
als schlechtes Beispiel für Schriftsetzer gelten.

Ähnlich heftig war auch der Streit zwischen Edison und Westinghouse um 
Gleich- oder Wechselstrom. Da gab es mal eine TV-Sendung, der 
gefährliche Wechselstrom wurde zuerst durch "Hinrichtungen" von Tieren 
(bis hin zum Elefanten, da gibts Filmaufnahmen) vorgeführt, später dann 
am Menschen.

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