Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Einstellbarer Bandpass.


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von Frank1986 (Gast)


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Hallo Leute.

ich bin gerade dabei einen Bandpass zu designen. An sich kein großes 
Problem nur soll das Ergebnis eine Besonderheit aufweisen:

Der Bandpass soll später von einem Mikrocontroller aus bezüglich seiner 
Mittelfrequenz verstellt werden können. Dies soll im Bereich von ca 
10KHz bis 1Mhz einstellbar sein.

Hat jemand einen tollen Vorschlag, wie ich so etwas realisieren könnte ? 
Hatte da evtl an einen Aktiven Filter mit nem OPV gedacht dem man 
irgendwie einen Offset mitgibt oder einen digitalen Widerstand 
verwendet...aber kann mir nicht vorstellen wie ich sowas aufbauen 
könnte.

Viele Grüße,
Frank

von Uwe (de0508)


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Hallo Frank,

bei welcher Güte der Schwingkreise und welcher Leistung planst Du das 
Projekt?

von Bernie (Gast)


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Es gab da mal einen Typen mit spitzen Ohren, der hätte zu
der Idee die Augenbrauen hochgezogen und "INTERESSANT" gesagt.

Wie weit sich darf denn beim Verstellen der Mittenfrequenz Fo
die Bandbreite BW, bzw. die Güte Q (BW/Fo) ändern?

von Christian L. (cyan)


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Du kannst dir ja mal den LM13700 angucken. Dort gibt es ein paar 
einstellbare Filter im Datenblatt. Einen Hochpass und ein Tiefpass und 
schon hast du deinen Bandpass. Die müsste man nur noch richtig 
dimensionieren. Wäre zumindest ein Ansatz.

LG Christian

von Werner (Gast)


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Frank1986 schrieb:
> aber kann mir nicht vorstellen wie ich sowas aufbauen könnte.
Mit einem DSP. 1MHz Signalfrequenz dürften allerdings deutlich 
Rechenleistung erfordern.

von Frank1986 (Gast)


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Zunächst mal Danke für Eure Antworten :)

Das ganze soll eine Datenübertragung über Infrarot werden und da werden 
die Daten auf unterschiedlichen Frequenzen übertragen z.B. 750kHz.

Und nun geht es darum den Bandpass auf unterschiedliche Mittelfrequenzen 
zu stellen und die Signale auszufiltern.

Es geht zunächst mal darum einen ein paar Ansätze zu finden wie man 
sowas lösen könnte. Und dann würde ich schauen ob das für die Zwecke 
ausreicht. Ich kann die Trägerfrequenzen ja entsprechend weit 
auseinander legen.

@Werner:
DSP fällt raus, wollte das schon analog aufbauen (hauptsächlich zur 
Übung und zum rumspielen :) )

Viele Grüße,
Frank

von Glubsch (Gast)


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Das Problem bei einem aktiven Bandpass bei 10MHz ist, dass der OpAmp 
etwas Verstaerkung uebrig haben sollte. Und fuer diese Versaterkung bei 
hohen Frequenzen opfert man dann vieles. Allenfalls sollte man mischen 
und dann durch einen Keramikfilter durch. Welche Bandbreite sollte denn 
das Nutzsignal haben ?

von B e r n d W. (smiley46)


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Hallo Frank1986

Bei 1MHz / 10kHz reden wir über ein Frequenzverhältnis von 1:100. Bei 
einem Schwingkreis müsste sich die Kapazität um 100^2, also um Faktor 
10000 ändern. Eine Kapazitätsdiode von 1pF bis 10000pF gibt es noch 
nicht.

Mit einem Aktiven Switched Capacitor Filter wäre nur ein Verhältnis von 
1:100 nötig, aber auch da ist die Frequenz 1MHz schon recht hoch.

Kann wirklich jede beliebige Frequenz zwischen 10kHz und 1 MHz 
vorkommen? Falls nein, könnten feste Bereiche umgeschaltet werden. Falls 
ja, könnte auch über mehrere Bereiche abgestimmt werden. Eine 
Kapazitätsdiode kann max. einen Bereich von 1:3 überstreichen.

10k - 30k
30k - 100k
100k - 300k
300k - 1MHz

@Glubsch
> bei einem aktiven Bandpass bei 10MHz ist
Nochmal genau lesen, es waren 1 MHz.

von i-Troll (Gast)


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Um welche bandbreite geht es denn?

von Alex (Gast)


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Für deine Infrarotübertragung musst du doch das ganze Frequenzband 
gleichzeitig erfassen? Wie soll denn die Modulation genau aussehen?
Ich schätze mal, dass wenn du deinen Ansatz mit den Frequenzen / der 
Modulation überdenkst / korrigierst, wirst du zu realistischen Lösungen 
kommen, sorry.

von Werner (Gast)


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Alex schrieb:
> Für deine Infrarotübertragung musst du doch das ganze Frequenzband
> gleichzeitig erfassen?

Das kommt auf die Bandbreite der Nutzdaten drauf an.

von Cori (Gast)


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LT1568 und statt der Festwiderstände programmierbare/gesteuerte 
Widerstände verwenden? Nur so eine Idee.

von Frank1986 (Gast)


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Danke an Euch alle.

@B e r n d W.:
Muss ich auf eine Kapazitätsdiode gehen ? kann ich nicht auch 
stattdessen den Wiederstand von nem RC-Glied variieren und solch ein 
veränderbaren Halbleiterwiderstand hernehmen. Oder könnte ich 
theoretisch mit Analogschalter ICs zwischen Kondensatoren umschalten ? 
Ginge soetwas evtl. ?
Zur Feinabstimmung könnte man dann ja immer noch eine Kapazitätsdiode 
hernehmen und das grobe könnte man vielleicht durch den 
Analogschalter-IC machen ?
Ich bin mir da nur extrem unsicher weil ich beides noch nicht eingesetzt 
hab und wenn ich's dann aufbau und nichts geht weil ein Denkfehler drin 
ist, wär's auch nicht soo toll :)

@Alex:
Warum das gesamte Frequenzband ? Ich hab z.B. 5 Trägerfrequenzen die ASK 
Moduliert sind und je nachdem in welchem Modus ich bin, kann ich das 
eine oder das andere Signal empfangen. So in der Art ist mein Plan :)

@Werner:
>>Das kommt auf die Bandbreite der Nutzdaten drauf an.
Die wollte ich je nach Trägerfrequenz unterschiedlich haben.
z.B.
1MHz - 50kBaud
10kHz - 200Baud
und noch ein paar weitere dazwischen.

@Cori:
Der LT1568 ist sehr interessant aber ein wenig teuer wie ich finde...

Zu dem Vorverstärker stehen auch noch paar Fragezeichen in meinem Kopf 
dafür hab ich aber gerade einen neuen Thread aufgemacht weil's nicht so 
recht zu dem Thema hier passt.

Viele Grüße,
Frank

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