So eine Überstromabschaltung ersetzt auf keinen Fall eine
Batteriesicherung. Du kannst ja eine mit 20A nehmen (KFZ-Sicherung), so
daß die wirklich nur im äußersten Notfall greift. In vielen Bereichen
ist sie sogar aus Brandschutzgründen vorgeschrieben.
Ich hatte zB. großen Ärger mit einem HIP4081a Vollbrückentreiber, der
ohne ersichtlichen Grund mehrfach Fehlsteuerungen einer Vollbrücke
vornahm. Vor diesem Schaltkreis kann man eigentlich nur warnen, habe
inzwischen auch mehrere Endstufen repariert wo dieses Ding als
Brückentreiber eingesetzt ist und irgendwann einfach so aus Lust und
Langeweile die FETs zerballert. Vielleicht war's auch der dauerhafte
Stress mit DSDS-Musik, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß ich bei meiner
Anwendung Schwein hatte weil die Vollbrücke aus immerhin 16 IRFB3077
deutlich haltbarer war als die Batteriekabel.
Ansonsten wäre das sicherste Patent auf jeden Fall ein Komparator, der
direkt (ohne Umweg über den µC) zB. die FET-Treiber über einen
shutdown-Eingang abschaltet. Damit bist Du auch vor Software-Fehlern und
einem Absturz des Controllers sicher.
Ohne Zusatzhardware bzw. wenn der µC den Strom sowieso misst (etwa zur
Anzeige auf einem Display oder Kapazitätsabschätzung des Akkus) kannst
Du da einen Grenzwert festlegen oberhalb dem er abschalten soll. So eine
Lösung reagiert aber deutlich verzögert und sollte daher keine
Batteriesicherung ersetzen.
Die Mischung aus beidem wäre der bei vielen µCs vorhandene analoge
Komparator. Der erfordert keine nennenswerte Zusatzhardware und kann Dir
sehr schnell einen Interrupt auslösen wenn der Grenzwert überschritten
wird. Der µC kann darauf mit dem sofortigen Sperren der Treiber
reagieren. Das halte ich für sehr wirkungsvoll solange der µC noch läuft
und auch tatsächlich Kontrolle über den Treiber hat (also nicht wie beim
HIP4081A, der macht wozu er Lust hat).
Der ADC braucht immer 13 Takte für eine (normale) Wandlung, egal ob Du
alle 10 Bit nutzt oder nur 8. Ich hab aber schon oft gelesen, daß viele
das Ding beim AVR ein gutes Stück übertakten (teilweise bis in den
MHz-Bereich). Darunter leidet zwar die Genauigkeit, aber der ADC vom AVR
soll trotzdem noch sehr gute Ergebnisse bringen.
Was ich nicht verstehe, was soll die PWM-Frequenz mit der ADC-Frequenz
zu tun haben? Ich würde zur Glättung der Spitzen sowieso einen
RC-Tiefpass an den Messwiderstand (oder nach den Stromwandler) bauen,
daß ich als Strom-Messwert eine möglichst konstante Gleichspannung habe.
Ich brauch also die Leitend-Phasen der FETs nicht mit dem ADC zu
treffen.