Hi, ich wollte mal fragen ob jemand von euch Erfahrungen hat, wie es ist, wenn man ein Sensorsystem herstellt der für industrielle und militärische zwecke verwendet werden kann. Wo und welche Behörde wäre denn dafür Zuständig um Fragen zuklären wie bspw: - ob man diese ins Ausland verkaufen würde/könnte ohne eine Genehmigung? In Amerika gibt es ITAR. - Wie es mit dem Import/Export generell ausschaut - Eine Lizenz benötigt Geht um einen Infrarodwärmebildsensor mit Tracking-vorrichtung, man könnte es ebensogut als Zielverfolgungssystem nutzen. Daher würde ich gerne mal fragen ob da jemand spontan eine Idee hat. Der Kollege beim Bund ist erst nächste Woche wieder da :( Viele Grüße
Militaerisch. Eine schlechte Idee ... Ploetzlich stehen irgendwelche Typen auf der Matte und wollen deine Firma. Auch wenn das Produkt nur aus zwei trivialen Transistoren besteht. Es gibt immer irgendwelche, die dein Produkt nicht lustig finden. Allenfalls musste das Produkt ueber eine oder zwei Tarnfirmen verkloppen. Und natuerlich dual-Use ausschliessen.
Sven S. schrieb: > > Geht um einen Infrarodwärmebildsensor mit Tracking-vorrichtung, man > könnte es ebensogut als Zielverfolgungssystem nutzen. Darf in diesem Fall 9Hz Bildwiederholrate nicht überschreiten bzw. mit "Trackingausgang" nicht in Staaten mit Indizierung/Embargo versendet werden. Wichtig! Es gibt einige FPGA-Hersteller die eine Verwendung für solche Zwecker ausschließen (bei der Softwarelizenz)
Hallo, das sind 2 Fragen, die gegenläufig zu beantworten sind: 1. kann ich mein Produkt ans Militär liefern. 2. Darf ich es sonstwohin liefern. Zu 2. gibt es das Wassenaar-Abkommen (früher COCOM) und das deutsche Kriegswaffen-Kontrollgesetz. Zu 1. brauchst du eine Geschäftsbeziehung zu einer Beschaffungsbehörde, z.B. NAMSA, die kümmern sich dann um das weitere wie Sicherheitsüberprüfungen. Beziehungen sonstiger Art sind auch äusserst nützlich (deswegen heissen sie auch nützliche Beziehungen). Die meisten Firmen, auch grosse wie Airbus, gründen für sowas eigene Firmen, da sprechen viele Gründe dafür, z.B. dass die Kunden möglichst nicht im Spiegel lesen, dass ihr Lieferant XYZ auf der Waffenmesse in Dubay ausstellt. Grosse Hoffnungen würde ich mir allerdings nicht machen, ein Zielfindungssystem hat heute schon fast jede Waffe ausser Pistolen und Gewehren, und wir stehen an der Schwelle zum selbstständig asgierenden Kampfroboter. Gruss Reinhard
Hi danke für die Infos. Es geht nicht darum ein Zielfindungssystem zu vermarkten sondern wie es ausschaut, wenn ein Kunde in Dubai das System bestellt und vorgibt eigentlich seine industriellen Güter tracken zu wollen und es aber dann als Lenkwaffensystem an den Iran weiterverkäuft. Das bedeutet das System könnte dafür ausgenutzt werden und daher bedarf es einer Ausfuhrgenehmigung (wie in den USA => ITAR)?! Aber ich denke das Bafa kann mir die Frage beantworten. Vielen Dank
Sven S. schrieb: > Aber ich denke das Bafa kann mir die Frage beantworten. Da brauchst du dir keine grossen Sorgen drum machen, wenn du dein Zeug einfach ausführst, steht halt mal ein SEK vor der Tür - wobei die sich mit Türen nicht lang aufhalten. Gruss Reinhard
Ja die können auch klingeln dann gibts Kaffee und Kuchen in der Lobby :)
Sven S. schrieb: > wenn ein Kunde in Dubai das System bestellt und vorgibt > eigentlich seine industriellen Güter tracken zu wollen und es aber dann > als Lenkwaffensystem an den Iran weiterverkäuft. Kannst du ganz beruhigt sein. Vorher steht der Mossad bei dir vor der Tür und macht dich kalt. Mach dir einen Kopf darum, wenn es soweit ist. Jedes elektronische Bauteil lässt sich militärisch verwenden und könnte dazu benutzt werden, eine Atombombe zu zünden. Sven S. schrieb: > Geht um einen Infrarodwärmebildsensor mit Tracking-vorrichtung, man > könnte es ebensogut als Zielverfolgungssystem nutzen. Das ist doch heute nichts Besonderes. Das hat doch jede Bauernarmee. mfg.
>Das ist doch heute nichts Besonderes. Das hat doch jede Bauernarmee.
Aber genau bei der gibt man vor, die technologisch kurz halten zu
wollen.
Zer.Troll schrieb: > Aber genau bei der gibt man vor, die technologisch kurz halten zu > wollen. Und deswegen decken die sich auf dem Schwarzmarkt ein, der sich ohnehin jeglicher Kontrolle entzieht. Sven S. schrieb: > Geht um einen Infrarodwärmebildsensor mit Tracking-vorrichtung, man > könnte es ebensogut als Zielverfolgungssystem nutzen. Die ganze Fragestellung ist doch vollkommen lächerlich. Alles, was unsereins bauen kann, kann der Iran auch bauen. Und zu den wirklich militärisch "interessanten" Sachen hat keiner von uns irgendeinen legalen Zugang. mfg.
Thomas Eckmann schrieb: > Und zu den > wirklich militärisch "interessanten" Sachen hat keiner von uns > irgendeinen legalen Zugang. Und wenn das hier gepostet wird, dann hat man vermutlich das VS-NfD oder höher nicht beachtet :-)
> "interessanten" Sachen hat keiner von uns > irgendeinen legalen Zugang. Japaner haben Raketen mit Teilen gebaut, die in jedem besseren Kaufhaus zu beschaffen waren, stand in der Presse. Sind jetzt Bratpfannen "dual-use"?
Friedhofsgärtner schrieb: > Sind jetzt Bratpfannen "dual-use"? Dann lass dir mal eine über den Schädel ziehen. Dann hast du die Antwort. mfg.
>Alles, was unsereins bauen kann, kann der Iran auch bauen.
Um den geht es doch ueberhaupt nicht. Das Theater um die ist nur ein
Medienereignis. Es geht darum die kleinen Firmen weltweit davon
abzuhalten Militaerartikel zu bauen. Eine kleine unbewaffnete Drohne
kann jeder, oder fast jeder bauen. Dieses Geschaeft soll aber den
Grossen vorbehalten sein. Die duerfen dann auch rassig abkassieren.
Wenn ich die Preise sehe, die fuer eine kleine Ueberwachungsdrohne
verlangt werden .. das schaff ich zusammen mit kollegen fuer einen
Zehntel des Preises, inkl. Entwicklung. Und werd erst noch reich damit.
Vor.Troll schrieb: > Es geht darum die kleinen Firmen weltweit davon > abzuhalten Militaerartikel zu bauen. Also eine Verschwörung. mfg.
> Ja die können auch klingeln dann gibts Kaffee und Kuchen in der Lobby :)
Nachdem die geklingelt haben ist keine Lobby mehr da.
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