Ich würe das anders machen: Ein MC sammelt die Daten ein und sendet sie
per "Standard"-Schittstelle (USB, LAN/WLAN, BT) an den PC. Damit bleibt
die Angelegenheit "treiberfrei" und man kann beliebige PCs, Macs oder
Tablets verwenden. Bei LAN auch quer durchs Internet ...
Danke für die Info!
Ich muss es jedoch nach meinem Betreuer mit so einer I/O Karte
realisieren und nachher mittels matlab oder labview auswerten.
Kann man Lichtschranken grundsätzlich an so einer Karte anschließen, da
eigenzlich die Lichtschranke wie ein öffner oder Schließer verhält?
Sg Wolfi
Wolfgang schrieb:> Kann man Lichtschranken grundsätzlich an so einer Karte anschließen, da> eigenzlich die Lichtschranke wie ein öffner oder Schließer verhält?
Ja, das geht natürlich. Bei der Kemo Lichtschranke wird ein Relais
geschaltet, das dir eine beliebige Spannung auf einen der Eingänge der
I/O Karte legen kann. Der andere Sensor funktioniert ein wenig anders.
Wenn da nur ein stinknormaler Phototransistor als Empfänger drin ist,
ohne nachfolgenden Verstärker, wird er dir kein reines digitales Signal
liefern, sondern ein analoges, sofern er Teil eines Spannungsteilers
ist.
Normalerweise werden die Phototransistoren mit ihrem Kollektor über
einen Arbeitswiderstand an eine positive Versorgungsspannung gelegt und
der Emitter auf Masse. Am Kollektor kannst du dann fast die
Versorgungsspannung messen, wenn der Sensor dunkel ist. Sobald der
Sensor Licht bekommt, wird sich diese Spannung verringern.
So funktionieren eigentlich alle Optokoppler, Gabellichtschranken und
Reflexkoppler.
Daruas folgt übrigens auch, das die Sensoren gegen Fremdlicht
empfindlich sind. Die Profis nehmen deswegen moduliertes Licht, damit
der Sensor zwischen Fremd- und Eigenlicht unterscheiden kann.
Hallo Wolfi,
Wolfgang schrieb:> I/O-Karte:> http://www.conrad.at/ce/de/product/196522/Deditec-USB-CPU-Modul-32-Optokopplereingaenge-Digital-Schnittstellen-USB-Eingaenge-32
Kleiner Tipp von mir, schau Dir die englische Bedienungsanleitung an.
Diese ist 340 Seiten länger als die deutsche. Auf Seite 38 (nach
Zählweise des PDF-Dokuments) dieser Anleitung findest Du den folgenden
Hinweis:
"2.1.7. Variable input voltage range
The factory-default of the inputs is set to a voltage range of 15V to
30V. This may be changed to a range of 5V to 15V (even afterward).
Inputvoltagerange 5V–15V 15V–30V
Resistancevalue 1K 2K2"
Wenn der Ausgang der Lichtschranke bei der angegebenen Belastung die
entsprechende Spannung liefert sollte es funktionieren.
Mit freundlichen Grüßen
Guido
Vielen Dank für die ganzes Infos. Sehr hilfreich!
Du hast geschrieben, dass Profis ein moduliertes Licht verwenden. Kann
die Kemo IR-Lichtschranke auch, da ich die Box mit einer Lichtquelle
(100W) beleuchten muss oder hat diese keinen Einfluss auf die
Lichtschranke?
Super für die Info wegen der englischen Bedienungsanleitung. Werde es
mir gleich anschauen!
Kurz zusammengefasst, könnte ich somit 24 Stk IR-Lichtschranken auf die
I/O Karte hängen, welche mir entweder eine Spannung liefert oder nicht.
Somit bedeutet dies für die I/O-Karte "0" oder "1". Alles andere muss
ich dann mittels Software am PC lösen. (Zeit, Position, etc...)
Schöne Grüße,
Wolfi
Wolfgang schrieb:> Kann> die Kemo IR-Lichtschranke auch, da ich die Box mit einer Lichtquelle> (100W) beleuchten muss oder hat diese keinen Einfluss auf die> Lichtschranke?
Ähh, wie war gleich die Frage? Aber falls du wissen willst, ob die Kemo
Lichtschranke moduliertes Licht verwendet, lautet die Antwort ja.
Allerdings senden alle Sender auf der gleichen Frequenz, und könnten
damit andere Empfänger stören.
IR Filter vor den Empfängern können auch nicht schaden.
Die abstrahlenden LEDs strahlen aber keinen Laserstrahl ab, sondern
einen Lichtkegel. Du musst also über Röhrchen, Linsensystem o. ä.
verhindern, das die Nachbarlichtschranke vom Licht der LED getroffen
wird.
Kann ich nicht am Relais eine Eingangsspannung von 24V anlegen?
Entweder das Relais schaltet mir auf den I/O Port 24V="1" oder 0V="0".
Also Zb auf der Karte am Port 1 am PIN 1a + (24V) und 1b (Masse)
anlegen.
Den Widerstand von 2k brauche ich ja dann nicht, wenn die Spannung
gemessen wird?
SG
Guido C. schrieb:> Hallo Wolfi,>> Wolfgang schrieb:>> I/O-Karte:>>> http://www.conrad.at/ce/de/product/196522/Deditec-...>> Kleiner Tipp von mir, schau Dir die englische Bedienungsanleitung an.> Diese ist 340 Seiten länger als die deutsche. Auf Seite 38 (nach> Zählweise des PDF-Dokuments) dieser Anleitung findest Du den folgenden> Hinweis:>> "2.1.7. Variable input voltage range>> The factory-default of the inputs is set to a voltage range of 15V to> 30V. This may be changed to a range of 5V to 15V (even afterward).>> Inputvoltagerange 5V–15V 15V–30V> Resistancevalue 1K 2K2">> Wenn der Ausgang der Lichtschranke bei der angegebenen Belastung die> entsprechende Spannung liefert sollte es funktionieren.>> Mit freundlichen Grüßen> Guido
Hallo Wolfi,
ich denke, dass du eine Belastung von 2k am 1a hängen musst, da die
I/O-Karte den Strom misst und nicht die Spannung.
Ich bin mir jedoch nicht ganz sicher. Eventuell kann jemand, der
fachspezifischer arbeitet, helfen.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas
Nimm erst mal 2 Lichtschranken Deiner Wahl und teste das Zeitverhalten
und den Strahlungskegel bevor Du wertvolle Teile bestellst und den Rest
aufbaust.
>USB-CPU Modul 32 Optokopplereingänge
Ob diese IO-Karte zeitlich überhaupt für Deine Anwendung geeignet ist,
wäre auch noch zu prüfen. Das hängt nicht nur von der HW sondern auch
von Deinem Betriebssystemverhalten ab.
Genau was soll denn da gemessen werden?
Da steht was von Position und Zeit. Position bedeutet Strahl
unterbrochen, oder linearer Wert aus der Lichtschranke um eine genauere
Auflösung zu haben? Und Zeit ist: Da wächst eine Pflanze dazwischen,
oder die Geschwindigkeit einer Gewehrkugel soll bestimmt werden?
Die Zeit kann ich ja mittels der Software berechnen bzw programmieren.
Sobald die lichtschranke anspringt soll auch die zeit mitlaufen.
Betriebsystem soll windows xp oder 7 sein. Normal sollte ja das
ansprechen der lichtschranke und das übermitteln der Daten nicht all
zulange dauern, sodass ich nicht auf ein echtzeitsystem umsteign muss?
Bitte meine Frage noch mal lesen und überlegen, ob die Antwort
tatsächlich eine ist.
Aus den bisherigen Angaben ist nicht mal ansatzweise zu erahnen in
welchen Größenordnungen sich die gemessenen Größen bewegen sollen.
Wolfgang schrieb:> Sobald die lichtschranke anspringt soll auch die zeit mitlaufen.
Genau das ist es doch - die Reaktionszeit von der Unterbrechung der
Lichtschranke bis zur Erkennung durch den PC. Wenn das also sehr
schnelle Vorgänge sind (Guidos Gewehrkugel), dann ist die I/O Kerte
direkt für den PCI-Slot mit Sicherheit reaktionsschneller als ein USB
Interface.
Hallo,
danke für die Infos!
Gemessen soll die Zeit im Sekundenbereich.
Habe bei Conrad angefragt wegen IR-Lichtschranken und sie empfehlen mir
Laserlichtschranken, was natürlich besser ist, keine Frage. Nur der
Preis ist ziemlich hoch. Es wird wie auch schon im Beitrag darauf
hingewiesen, dass die IR-Lichtschranke das Licht nicht gebündeln kann.
Gibt es andere Alternativen, die billiger sind?
SG Wolfi
Hallo,
Wolfi schrieb:> Gemessen soll die Zeit im Sekundenbereich.Wolfi schrieb:> Gibt es andere Alternativen, die billiger sind?
Vielleicht billige Laserpointer in Verbindung mit Phototransistoren?
Wobei abzuklären wäre, wie sich die Laserpointer im Dauerbetrieb
"machen".
Mit freundlichen Grüßen
Guido
Tja, das Tolle an einer Problemanalyse ist, dass wenn man sie richtig
macht man mit der genauen Beschreibung des Problems schon einen Fahrplan
für die Lösung hat.
Wenn man aber zwischen der Vogelperspektive (ich will einen Bagger
bauen!) und der Detailbetrachtung (welche Schraubengröße nehme ich um
einen Bagger zu bauen?) keine Zwischenschritte macht (Ich will einen
Bagger für die Buddelkiste bauen, der soll mit Elektromotoren
angetrieben werden und ein Schaufelrad haben wie die im Tagebau, dann
mache ich jetzt mal Konstruktionsskizzen), dann wird das nichts mit der
Lösung.
Also ganz direkte Antwort: Wir wissen immer noch nicht was das werden
soll und was es leisten muss, daher gibt es auch keine Chance zu
beantworten ob die Teile die richtigen sind.
Die Lichtschranke funktioniert soweit mit dem gewünschten
Ausgangssignal. Nun eine andere Frage, vl könnt ihr hier weiter helfen.
Wenn sich nichts zwischen der Lichtschranke befindet habe ich 0V. Der
Abstand dazu muss max. 0,7m betragen.
Wie kann ich den Abstand minimieren um immer noch meine 0V zu erhalten,
sodass die Lichtschranke immer noch meint es ist nichts dazwischen?
Hallo,
im Datenblatt der Lichtschranke steht: "The OPB720 series consist of
three standard reflective switching distances -06Z for typically 6” (152
mm), -12Z for typically 12” (305 mm) and -30VZ for typically 30” (762
mm)."
Wenn der von Dir angegebene Link stimmt hast Du die "OPB720A-30VZ"
gekauft. War diese nicht die schlechteste Wahl, wenn Du nur einen
Abstand von 70 mm hast?
Des Weiteren steht im Datenblatt: "Typical Maximum detection distance to
be set at factory". Vielleicht kann Dir der Hersteller diesbezüglich ein
paar Tipps geben.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe ist die (Reflexions-)Lichtschranke
derzeit zu empfindlich eingestellt. Was Du daher testen könntest wäre
eine Filterfolie vor den Empfänger zu befestigen, die das optische
Eingangssignal abschwächt.
Mit freundlichen Grüßen
Guido
Ich habe einen Abstand von 50cm jedoch habe ich mir zuerst gedacht dass
ich mit einem Reflektor den Abstand variable einstellen kann. Zur Zeit
bekomme ich nur 0V wenn der Abstand größer ist. (etwa 70cm)