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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Suche Erfahrungsbericht von 8051ern von Si-Labs


Autor: Ralf (Gast)
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Hallo,

arbeitet jemand mit den 8051-Derivaten von Si-Labs (Silicon
Laboratories)?

Kann jemand was zu den Teilen sagen?
Lieber die Finger davon lassen?
Gibts Probleme mit den Teilen?

Ein Errata-Sheet konnte ich auf der Homepage nicht finden (was ja nicht
bedeutet, dass es keine Fehler gibt grins).

Danke

Gruß Ralf

Autor: René König (king)
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Ich arbeite hier oft und gern mit dem F320, der funktioniert prächtig.
Irgendwie ist es dann doch ganz nett, (fast) keine externen Componenten
zu benötigen.

Allerdings halten die mit den Debug-Protokollen hinter den Berg, Du
mußt also auf originale Werkzeuge zurückgreifen. Die sind aber
vergleichsweise günstig, ich kann jedenfalls gut damit leben.

Nachteilig ist vielleicht anzumerken, daß die Dinger lange nicht so
robust sind, wie man es von PICs oder AVRs kennt. Auf Fehlbedinung
reagiert der F320 sofort (lies: Controller kaputt). Beim 'Fummeln und
Basteln' kann das schon mal passieren. Aber auf der anderen Seite kann
man natürlich auch aufpassen und den Controller am Leben lassen ;-)

Im Übrigen funktioniert auch der Support recht gut.

Autor: peter dannegger (Gast)
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Ich kann auch nur Positives berichten, die Dinger sind wirklich
sauschnell.

Etwas blöd ist nur diese Crossbar, man muß sich ganz genau vorher
überlegen, welche Pins man wie benutzen will.
Merkt man z.B. später, daß man doch die UART braucht, kann man die
Platine wegschmeißen, da sich dadurch sämtliche anderen Pinzuweisungen
verschieben.

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit lassen sich die Ausgänge zusätzlich
als echte push-pull schalten.

Ansonsten sind sie 8051-kompatibel, d.h. kennt man den 8051, kann man
sofort loslegen.

Errata habe ich keine bemerkt.


Peter

Autor: Ralf (Gast)
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Hi René,

danke für die Antwort.

Wie programmierst du die Controller?

Ich möchte sicherstellen, dass ich die Controller auch in der Schaltung
programmieren kann, was ja geht, da alle Controller ja Zugriff auf den
internen Flash bieten.

Aber ich möchte in der Lage sein, sie auch per Hardware programmieren
zu können (JTAG?). Nur für den Fall, dass ich per
Software-Programmierung nicht mehr zum Leben erwecken kann. Denn wenn
sie einmal verbaut sind, ist nix mehr mit rauslöten und ab in den
Programmer.

Gruß Ralf

Autor: René König (king)
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Ob JTAG oder nicht, kommt das das verwendete Derivat an. Der F320 wird
über ein sogenanntes C2-Interface programmiert/ debuggt. Dieses
benötigt weniger PINs, nämlich einmal Reset und einmal einen Portpin
(letzterer kann, wenn man aufpasst, sogar während der Debug-Sitzung
benutzt werden).

Im Moment arbeite ich mit diesem Ding:
http://www.silabs.com/tgwWebApp/public/web_content...

Der kann dann auch beides, also JTAG und C2. Wie der Controller zu
beschalten ist, damit das damit funktionieren kann, kann man sich in
den Plänen zu den Eval-Kits anschauen.

@Peter
Beim F320 ist der UART0 glücklicherweise immer auf P0.4 und P0.5 zu
finden, falls aktiviert. Wenn ich den nicht brauche, werden diese PINs
einfach geskippt. Wird der UART nachträglich aktiviert, ist sofort
klar, auf welchen PINs er zu finden ist. Deswegen ist gerade der UART
IMO ein eher schlechtes Beispiel (oder verhält sich das auf den anderen
Derivaten anders?). Gewöhnungsbedürftig bleibt die Crossbar aber
trotzdem, da stimme ich zu.

Autor: Ralf (Gast)
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Hi René und Peter,

danke für die Antworten.

@René: Wieviel kostet denn das Interface? Richtiges Debuggen ist damit
auch möglich, oder?

@Peter: Bei der Sache mit der Crossbar geb ich dir recht. Aber auf die
Art lernt man wahrscheinlich, wie man ein Projekt korrekt plant
grins

Gruß Ralf

Autor: Thomas (Gast)
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Hallo Ralf,

das Interface alleine kosten so ca. um die 60-70 Euro. Ansonsten gibt
es dafür auch EVA-Boards die so ca. 100-200 Euro kosten, da ist dann
ein solches EC2 Interface dabei. Ich nutze das ganze mit dem Keil
Compiler und es klappt hervorragend. An Controller hab ich den F120 und
den F352/354 in Gebrauch und die laufen bestens.

Gruß
Thomas

Autor: Ralf (Gast)
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@Thomas:

Oh, 70 Teuro ist schon happig. Das Interface kann beides, oder? Also
Jtag und EC2?

Ich würde ja am liebsten meinen selbstgebauten ISP-Programmer
verwenden, aber ich denke mal, das die Informationen, wie die Signale
aussehen müssen usw. spärlich gesäht sind... :-(

Ich denke, ich werd mir dann wohl mal so ein EVAL-Board zulegen.

Ralf

Autor: René König (king)
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> das Interface alleine kosten so ca. um die 60-70 Euro.

Das trifft für den seriellen Adapter zu. Der neue USB Adapter ist sogar
noch um ca. 15 Euro günstiger.

@Ralf
Jawoll, 'richtig' debuggen kannst Du damit auch.

Autor: René König (king)
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> Ich würde ja am liebsten meinen selbstgebauten ISP-Programmer
> verwenden, aber ich denke mal, das die Informationen, wie die
> Signale aussehen müssen usw. spärlich gesäht sind... :-(

Wenn es nur um das Programmieren geht, hast Du Informationen in Form
von AppNotes:

http://www.silabs.com/public/documents/tpub_doc/an...

http://www.silabs.com/public/documents/tpub_doc/an...

> Ich denke, ich werd mir dann wohl mal so ein EVAL-Board zulegen.

Das hätte ich an Deiner Stelle auch gemacht.  :-)

Autor: Ralf (Gast)
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Ja, die Dokumente hab ich mir auch schon gezogen. Aber es steht leider
nix drin (oder hab ich es nicht gesehen?!?), wie genau das signalmäßig
ablaufen muss. Schade.

Wie genau ist das denn mit den EVAL-Boards?
Da ist also ein entsprechendes Interface dabei, welches sowohl JTAG als
auch C2 kann?
Ich möchte schließlich nicht erleben, dass ich dann einen größeren µC
von Silabs kaufe, der dann nur das JTAG-Interface hat und ich dann noch
ein Interface kaufen muss.

Und zu den Eval-Boards muss ich dann noch den gewünschten µC kaufen,
oder gibt es zu jedem µC ein eigenes Board?

Ralf

Autor: René König (king)
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> Ja, die Dokumente hab ich mir auch schon gezogen. Aber es steht
> leider nix drin (oder hab ich es nicht gesehen?!?), wie genau das
> signalmäßig ablaufen muss. Schade.

Da steht ganz genau beschrieben, wie die Schnittstellen arbeiten.
Abgerundet wird das Ganze durch Quelltexte. Was fehlt Dir denn noch?

> Da ist also ein entsprechendes Interface dabei, welches sowohl JTAG
> als auch C2 kann?

Ja.

> Und zu den Eval-Boards muss ich dann noch den gewünschten µC kaufen,
> oder gibt es zu jedem µC ein eigenes Board?

http://www.silabs.com/tgwWebApp/public/web_content...

Autor: Ralf (Gast)
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Hi René,

>Da steht ganz genau beschrieben, wie die Schnittstellen arbeiten.
>Abgerundet wird das Ganze durch Quelltexte. Was fehlt Dir denn noch?

Es ist mir vorhin aufgefallen, nachdem ich mir die Diagramme nochmal
genau unter die Lupe nahm. Ich hab verzweifelt nach Timings gesucht,
bis mir aufgefallen ist, dass ja mit einem Clock (TCK) gearbeitet wird.
Also dürfte es "kaum" eine Rolle spielen, wie schnell ich da arbeite.
ASCHE AUF MEIN HAUPT

Sorry, hier bewahrheitet es sich mal wieder: Erst lesen, dann denken,
nochmal lesen, nochmal nachdenken, und gut... grins

Ralf

Autor: Ralf (Gast)
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Nochmal ne Frage, wie ist das mit der ersten Flash-Bank? Wenn ich die
programmieren will, muss ich aufpassen, dass ich nicht den Code
überschreibe, der für die Flash-Programmierung zuständig ist, richtig?

Ralf

Autor: René König (king)
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Ist Dir eigentlich schonmal aufgefallen, daß Du bislang mit keiner Silbe
erwähnt hast, um welchen Controller es Dir geht?

Autor: Ralf (Gast)
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Ächz. Stimmt. Ich glaub, ich sollte meine Begeisterung für das Teil ein
wenig drosseln. Ich bin ganz hin und weg von dem Teil. Ts, peinlich...

Mir geht es um den F120. Ich versuche gerade herauszufinden, wo ich das
entsprechende DK mit dem USB-Adapter herbekomme, überall, wo ich bisher
nachgefragt habe, gibt es nur den RS232-Adapter im DK, und ich hab
wenig Lust, mir extra deswegen einen RS232-USB-Konverter fürs Laptop zu
kaufen.

Ralf

Autor: Ralf (Gast)
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Hm... meine Suche blieb bis jetzt erfolglos. Kennt jemand einen Distri,
der das DK mit dem USB-Adapter hat?

Ralf

Autor: peter dannegger (Gast)
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Nun ich habe auch das F120 Entwicklungsboard, das JTAG-Teil dran und nen
Reichelt (10€) USB-RS232-Adapter und keine Probleme damit.


Peter

Autor: Ralf (Gast)
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Also, so weit ich das sehen kann, gibt es das DK mit dem USB-Adapter
noch gar nicht. Also werd ich wahrscheinlich die erste Zeit am
Desktop-Rechner damit arbeiten, am Laptop tut es noch keine Not.

Aber eins würde mich noch interessieren, an alle, die das DK haben,
lohnt es sich überhaupt, das DK zu kaufen?

Viel ist ja nicht drauf, also muss die Software, die dabei ist, wohl
den größten Teil des Wertes ausmachen, oder?
Was genau ist da denn alles dabei? Ich glaube im SiLabs-Forum etwas von
einem "Cross-Bar-Configuration-Wizard" gelesen zu haben. Ist der auch
dabei?
Lohnt sich der Kauf wegen der Software?

Ralf

Ralf

Autor: René König (king)
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Bis auf die Werkzeuge von Keil, kannst Du Dir alles bei SiLabs
herunterladen (auch den "Configuration-Wizard"):
http://www.silabs.com/tgwWebApp/public/web_content...

Ansonsten ist das eben ein typisches Eval-Board. Ob sich das für Dich
lohnt oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber so wie Du da
ran gehst, lohnt sich das vermutlich eher nicht (da sollte der reine
Debug-Adapter reichen).

Auf der anderen Seite solltest Du Dir überlegen, ob der Controller
überhaupt Deine Erwartungen erfüllt. Die sind nämlich auch nicht gerade
'billig'. Wenn die Kosten des Eval-Boards schon zum KO-Kriterium
werden, dann werden Dich die Controller-Kosten umhauen.

BTW: "Das" DK habe ich nicht, ich habe nur das $80 teurere F320 DK.

Autor: Ralf (Gast)
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> Aber so wie Du da ran gehst, lohnt sich das vermutlich eher nicht
> (da sollte der reine Debug-Adapter reichen).

War das jetzt ein Kompliment? grins

Den Keil hab ich bereits, also brauch ich es wahrscheinlich tatsächlich
nicht.

Die Kosten scheuen mich nicht. Ich kann es nur nicht ausstehen, wenn
ich etwas kaufe, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Da wird es
euch denke ich genauso gehen...

Ralf

Autor: René König (king)
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> Die Kosten scheuen mich nicht. Ich kann es nur nicht ausstehen, wenn
> ich etwas kaufe, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Da wird es
> euch denke ich genauso gehen...

Sicher, aber wir reden hier von lediglich $149. Der Debug Adapter
kostet einzeln $49, dazu kommen noch geschätzt $25 für den Controller
(Einzelstück). Das sind im günstigten Falle $74, die Du sowieso los
bist. Und für die verbleibenden $75 setze ich mich garantiert nicht
selber hin und entwerfe Schaltplan und Layout und ätze und bestücke. Da
habe ich lieber etwas, von dem ich genau weiß, daß es funktioniert
(gerade zum ersten Kennenlernen). Und hättest Du das Kit am 28.
tatsächlich bestellt, hättest Du das jetzt schon auf dem Tisch liegen
und könntest sofort loslegen (siehe: Wetterbericht für morgen).

Aber gut, vielleicht liege ich an diesem Punkt weit ab der sonst hier
üblichen Meinungen. Aber jedem das Seine. :-)

Autor: Ralf (Gast)
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Klar, ich hab ja jetzt nicht behauptet, dass ich es nicht kaufe. Peter
und du habt es ja auch.

Nach reiflicher Überlegung bin ich nämlich zu ähnlichen Schlüssen
gelangt wie du.

Vielleicht werd ich den RS232-Adapter irgendwann mal los, per Ebay oder
so...

Ralf

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