Nachdem ich alle Leitungen (außer Erde) vom Motor entfernt habe,
funktioniert die Waschmaschine. Jedoch fange ich ohne Motor nicht viel
an.
Ich vermute es ist eine ASM, denn die sind ja die billigsten.
Der Motor hat 7 Anschlüsse.
ich habe alle gegen Erde gemessen, jedoch war da nichts außer 2* 37k
ich vermute aber, dass das die Wicklungen sind...
Irgendeiner eine Idee?
PS: Ich konnte den Entstörkondensator am Motor nicht finden
Mach mal ein Foto davon.
Asynchronmotoren sind in Waschmaschinen eigentlich lange aus der Mode
gekommen. Eigentlich verwendet man da Universalmotoren bzw.
Reihenschlußmaschinen mit Kollektor, weil die auf einfache Weise so gut
regelbar sind, daß man mit einem Motor waschen und schleudern kann.
Ich würd ja vermuten, daß sich Kohlestaub vom Kollektor ungünstig
abgesetzt hat oder so.
Nein, da sind keine ASM drin. ASM sind bei weitem nicht das billigste
sondern wären sehr viel länger haltbar als die verbauten
Gleichstrommaschinen mit Kohlen.
Motor ausbauen und durchmessen.
Ben _ schrieb:> Asynchronmotoren sind in Waschmaschinen eigentlich lange aus der Mode> gekommen.
Sie kommen wieder in Mode, aber mit Frequenzumrichter.
Aber nicht asynchron. Die für den Direktantrieb verwendeten Motoren sind
permanenterregte Synchronmaschinen mit Außenläufer. Quasi wie bei einem
Diskettenlaufwerk, nur 'ne Nummer größer.
Fred schrieb:> Nachdem ich alle Leitungen (außer Erde) vom Motor entfernt habe,> funktioniert die Waschmaschine.
Haha der war gut.
Fred schrieb:> Jedoch fange ich ohne Motor nicht viel> an.
Wozu Motor, sie funktioniert ja. (siehe oben)
OK
löst der FI gleich aus oder verzögert?
Wenn verzögert dann möglicherweise schadhafte Wicklung (Wärmeschluß).
Wenn der TE mit einem Multimeter 37kOhm zwischen Motoranschlüssen und
Erde mißt dann ist die Isolation ganz sicher im Eimer. Ein gesunder Wert
wäre >2MOhm gemessen bei 500V.
Da kann man lustig weiter raten.
> Der Motor hat 7 Anschlüsse.
Erst amal wissen was die Anschlüsse sind.
> 2* 37k
Welch ein Zufall, 2mal dasselbe, sollte zu denken geben.
Hallo Fred,
kann Dir von einem meiner Fälle berichten. Hier löste der FI manchmal
sofort nach den Einschalten der Maschine, manchmal auch erst nach dem
Anlaufen des Trommelmotors aus.
Die Ursache war ein loser Ringmagnet von der Motorachse an der Rückseite
des Motors. Um den Ringmagnet herum war eine Spule angeordnet. Der
Magnet hatte sich von der Achse gelöst und sporadisch einen Schluß
zwischen der Spule und dem Gehäuse verursacht. Mit der Spule wurde
scheinbar die Drehzahl des Motors ermittelt (Tachogenerator).
Glücklicherweise hatte der lose Magnet die Spule nur oberflächlich
beschädigt und konnte auf der Achse wieder fest montiert werden. Die
Maschine lief danach noch einige Jahre ohne Probleme weiter.
Gruß Jens
Das Multimeter ist technisch sicherlich eines der weniger geeigneten
Geräte, um die Wicklungen des Motors zu messen.
Zunächst einmal könnte ein denkbar einfacher Test weitere Aufklärung
schaffen. Dazu steckt man den Stecker in der Steckdose um 180° gedreht
ein.
Je nach Beschaffenheit des Fehlers kommt es hier zu vollkommen anderem
Auslöseverhalten des FI.
Wenn denn ein Amperemeter im Haus ist, worauf ein Multimeter ja
hindeutet, kann man auch mal den Strom auf dem Schutzleiter messen um
z.B. festzustellen, ob es schon Strom auf dem Schutzleiter gibt und die
Waschmaschine nur das Tüpfelchen auf dem "î" ist.
Induktivitäten können übrigens bei einigen Multimetern sehr seltsame
Messergebnisse liefern, weil die Spannung, welche zum Messen des Stromes
in den Prüfling eingespeist wird, nicht so sauber ist, wie man sich das
wünschen würde. Kommt dann noch Restmagnetismus in den Metallteilen
dazu, hat man recht schnell sehr unbrauchbare Messergebnisse.
PS.
Ein zwei Wochen alter Fall.
Waschmaschine löste FI aus.
Waschmaschine auf die Straße gestellt (Polen kommen regelmäßig zum
einsammeln vorbei) und neue gekauft.
Neue Maschine eingesteckt -> FI raus.
Großes Wundern!
Elektriker angerufen.
Elektriker kommt und stellt fest:
Kaffeemaschine defekt, aber Fehlerstrom reichte nicht aus, um den FI
auszulösen.
tex schrieb:> Waschmaschine auf die Straße gestellt (Polen kommen regelmäßig zum> einsammeln vorbei) und neue gekauft.
Ich geb sowas lieber bei der Kommune ab, weil
a) die Wahrscheinlichkeit einer fachgerechten Entsorgung höher ist.
b) die Kommune etwas dran verdient, und diese dann Abgaben/Steuern
weniger erhöhen muß.
@Fung
Das ist sicherlich richtig, und hätte man gleich den Elektriker gerufen
statt erst mal selber zu fummeln, ohne Ahnung, wäre es noch vieeel
billiger geworden. Außerdem hätten wir im Zweifelsfall nicht nur eine
neue Maschine geliefert und angeschlossen, wir hätten sogar die Alte
mitgenommen und bei der BSR (Das ist sowas wie bei euch die Kommune)
abgeladen. Aber was willste machen wenn die Rübe vom vielen Geiz nicht
nur geil sondern auch leer ist.
tex schrieb:> Außerdem hätten wir im Zweifelsfall nicht nur eine> neue Maschine geliefert und angeschlossen...
Joah, das glaube ich auf's Wort... Dieser "Zweifelfall" tritt meistens
spontan ein, sobald der Kunde vor Ort als technischer Laie identifiziert
wurde... hahaaaa...
Wenn man die Dokus über die überhöhten Preise und bewusst falschen
Analysen der "Fach- und Servicefirmen" vor Ort sieht, verliert man das
Vertrauen. Man wird als Laie doch heutzutage fast nur noch beschissen
und reparaturtechnisch 3 Stufen "upgegradet", was den Aufwand betrifft.
Die Rübe vieler "Service"-Handwerker vor Ort ist auch nur mit Gier und
Raffinesse fürs Abzocken angefüllt... (Kommt 'Raffinesse' von raffen..?)
Da wird, statt nen oxidierten Verbinder zu richten, schnell mal eine
neue Steuereinheit "nötig"..., was sich dann angesichts der Jahre "nicht
mehr lohnt" und dringend eine neue Maschine empfohlen wird, bei der der
Gewinn nicht durch eigene, technische Kompetenz, sondern durch die
Handelspanne erzielt wird...
Bei der BSR abgeladen ist ja wohl 'ne große Lüge, die ich euch nicht
abnehme. Das Einzige was Ihr bei der BSR abladet sind die Betongewichte
und bei neueren Geräten den Plastebottich. Der Rest wird nach Sorte
getrennt bei der Interseroh, früher Alba, abgegeben und nochmal etwas
Kasse gemacht.
Oder Plan B - wenn die alte Maschine noch läuft oder leicht zu
reparieren ist - dann wird sie einfach etwas gereinigt und danach als
Gebrauchtgerät weiterverkauft. Vor allem in Berlin kommt das immer mehr
in Mode, gibt ganze Läden, die sich auf sowas spezialisieren und
Anzeigen wie "hole kostenlos ihren Schrott ab (um mir 'ne goldene Nase
dran zu verdienen)" gibts reichlich im Netz. Okay letzteres steht da
nicht drin, ist aber so. Frag doch so einen großherzigen Wohltäter mal,
ob er auch Deinen alten Sessel mitnimmt, dann wird er dir was husten.
Ben _ schrieb:> Anzeigen wie "hole kostenlos ihren Schrott ab (um mir 'ne goldene Nase>> dran zu verdienen)"
Ja nee iss klar.
Ist ja auch so fürchterlich in Deutschland, wenn intelligente Leute ihr
Wissen nutzen und es zum Verdienen von Geld einsetzen.
Was ich daran fürchterlich finde ist das Betteln um den Schrott - und
wie Dir alle erklären, daß ausgerechnet Dein Schrott völlig wertlos ist.
Da muß man sich dann sowas anhören wie "seien Sie froh, daß sie
gnädigerweise nicht noch draufzahlen müssen!" Einfach lachhaft, und
das stört mich daran, nicht die Geschäftsidee ansich.
Gerade Waschmaschinen und Geschirrspüler sind Edelschrott, da ist
Edelstahl und recht viel Kupfer drin.
@Michael & Ben
Ich wüsste gerne, Basis welchen Wissens ihr derartige Anschuldigungen
gegen uns erhebt? Wir reparieren überhaupt keine Geräte. Wir verkaufen
auch keine Reparierten oder gebrauchten Geräte. Wir stellen allenfalls
Defekte fest. Der Zweifelsfall tritt lediglich ein, wenn der Kunde
explizit verlangt, dass wir ein neues Gerät liefern sollen, weil er sich
nicht selber darum kümmern möchte.
Wie kommt ihr dazu, solche Lügen über uns zu verbreiten ohne uns
überhaupt zu kennen?
Ben _ schrieb:> und>> das stört mich daran, nicht die Geschäftsidee
Sagte ich dir ja, das Du intelligente Leute nicht schätzt.
Insbesondere, wenn sie sich intelligenter als Du verhalten.
Eben das stört mich an Leuten wie Dir.
Es wäre exterm blödsinnig, dem Abgebenden lang und breit zu erklären,
das er das kostbaren Edelschrott aus dem Haus gibt.
99% der Schrotthändler sagen schlicht: 'Ist hier was abzuholen?" und
diskutieren nicht über die von dir genannten Themen in der Art "seien
Sie froh, daß sie gnädigerweise nicht noch draufzahlen müssen!"
so what.
>da ist Edelstahl und recht viel Kupfer drin.
Klar und zwei fette Beton-Klötze! Die werden direkt mit Gold aufgewogen!
Jedenfalls haben wir nun Deine geistige Verfassung hinreichend
dokumentiert.
Ben _ schrieb:> Gerade Waschmaschinen und Geschirrspüler sind Edelschrott, da ist> Edelstahl und recht viel Kupfer drin.
Hast du mal nachgerechnet wie viel Geld (incl. bezahlte Arbeitszeit) der
Transport und das Zerlegen kostet und wie viel man für den sortenreinen
Schrott tatsächlich kriegt.
Wolltest du für den Stundenlohn so schuften? Ich nicht.
Wenn da ein Pole oder Rumäne daran verdient und damit seine Familie
ernährt und mir den Service bietet, das Teil direkt abzuholen, dann sag
ich danke!
@tex
Und ich wüsste gerne, auf Basis welchen Wissens du derartige pauschalen
Klassifizierungen gegen uns "Kunden" erhebst? Wenn Du keine
verunglimpfenden Pauschalisierungen magst und diesbezüglich schnell den
getroffenen Hund markierst, solltest du sie sie selbst nicht
praktizieren!
tex schrieb:> Aber was willste machen wenn die Rübe vom vielen Geiz nicht> nur geil sondern auch leer ist.
Nur weil man ein Gerät erst mal inspiziert und im Rahmen der eigenen
Möglichkeiten versucht, wieder in Gang zu setzen, ist man noch lange
nicht
...."vom vielen Geiz nicht nur geil, sondern auch leer..."
Erstens hat niemand sein erarbeitetes Geld unnötigerweise zu
verplempern.
Und gerade bei alten, und/oder naiven Menschen, wird diesbezüglich oft
'Gewinnoptimierung durch Aufwandsminimierung' (deutsch: Verarsche)
betrieben, daß es einem übel wird. Das weiß ich von der Tatsachenebene
im Verwandten- und Bekanntenkreis. Das geht vom Keller (Heizung,
Waschmaschine, etc.), über "Gartenmauerversiegelungen", bis zum
Dachfirst (unnötige 'Dach-Sanierungen').
Zweitens ist es für einen technisch Interessierten ein Erfolgserlebnis,
wenn man einen scheinbaren "Fatal Error" in Eigenregie wieder
entschärfen konnte und die Nutzbarkeit wieder hergestellt hat.
Und, nicht zuletzt... wenn es z.B. für gute Bekannte, oder die eigene,
alte Mutter ist, kommt noch der menschliche Aspekt der Hilfsbereitschaft
dazu.
...tja, hat nicht alles mit Geiz und hohler Birne zu tun...!!!
Und genau das(!), nämlich deine diesbezügliche Arroganz, war mir genug
'Basis', um ein wenig Retourkutscher zu spielen. ;-)
Michael Schurr schrieb:> Und, nicht zuletzt... wenn es z.B. für gute Bekannte, oder die eigene,> alte Mutter ist, kommt noch der menschliche Aspekt der Hilfsbereitschaft> dazu.
Besonders lieb sind mir die Bekannten, die regelmäßig von mir Leistungen
erwarten, im Gegenzug aber nie etwas bezahlen wollen. Außer vielleicht
einer Tasse Kaffee.
Besonders Arbeiten am Computer werden nicht als Arbeit angesehen.
Die Betonklötze sind gute Qualität, die werd ich beim örtlichen Recycler
ohne jedes Problem los. Der schmeißt sie in seinen Schredder und
verkauft das Zeug danach wieder, das wird zB. als Untergrund für Straßen
genutzt. Wenn ich dem 2-3 Tonnen auf einmal bringen kann, wird der das
gerne nehmen ohne daß ich was dafür zahlen muß.
Und ja, wenn ich genug Waschmaschinen bekommen würde, und genug Platz
hätte um sie zu zerlegen würde ich genau das machen. Da kommt ne
ordentliche Menge Geld zusammen, auch wenn manche Leute das hier
kleinreden.
gjuutfu schrieb:> Besonders lieb sind mir die Bekannten, die regelmäßig von mir Leistungen> erwarten, im Gegenzug aber nie etwas bezahlen wollen. Außer vielleicht> einer Tasse Kaffee.
Ja da kenne ich auch besondere Kandidaten, die schaffen es, dass fremde
Leute ihre Elektroarbeiten und Autoreparaturen für lau machen. Solche
Leute sind nicht ohne Ǵrund Millionäre, auch wenn man es von Außen nicht
sieht.
Ben _ schrieb:> Und ja, wenn ich genug Waschmaschinen bekommen würde, und genug Platz> hätte um sie zu zerlegen würde ich genau das machen. Da kommt ne> ordentliche Menge Geld zusammen, auch wenn manche Leute das hier> kleinreden.
Bringt denn die Kupferwicklung soviel ein?
Und was ist mit dem Rest? Das musst du kostenpflichtig entsorgen.
Nö, das einzige was ich evtl. entsorgen muß sind wenige Gummi- und
Plastikteile. Kann man aber zum Teil auch einfach am Gehäuseblech dran
lassen - das ist sowieso Mischschrott und da sind ein paar Anhaftungen
egal.
Der Motor ist Motorenschrott, gibt deutlich mehr als Mischschrott.
Die Trommel und bei vielen Maschinen auch der Bottich ist Edelstahl,
gibt auch viel mehr als Mischschrott. Die Verkabelung ist in großen
Mengen auch sehr wertvoll und ein wenig Aluminium ist auch in fast jeder
Maschine drin.
Problematisch ist nur, daß man bestimmte Mindest-Mengen schaffen muß,
sonst rechnet sich das nicht. Ein einzelner Motor ist dem
Schrottankäufer ziemlich egal und er zahlt nicht viel dafür, aber wenn
ich sagen wir mal übertrieben 5.000 Stück habe, will der die ziemlich
gerne haben und ich krieg eine ganz andere Verhandlungsgrundlage.