Hallo zusammen,
nachdem meine zweite Maus auch einem Kabelbruch erlag, dazu noch nicht
mal ein Jahr alt ist, will ich probieren das Kabel zu reppen. Da ich von
Elektronik absolut keine Ahnung hatte, habe ich mir einige Tutorials und
Guides durchgelesen. Ein paar Fragen habe ich leider noch, ich hoffe ihr
könnt mir da helfen.
Auf Bild 1 sieht man das Kabel was ich aus der Logitech G5 gebaut habe.
Da ich mir das löten, aus platzgründen im Mausgehäuse(Isolierband,
schrumpfschlauch), sparen möchte frage ich mich, ob man nicht einfach
die Adern vom langen Kabel in den kleinen weißen Stecker bekommt. Hab
auch einige Probleme diese feinen Kabel abzuisolieren, gibts da einen
Trick oder hilft nur eine spezielle Zange?
Auf dem 2. Bild ist das Netzteil board von meinem alten TFT den ich auch
am reparieren bin. Zwei defekte Kondensatoren konnte ich am gewölbten
Deckel schon erkennen. Nur bei dem Auf dem Bild (450V/100µF/105°C) bin
ich mir nicht sicher, es ist keine Wölbung oder sonstige Verformung zu
sehen, nur dieser "Rost". Da er allein 7 € kostet würde ich mich über
eine professionelle Einschätzung freuen.
Ich hoffe, dass ich hier im richtigen Unterforum bin und mir jemand
helfen kann. Vielen Dank im Vorraus!
Gruß Eierkopf
Hallo,
Eierkopf schrieb:> Probleme diese feinen Kabel abzuisolieren, gibts da einen> Trick oder hilft nur eine spezielle Zange
Ja, die nennen sich Abisolierzangen, wobei man bei dünnen Kabeln am
besten mit einer manuell einstellbaren Zange ein gutes Ergebnis
erreicht. Dafür muss man sie halt sauber einstellen.
Wobei ich sagen muss, das wenn du bei einer so hochwertigen Maus in so
kurzer Zeit einen Kabelbruch hast du das Kabel sehr schlecht behandelst
und wirklich eine Funkmaus besser wäre.
Zu dem TFT:
Eine professionelle Einschätzung des Kondensatorzustandes kann dir nur
ein Messgerät (z.b. Multimeter, das Kapazität messen kann) liefern, das
geht nicht mit dem Bild. "Rost" am Kondensator kann ausgelaufenes
Elektrolyt sein, dann ist der Kondensator auch defekt.
Gruß Kai
Eierkopf schrieb:> ob man nicht einfach die Adern vom langen Kabel in den kleinen weißen> Stecker bekommt.
Nein. Du benötigst dafür neue Kontaktpins und eine passende Crimpzange,
sonst wird das nix. Ich würde stattdessen die einzelnen Adern
miteinander verlöten und mit Schrumpfschlauch isolieren.
> auch einige Probleme diese feinen Kabel abzuisolieren, gibts da einen> Trick oder hilft nur eine spezielle Zange?
Mit einem Lötkolben die Isolierung ringförmig anschmelzen und sofort
abziehen.
> Da er allein 7 € kostet würde ich mich über eine professionelle> Einschätzung freuen.
Wie soll das gehen, wenn dazu nur ein schlechtes Foto zur Verfügung
steht? Man muß den Elko auslöten und die Kapazität messen oder besser
noch den ESR. Auch äußerlich unaufällige Elkos können defekt sein.
Müssen aber nicht.
Kai S. schrieb:> Zu dem TFT:> Eine professionelle Einschätzung des Kondensatorzustandes kann dir nur> ein Messgerät (z.b. Multimeter, das Kapazität messen kann) liefern, das> geht nicht mit dem Bild. "Rost" am Kondensator kann ausgelaufenes> Elektrolyt sein, dann ist der Kondensator auch defekt.>> Gruß Kai
Der ESR ist hier genau so wichtig. Allerdings ist ein ESR Meter relativ
teuer. Daher ist es einfacher die paar cent teuren Elkos pauschal
auszutauschen (natürlich richtige Kapazität, Spannung (ruhig etwas hoher
wenn es mechanisch passt) und low ESR)
*Wow, danke für die zahlreichen und schnellen Antworten!*
Also da ich keinerlei Messgeräte habe: alle Kondensatoren austauschen.
Check!
Reicht für den von mir oben genannten Kondensator ein "nicht low ESR"?
>Kapazität: 100uF>Durchmesser: 18 mm>Länge : 35.5 mm>Rastermaß : 7.5 mm>Max. Temperatur: 105 Grad>Toleranz der Kapazität: +/- 20%>Hersteller: Nippon Chemi-Con>Typ: KXJ ( Kein Low ESR sondern ein normaler Netzteilelko)
Funkmäusen traue ich nicht, sei es die Batterieleistung; kann man sicher
sein ob die Maus bei schwankendem Aku immer genau die gleiche
Performance liefert. Dazu kommt noch der Placeboeffekt des höheren
Delays.
fonsana schrieb:> Definiere "Performance" fuer eine Maus.
Ich kann dir nicht die einzelnen harten Performance Indikatoren für
Mäuse aufzählen. Was ich aber erwarte ist, dass egal wann ich die Maus
benutze auf meine Handbewegung stets der gleiche Input folgt. Nur so
kann man wirklich muscle memory aufbauen
M. schrieb:> http://www.amazon.de/Gigabyte-AIVIA-M8600-Macro-Ga...
Jetzt mal ohne Spaß, danke für den Tipp. Ich bin aber ein Logitech
fanboy. ;)
Die bieten wirklich guten Support im Schadenfall, ich probier grade
meine fast 3 Jahre alte G9x als garantiefall durchzubekommen.
Eierkopf schrieb:> nachdem meine zweite Maus auch einem Kabelbruch erlag, dazu noch nicht> mal ein Jahr alt ist
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber mir scheint, daß eine Reparatur
hier wenig sinnvoll ist -- denn sie kuriert nur das Symptom des
Kabelbruchs, nicht aber seine Ursache. Und daher wirst Du in kürzester
Zeit wieder einen Kabelbruch haben, und wieder, und wieder ...
Wie wäre es, wenn Du Dich mit der Ursache beschäftigen würdest? Da das
Problem "Kabelbruch in Mauskabeln" bei anderen Mausbenutzern eher selten
ist (ich arbeite seit Ende der 80er Jahre mit Mäusen, habe so etwas aber
noch nie gehabt), dürfte die Ursache in Deiner Art der Mausbehandlung
zu finden sein.
Solange Du das nicht untersuchst und in Ordnung bringst, ist jede
Reparatur nur Flickwerk auf Zeit.
Ich habe eine Logitech Maus, Batterien halten gem. Hersteller 3 Jahre.
Anzeige der Restkapazität über die Software. Nach 4 Monaten habe ich
noch 95% und benutzte sie Mo-Fr. Nur übers Wochenende schalte ich sie
ab. Performance Einbussen merke ich keine, aber vielleicht bin ich nicht
so ein "Highspeed" Nutzer :-)
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber mir scheint, daß eine Reparatur> hier wenig sinnvoll ist -- denn sie kuriert nur das Symptom des> Kabelbruchs, nicht aber seine Ursache. Und daher wirst Du in kürzester> Zeit wieder einen Kabelbruch haben, und wieder, und wieder ...>> Wie wäre es, wenn Du Dich mit der Ursache beschäftigen würdest? Da das> Problem "Kabelbruch in Mauskabeln" bei anderen Mausbenutzern eher selten> ist (ich arbeite seit Ende der 80er Jahre mit Mäusen, habe so etwas aber> noch nie gehabt), dürfte die Ursache in Deiner Art der Mausbehandlung> zu finden sein.>> Solange Du das nicht untersuchst und in Ordnung bringst, ist jede> Reparatur nur Flickwerk auf Zeit.
Passt schon, ist ja ein berechtigter Einwand. Muss die historie meiner
Mäuse wohl was genauer erklären:
Ich habe eine zeit lang komplett auf Laptop gezockt. Die Maus wurde dann
oft transportiert, eingepackt, ausgepackt. Dadurch war die G5 kurz nach
Ablauf der 2 Jahre Garantie defekt(kabelbruch). Hab mir dann eine G9X
gekauft, die ging dann auch noch ein paar Monate mit mir auf Reise. Nach
23 Monaten trat bei der Maus dann ein Wackelkontakt auf und mir wurde
eine Ersatzmaus geliefert die jetzt trotz wirklich guter behandlung nach
weniger als einem Jahr aussetzer hat. Man muss sagen, dass ich viel am
PC bin, aber das sollte eine Gaming Maus vertragen können.
Da ich jetzt mit meiner 10.000 Jahre alten Logitech MX1000 spielen
muss(kabellos) und ich keine neue Maus kaufen möchte probiere ich wie
obenbeschrieben die G5 zu reparieren.
Jetzt wieder zurück zu deinem Einwand, die Ursache für die erhöhte
Belastung ist beseitigt.
Eierkopf schrieb:> Reicht für den von mir oben genannten Kondensator ein "nicht low ESR"?
Wenn es sich, wie hier zu vermuten ist, um den Ladekondensator nach dem
Brückengleichrichter auf der Netzseite handelt, ja.
Eierkopf schrieb:> Funkmäusen traue ich nicht
Ja, es gibt sicher viele Mäuse, die ahnungslose User um ihr Hab und Gut
bringen wollen ;)
Jetzt mal im Ernst, Akkuausdauer? Bei meiner Logitech muss ich
vielleicht alle 10 Monate mal die Batterie tauschen. Und Performance
Einbruch? Es handelt sich um eine Maus und um keine Schlagbohrmaschine.
Ich wusste gar nicht dass es nohc Kabelteile gibt. Bei Ebay hab ich noch
einige unter Nostalgia gefunden. Muss mal in einen Antikladen gehen
damit auch meine Kinder mal so ein Teil sehen ;)
Meine kabelgebundene Logitech-Maus lebt seit ca. 6 Jahren.
Ich bin aber auch kein "Zocker".
Fuer meinen Laptop habe ich eine Logitech M505.
Da ist der Empfaenger so klein, das er im Laptop stecken
bleiben kann. Und die Batterien sind noch die ersten seit dem Kauf.
Und der liegt drei Jahre zurueck. Die Maus geht bei nichtbenutzung
in den Schlafmodus, und wenn ich sie in die Laptoptasche quetsche
wird sie natuerlich mit dem eingebauten Schalter abgeschaltet.
Aber ich wuesste nicht was an einer anderen Maus "schneller" sein
sollte.
Zudem kommt der Vorteil, das die M505 auf jedem x-beliebigen
Untergrund arbeitet, sogar auf Klarglas.
Gruss Asko.
Blödsinn. Entweder hat er dann eine besonders Maus oder einfach
Verbindungsprobleme. Meine g700 und meine vorherige mx700 Eicheln kein
Stück und ich zocken regelmäßig
Dann hol Dir einen Trackball, da wird nur die Kugel gerollt und das
Kabel geschont :-P
Außerdem kannst Du Dich mit einer Maus niemals so schnell drehen :-P
Ro schrieb:> Ich habe eine Logitech Maus, Batterien halten gem. Hersteller 3 Jahre.> Anzeige der Restkapazität über die Software. Nach 4 Monaten habe ich> noch 95% und benutzte sie Mo-Fr. Nur übers Wochenende schalte ich sie> ab. Performance Einbussen merke ich keine, aber vielleicht bin ich nicht> so ein "Highspeed" Nutzer :-)
Mein Sohn zockt ziemlich viel am PC und da halten die (billigen)
Batterien fast ein halbes Jahr.
Ich hab selbst gerade eine Funkmaus gekauft. Die hat einen richtigen
Schalter zum Abschalten.
Außerdem kann ich mich Rufus da nur anschließen.
Seit ungefähr 1990 habe ich ein Kabel bei mir kaputt gehabt und das
hatte ich in der Schublade gequetscht und einmal bei einem Kunden. Aber
auch da war es mechanisch überstrapaziert.
Die Funkmaus ist dein Freund. Riskiere das einfach mal!