Forum: Offtopic Reglungstechnik für das Körpergewicht?


von Erwin M. (nobodyy)


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Eine der wichtigsten und ältesten Anwendungen der Regelungstechnik ist 
ja das Körpergewicht, aber in der Literatur zur Regelungstechnik (mit 
Formeln, nicht Voodo wie Weightwatchers, Trennkost und Brigitte-Diät) 
finde ich nichts dazu. Vieles wie z. B. das 5 %-Band passt auch nicht, 
denn um z. B. am oberen Ende einer Gewichtsklasse zu bleiben, damit man 
bei Sport-Wettkämpfen immer das optimale Gewicht hat, braucht man ein 1 
%-Band.
Die Grundlagen wie Brennwert, Tagesbedarf, Grundumsatz von Geweben usw. 
sind klar, aber das ist ja nur der Anfang.
Gibt es dazu keine Literatur, oder habe ich die nur übersehen?

von Martin K. (maart)


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Hm, Literatur wäre mal interessant. Bei mir scheint irgendwie nur noch 
der I-Anteil funktionsfähig zu sein.

von Kai S. (kai1986)


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Erwin Meyer schrieb:
> Eine der wichtigsten und ältesten Anwendungen der Regelungstechnik ist
> ja das Körpergewicht


und die wurde von der Natur auch sehr gut in Hardware umgesetzt. Wenn 
sie dann korrekt benutzt wird läuft die auch einwandfrei.
Korrekte Nutzung:
Hunger -> Essen
kein Hunger -> nicht Essen

Falsche Nutzung (aber oft angewendet):
Hunger -> Essen
Satt -> nicht Essen

Satt ist dabei allerdings die "Notabschaltung" des Prozesses Essen.

Die Hardwareregelung optimiert hierbei auch den Sollwert des 
Regelkreises automatisch für die geforderte Leistung. Wird jedoch ein 
nicht optimaler Sollwert gefordert (z.B. weil irgend ein Regelwert 80kg 
Obergrenze vorschreibt, obwohl der optimale Sollwert bei 81kg liegt) 
dann muss die Hardwareregelung mit einem Hochleistungsprozesser (normal 
das Gehirn, es sind aber auch Billigversionen im Umlauf wie z.B. 
Weightwatchers, Trennkost und Brigitte-Diät) umgangen werden. Das 
funktioniert dann wiederum am Besten, wenn die Störungen auf die 
Regelstrecke minimiert werden (z.B. durch Routine beim Essen).
Werden kurzzeitige Gesamtmassenänderungen benötigt lässt sich das im 
kleinen Kilobereich durch Änderung der Betriebsflüssigkeitsmenge 
erreichen (2 Flaschen Wasser zusätzlich trinken bringt schätzungsweise 
1-1,5kg Extragewicht / 1L am Tag trinken statt 3L und noch ein 
Saunabesuch kostet schätzungsweise 1kg).


Martin Kreiner schrieb:
> Bei mir scheint irgendwie nur noch
> der I-Anteil funktionsfähig zu sein.

Der Aktor hat bereist I-Charakteristik und die komplexe Regelung ist bei 
falscher Nutzung nicht in der Lage das zu kompensieren. Allerdings wird 
auch im Laufe der Jahrzehnte die Hardware schlechter, was nach 50, 80 
oder gar 100 Jahren Dauerbetrieb dann zu dauerhaften Regelabweichungen 
führt.


Literatur zu dem Thema dürfte es unter den Kategorien 
Sportwissenschaften und Ernährungswissenschaften geben, wobei das 
reverse engineering für diese Bereiche aufgrund der Komplexität noch 
nicht abgeschlossen ist.

Gruß Kai

von U. B. (Gast)


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@Martin Kreiner:

> Bei mir scheint irgendwie nur noch
> der I-Anteil funktionsfähig zu sein.

Wahrscheinlich stimmt die Istwert-Erfassung nicht ...

von Erwin M. (nobodyy)


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U. B. schrieb:
> @Martin Kreiner:
>
>> Bei mir scheint irgendwie nur noch
>> der I-Anteil funktionsfähig zu sein.
>
> Wahrscheinlich stimmt die Istwert-Erfassung nicht ...

Dazu gibt es ja die übliche Empfehlung zum rauscharmen Messen: Morgens 
nach dem Aufstehen und dem Toilettengang und nackt.
Und damit man das 1 %-Band erreichen kann müssen diese Werte geglättet 
werden, z. B. mit exponentiell gleitendem Mittelwert und alpha=0,1.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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.... für Körperlose sicher kein Problem ;)

von Bernd T. (bastelmensch)


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Und wie bei der Elektronik gibt es noch einen Haufen Störquellen wie 
Lebensmittelzusätze, Allergien und Krankheiten die das System ganz schön 
durcheinander bekommen können.

Beispiel: (die Ursache ist in dem Fall allerdings unbekannt)
Ich kenne jemand Persönlich, der frisst wie ein Mähdrescher und jeder 
Arzt der ihn das erste mal sieht denkt er hat Magersucht, dabei ist nur 
sein Stoffwechsel total im Eimer. Unter 4 oder 5000 Kalorien am Tag geht 
bei dem nichts und Jahren macht er keinen Sport mehr weil er sich das 
Essen sonst nicht mehr leisten kann, er will ja auch Ordentliche 
Klamotten kaufen können. ;-)

1 große Pizza vor dem Kino, zum Film Maximum-Popcorn und 1 Döner danach 
sind völlig normal bei ihm.
Falls aber jemand jetzt denkt das er so ein Problem auch gerne hätte, 
möchte ich noch anfügen das ihm das Essen keine Freude mehr bereitet und 
wenn er Krank wird und nicht mehr so viel in sich reinbekommt auch schon 
mal im Krankenhaus gelandet ist.

von Da D. (dieter)


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Bernd T. schrieb:
> (die Ursache ist in dem Fall allerdings unbekannt)

Bandwurm?

von Erwin M. (nobodyy)


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Da Dieter schrieb:
> Bernd T. schrieb:
>> (die Ursache ist in dem Fall allerdings unbekannt)
>
> Bandwurm?

Das wird wohl eher genetisch bedingt sein, also ein Gendefekt sein.
Ein zweiter Faktor können Darm-Bakterien sein, denn es gibt effiziente 
und weniger effiziente. Meine Erfahrung ist das man durch Fernreisen 
effizientere bekommt und die Waage nach den Reisen nach oben geht. 
Manche Leute sagen das wäre ein Problem, aber in Wirklichkeit ist das 
gesteigerte Effizienz. Seit einem halben Jahr reicht mir Mittags eine 
halbe Pizza und entsprechend gebe ich weniger für Lebensmittel aus. 
Durch langsamer und in kleineren Stücken Essen ist der Genuss der 
gleiche.

von Martin K. (maart)


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Erwin Meyer schrieb:
>Durch langsamer und in kleineren Stücken Essen ist der Genuss der
> gleiche.

Und nächstes Mal willst du mir erzählen, Tofu schmeckt wie richtiges 
Fleisch?

von Ben _. (burning_silicon)


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Also bei Wettkämpfen gibts da zB. den Trick, einen Tag bis zum Wiegen 
nichts zu trinken, sondern erst unmittelbar nach dem Wiegen. Es gibt 
sogar Leute, die speziell dafür Wasser ausschwitzen.

Der Rest ist Training, wobei es manchmal wenig Sinn macht eine 
Gewichtsklasse mit Macht halten zu wollen. Muskeln sind schwerer als 
Fett und zu wenig Muskelmasse nur um der Gewichtsklasse zuliebe geht oft 
nach hinten los wenn der Körper von natur aus "für mehr gemacht" ist.

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