Eine der wichtigsten und ältesten Anwendungen der Regelungstechnik ist ja das Körpergewicht, aber in der Literatur zur Regelungstechnik (mit Formeln, nicht Voodo wie Weightwatchers, Trennkost und Brigitte-Diät) finde ich nichts dazu. Vieles wie z. B. das 5 %-Band passt auch nicht, denn um z. B. am oberen Ende einer Gewichtsklasse zu bleiben, damit man bei Sport-Wettkämpfen immer das optimale Gewicht hat, braucht man ein 1 %-Band. Die Grundlagen wie Brennwert, Tagesbedarf, Grundumsatz von Geweben usw. sind klar, aber das ist ja nur der Anfang. Gibt es dazu keine Literatur, oder habe ich die nur übersehen?
Hm, Literatur wäre mal interessant. Bei mir scheint irgendwie nur noch der I-Anteil funktionsfähig zu sein.
Erwin Meyer schrieb: > Eine der wichtigsten und ältesten Anwendungen der Regelungstechnik ist > ja das Körpergewicht und die wurde von der Natur auch sehr gut in Hardware umgesetzt. Wenn sie dann korrekt benutzt wird läuft die auch einwandfrei. Korrekte Nutzung: Hunger -> Essen kein Hunger -> nicht Essen Falsche Nutzung (aber oft angewendet): Hunger -> Essen Satt -> nicht Essen Satt ist dabei allerdings die "Notabschaltung" des Prozesses Essen. Die Hardwareregelung optimiert hierbei auch den Sollwert des Regelkreises automatisch für die geforderte Leistung. Wird jedoch ein nicht optimaler Sollwert gefordert (z.B. weil irgend ein Regelwert 80kg Obergrenze vorschreibt, obwohl der optimale Sollwert bei 81kg liegt) dann muss die Hardwareregelung mit einem Hochleistungsprozesser (normal das Gehirn, es sind aber auch Billigversionen im Umlauf wie z.B. Weightwatchers, Trennkost und Brigitte-Diät) umgangen werden. Das funktioniert dann wiederum am Besten, wenn die Störungen auf die Regelstrecke minimiert werden (z.B. durch Routine beim Essen). Werden kurzzeitige Gesamtmassenänderungen benötigt lässt sich das im kleinen Kilobereich durch Änderung der Betriebsflüssigkeitsmenge erreichen (2 Flaschen Wasser zusätzlich trinken bringt schätzungsweise 1-1,5kg Extragewicht / 1L am Tag trinken statt 3L und noch ein Saunabesuch kostet schätzungsweise 1kg). Martin Kreiner schrieb: > Bei mir scheint irgendwie nur noch > der I-Anteil funktionsfähig zu sein. Der Aktor hat bereist I-Charakteristik und die komplexe Regelung ist bei falscher Nutzung nicht in der Lage das zu kompensieren. Allerdings wird auch im Laufe der Jahrzehnte die Hardware schlechter, was nach 50, 80 oder gar 100 Jahren Dauerbetrieb dann zu dauerhaften Regelabweichungen führt. Literatur zu dem Thema dürfte es unter den Kategorien Sportwissenschaften und Ernährungswissenschaften geben, wobei das reverse engineering für diese Bereiche aufgrund der Komplexität noch nicht abgeschlossen ist. Gruß Kai
@Martin Kreiner: > Bei mir scheint irgendwie nur noch > der I-Anteil funktionsfähig zu sein. Wahrscheinlich stimmt die Istwert-Erfassung nicht ...
U. B. schrieb: > @Martin Kreiner: > >> Bei mir scheint irgendwie nur noch >> der I-Anteil funktionsfähig zu sein. > > Wahrscheinlich stimmt die Istwert-Erfassung nicht ... Dazu gibt es ja die übliche Empfehlung zum rauscharmen Messen: Morgens nach dem Aufstehen und dem Toilettengang und nackt. Und damit man das 1 %-Band erreichen kann müssen diese Werte geglättet werden, z. B. mit exponentiell gleitendem Mittelwert und alpha=0,1.
Und wie bei der Elektronik gibt es noch einen Haufen Störquellen wie Lebensmittelzusätze, Allergien und Krankheiten die das System ganz schön durcheinander bekommen können. Beispiel: (die Ursache ist in dem Fall allerdings unbekannt) Ich kenne jemand Persönlich, der frisst wie ein Mähdrescher und jeder Arzt der ihn das erste mal sieht denkt er hat Magersucht, dabei ist nur sein Stoffwechsel total im Eimer. Unter 4 oder 5000 Kalorien am Tag geht bei dem nichts und Jahren macht er keinen Sport mehr weil er sich das Essen sonst nicht mehr leisten kann, er will ja auch Ordentliche Klamotten kaufen können. ;-) 1 große Pizza vor dem Kino, zum Film Maximum-Popcorn und 1 Döner danach sind völlig normal bei ihm. Falls aber jemand jetzt denkt das er so ein Problem auch gerne hätte, möchte ich noch anfügen das ihm das Essen keine Freude mehr bereitet und wenn er Krank wird und nicht mehr so viel in sich reinbekommt auch schon mal im Krankenhaus gelandet ist.
Da Dieter schrieb: > Bernd T. schrieb: >> (die Ursache ist in dem Fall allerdings unbekannt) > > Bandwurm? Das wird wohl eher genetisch bedingt sein, also ein Gendefekt sein. Ein zweiter Faktor können Darm-Bakterien sein, denn es gibt effiziente und weniger effiziente. Meine Erfahrung ist das man durch Fernreisen effizientere bekommt und die Waage nach den Reisen nach oben geht. Manche Leute sagen das wäre ein Problem, aber in Wirklichkeit ist das gesteigerte Effizienz. Seit einem halben Jahr reicht mir Mittags eine halbe Pizza und entsprechend gebe ich weniger für Lebensmittel aus. Durch langsamer und in kleineren Stücken Essen ist der Genuss der gleiche.
Erwin Meyer schrieb: >Durch langsamer und in kleineren Stücken Essen ist der Genuss der > gleiche. Und nächstes Mal willst du mir erzählen, Tofu schmeckt wie richtiges Fleisch?
Also bei Wettkämpfen gibts da zB. den Trick, einen Tag bis zum Wiegen nichts zu trinken, sondern erst unmittelbar nach dem Wiegen. Es gibt sogar Leute, die speziell dafür Wasser ausschwitzen. Der Rest ist Training, wobei es manchmal wenig Sinn macht eine Gewichtsklasse mit Macht halten zu wollen. Muskeln sind schwerer als Fett und zu wenig Muskelmasse nur um der Gewichtsklasse zuliebe geht oft nach hinten los wenn der Körper von natur aus "für mehr gemacht" ist.
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