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Forum: Offtopic Kunststoff klebrig (Weichmacher) wie reinigen


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Autor: Peter G. (peterdergrosse)
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Hallo

Ich hab mittlerweile zahllose Sachen wie Fernbedienungen, Gehäuse von 
Radios und dgl. die sich klebrig anfühlen und teilweise auch schmutzig 
aussehen. Das Reinigen mit Wasser, Seife usw. bringt teilweise nur eine 
Verschlimmerung. Hab es nun nach einger Recherche im Netz mit Ethanol 
versucht, brachte aber auch keine Besserung.

Hat jemand irgendwelche Tipps?

Autor: Uwe R. (aisnmann)
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Peter Große schrieb:
> Hallo
>
> Ich hab mittlerweile zahllose Sachen wie Fernbedienungen, Gehäuse von
> Radios und dgl. die sich klebrig anfühlen und teilweise auch schmutzig
> aussehen. Das Reinigen mit Wasser, Seife usw. bringt teilweise nur eine
> Verschlimmerung. Hab es nun nach einger Recherche im Netz mit Ethanol
> versucht, brachte aber auch keine Besserung.
>
> Hat jemand irgendwelche Tipps?

Hmm, tipp weniger, aber bei mir liegt das am rauchen... ;o)))

bye uwe

Autor: Michael S. (technicans)
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Wird wohl eine Patina aus Dreck und Schweis sein.
Versuchs mal mit Spriritus. Wasser und Seife funzen nur
wenns heißes Wasser ist und zwar wirklich heiß
(das man es fast schon nicht mehr anfassbar ist).

Autor: Michael B. (laberkopp)
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> Hat jemand irgendwelche Tipps?

Es ist nicht der Weichmacher.

Es ist Dreck.

Putz halt mal wieder.

Aber richtig.

Spiritus kann ein Problem sein, wenn Beschriftungen davon mit abgehen.

Autor: Oliver S. (phetty)
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Fernbedienungen bekommt man sehr gut sauber wenn man sie zerlegt und 
dann das Gehäuse und die Tastaturmatte mit Spülwasser reinigt. Kann man 
ruhig zärtlich mit der Bürste drüber.
Sprechen dann beim Drücken auch wieder schön an.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Oliver schrub:
>Kann man ruhig zärtlich mit der Bürste drüber.
>Sprechen dann beim Drücken auch wieder schön an.

Dieses Verfahren kann man auch bei der Freundin anwenden.....
;-)
Flücht
Paul

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Paul Baumann schrieb:
> Oliver schrub:
>>Kann man ruhig zärtlich mit der Bürste drüber.
>>Sprechen dann beim Drücken auch wieder schön an.
>
> Dieses Verfahren kann man auch bei der Freundin anwenden.....
> ;-)
> Flücht
> Paul

HAHA! YMMD. Sehr gut Paul!

Autor: Rainer S. (heckenpenner)
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Die weiche Kunststoffhülle von meinem USB-Stick hab ich nur mit "Cillit 
Bang" wieder sauber bekommen. Darauf klebte eine Mischung aus Fett, 
Nikotin und Weichmachern. Für Gehäuse nehme ich meistens einen 
Kunststoffreiniger wie diesen:

http://www.henkel-reiniger.de/kuechenreiniger/sidol/kunststoff/

Autor: LuXXuS 9. (aichn)
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Morgen!

Mit dem Spiritus und anderen Alkoholen musst du bei manchen Sachen aber 
auch echt vorsichtig sein. Je nach Plastikart wird es dann nämlich 
richtig klebrig.

Ich hatte mal meine Tastatur mit Fensterreiniger gereinigt (den benutze 
ich eigentlich für alle Flächen) - jedenfalls war danach die 
Gummi-Ummantelung rings um die Tastatur hinüber. Ein Blick auf die 
Flasche zeigte, dass da nicht gerade wenig Alkohol enthalten war. Das 
Gummi war seitdem jedoch so eklig klebrig...mittlerweile geht's, da 
Staub drauf ist.

Nur mal als Warnung. Den Monitor habe ich damit auch abgewischt. Der war 
schwarz-glänzend. Danach hatte ich nicht mehr wegzubekommende Schlieren 
auf dem Plastikrahmen.

Autor: Oliver S. (phetty)
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Paul Baumann schrieb:
> Dieses Verfahren kann man auch bei der Freundin anwenden.....

Wenn man alles zusammen in die Wanne setzt spart man Spüli.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Oliver schrabte:
>Wenn man alles zusammen in die Wanne setzt spart man Spüli.

Ich sehe, daß Du ein ökonomisch denkender Mann bist....
:-))

MfG Paul

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Unter bestimmten Umständen werden diese gummierten Oberflächen chemisch 
instabil und zerfliessen regelrecht. Das klebt dann extrem eklig.
In so einem Fall kann man nichts machen.
Ansonsten, wenn es oberflächlicher Schmutz ist, dann verwende ich immer 
heisses Wasser und Backofenreiniger ( Spray ).
Das löst so ziemlich jeden Dreck, besonders Nikotin.

Sehr empfehlenswert auch bei der Restauration von Radios, Funkgeräten 
etc.

Aber: Vorsicht bei Aluteilen. das Natriumhydroxid im Reiniger greifft 
Alu an.

Autor: Hans J. (step_up_mosfet)
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Bei meiner Tastatur gibt es drei schwarze Gummipuffer die unten 
angeklebt sind damit sie nicht wegrutscht, die sind inzwischen so weich 
geworden dass sie zerfließen.

Hier wird nicht geraucht und ich verwende keine aggressiven 
Reinigungsmittel um den Tisch abzuwischen, nur Fit und Wasser.

Interessant ist wie sich die Pads ablösen.
Es scheint so zu sein dass der Kleber der die Pads an dem Plastik der 
Tastatur halten die Pads an der Kontaktstelle auflöst, dort ist das 
Plastik schon fast flüssig geworden und drückt sich zu den Seiten raus.


############################# Tastatur
 *******************  <--- verflüssigter Gummi
   \             /  <---- hier ist das Pad noch normal
    \___________/   <---- hier ist das Pad noch normal


Im Keller stand auch eine Spraydose mit Mückenspray auf einem 
Plastikschrank, am Boden ist langsam das Gas (großteils Propan oder 
Butan) ausgetreten und hat das Plastik so weich werden lassen dass man 
es sehr leicht mit dem Fingern verformen und kneten konnte.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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In guten, wirklich guten Gerätebeschreibungen steht auch mal was über 
Reinigung drinne.

Die alten Telefonapparate W48 oder 611 hatten in der Anleitung für 
Kunden immer drin stehen, nur mit einem feuchten fusselfreien Tuch 
abwischen, und an die Gummifüße überhaupt keine Reinigungschemikalien.

An Geräten wie Kassettenrekorder mit Plastikfenster stand schon mal 
dran, bitte niemals das Fenster mit alkoholhaltigen Mitteln behandeln.

Platinen auch von Fernbedienungen mache ich mit Brennspiritus, auch die 
Gummimatte. Der Schweiß von Händen zieht wohl gelegentlich in so eine 
Tastatur hinein. Aerosole aus der Luft kommen sowieso überall dran, an 
alles, was nicht luftdicht ist.

Hartnäckige Ausdünstungen an PVC gehen wohl mit Nitroverdünnung ab, aber 
bitte an einer unsichtbaren Stelle probieren.

Gehäuse für Fernbedienungen und ähnliche Geräte sind meistens aus 
ABS-Kunststoff. Es ist ein Billigst-Kunststoff, nur gut genug unter 
Wohnraumtemperaturen und für den Privathaushalt. ABS und Eigenschaften 
findet man in Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/ABS-Kunststoff#Eigenschaften

Dort steht zwar auch die Anwendung für z.B. KFz-Stoßfänger. Die werden 
ja nach ein paar Jahren gelegentlich auch mal sehr häßlich. Autos hatten 
sie schon mal unlackiert. Ehemals schwarze Flächen werden schon mal bis 
milchig hellgrau.

Autor: Norbert S. (nauslasella)
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Es gibt Kunststoffteile, z.B. an der PC-Maus, am Fernglas usw. der wird 
mit der Zeit klebrig, das läßt sich gut mit einem rauhen Schwamm und 
Cillit Bang lila reinigen. Mit warmen Wasser abspülen, trocknen fertig.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Diese gummierten Oberflächen sind eine nervige Sache.
Selbst im Auto ( VW und Audi, Türgriff innen und Lichtschalter ) sind 
mit dem Zeug beschichtet.
Nun wird es weich ( Baujahr 2006 ) und man kann es mit dem Fingernagel 
abschaben.

Da haben die Hersteller Mist gebaut. Oder es ist Absicht, um mehr 
Ersatzteile zu verkaufen.

Es gibt z.B. Mobilfunkgeräte aus den frühen 90er Jahren mit gummierten 
Knöpfen. Und.... da passiert garnix.Die sehen aus wie am ersten Tag.

Für alle Funkamateure unter Euch: Standard AX700 Funkscanner Bj. 1990.
Vermutlich hab ich da schon 1,5 Jahre ( zusammengerechnet ) am 
Frequenzknopf rumgekurbelt.
Trotzdem null Verschleiß an der Gummierung oder sonstwo.

Es geht auch hochwertig.

Autor: Peter R. (pnu)
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Als Weichmacher werden so viele verschiedene Substanzen verwendet, dass 
eine genereller Behandlungsvorschlag garnicht gemacht werden kann.
Alles, was hier aufgezählt worden ist KANN bei einem Teil gut gehen, 
beim andren gefährlich sein.

ABS gehört eigentlich zur Oberklasse der Kunststoffe, ist aber eine 
Mischung:
Acryl, Butyl, Styrol (Plexiglas, Butylgummi, Polystyrol) Wenn man da 
viel "S" nimmt, entsteht Schrott.

Gerade bei den Gummimatten der Tastaturen muss man auch drauf achten, 
dass nicht die Graphitbeschichtung der Schaltpads mit abgewischt wird.

Autor: Matthias K. (matthias_k23)
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Zum Thema Kunststoffe ein Zitat eines Dozenten:

"Wer Kunststoff kennt, der nimmt Metall!"

Ältere Baugruppen haben meist gummierte Bauteile aus synthetischen 
Kautschuk. Dieser ist durch das sogenannte Vulkanisieren irreversibel so 
vernetzt, das er sich nur bei starken Säureangriffen auflöst.
Die modernen gummierten Oberflächen werden nur aufgetragen und nicht 
vulkanisiert. Sie fühlen sich nur wie Gummi an, sind aber keiner, 
sondern igendwelche Polymerähnliche Makromoleküle oder sonstwas, können 
aber durch ausdünstende Weichmacher oder Lösungsmittel(Körperschweiss 
iss sowas)geradezu zersetzt werden, ähnlich wie fraktionieren.
Also die Makromoleküle des Kunststoffes werden geteilt und verlieren 
damit ihre Materialeigenschaften.
Und gewinnen neue Materialeigenschaften, z. bsp klebrig.
Was wiederum eine Konzeptfrage ist.
Muttu nämlich Ersatz kaufen.
Freut sich der BWL'er.

Und das bestimmte schwarze Autoteile heller werden liegt darin, das es 
nur ganz wenige UV-Stabilen Kunststoff gibt. Der iss aber zu teuer um 
ihn in Massenproduktion einzusetzen. UV-Licht verändert auf Dauer auch 
die Molekülstruktur von Kunststoffen

SCNR m@hias

PS:
Und aus ABS ist der ganze LEGO-Gruscht.
Und niemals die glänzende Kunststoff-Oberflächen von Monitoren oder 
Laptops mit Seifenlauge (Ossi:FIT oder Wessi:PRIL) oder Alkohol putzen. 
Manche Hersteller verwenden Perspex (auch Plexiglaskunststoff auf 
deutsch). Die Lauge macht die Oberfläche stumpf.
Alkohol löst dagegen fast jeden Kunststoff auf.
"Alkohol ist keine Lösung, sondern eine chemische Verbindung ... ;)"

: Bearbeitet durch User
Autor: Sibylle V. (sibylle_v)
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Es ist nicht der Weichmacher.

Es ist Dreck.

Putz halt mal wieder.

Aber richtig.
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--------------------


Also ich hab' zuerst ja gedacht, ziemlich unverschämte Antwort "dann 
putz mal wieder" - inzwischen muss ich sagen: richtige Antwort. Ich 
hatte an meinem Mixer einen total klebrigen Handgriff aus Kunststoff. 
Auf den Rat "putz mal wieder" hab' ich das Ding mit einem feinen 
Stahlschwamm geputzt und jetzt ist der Griff wieder völlig klebfrei. Na 
ja, eine Fernbedienung würde ich so nicht putzen, wenn ich sie danach 
verwenden wollte, aber alles andere: Wasser, Seife, feiner Kratzer

: Bearbeitet durch User
Autor: Timm T. (Gast)
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Sibylle V. schrieb:
> Auf den Rat "putz mal wieder" hab' ich das Ding mit einem feinen
> Stahlschwamm geputzt

Nun, Du hast halt den ausgetretenen Weichanteil weggeputzt. Als Nächstes 
wird der Griff rissig, dann bröselig und dann fällt er auseinander. Ist 
nicht zu ändern.

Autor: Sibylle V. (sibylle_v)
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Na, das sind ja schöne Aussichten, aber ich denke dass du dich 
vielleicht irrst. Der Griff ist wie neu, glänzt schön und ich werde 
berichten, wie er sich entwickelt.

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Also dass das Material weich wird liegt meines Erachtens nur an 
chemischen Substanzen die in das Material gelangen ... naja und es liegt 
natürlich noch daran dass dieses schlechte Material diese Substanzen 
aufsaugen kann.

In dem oberen Fall von Hans war es zum Beispiel der Kleber der diese 
Gummiteile an dem Keyboard haften lassen sollte. Eine Substanz aus dem 
Kleber hat den Gummi einfach verflüssigt, die Standfläche selbst war 
okay.

Es ist scheinbar auch einfach der Körperschweiß der diese Art von Gummi 
aufweicht.

Die Schlussfolgerung von Sibylle V. ist also richtig, einfach reinigen 
und wenn möglich die schädigende Substanz nicht mehr ran lassen.

Wenn man eine gummierte Fläche anfassen muss dann muss man sie eben auch 
jede Woche ein mal reinigen.

Autor: Sibylle V. (sibylle_v)
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Du machst mir Mut - danke

Autor: Klaus I. (klauspi)
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Sibylle V. schrieb:
> Auf den Rat "putz mal wieder" hab' ich das Ding mit einem feinen
> Stahlschwamm geputzt und jetzt ist der Griff wieder völlig klebfrei. Na
> ja, eine Fernbedienung würde ich so nicht putzen, wenn ich sie danach
> verwenden wollte, aber alles andere: Wasser, Seife, feiner Kratzer

Bei soetwas würde ich auch zum Orangen-Reiniger und einem Küchenschwamm 
greifen. Ansonsten einfach Isopropanol und Ultraschallbad. Damit habe 
ich erst letztens eine kaputte Fernbedienung (Tot durch Gurkenwasser) 
wieder gängig gemacht.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Klaus schrabte:
> Damit habe
>ich erst letztens eine kaputte Fernbedienung (Tot durch Gurkenwasser)
>wieder gängig gemacht.

Das liegt daran, daß soviel Dreck, Schmalz und Gurkensendungen gezeigt
werden.

;-)

MfG Paul

Autor: Bernhard R. (bernhard_r28)
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Hellas zusammen,

nachdem ich bei mir gerade einen "klebrigen" Wacom Stift (Intuos4) hatte 
und bei der Lösungsfindung  auf diesen (wohl noch aktuellen) Thread 
gestoßen bin, hier mein Vorschlag:

1. Klebrige Gummierung mit Spüli und Wasser reinigen. (Klebt dann immer 
noch, ist aber sauber, Flusen weg und so Gedöns...)

2. Gummierung mit Talkumpuder einreiben und danach mit Tuch wieder 
"schwarzrubbeln".

Jetzt klebt bei mit nichts mehr. Ich weiß allerdings nicht, wie lange 
dieser Zustand anhält.

MfG Bernhard

Autor: J. A. (gajk)
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Peter Große schrieb:

>
> Hat jemand irgendwelche Tipps?

Waren bzw. sind das Oberflächen, die sich im Neu-Zustand so samtig-glatt 
angefühlt haben?

Autor: J. A. (gajk)
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Stefan M. schrieb:
> Diese gummierten Oberflächen sind eine nervige Sache.
> Selbst im Auto ( VW und Audi, Türgriff innen und Lichtschalter ) sind
> mit dem Zeug beschichtet.
> Nun wird es weich ( Baujahr 2006 ) und man kann es mit dem Fingernagel
> abschaben.
>
> Da haben die Hersteller Mist gebaut. Oder es ist Absicht, um mehr
> Ersatzteile zu verkaufen.

Ich hatte mal nen Regenschirm, Billigmodell, mit einem dermaßen 
klebrigen Griff dass ich ihn fast schon beim Rossman wieder hinängen 
wollte.

Dann kam der Tipp, es mit Brennspiritus zu versuchen.

Und siehe da: Der Schmodder ging komplett weg. Jetzt glänzt der Griff 
zwar, aber das ist ok.

Bei Hifi-Geräten hatte man eine Beschichtung "Nextel" oder so ähnlich. 
Graues, edel wirkendes Zeug, welches aber auch nicht langzeitstabil war.

Ein Paar kleine Visaton-Boxen habe ich auch mit BrennSpiritus wieder 
sauber gekriegt. War allerdings ne Mordsarbeit, da ich die Schichten 
dann mit nem Lineal mehr oder weniger abgeschoben habe, nachdem der 
Brennspiritus eingewirkt hatte.

Ich vermute, "Spiritus" und "Brennspiritus" bezeichnen dasselbe.

Autor: Renner L. (renner_l)
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Also, alles schon recht peinlich: Ich hatte bis soeben das gleiche 
Problem, es hies die "Kunststoff/Gummierte Teile lösen sich auf" alles 
klebte wie Pech oder Teer an den Finger, Mikrofasertuch blieb auch 
hängen. Der Hersteller der Kunststoffteile sagte mir, noch nie von einem 
solchen Problem gehört. Hier das Forum durchgelesen:
Peinlichste Lösung: Schrubben !!! 3 Rubbelschwämme sind jetzt schwarz 
und der schwarze Kunststoff ist wie neu, es war einfach Rubbelarbeit da 
man ja die Schicht (mit dem Fingernagel gehts auch) eben ab kriegen 
muss. Ich hatte ein bisschen Fettlöser benutzt, ob der geholfen hat weis 
ich nicht, aber jetzt ist alles gut. Es war wirklich viel schwarzer Teer 
der da abging (konnte ein kleines Kaugummi raus machen). Aber jetzt ist 
alles perfekt sauber und klebt auch nicht mehr. Ich denke da braucht man 
einfach keine Lösungsmittel sondern nur "Schmalz". Bitte probiert es 
aus, hatte bei mir insgesamt echte 15 Minuten gedauert mit 2 Pausen.

Autor: Nicole S. (nicole_s)
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Hallo, ich habe den Test gemacht. Nach langer Zeit den Fönstab 
rausgeholt und iiii, nachja meine Kollegin empfahl die Vernichtung. Aber 
da ich (leider) nicht gern etwas wegwerfe habe ich Spiritus und 
Orangenreiniger von Prow.. rausgeholt. Ersterer kam allerdings nicht 
mehr zum Einsatz, da ich den Griff zuerst mit Schwämmchen und 
Orangenreiniger abgeschrubbt habe. Es dauerte auch nicht allzulange und 
das Klebrige verschwand nach und nach, hinterher mit feuchtem Tuch 
abgewischt und gut. Jetzt kann ich den Griff anfassen und auch wieder 
loslassen ;-)
Zur Sicherheit lasse ich ihn noch 2 Tage austrocknen, falls doch ein 
Tropfen Wasser ins Gehäuse gekommen ist soll das Gerät nicht doch noch 
an einem "Kurzen" sterben.
Danke für Eure Tips
P.S. ich gehe auch eher von Materialzersetzung als von Verdreckung aus, 
das Ding lag einfach nur zu lange unten im Schrank rum

Autor: Hans J. (step_up_mosfet)
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Nicole S. schrieb:
> P.S. ich gehe auch eher von Materialzersetzung als von Verdreckung aus,
> das Ding lag einfach nur zu lange unten im Schrank rum

Schön dass es hier so viel positives Feedback gibt.

Ich dachte auch erst es hat etwas mit dem Hautfett zu tun, aber bei 
meiner Tastatur war ja der Kleber mit dem die Gummifüße an die Tastatur 
geklebt worden sind die Ursache. Nur dort wo der Kleber das Gummi 
berührt hat wurde der Gummi flüssig.

Es ist eigentlich echt eine unsinnige Verschwendung wenn ein komplettes 
Gerät nur wegen der sich lösenden Gummierungsschicht weggeworfen wird.

Autor: Ingo P. (ingo_p561)
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Hallo,

ich hatte heute das selbe Problem, "Gummi" an den Seiten der Mouse sehr
klebrig. Hab eineiges getestet (Alkohol, Vaseline, Olivenöl und
Haushaltsreiniger). Leider hat es danach immer noch geklebt, nicht mehr
so schlimm wie vorher, aber doch noch sehr unangenehm. Dann habe ich
mich getraut und habe einen Kunststoffreiniger(Angebot einer großen
geteilten Discounterkette) benutz. Das Zeug heist Zekol
Kuststoffreiniger(ich weiß jetzt nicht ob das OK ist Markennamen zu
posten) und das war der Durchbruch. Nach dem reinigen mit diesem Zeug
ist die Haptik wieder wie früher und das ohne jegliches kleben oder
schmieren. Hab es dann auch gleich noch an einer anderen
Sache(Handstrahler) mit der selben Problematik gesteste und sieh da, es
wirkt auch hier. Kann es nur empfehelen. Ob es auch mit Kunstffreinigern
anderer Hersteller funktioniert kann ich leider nicht sagen, da ich nur
diesen hatte.

Autor: Jörg P. R. (jrgp_r)
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Willst du uns mitteilen ob Aldi Nord oder Süd? :-)

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Autor: J. A. (gajk)
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Ich setze ja auf Brennspiritus bei diesen sich auflösenden 
Nextel-Belägen.

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Zufällig habe ich diese Woche etwas bei den Plastik- Modellbauern
gelesen: Auskochen in siedendem Wasser.

Die haben das Problem bei Reifen für ein Automodell.
Der Weichmacher zerstört den Kunststoff der Felge.

Ob es was bringt?

Grüße Bernd

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Bernd F. schrieb:
> Ob es was bringt?

Das kannst Du dann nächste Woche bei den Plastik- Modellbauern lesen.
;-)
MfG Paul

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Paul B. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Ob es was bringt?
>
> Das kannst Du dann nächste Woche bei den Plastik- Modellbauern lesen.
> ;-)
> MfG Paul

Hallo Paul,

so einfach ist es nicht. Alle vorgeschlagene Reinigungs-
verfahren mögen ja kurzfristig funktionieren.
Aber auf längere Sicht?

Beispiel: Die Fernbedienung meines Sat- Empfängers mache
ich alle 6 Monate auf und entferne das klebrige Silikonöl,
das aus dieser Tastaturmatte austritt.

Eigentlich dachte ich, das hört mal auf.

Grüße Bernd

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Bernd F. schrieb:
> ....und entferne das klebrige Silikonöl,
> das aus dieser Tastaturmatte austritt.
>
> Eigentlich dachte ich, das hört mal auf.

Du hast eine eigen Ölquelle -und das auf dem Wohnzimmertisch!
Beneidenswert!
;-)

MfG Paul

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Paul B. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> ....und entferne das klebrige Silikonöl,
>> das aus dieser Tastaturmatte austritt.
>>
>> Eigentlich dachte ich, das hört mal auf.
>
> Du hast eine eigen Ölquelle -und das auf dem Wohnzimmertisch!
> Beneidenswert!
> ;-)
>
> MfG Paul

Paul,

du nimmst mich nicht ernst:)

Grüße Bernd

Autor: Timm T. (Gast)
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Paul B. schrieb:
> Du hast eine eigen Ölquelle -und das auf dem Wohnzimmertisch!
> Beneidenswert!

Der Sat-Empfänger hat offenbar schon mehrere 6-Monats-Zyklen gehalten. 
Viel beneidenswerter!

Autor: J. A. (gajk)
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Bernd F. schrieb:

> Beispiel: Die Fernbedienung meines Sat- Empfängers mache
> ich alle 6 Monate auf und entferne das klebrige Silikonöl,
> das aus dieser Tastaturmatte austritt.
>
> Eigentlich dachte ich, das hört mal auf.
>
> Grüße Bernd

ups! Haben wir das gleiche Modell? Habe ein einfaches Modell ohne viel 
Schnickschnack von der Firma Tekcomm.

Alle 6 Monate geht der rote Ein/Aus-Knopf kaum noch. Mache ich die FB 
auf, so ist alles recht ölig. Nach dem reinigen mit Alkohol funzt es 
wieder.

Ich hatte erst die Person in Verdacht, die die FB am meisten benutzt, 
dass fettige Frittenfinger hineinkondensieren.

Klebrig ist das Öl allerdings nicht sonder halt ölig.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Bernd F. schrieb:
> Paul,
>
> du nimmst mich nicht ernst:)

Doch, na freilich nehme ich Dich ernst. (Das meine ich wirklich ernst)

MfG Paul

Autor: Old P. (old-papa)
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Also ich kenn das nur bei diesen "gummierten" Oberflächen. Das 
Scheißzeug löst sich relativ schnell auf, selbst ungenutzt im Schrank. 
Das habe ich dann mit Spiritus komplett abgerubbelt, Ruhe!

Old-Papa

Autor: Uhu U. (uhu)
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Paul B. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Paul,
>>
>> du nimmst mich nicht ernst:)
>
> Doch, na freilich nehme ich Dich ernst. (Das meine ich wirklich ernst)
>
> MfG Paul

Und wie paul muss man dich nehmen?

Autor: Achim V. (ach)
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Hallo P.G.

Wenn der Kunststoff klebrig wird, liegt das am minderwertigen 
Weichmacher der dem Kunststoff beigemischt wird, damit dieser, wie der 
Name schon sagt, weich wird. Dieser diffundiert ohne Zutun des Nutzers 
bei Billigprodukten, gerade aus Fernost (ob von Aldi, Lidl, und Co., 
aber auch zunehmend immer öfters von Marktenfirmen) mit der Zeit an die 
Oberfläche. Dies fühlt sich dann extrem eklig und schmutzig an. Das 
liegt also nicht am Gebrauch oder mangelnder Reinigung. Das passierte 
mir auch mit Gegenständen, die nur in der Schublade lagen und nie 
benutzt wurden.
Da gibt es leider keine zufriedenstellende Abhilfe. Ausser man meidet 
diese Produkte und kauft diese nicht mehr.
Ob dies von Produzenten gewollt ist, lasse ich offen.
Aber man erkennt immer deutlicher, das die Hersteller nach dem Prinzip 
"geplante Obsoleszensen" die Haltbarkeit und Fumktionalitäten der 
Produkte zeitlich begrenzen. Mit den ausschließlichen Ziel, den Absatz 
zu steigern. Für mich von Produzentenseite nachvollziehbar; ökologisch 
absolut daneben und für den Endkunden extrem teuer und ärgerlich.
Ich hoffe, auch wenn ein wenig verspätet, damit eine "Lösung" dir gegen 
zu haben.

Autor: J. A. (gajk)
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Achim V. schrieb:
> Hallo P.G.
>
> Wenn der Kunststoff klebrig wird...

Ist es so eine Beschichtung, die im heilen Zustand der Oberfläche eine 
eher samtigen, edlen Charakter verleiht? Eher matt als hochglänzend?

Es könnte eine Arte nextel-Beschichtung sein, wie ich sie an einem 
Regenschirm von Rossmann/Stutenfrau hatte. Ich habe das klebrige Zeug 
dann mit Brennspritus und Küchenrollenpapier abbekommen.

Wäre nen Versuch wert...

Autor: J. A. (gajk)
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p.s.

es kann auch am eigenen Schweiß liegen... Meine IBM-Tastatur ist bei den 
Tasten, die ich häufig verwende, blitzeblank und glänzend, während sie 
an anderen Tasten noch grau-matt wie am ersten Tag ist.

Bei anderen Leuten ist das anders, da bleiben die Tasten so wie sie 
sind. Es könnte daran liegen, dass die ganz natürliche 
Hand-Schweiß-Zusammensetzung von einigen Leuten (wie mir) so ist, dass 
sie die Oberflächen angreift, die Testpersonen in Asien werden diese Gen 
NICHT haben...

Allerdings führt dies nur zu blitzblanken glänzenden Oberflächen, nicht 
zu klebrigen, wie mit Marmelade verbätzden Oberflächen.

Autor: Peter R. (pnu)
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Eine schlimme Erfahrung waren die Oberflächenbeschichtung an einem 
Philips Oszilloskop. Die Gehäuseschalen oben und unten waren mit einer 
dünnen  matten (Gummi?-)schicht überzogen. Von der Haptik beim neuen 
Gerät natürlich winderbar. Das Zeug war aber auf der ganzen Fläche 
widerlich klebrig geworden. Da gab es mit Sicherheit keinen Kontakt mit 
Handschweiß oder dergleichen. Schließlich stand das Gerät jahrelang auf 
einer Konsole über dem Labortisch.

oder andres Erlebnis: Bei Zuleitungen zu einem Kopfhörer war der 
Weichmacher ins Innere diffundiert. Der Innenleiter tropfte fast von 
einer grünen Soße aus  Weichmacher, der Kupfer weggeätzt hatte. Der 
Leiter war dann an einigen Stellen fast ganz weggefressen und 
unterbrochen.

Bei einer Fernbedienungstastatur war die Schaltmatte ohne Löcher und 
durchgehend dicht zur Bedienungsseite. Irgendwelche Feuchtigkeit konnte 
von oben her eigentlich nicht eindringen. Trotzdem war die Unterseite 
der Matte durchgehend und gleichmäßig nass. Schmutz usw. wäre an 
bestimmten Stellen der Schaltmatte verstärkt eingedrungen, wo z.B. 
vorzugsweise bediente Tsten sind oder wo ein Rechtshänder vorzugsweise 
die Tastatur anfasst.

Das hat mit Schmutz wenig zu tun. Es sind Zerfallsprodukte der 
Weichmacher, mit wahrscheinlich zusätzlich hygroskopischen 
Eigenschaften.
Möglicherweise wird auch der Weichmacher bei der Betätigung aus dem 
Kunststoff herausgepumpt.

Seitdem Familienmitglieder und auch ich die Originaltastaturen 
baldmöglich in die Schublade verbannen und nur programmierte 
Ersatz-Einfachtastaturen verwenden ist die Problematik geringer. Ohne 
Betätigung wandert der Weichmacher offensichtlich nicht so stark aus. 
Die teure und bald nicht mehr nachlieferbare Originaltastatur bleibt 
erhalten, die billige Ersatztastatur ist halt nach zwei Jahren hinüber. 
Die Nachfolgerin kann aber aus der Originaltastatur nachprogrammiert 
werden.

Autor: J. A. (gajk)
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Peter R. schrieb:

> Bei einer Fernbedienungstastatur war die Schaltmatte ohne Löcher und
> durchgehend dicht zur Bedienungsseite. Irgendwelche Feuchtigkeit konnte
> von oben her eigentlich nicht eindringen. Trotzdem war die Unterseite
> der Matte durchgehend und gleichmäßig nass.

...so ne FB habe ich auch. Die Ein-Taste geht alle paar Monate nicht 
mehr. Dann muss ich die FB aufmachen und die Flüssigkeit? zwischen Matte 
und der gedruckten Schaltung mit Alk entfernen. Danach geht es wieder.

Hatte erst die Benutzer der FB in Verdacht, dass da Getränke etc. 
reinlaufen. Aber das ist es nicht.

Autor: Peter D. (peter_d424)
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Hallo,
Reinigen geht nur manchmal:
Im Auto die Flaechen mit viss Glasreiniger einspruehen, ca 30 sec. 
Einwirken lassen, mit kuechentuch ab- und trockenwischen.
Schaltmatten bei fernbedienungen ebenso, danach mit talkum und lappen 
abwischen, wichtig: Schaltflaechen nochmals mit reiniger abreiben.
Klebrige gtossflaechige teile nur mit talkum und lappen behandeln, 
kruemelige reste mit pinsel oder Buerste entfernen.
Hab ich gerade alles ausprobiert mit dem Talkum, bei Reisetaschen, die 
innen beschichtet sind. Das mit dem viss kannte ich schon laenger.
Sprueht mal den Kfz-Himmel eines Raucherautos ueber dem Fahrer oder den 
Rueckspiegel damit ein, dann werdet ihr euer braunes wunder erleben.
Viel spass und  erfolg!
Ps: gummierte Flaechen ebenfalls nur mit Talkum behandeln.

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter R. (pnu)
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Zur Ergänzung ein  weiteres Erlebnis in richtung Weichmacher und ihr 
hygroskopisches Verhalten:

Meine Frau fand vor ein paar Tagen ein Paar Schuhe im Schuhschrank mit 
kunstlederbezogenen Absätzen. Da war die ganze Breite der Absätze mit 
nassen Perlen bedeckt, als ob man sie mit einem feinen Sprühnebler 
eingesprüht hätte, obwohl im Schrank die Luftfeuchtigkeit nicht 
besonders hoch war. Schließlich war kein einziger andrer Schuh feucht, 
angeschimmelt oder sonstwie durch Feuchtigkeit beschädigt.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Da ich einen eher hochwertigen Wasserschlauch suchte, stolperte ich auch 
über Weichmacherangaben dazu. In manchen Produkten sind 40% des 
Schlauchs Weichmacher! Das hat mich dann schon erstaunt.
Im Keller habe ich einen jahrealten PVC-Abwasserschlauch. Im Gegensatz 
zu den mäßig biegbaren Neumodellen aus dem Baumarkt, ist dieser 
mittlerweile eher knochenhart.
Meine Erkenntnis: Es gibt keine brauchbaren Schläuche zu einem 
bezahlbaren Preis! Einen Laborschlauch für 20 Euro/m und aufwärts kann 
sich ja kaum einer leisten. Also ich nicht.
Selbst wenn man Vollgummi nimmt, hat man wiederum neue Probleme. Diesmal 
nicht mit dem Weichmachern, dafür aber mit PCB-artigen Substanzen, die 
aus dem miesen Rußanteil stammen sollen. Wer weiß was die da 
reinmischen.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Meine Handkreissäge fiel beim Kauf durch ein sich gummiartig anfühlendes 
Gehäuse auf, die Handgriffe mit grauer Gummibeschichtung, Softgrip 
nannten die dann (so in der Art 
http://www.handkreissaegetest.com/einhell-rt-cs-165-handkreissaege/)
Nach nunmehr 5 Jahren ist die gesamte Oberfläche pekig, jeglicher Dreck 
klebt besonders gut auf ihr inklusive grober Sägespäne. Da löst sich 
wohl was aus dem Gummikunststoff heraus.
Beim Versuch, die sauber zu bekommen, hat sich vor allem starkes 
Seifenwasser bewährt. Obwohl ich keinen Spiritus oder gar Aceton/Benzin 
verwendete, geht beim putzen mit Seifenwasser aber die grause Farbe vom 
Griff ab, darunter kommt dasselbe gummiartige Gehäuse zum Vorschein wie 
bei der restlichen Maschine.
Welchen Mist auch immer die in ihre Kunststoffformen spritzen, er löst 
sich oberflächlich auf, wird klebrig und ekelig, und ist schlechter als 
jedes ordentliche Kunststoffgehäuse, und erfordert regelmässiges Putzen 
damit man die Maschine überhaupt noch anfassen mag.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Abdul K. schrieb:
> Selbst wenn man Vollgummi nimmt, hat man wiederum neue Probleme.

Ja -das Wasser hat große Schwierigkeiten, dort durchzukommen...
;-)
MfG Paul

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Abdul K. schrieb:
> Da ich einen eher hochwertigen Wasserschlauch suchte, ...

Also ich hatte das selbe Problem da ich einen Schlauch für meine 
PC-Wasserkühlung, mein Teich (Luftsprudler) und mein Aquarium gesucht 
habe.
Als Lösung habe ich jetzt Silikonschläuche gefunden.

Es gibt sogar recht dicke Silikonschläuche mit Gewebe innen drin, die 
nutze ich für den Teich.
Für das Aquarium und den PC nutze ich normale Platin-vernetzte 
Silikonschläuche.

Ich habe immer bei http://www.ebay.de/usr/wuwwle
eingekauft, inzwischen kostet das Zeug dort auch mehr als damals, aber 
er hat eine ganz ordentliche Auswahl.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Klingt interessant. Die Silikonschläuche die ich bislang in Händen 
hielt, waren alle sehr schnittempfindlich. Daher würde mich 
interessieren, welche genau du als gut empfindest?

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Abdul K. schrieb:
> Klingt interessant. Die Silikonschläuche die ich bislang in Händen
> hielt, waren alle sehr schnittempfindlich. Daher würde mich
> interessieren, welche genau du als gut empfindest?

Ich kenne deine geforderten Maße nicht, ist es ein kleiner Schlauch für 
deine PC Kühlung oder das Aquarium?

Diese Platin-vernetzten Schläuche sind auch schnittempfindlich, also man 
muss schon darauf achten dass die Schnittkante sauber ist.

Für meine Luft-Pumpen habe ich den blauen Unterdruckschauch in 
Verwendung.
Ebay-Artikel Nr. 290387208209
Der Innendurchmesser beträgt aber nur 3mm und außen sind es 9mm.

So einen dicken Gartenschlauch aus Silikon mit Gewebevernetzung hat er 
nicht im Angebot und im Garten wäre das wohl auch ungünstig, da sind die 
PVC Dinger wohl die richtige Wahl.

Autor: HARRY U. (harry99)
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hallo
habe bei meinen hercules dj controller bei den beiden "Jogwheels" eine 
dicke klebrige Oberfläche (Weichmacher, NICHT vom RAUCHEN).
mit einen schwamm und glasreiniger habe ich nach einigen minuten putzen 
die klebrige schicht entfernen können!

Autor: J. A. (gajk)
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Ich schwör auf Brennspiritus.

Autor: Old P. (old-papa)
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J. A. schrieb:
> Ich schwör auf Brennspiritus.

Ich auch...
Warum wird diese Gummierung eigentlich heutzutage überall draufgepappt?
Am Fotoapparat mag das ja noch iO sein, aber an vielen Teilen ist es 
schlicht Unsinn. Wenn es denn wenigstens gutes Material wäre....

Old-Papa

Autor: Burkhard A. (burkhard_a)
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Sibylle V. schrieb:
> Na, das sind ja schöne Aussichten, aber ich denke dass du dich
> vielleicht irrst. Der Griff ist wie neu, glänzt schön und ich werde
> berichten, wie er sich entwickelt.

Hallo zusammen, ich glaube , dass ich mich in eurer Gesellschaft
wohlfühlen werde (möchte bitte "ernstgenommen" werden...)

Besagte Weichteile waren bei mir ein Rasierer, der nach einigen
erfolglosen Versuchen eine "WD-40" Behandlung erfuhr, alles klebrige
abgerubbelt, glänzt jetzt schon 1 Jahr und fällt mir trotzdem nicht
aus der Hand!
Das andere Teil ist eine "braune" Zahnbürste, die nach den Forumsbe-
schreibungen keine alkoholischen- oder sonstwie-schädliche Behandlungen
erfahren sollte. Diese Zahnbürste also mit einem Radierschwamm und
"Wessi-Pril" abgerubbelt, ist wie neu und auch noch "griffig"

Praktische Grüße an alle,
B. Amrhein

Autor: W.P. K. (elektronik24)
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Spiritus, Glasreiniger etc. verschlimmern es nur. Für einen Tag scheint
es OK, dann wird es um so schlimmer mit dem Kleben.

Meiner Erfahrung nach hilft nur:
a) Entfernen, aber das ist oft aus optischen Gründen nicht möglich.
b) Entfernen und Neulackieren (diesen Gummilack gibt es auch zum
Nachlackieren)
c) Mit Talkumpuder einstäuben (Pinsel). Der weiße Staub ist nach einem
Tag nicht mehr zu sehen und der Gegenstand klebt nicht mehr.  Das hält
dann je nach Nutzung für ein paar Wochen-Monate, ist also nicht von
Dauer.

Autor: Didi S. (migger44)
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Mit Leichtbenzin geht es noch etwas einfacher.

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Ich hatte das Problem mit einer Maus, am Ende habe ich die ganze 
Gummierung abgerubbelt.

Autor: Joachim B. (jar)
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Stefan U. schrieb:
> Ich hatte das Problem mit einer Maus,

mit EINER? ich mit 3

Scheuermilch MOC und Geduld und Schwamm, Atzeton traute ich mich nicht, 
Waschbenzin war aus.

Man sollte die Maus aber zerlegen, die Scheuermilch ist in die 
Elektronik geraten, die versteckte Schraube fand ich erst als die Maus 
kaputt war.

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Das sind zwei unterschiedliche Probleme.

Geht es nur um die Haptik? ( Griffe, Oberflächen).
Dann ist die Lösung, weg mit dem Zeug, was Neues drauf,
( Lenkerband für Rennräder? )

Schwieriger wird es bei Schaltmatten für Fernbedienungen usw.
Da hilft Reinigen. Leider nicht dauerhaft, da dieses Ausschwitzen
des Silikonöles ( oder ist es der Weichmacher? ) nicht auf-
hört.

Ich habe auch keine Lösung.

Grüße Bernd

Autor: Udo R. (udo_r219)
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Bei mir haben Cockpit -Tücher (Lidl ) geholfen, bei einem Skihelm 
-Außenseite.
Der Kunststoff wird gepflegt, gereinigt und mit einer Art 
Antihaftschicht versehen.
LG Udo

Autor: Daniel K. (daniel_k256)
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Also, ich hatte selbes Problem und habe viel versucht, dann habe ich 
eine Sprühdose "Reifenschaum" getestet und war begeistert, da es den 
Gummi von Autoreifen pflegt ist da scheinbar was drin das echt gut 
wirkt. Kurz eingeschäumt.... 5-10 Min warten und unter laufendem Wasser 
abreiben. Danach war es wieder wie neu^^

Autor: Peter F. (toto)
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>Hat jemand irgendwelche Tipps?
Wenn du kein "Messi" werden willst, schmeiß weg.....

: Bearbeitet durch User
Autor: Bernd E. (bernd_e917)
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Ja, mit Talcum einreiben. Später abwischen, dann ist es wieder 
wunderbar.

Autor: Uwe S. (dsunshing)
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Hab Nextel direkt gefragt - hier die Antwort:

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Geht es dabei um Revox Verstärker?

Die von Ihnen beschriebenen Erscheinungen sind leider arttypisch für 
haptische Lacksysteme. In der offenen Oberfläche, wodurch die Haptik 
entsteht, lagert sich Feuchtigkeit ab, die Hydrolyse-Prozesse in Gang 
setzt. Da die Feuchtigkeit auch aus der Raumluft kommt, ist dies leider 
auf Dauer unvermeidbar.

Wir haben leider keine Pflegeprodukte, die diese Prozesse verlangsamen 
oder stoppen können. Die einzige Möglichkeit ist es, die alte 
Lackschicht komplette zu entfernen und die Bauteile neu zu lackieren.

Sollten Sie oder Ihr Dienstleister dafür Lack benötigen, kontaktieren 
Sie uns gerne. Wir würden uns freuen Ihnen ein Angebot zu unterbreiten.

Mit freundlichen Grüßen / Kind regards
Mankiewicz Gebr. & Co.
(GmbH & Co. KG)

NEXTEL


xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Traurig, Kruuscht hergestellt, keine Lösung, außer unansehnlich machen 
oder wegwerfen und neu kaufen (freut den BWLer, ich weiß;) )
Immerhin ehrlich geantwortet und Hilfe angeboten.

Autor: Torsten K. (Firma: TOKA) (avantasia)
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Backofenspray hilft auch gegen klebrige (Gummi-/Kunststoff-) 
Oberflächen.

Ich hatte es selbst nicht geglaubt und damit zunächst Stifte eines Wacom 
Bamboo Tablets behandelt. Nach Erfolg dann eine klebrig gewordene 
Handauflage einer kleinen Tastatur. Hat wunderbar funktioniert.

Einsprühen, etwas einwirken lassen und dann feucht abwischen.

Autor: Uhu U. (uhu)
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Udo R. schrieb:
> Bei mir haben Cockpit -Tücher (Lidl ) geholfen, bei einem Skihelm
> -Außenseite.

Den würde ich aber schleunigst entsorgen, denn auf seine Schutzwirkung 
kann man nicht mehr vertrauen.

Autor: Horst R. (horst_r)
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Hallo Leute! 
17.12.2018
Tatsächlich! Backofenreiniger hilft! Habe meinen klebrigen 
Keramikmessergriff zweimal mit Una-Backofen-Gel eingesprüht, jeweils ein 
paar Minuten mit den Fingern eingerieben (Schaum wird dunkler) und mit 
Wasser abgebürstet. Der Griff klebt nicht mehr!
Ich fürchte nur, dass nach einiger Zeit wieder Weichmacher austritt und 
die Oberfläche wieder klebrig wird. - Aber Schmutz oder Schweiß sind 
nicht die Ursache, denn das Messer lag vorher unbenutzt mehrere Jahre im 
Besteckkasten.

Autor: Torsten K. (Firma: TOKA) (avantasia)
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Moin, Moin,

freut mich das mein Tipp funktioniert hat und ein kleiner Hinweis ob die 
wieder klebrig werden. Meine vor ca. einem Jahr mit Backofenspray 
behandelten Kunststoffteile sind bis jetzt noch nicht wieder klebrig 
geworden. Ggf. wird die Behandlung wiederholt ;-)

Torsten

Autor: Michael D. (Firma: privat) (mikro-dzimal)
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Hallo, habe einige Anregungen aus dem Forom an meinem E-Rasierer mit 
gummiertem Griff getestet. Leider  nur mit mäßigem Erfolg. Dann habe ich 
es mit Desinfektionsspray Includal Antisept probiert (hatten wir im 
Betrieb gegen stinkende Arbeitsschuhe eingesetzt) - und siehe da!!! :-) 
es nimmt, (oh Wunder) die kleberiege Oberfläche weg. Zum Abreiben hatte 
ich ein Stück Stoff (Lumpen) benutzt. Also, jedenfalls an meinem 
E-Rasierer hat es gewirkt. Das Zeug ist nicht ganz so billig, aber 
vielleicht, bevor man es in Unfallverhütungsschuhe sprüht, den Test an 
seinem klebrigen Rasierer machen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Timon E. (timon_e439)
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Bei meiner Computermaus hat auch abkratzen mit einem scharfen Messer und 
anschliessendes reinigen/bürsten mit Nagellackentferner (Aceton) 
geholfen. Das Abratzen klingt anfangs komisch, es kommt aber wirklich 
nur die oberste defekte Schicht weg ohne gross Spuren zu hinterlassen! 
Ich habe die Idee aus diesem Tipp youtu.be/GKpTMOtFE0E
Das nächste mal versuche ich jedoch Backofenreiniger zuerst

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