Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ansteuerung Thermodrucker Panaboard


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von Julian B. (julinho)


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Wir haben in der Firma ein Panaboard (Flipchart mit integriertem Scanner 
und Drucker).

Leider hat das Board nur einen Thermodrucker,d.h. man muß den Ausdruck 
nochmal Kopieren, wenn man ihn dauerhaft erhalten will.

Nun hatte ich die Idee, die Daten vor dem Drucker abzufangen und in ein 
BMP umzuwandeln.

Der Druckkopf ist ein Thermodruckkopf, der über ein 40-poliges Kabel mit 
der Hauptplatine verbunden ist.

Wenn ich den Datenstrom abgreife, müsste man das Bild rekonstruieren 
können.

Weiß jemand, wie  so einen Thermodruckkopf angesteuert wird?

von Guido C. (guidoanalog)


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Hallo,

ist zwar schon eine Weile her, dass ich ein Panaboard installiert habe 
aber ich meine mich zu erinnern, dass es für diese Boards ein Programm 
gab, mit dem man die Scans via USB "abgreifen" konnte. Hat Dein Board 
keine Schnittstelle zur Außenwelt?

Mit freundlichen Grüßen
Guido

von Julian B. (julinho)


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Als das Ding gebaut wurde, gabs glaub ich noch kein USB.

Das Ding hat keinerlei  Schnittstellen.

von holger (Gast)


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>Weiß jemand, wie  so einen Thermodruckkopf angesteuert wird?

Mit ein paar Transistoren würde ich sagen.
Osci dran und nachsehen was da abgeht?

von Julian B. (julinho)


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Der nächste Schritt wäre mal ein Logicanalyzer ranzuhängen. Die 
Datenrate sollte überschaubar sein. Ich hätte nur vorab schon gerne ein 
paar Infos über  dei Busbreite und das Protokoll.

von Bernd R. (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)


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Ich habe hier ein Smartphone, mit dem ich meine fertigen 
Technikerberichte fotografiere, die App es gleich geradezieht, den 
Kontrast aufarbeitet, es in ein PDF umwandelt und ich es dann per Mail 
verschicke.
Geht sehr gut und würde auch bei einem Flipchart funktionieren.
;-)

von Julian B. (julinho)


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Wo bleibt denn da der Spaß?

von Selbsternannter Weltverbesserer (Gast)


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@julinho

Deine Frage liest sich in etwa so:
"An meinem roten Auto ist während der Fahrt der Keilriemen gerissen und 
ich habe ihn verloren. Kann mir bitte jemand mitteilen wie lang der 
Keilriemen war?"

von Julian B. (julinho)


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Selbsternannter Weltverbesserer schrieb:
> Deine Frage liest sich in etwa so:
> "An meinem roten Auto ist während der Fahrt der Keilriemen gerissen und
> ich habe ihn verloren. Kann mir bitte jemand mitteilen wie lang der
> Keilriemen war?"

Die Frage war etwas so: ich habe ein Auto das Benzin tankt, kann mir 
jemand grob erklären wie der Motor funktioniert.

von Selbsternannter Weltverbesserer (Gast)


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Julian Baugatz schrieb:
> Die Frage war etwas so: ich habe ein Auto das Benzin tankt, kann mir
> jemand grob erklären wie der Motor funktioniert.

Nun wissen wir leider immer noch nicht die Modellbezeichnung des 
Panaboards bzw. des Druckers.

von Julian B. (julinho)


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panaboard KX-B550S

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Julian Baugatz schrieb:
> Weiß jemand, wie  so einen Thermodruckkopf angesteuert wird?

Der eigentliche Thermodruckkopf wird mit fließendem Strom angesteuert. 
Fließt Strom, wird der zugehörige Bildpunkt im Druckkopf beheizt und 
schwärzt das Papier.

Nun gibt es sehr unterschiedlich konstruierte Thermodruckwerke; die in 
Faxgeräten beispielsweise können eine Druckzeile haben, die über die 
gesamte Papierbreite geht, und also sehr viele einzelne Heizwiderstände 
enthält. Andere Thermodruckwerke haben mehrere vertikal übereinander 
angeordnete Heizwiderstände und bewegen den Druckkopf zeilenweise über 
das Papier, so, wie es auch übliche Nadel- oder Tintenstrahldrucker 
machen.

Jedenfalls ist mit den an den Druckkopf selbst geschickten Informationen 
so nichts anzufangen, es muss synchron dazu auch die Papier- und 
gegebenenfalls Druckkopfposition aufgezeichnet werden.

Üblicherweise werden aber fertige Druckmodule verwendet; mit etwas 
schärferem Hinsehen lässt sich das möglicherweise identifizieren und 
eventuell sogar ein Datenblatt davon autreiben, oder aber zumindest die 
Schnittstelle vom Steuerrechner zum Druckmodul lokalisieren.

--

Früher(tm) wurde nicht mit Whiteboards, sondern mit Tafeln und Kreise 
gearbeitet, und das Mitschreiben war Bestandteil des Lernprozesses. 
Jetzt verzichtet man auf den Lernprozess, und nutzt Dinge wie druckende 
Whiteboards und Powerpoint-Präsentationen ... ich gewinne nicht den 
Eindruck, daß das das Lernen in irgendeiner Weise fördern würde, aber 
ich bin ja auch nur ein alter Sack, der seit bald 30 Jahren der Schule 
den Rücken gekehrt hat ...

von Julian B. (julinho)


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Jedenfalls ist mit den an den Druckkopf selbst geschickten Informationen
> so nichts anzufangen, es muss synchron dazu auch die Papier- und
> gegebenenfalls Druckkopfposition aufgezeichnet werden.

Der Druckkopf bewegt sich nicht es gibt nur einen Stepper für den 
Vorschub.

Die Daten werden ja wahrscheinlich zeilenweise eingelesen und dann gibt 
es ein Befehl Daten sind da, mach mal heiß.

Die Frage ist jetzt, wie sieht der Bus aus seriell oder parallel, 
welches Protokoll, welche Geschwindigkeit.

Das Panaboard ist so alt, daß man nicht mal ein Manual dafür im Netz 
findet.

von Hu (Gast)


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Julian Baugatz schrieb:
> Das Panaboard ist so alt, daß man nicht mal ein Manual dafür im Netz
> findet.

Ich würde mir auch über legen, ob das heutzutage sinnvoll ist. Eine App 
fürs Smartphone genügt, und du bekommst gleich ein färbiges PDF und 
kannst das verschicken. Mit deiner Idee musst du das BMP ja auch erst 
von dort weg bekommen, konvertieren und verschicken. Und hast eine 
deutlich geringere Qualität.

von Julian B. (julinho)


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Habe mittlerweile den Datenverkehr zum Thermodruckkopf mitgehört.

Es sieht so aus als gibt es 3 wichtige Leitungen:
eine Leitung macht ein Puls wenn es eine neue Zeile gibt,
eine Leitung ist die Clock und
eine Leitung sind die Daten.

Ist eine Zeile komplett, gibt es 8 zeitversetzte Signale, ich vermute 
die Heizsignale für 8 Teilsegmente.

Der Rest der Leitungen sind GND und Versorgungsspannung.

Eine Bilddatei aus den Daten zu erzeugen sollte damit sehr einfach sein, 
ich glaube .bmp ist relativ ähnlich aufgebaut.

von Julian B. (julinho)


Angehängte Dateien:

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Anbei ein Bild der fertigen Lösung.

Die Daten für den Druckkopf kommen Seriell, es gibt eine Taktleitung, 
eine Datenleitung und eine Leitung für eine neue Druckzeile.

Der Code sind im Prinzip zwei verschachtelte Schleifen, die Daten werden 
zeilenweise in eine Bitmap-Datei geschrieben. Der Prozesseor läuft mit 
14 Mhz, 8Mhz sollten aber locker reichen. Das Modul hat eine 
Echtzeituhr, die Dateinamen der gescannten Dateien enthalten das 
aktuelle Datum.

Das verwendete Board versorgt sich direkt vom Panaboard.

Insgesamt eine Tag programieren und ein Kabel löten, ein 
gerechtfertigter Aufwand für ein "Museumsstück".

Gruß

von Guido C. (guidoanalog)


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Hallo Julian,

herzlichen Glückwunsch! Ein weiterer, erfolgreicher Schritt in Richtung 
papierloses Büro.

Julian Baugatz schrieb:
> Anbei ein Bild der fertigen Lösung.

Naja, ein Gehäuse solltest Du Deiner Lösung schon noch spendieren.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

von Julian B. (julinho)


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Der nächste Praktikant darf das Ding dann schön in die Front 
integrieren,
bis dahin bleibt es erst mal so :)

von Guido C. (guidoanalog)


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Hallo,

naja, der Nerd-Faktor ist ohne Gehäuse auf jedenfall größer und die 
Kunden werden immer fragen "Wat'n dat?".

Mit freundlichen Grüßen
Guido

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