Wie erkennt der Magen Übelkeit?

OP #3101052
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Hallo zusammen,


obwohl die Frage etwas ungewöhnlich ist, möchte ich sie dennoch in 
diesem Forum stellen, da es sensorisch sicherlich eine Erklärung gibt.


Ich frage ganz einfach:
Wie erkennt der Magen, dass man z.B. etwas gegessen hat "was nicht mehr 
gut war", bzw. worauf es einem schlecht wird und man ko**en muss.

Ich wüsste keine andere Funktion im Körper, die derart komplex ist.

Sollte z.B. eine Fliege ins Auge kommen, ist es klar, dass diese als 
Fremdkörper erkannt und somit Abwehrfunktionen aktiviert werden.

So könnte aber dennoch der Magen alles was in ihn reinfliegt als 
"Fremdkörper" betrachten und es müsste uns bei allem gegessenen schlecht 
werden?!

Wie unterscheidet er zwischen "gut" und "böse"?


Gruß und Danke
OP #3101069
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>Lebensmitteln anreichern, einfach gesagt man hat sich vergiftet.

Ok. Aber welche Substanzen?

Mich würde ehrlich gesagt am meisten interessieren, wie unser Organismus 
zwischen würg und nicht-würg unterscheidet.

Wie das würg funktioniert, weiß ich. (Brechzentrum).
Viel interessanter ist, wodurch es aktiviert wird.


Gruß
#3101096
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Johannes Knöller schrieb:
> Wie unterscheidet er zwischen "gut" und "böse"?

In der Evolution erlernte Sensorik. Diejenigen, die es konnten, hatten 
eine höhere Überlebensrate.

> Ich wüsste keine andere Funktion im Körper, die derart komplex ist.

So komplex scheint mir das nicht zu sein. Kritische Substanz erkannt => 
zur Lokation passendes Programm "schnellstmöglich-raus" starten.

Wärs wirklich so komplex, dann würde dieses Programm drosseln, bevor man 
allein schon aufgrund dieses Programms verreckt (Flüssigkeitsmangel).
#3101183
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> Kritische Substanz erkannt

Aber wie? Warum hats bei meiner (aller)letzten Frutti-di-Mare-Pizza vor 
15 Jahren nur ca. 20min gedauert, bis dieses unverkennbare Gefühl hinten 
auf der Zunge angefangen hat? 5min später war alles raus... Durchfall 
und Blähungen sind ja eher "passive" physikalische Nebeneffekte, der 
Würgreiz ist IMO schon was sehr aktives ;)
#3101190
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Für die körpereigene Sensorik (aber auch Aktoren) dürfte
das Nervensystem zuständig sein.
Über Blut(Stoffwechsel), Nervenimpulse und Botenstoffe
wird auch von anderen Organen dem Gehirn der "Betriebs-
zustand des Systems gemeldet und dann quasi das eine
oder andere Programm abgearbeitet.
Liegt z.B. eine Vergiftung vor kann eine Ionenkonzentration
zu einer Stoffwechselstörung führen die dann die entsprechende
heftige Reaktion hervorruft, alles vom Gehirn gesteuert.

Sicher können Mediziner das noch fundierter beschreiben, aber
für eine normales Grundverständnis wird das wohl reichen.
Irrtum vorbehalten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Verdauungssystem
#3101620
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Georg A. schrieb:
> Durchfall und Blähungen sind ja eher "passive" physikalische Nebeneffekte,

Durchfall hat mehrere Szenarien, darunter auch ein aktives. Explosiver 
Durchfall kurz nach Nahrungsmittelvergiftung dürfte zur aktiven Variante 
gehören. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Durchfall#Einteilung_nach_der_Krankheitsentstehung

Michael S. schrieb:
> alles vom Gehirn gesteuert

Fragt sich nur von welchem, vom oberen oder vom unteren ;-). Das 
vegetative Nervensystem des Darms funktioniert auch unabhängig vom 
Gehirn.
http://de.wikipedia.org/wiki/Enterisches_Nervensystem
(Firma: Jo) #3105241
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Übelkeit und Brechreiz werden auch mittels reiner 
Informationsverarbeitung im Gehirn erzeugt. Beispiel: Der Anblick von 
etwas kann zu einem Brechreiz führen. Das gleiche gilt für Gerüche oder 
emotionale Ereignisse. Ich denke also mal, dass das Gesamtsystem sehr 
komplex ist und es viele Inputs für den Magen gibt. Stofflich als auch 
rein Informationstechnisch.

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