Hallo zusammen, obwohl die Frage etwas ungewöhnlich ist, möchte ich sie dennoch in diesem Forum stellen, da es sensorisch sicherlich eine Erklärung gibt. Ich frage ganz einfach: Wie erkennt der Magen, dass man z.B. etwas gegessen hat "was nicht mehr gut war", bzw. worauf es einem schlecht wird und man ko**en muss. Ich wüsste keine andere Funktion im Körper, die derart komplex ist. Sollte z.B. eine Fliege ins Auge kommen, ist es klar, dass diese als Fremdkörper erkannt und somit Abwehrfunktionen aktiviert werden. So könnte aber dennoch der Magen alles was in ihn reinfliegt als "Fremdkörper" betrachten und es müsste uns bei allem gegessenen schlecht werden?! Wie unterscheidet er zwischen "gut" und "böse"? Gruß und Danke
Johannes Knöller schrieb: > Wie unterscheidet er zwischen "gut" und "böse"? Zum Beispiel unerwünschte Organismen die sich in verdorbenen Lebensmitteln anreichern, einfach gesagt man hat sich vergiftet. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten für Übelkeit.
>Lebensmitteln anreichern, einfach gesagt man hat sich vergiftet.
Ok. Aber welche Substanzen?
Mich würde ehrlich gesagt am meisten interessieren, wie unser Organismus
zwischen würg und nicht-würg unterscheidet.
Wie das würg funktioniert, weiß ich. (Brechzentrum).
Viel interessanter ist, wodurch es aktiviert wird.
Gruß
Johannes Knöller schrieb: > Ok. Aber welche Substanzen? Z.B. Pilze oder Bakterien. Ich denke detaillierter wird das ein Biologe oder Mediziner beantworten können.
Dass der Verdauungstrakt nebst Drumherum eine komplexe Chemiefabrik mitsamt einiger Sensorik ist erscheint so unmöglich?
Johannes Knöller schrieb: > Wie unterscheidet er zwischen "gut" und "böse"? In der Evolution erlernte Sensorik. Diejenigen, die es konnten, hatten eine höhere Überlebensrate. > Ich wüsste keine andere Funktion im Körper, die derart komplex ist. So komplex scheint mir das nicht zu sein. Kritische Substanz erkannt => zur Lokation passendes Programm "schnellstmöglich-raus" starten. Wärs wirklich so komplex, dann würde dieses Programm drosseln, bevor man allein schon aufgrund dieses Programms verreckt (Flüssigkeitsmangel).
> Kritische Substanz erkannt
Aber wie? Warum hats bei meiner (aller)letzten Frutti-di-Mare-Pizza vor
15 Jahren nur ca. 20min gedauert, bis dieses unverkennbare Gefühl hinten
auf der Zunge angefangen hat? 5min später war alles raus... Durchfall
und Blähungen sind ja eher "passive" physikalische Nebeneffekte, der
Würgreiz ist IMO schon was sehr aktives ;)
Für die körpereigene Sensorik (aber auch Aktoren) dürfte das Nervensystem zuständig sein. Über Blut(Stoffwechsel), Nervenimpulse und Botenstoffe wird auch von anderen Organen dem Gehirn der "Betriebs- zustand des Systems gemeldet und dann quasi das eine oder andere Programm abgearbeitet. Liegt z.B. eine Vergiftung vor kann eine Ionenkonzentration zu einer Stoffwechselstörung führen die dann die entsprechende heftige Reaktion hervorruft, alles vom Gehirn gesteuert. Sicher können Mediziner das noch fundierter beschreiben, aber für eine normales Grundverständnis wird das wohl reichen. Irrtum vorbehalten. http://de.wikipedia.org/wiki/Verdauungssystem
Georg A. schrieb: > Durchfall und Blähungen sind ja eher "passive" physikalische Nebeneffekte, Durchfall hat mehrere Szenarien, darunter auch ein aktives. Explosiver Durchfall kurz nach Nahrungsmittelvergiftung dürfte zur aktiven Variante gehören. http://de.wikipedia.org/wiki/Durchfall#Einteilung_nach_der_Krankheitsentstehung Michael S. schrieb: > alles vom Gehirn gesteuert Fragt sich nur von welchem, vom oberen oder vom unteren ;-). Das vegetative Nervensystem des Darms funktioniert auch unabhängig vom Gehirn. http://de.wikipedia.org/wiki/Enterisches_Nervensystem
Ja gut, vielen Dank erstmal. Dass es vermutlich Toxine sind, ok. Aber wie beeinflussen diese dann genau das System? Verändert dann z.B. irgendein Toxin den pH-Wert der Säuren im Magen? Es muss das Ereignis ja irgendwie erkannt werden. Dies geschieht natürlich chemisch. Aber wie?
Johannes Knöller schrieb: > Verändert dann z.B. irgendein Toxin den pH-Wert der Säuren im Magen? Meinst du nicht, dass du mit einer derart detailliert biochemische Prozesse betreffenden Frage in einem Mikrocontroller-Forum sehr falsch bist? Insbesondere wenn du statt Spekulationen fundierte Antworten von Fachleuten suchst.
Übelkeit und Brechreiz werden auch mittels reiner Informationsverarbeitung im Gehirn erzeugt. Beispiel: Der Anblick von etwas kann zu einem Brechreiz führen. Das gleiche gilt für Gerüche oder emotionale Ereignisse. Ich denke also mal, dass das Gesamtsystem sehr komplex ist und es viele Inputs für den Magen gibt. Stofflich als auch rein Informationstechnisch.
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