... warum auch eine Feinsicherung ersetzen, wenn man Alufolie daheim hat? Ich restauriere alte Radios und sowas finde ich immer wieder... ist den Leuten nicht bewusst, wozu so eine Sicherung dient? Hat es gar was mit Sicherheit zu tun? Weil sie eigentlich nie wirklich ersetzt wird, lassen viele Hersteller die Sicherung gleich weg? klingt logisch. Hab zumindest in einigen neuen Radios und Geräten keine mehr gesehen. fragend, Wolle
Lol, das habe ich während meiner Reparaturzeit dutzende von Malen gesehen und den Kunden dann schön den Kopf gewaschen. Einge hatten sich dann nämlich gewundert, warum sie beim Anstecken eines derart manipulierten Gerätes dann im Dunkeln standen... ich habe ihnen dann gratuliert, das sie selber noch leben und bei mir an der Ladentheke stehen konnten. Schlimmer noch, auch Sicherungen der alten Einschraubsorte habe ich mit Alufolie umwickelt in Altbau UVs entdeckt. Wolle R. schrieb: > Weil sie eigentlich nie wirklich ersetzt wird, lassen viele Hersteller > die Sicherung gleich weg? klingt logisch. Hab zumindest in einigen neuen > Radios und Geräten keine mehr gesehen. Gute Frage - entweder wurden da mal die Regeln gelockert oder es war vllt. nie Vorschrift? Bestandteil einer Schutzklasse scheint eine Gerätesicherung jedenfalls nicht zu sein.
Wolle R. schrieb: > lassen viele Hersteller > die Sicherung gleich weg? klingt logisch. Hab zumindest in einigen neuen > Radios und Geräten keine mehr gesehen. Meist stecken in den Trafos Thermosicherungen. Wenns (durch erhöhten Strom) zu warm wird gehen die kaputt und der ganze Trafo ist hin. Da die Trafos ja auch so knapp ausgelegt sind, ist für den baldigen Austausch des Gerätes gesorgt -> siehe "geplante Obsoleszens" http://www.murks-nein-danke.de/blog/unterstutze-uns/information/geplante-obsoleszenz/
Vielleicht sind auch bei den neueren Geräten gleich die ersten Bauteile so an der Grenze Dimensioniert, dass gleich der Gleichrichter o.ä. abraucht und das wird als Sicherung benutzt. Oder ne "Opferdiode". Bei Schaltnetzteilen gibts ja auch oft irgendwelche R's die ziemlich schnell übern Jordan gehen. (Sind jetzt alles reine Vermutungen)
Tja - und bei alten Röhrenradis niemals darauf vertrauen, dass der richtige Sicherungswert drinsteckt. Mir hat eine träge 3,15 oder 6A Sicherung des Vorbesitzers mal den Netztrafo eines Saba Würtemberg (Freiburg 9 Chassis) gekostet. Nach dem Reinschleppen des 150kg - Gerätes musste ich vor Helfer und Helferin unbedingt das Gerät ohne große Kontrolle und Regeltrafo einschalten. Im Lautsprecher hörte man auch so etwas ähnliches wie Rauschen, das war die knisternde und blubbernde Trafoisolierung. mann war die Reparatur eine Arbeit. Und gestunken hat es in der Bude. Also : Vorsicht Aber die Alufoliensicherungen habe ich statistisch gesehen in etwa jedem zwanzigsten Röhrenradio gefunden ;)
Früher in der unmittelbaren Nachkriegszeit schlug man auch mal einen Zimmermannsnagel durch die verbrannte Hauptsicherung. Das habe ich im Laufe der Zeit von mehreren alten Herrschaften, und muß eine Weile mal so üblich gewesen sein. Mann, das ist aber auch ungefähr so, als wenn man dann mitten in einem Brandsatz wohnt. Ein durch gescheuertes Bügeleisenkabel beispielsweise ergibt sicher ein schönes Feuerwerk. Hobbybasteleien im Experimentierstadium betreibe ich schon mal unabgesichert. Dann weiß ich aber auch, was ich da tue, habe die Verantwortung dafür, wenn ein Bauteil hoch geht.
Manchmal sind die Original-Sicherungen eben einfach nicht 'sicher' genug, und brennen einfach durch. Alu-Folie gibt es günstig im Supermarkt ...
U. B. schrieb: > Manchmal sind die Original-Sicherungen eben einfach nicht 'sicher' > genug, und brennen einfach durch. Sowas dummes aber auch, daß eine Sicherung nicht zuverlässig in allen Lebenslagen hält! ;-) > Alu-Folie gibt es günstig im Supermarkt ... Wenn man es geschickt anstellt, kann man daraus aber wirklich einen Notbehelf machen. Man schneidet es beispielsweise in einen langen dünnen Streifen, und wickelt es spiralförmig um einen Isolierkörper. Natürlich ist das dann immer noch nicht als flinke Feinsicherung zu gebrauchen. Ein klein wenig verstehe ich auch die Leute, die einen Zimmermannsnagel durch die Sicherung schlugen. Manch einer wohnte auf dem Dorf, und der Dorfladen hatte keinen Ersatz. Dann sitzt man zwei Tage ohne Strom herum. Viele waren keine Bastler, und ein Auto war auch mal Mangelware. Allerdings muß man dann auch konsequent sein, und diese Sicherung nach Verwendung von Strom wieder heraus schrauben gehen.
Nett... Es ist also eine "Unsicherung" In modernen Geräten gibt es sowas aber noch, nur manchmal in unerwarteter Form: in einer Kompaktanlage hatte ich einen Ausfall des Displays ( grüne Floureszenzanzeige ). Bei der Kontrolle der Betriebsspannung war klar, dass das Schaltnetzteil noch ok ist. Bis ich auf der Platine eine Sicherung ( nur für die Anzeige ) fand, die die Bauform eines Transitors hatte, nur mit 2 Beinchen. Der Schaden war nach einem Gewitter entstanden, ohne dass es einen Blitzschlag in der Nähe gab. War wohl ein Peak auf der Netzleitung.
Stefan M. schrieb: > Bis ich auf der Platine eine Sicherung ( nur für die Anzeige ) fand, die > die Bauform eines Transitors hatte, nur mit 2 Beinchen. Und, wie wechselt man die aus? Sicherlich nur über eine Teilebestellung. Die alte Feinsicherung 5x20mm verwende ich immer noch gerne. Vor allem, weil ich noch eine Menge Einlöt-Halterungen besitze, und inzwischen einen großen Vorrat an allen Werten habe, davon vieles aus Schrottgeräten entfernt.
Wilhelm Ferkes schrieb: > davon vieles aus > Schrottgeräten entfernt. Genauso mache ich das auch mit den Einlötsicherungen. Kommt ganz schön was zusammen und spart dann die Teilebestellung :-)
Matthias Sch. schrieb: > Genauso mache ich das auch mit den Einlötsicherungen. Kommt ganz schön > was zusammen und spart dann die Teilebestellung :-) Die sind doch in Ordnung. Oder gibt es da eine Höchstanwendungsdauer? Ich mache da eine Excel-Bauteilerfassung. Allerdings muß man die auch streng nachverfolgen. Weg genommenes Teil und zugefügtes Teil. Nicht einfach mal was aus der Kiste krallen...
Jens Plappert schrieb: > Schaltnetzteilen gibts ja auch oft irgendwelche R's die ziemlich schnell > übern Jordan gehen. Deine Vermutung ist richtig: http://www.google.com/search?q=fusible+resistor mfg mf
Wilhelm Ferkes schrieb: > Früher in der unmittelbaren Nachkriegszeit schlug man auch mal einen > Zimmermannsnagel durch die verbrannte Hauptsicherung. Das habe ich im > Laufe der Zeit von mehreren alten Herrschaften, und muß eine Weile mal > so üblich gewesen sein. Der half angeblich auch bei einer defekten Zelle einer Starterbatterie. Nagel reinschlagen und man kann nochmals starten. Aber weshalb so umständlich? Die Passschraube entfernen bringt gleich 2 Vorteile: durchgebrannte Sicherungen gibt es nicht mehr so oft und man muss nur noch eine Type vorhalten. Und ich wunderte mich noch über die Passschrauben welche unten im Sicherungskasten lagen... Wolle R. schrieb: > Hab zumindest in einigen neuen > Radios und Geräten keine mehr gesehen. Es gibt unendlich viele Bauformen, welche nach allem möglichen aussehen, nur nicht nach einer Sicherung. Eine Strombegrenzung kann auch in einem Schaltnetzteil-IC stecken.
Georg W. schrieb: > Der half angeblich auch bei einer defekten Zelle einer Starterbatterie. > Nagel reinschlagen und man kann nochmals starten. Einen Riesen-Zimmermannsnagel in die Zelle schlagen, die gast. Das ist aber dann auch nur noch dazu gut, zum nächsten Ersatzteilhändler zu kommen. Meinen Uno45, das war ein wunderbares Auto, und mit geringem Rollwiderstand. Den schob ich überall, an jedem Ort, von Hand an, ohne fremde Hilfe.
Bezüglich Alex96: DAS ist aus 'nem Multimeter (, oder?). Das riecht man schon an dem blöden Sicherungsformat. Teuer und hat nicht jeder Kramladen. Dafür hat man nachdem das das erste mal passiert ist meist 'nen Vorrat.
ja ist ein altes Multimeter aber warum komisches Sicherungsformat? das ist eine standard 5x20 mm Sicherung Bzw sollte da so eine rein ;)
Ah, okay, bei meinen Voltcraft-Dingern war's immer was Komisches. Länger als 20. Beim Fluke hab' ich die Sicherung noch nicht geschafft. Nicht, dass ich's je drauf angelegt hätte.
Alex B. schrieb: > passt zum Thema ... Eine Sicherungsschraube. Der blanke Draht rechts daneben sieht auch seltsam aus. Was ist das? Lukas T. schrieb: > Ah, okay, bei meinen Voltcraft-Dingern war's immer was Komisches. Länger > als 20. Mit Keramikgehäuse ? Dnn sind das Sicherungen mit hohem Abschaltvermögen (und hohem Preis).
Hallo Ich muss mich auch outen..... Ich habe auch schon mal eine defekte Sichereung mit umwickelter Alufolie benutzt. Und das bestimmt nicht nur einmal (Ich wollte wissen wo´s klemmt). Ich stell mich jetzt auch in die Ecke und schaeme mich (heimlich). Gruss Asko.
Georg W. schrieb: > Der blanke Draht rechts daneben sieht auch > seltsam aus. Was ist das? Das könnte der Shunt für den 10A Messbereich sein, sorgfältigst montiert und abgeglichen... Auch der kleine hellblaue Widerstand rechts oben hat schon bessere Zeiten gesehen :-) Das arme Messgerät wurde wohl ziemlich malträtiert.
Bei dem Bild hab ich erst geguckt, warum der dünne Draht ein Problem darstellen könnte. 2 Minuten später hab ich den Spax entdeckt :P
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