Forum: Offtopic Sicher ist sicher, oder so


von Wolle R. (Gast)


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... warum auch eine Feinsicherung ersetzen, wenn man Alufolie daheim 
hat?


Ich restauriere alte Radios und sowas finde ich immer wieder...


ist den Leuten nicht bewusst, wozu so eine Sicherung dient? Hat es gar 
was mit Sicherheit zu tun?

Weil sie eigentlich nie wirklich ersetzt wird, lassen viele Hersteller 
die Sicherung gleich weg? klingt logisch. Hab zumindest in einigen neuen 
Radios und Geräten keine mehr gesehen.


fragend, Wolle

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Lol, das habe ich während meiner Reparaturzeit dutzende von Malen 
gesehen und den Kunden dann schön den Kopf gewaschen. Einge hatten sich 
dann nämlich gewundert, warum sie beim Anstecken eines derart 
manipulierten Gerätes dann im Dunkeln standen... ich habe ihnen dann 
gratuliert, das sie selber noch leben und bei mir an der Ladentheke 
stehen konnten.
Schlimmer noch, auch Sicherungen der alten Einschraubsorte habe ich mit 
Alufolie umwickelt in Altbau UVs entdeckt.

Wolle R. schrieb:
> Weil sie eigentlich nie wirklich ersetzt wird, lassen viele Hersteller
> die Sicherung gleich weg? klingt logisch. Hab zumindest in einigen neuen
> Radios und Geräten keine mehr gesehen.

Gute Frage - entweder wurden da mal die Regeln gelockert oder es war 
vllt. nie Vorschrift? Bestandteil einer Schutzklasse scheint eine 
Gerätesicherung jedenfalls nicht zu sein.

von Korax K. (korax)


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Wolle R. schrieb:
> lassen viele Hersteller
> die Sicherung gleich weg? klingt logisch. Hab zumindest in einigen neuen
> Radios und Geräten keine mehr gesehen.

Meist stecken in den Trafos Thermosicherungen. Wenns (durch erhöhten 
Strom) zu warm wird gehen die kaputt und der ganze Trafo ist hin. Da die 
Trafos ja auch so knapp ausgelegt sind, ist für den baldigen Austausch 
des Gerätes gesorgt -> siehe "geplante Obsoleszens"
http://www.murks-nein-danke.de/blog/unterstutze-uns/information/geplante-obsoleszenz/

von Jens P. (Gast)


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Vielleicht sind auch bei den neueren Geräten gleich die ersten Bauteile 
so an der Grenze Dimensioniert, dass gleich der Gleichrichter o.ä. 
abraucht und das wird als Sicherung benutzt. Oder ne "Opferdiode". Bei 
Schaltnetzteilen gibts ja auch oft irgendwelche R's die ziemlich schnell 
übern Jordan gehen.

(Sind jetzt alles reine Vermutungen)

von Maik H. (Gast)


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Tja - und bei alten Röhrenradis niemals darauf vertrauen, dass der 
richtige Sicherungswert drinsteckt.
Mir hat eine träge 3,15 oder 6A Sicherung des Vorbesitzers mal den 
Netztrafo eines Saba Würtemberg (Freiburg 9 Chassis) gekostet.

Nach dem Reinschleppen des 150kg - Gerätes musste ich vor Helfer und 
Helferin unbedingt das Gerät ohne große Kontrolle und Regeltrafo 
einschalten. Im Lautsprecher hörte man auch so etwas ähnliches wie 
Rauschen, das war die knisternde und blubbernde Trafoisolierung.

mann war die Reparatur eine Arbeit. Und gestunken hat es in der Bude.

Also : Vorsicht

Aber die Alufoliensicherungen habe ich statistisch gesehen in etwa jedem 
zwanzigsten Röhrenradio gefunden ;)

von Wilhelm F. (Gast)


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Früher in der unmittelbaren Nachkriegszeit schlug man auch mal einen 
Zimmermannsnagel durch die verbrannte Hauptsicherung. Das habe ich im 
Laufe der Zeit von mehreren alten Herrschaften, und muß eine Weile mal 
so üblich gewesen sein.

Mann, das ist aber auch ungefähr so, als wenn man dann mitten in einem 
Brandsatz wohnt. Ein durch gescheuertes Bügeleisenkabel beispielsweise 
ergibt sicher ein schönes Feuerwerk.

Hobbybasteleien im Experimentierstadium betreibe ich schon mal 
unabgesichert. Dann weiß ich aber auch, was ich da tue, habe die 
Verantwortung dafür, wenn ein Bauteil hoch geht.

von U. B. (Gast)


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Manchmal sind die Original-Sicherungen eben einfach nicht 'sicher' 
genug, und brennen einfach durch.
Alu-Folie gibt es günstig im Supermarkt ...

von Wilhelm F. (Gast)


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U. B. schrieb:

> Manchmal sind die Original-Sicherungen eben einfach nicht 'sicher'
> genug, und brennen einfach durch.

Sowas dummes aber auch, daß eine Sicherung nicht zuverlässig in allen 
Lebenslagen hält! ;-)

> Alu-Folie gibt es günstig im Supermarkt ...

Wenn man es geschickt anstellt, kann man daraus aber wirklich einen 
Notbehelf machen. Man schneidet es beispielsweise in einen langen dünnen 
Streifen, und wickelt es spiralförmig um einen Isolierkörper.

Natürlich ist das dann immer noch nicht als flinke Feinsicherung zu 
gebrauchen.

Ein klein wenig verstehe ich auch die Leute, die einen Zimmermannsnagel 
durch die Sicherung schlugen. Manch einer wohnte auf dem Dorf, und der 
Dorfladen hatte keinen Ersatz. Dann sitzt man zwei Tage ohne Strom 
herum. Viele waren keine Bastler, und ein Auto war auch mal Mangelware.

Allerdings muß man dann auch konsequent sein, und diese Sicherung nach 
Verwendung von Strom wieder heraus schrauben gehen.

von Stefan M. (derwisch)


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Nett...

Es ist also eine "Unsicherung"

In modernen Geräten gibt es sowas aber noch, nur manchmal in 
unerwarteter Form:

in einer Kompaktanlage hatte ich einen Ausfall des Displays ( grüne 
Floureszenzanzeige ).
Bei der Kontrolle der Betriebsspannung war klar, dass das Schaltnetzteil 
noch ok ist.
Bis ich auf der Platine eine Sicherung ( nur für die Anzeige ) fand, die 
die Bauform eines Transitors hatte, nur mit 2 Beinchen.
Der Schaden war nach einem Gewitter entstanden, ohne dass es einen 
Blitzschlag in der Nähe gab.
War wohl ein Peak auf der Netzleitung.

von Wilhelm F. (Gast)


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Stefan M. schrieb:

> Bis ich auf der Platine eine Sicherung ( nur für die Anzeige ) fand, die
> die Bauform eines Transitors hatte, nur mit 2 Beinchen.

Und, wie wechselt man die aus? Sicherlich nur über eine Teilebestellung.

Die alte Feinsicherung 5x20mm verwende ich immer noch gerne. Vor allem, 
weil ich noch eine Menge Einlöt-Halterungen besitze, und inzwischen 
einen großen Vorrat an allen Werten habe, davon vieles aus 
Schrottgeräten entfernt.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> davon vieles aus
> Schrottgeräten entfernt.

Genauso mache ich das auch mit den Einlötsicherungen. Kommt ganz schön 
was zusammen und spart dann die Teilebestellung :-)

von Wilhelm F. (Gast)


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Matthias Sch. schrieb:

> Genauso mache ich das auch mit den Einlötsicherungen. Kommt ganz schön
> was zusammen und spart dann die Teilebestellung :-)

Die sind doch in Ordnung. Oder gibt es da eine Höchstanwendungsdauer? 
Ich mache da eine Excel-Bauteilerfassung.

Allerdings muß man die auch streng nachverfolgen. Weg genommenes Teil 
und zugefügtes Teil. Nicht einfach mal was aus der Kiste krallen...

von Achim M. (minifloat)


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Jens Plappert schrieb:
> Schaltnetzteilen gibts ja auch oft irgendwelche R's die ziemlich schnell
> übern Jordan gehen.

Deine Vermutung ist richtig:
http://www.google.com/search?q=fusible+resistor

mfg mf

von Georg W. (gaestle)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Früher in der unmittelbaren Nachkriegszeit schlug man auch mal einen
> Zimmermannsnagel durch die verbrannte Hauptsicherung. Das habe ich im
> Laufe der Zeit von mehreren alten Herrschaften, und muß eine Weile mal
> so üblich gewesen sein.

Der half angeblich auch bei einer defekten Zelle einer Starterbatterie. 
Nagel reinschlagen und man kann nochmals starten.
Aber weshalb so umständlich? Die Passschraube entfernen bringt gleich 2 
Vorteile: durchgebrannte Sicherungen gibt es nicht mehr so oft und man 
muss nur noch eine Type vorhalten. Und ich wunderte mich noch über die 
Passschrauben welche unten im Sicherungskasten lagen...

Wolle R. schrieb:
> Hab zumindest in einigen neuen
> Radios und Geräten keine mehr gesehen.

Es gibt unendlich viele Bauformen, welche nach allem möglichen aussehen, 
nur nicht nach einer Sicherung. Eine Strombegrenzung kann auch in einem 
Schaltnetzteil-IC stecken.

von Wilhelm F. (Gast)


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Georg W. schrieb:

> Der half angeblich auch bei einer defekten Zelle einer Starterbatterie.
> Nagel reinschlagen und man kann nochmals starten.

Einen Riesen-Zimmermannsnagel in die Zelle schlagen, die gast.

Das ist aber dann auch nur noch dazu gut, zum nächsten Ersatzteilhändler 
zu kommen.

Meinen Uno45, das war ein wunderbares Auto, und mit geringem 
Rollwiderstand. Den schob ich überall, an jedem Ort, von Hand an, ohne 
fremde Hilfe.

von Alex B. (alex96)


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passt zum Thema ...

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Hoffentlich verletzt sich keiner an der spitzen Schraube! :-)

von Lukas T. (tapy)


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Bezüglich Alex96:
DAS ist aus 'nem Multimeter (, oder?). Das riecht man schon an dem 
blöden Sicherungsformat. Teuer und hat nicht jeder Kramladen. Dafür hat 
man nachdem das das erste mal passiert ist meist 'nen Vorrat.

von Alex B. (alex96)


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ja ist ein altes Multimeter
aber warum komisches Sicherungsformat?
das ist eine standard 5x20 mm Sicherung
Bzw sollte da so eine rein ;)

von Lukas T. (tapy)


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Ah, okay, bei meinen Voltcraft-Dingern war's immer was Komisches. Länger 
als 20. Beim Fluke hab' ich die Sicherung noch nicht geschafft. Nicht, 
dass ich's je drauf angelegt hätte.

von Georg W. (gaestle)


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Alex B. schrieb:
> passt zum Thema ...

Eine Sicherungsschraube. Der blanke Draht rechts daneben sieht auch 
seltsam aus. Was ist das?

Lukas T. schrieb:
> Ah, okay, bei meinen Voltcraft-Dingern war's immer was Komisches. Länger
> als 20.

Mit Keramikgehäuse ? Dnn sind das Sicherungen mit hohem Abschaltvermögen 
(und hohem Preis).

von Asko B. (dg2brs)


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Hallo
Ich muss mich auch outen.....
Ich habe auch schon mal eine defekte Sichereung mit
umwickelter Alufolie benutzt.
Und das bestimmt nicht nur einmal (Ich wollte wissen wo´s klemmt).
Ich stell mich jetzt auch in die Ecke und schaeme mich (heimlich).

Gruss Asko.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Georg W. schrieb:
> Der blanke Draht rechts daneben sieht auch
> seltsam aus. Was ist das?

Das könnte der Shunt für den 10A Messbereich sein, sorgfältigst montiert 
und abgeglichen... Auch der kleine hellblaue Widerstand rechts oben hat 
schon bessere Zeiten gesehen :-) Das arme Messgerät wurde wohl ziemlich 
malträtiert.

von Mike M. (mikeii)


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Bei dem Bild hab ich erst geguckt, warum der dünne Draht ein Problem 
darstellen könnte. 2 Minuten später hab ich den Spax entdeckt :P

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