Hallo Leute, habe gerade ein Problem mit einem Instrumentenverstärker den ich aufgebaut habe. Prinzipell geht es darum ein differentielles Signal mit 14Mhz, das von einer Spule durch magnetische Kopplung erzeugt wird zu verstärken und dabei die Spule möglichst hochohmig abzuschließen; da die Spule selbst das magnetische Feld nicht beeinflussen soll (kleiner Strom -> geringer Auswirkungen auf das mag. Feld) Das Signal der Spule hat keinerlei Bezug zur Masse der Schaltung. Da es keinen fertigen Instrumentenverstärker gibt, der ein ausreichendes GBW-Produkt besitzt, habe ich ihn selbst mit OpAmps mit hohem GBW-Produkt aufgebaut. Type: http://www.analog.com/en/all-operational-amplifiers-op-amps/operational-amplifiers-op-amps/ada4817-1/products/product.html Schaltung: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Instrumentation_Amplifier_3OpAmp.svg dabei habe ich die Spule einfach zwischen die + Eingänge der ersten OpAmps geschalten. Am Ausgang der Schaltung sollte ich ein Signal bezogen auf Masse erhalten, bekomme aber überhaupt kein Ausgangssignal. Ich habe die Beschaltung schon kontrolliert und es sollte alles stimmen. Habe es auch schon mit einem Biaspfad an den + Eingängen versucht. (10Meg auf Masse) Hat leider alles nichts genützt. Die Verstärkung brauch nicht höher als 3 sein. Danke schon im Vorraus für eure Lösungsansätze. MfG Hannes
Ein Instrumenten Verstaerke macht wenig Sinn. Wird ueber dieselbe spule auch gesendet ? Resonant gesendet ? Dann sie OpAmps wahrscheinlich schon verbraten...
Wie hast du die Teile versorgt? Da steht nichts in deinem "Schaltplan". Gruß
hannes fransens schrieb: > Schaltung: > http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Instrumenta... > dabei habe ich die Spule einfach zwischen die + Eingänge der ersten > OpAmps geschalten. Das reicht nicht. Einer der Eingänge muss auf ein definiertes Potential gelegt werden (z.B. halbe Versorgungsspannung) sonst driftet dir der Eingang munter durch den Common Mode Bereich, bis die Eingangs-OPs an der Versorgungsspannung sind.
Michael A. schrieb: >> dabei habe ich die Spule einfach zwischen die + Eingänge der ersten >> OpAmps geschalten. > > Das reicht nicht. > Einer der Eingänge muss auf ein definiertes Potential gelegt werden Genau. Und wenn man das macht, dann werden zwei der drei Opamps obsolet. Übrig bleibt ein einzelner Opamp, der als nichtinvertierender Verstärker geschaltet ist.
Viktor N. schrieb: > Ein Instrumenten Verstaerke macht wenig Sinn. Wird ueber dieselbe spule > auch gesendet ? Resonant gesendet ? Dann sie OpAmps wahrscheinlich schon > verbraten... Instrumenten Verstärker ist mir als erstes bei hochohmigen Messen von Spannungen eingefallen... war wahrscheinlich doch nicht der richtige Weg. Die Spule wird nur für Messungen (Signalform) im Feld verwendt. Der Datenverkehr erfolgt über andere Spulen. Deshalb soll die Messung das Feld auch so wenig wie möglich beeinflussen.
Jens schrieb: > Wie hast du die Teile versorgt? Da steht nichts in deinem "Schaltplan". > Gruß Die OpAmps werden mit +/- 5V versorgt. Mehr ist auch nicht drinnen.
Michael A. schrieb: > hannes fransens schrieb: >> Schaltung: >> http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Instrumenta... >> dabei habe ich die Spule einfach zwischen die + Eingänge der ersten >> OpAmps geschalten. > > Das reicht nicht. > Einer der Eingänge muss auf ein definiertes Potential gelegt werden > (z.B. halbe Versorgungsspannung) sonst driftet dir der Eingang munter > durch den Common Mode Bereich, bis die Eingangs-OPs an der > Versorgungsspannung sind. Yalu X. schrieb > >Genau. Und wenn man das macht, dann werden zwei der drei Opamps obsolet. >Übrig bleibt ein einzelner Opamp, der als nichtinvertierender Verstärker >geschaltet ist. Brauch ich dann beim nichtinvertierenden Verstärker einen DC-Pfad am + Eingang? Bzw. was ist noch zu beachten beim hochohmigen Messen an einer Spule?
Danke für die vielen Antworten :-) Hift mir sehr weiter. Wie man vielleicht merkt bin ich noch nicht so erfahren im analogen Schaltungsdesign.
hannes fransens schrieb: > Brauch ich dann beim nichtinvertierenden Verstärker einen DC-Pfad am + > Eingang? Nein, zumindest keinen expliziten. Da die Spule nur einen endlichen ohmschen Widerstand hat, ist das Ruhepotential am +-Eingang des Opamps das gleiche wie das am anderen Spulenanschluss, der bspw. auf Masse gelegt wird. Damit bildet die Spule selbst den gewünschten DC-Pfad.
Würde es eigentlich mit einem Trafo zwischen Spule und Instrumentenverstärker funktionieren? Mit einem Anschluss des Trafos auf GND.
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