Hi,
wenn ich mir mit mehreren Leuten ein Netzwerk teilen muss, kann ich -
damit mein Rechner schneller im Netzwerk ist als die anderen PCs - durch
Hinzufügen einer zweiten Netzwerk-Karte - mir dadurch einen Vorteil
erschaffen, weil ich dann durch das Switch schneller bedient werden
kann?
Klar, damit kannst du auf geraden Leitungsstücken andere Datenpakete
überholen und vor der nächsten Kurve sauber ausbremsen.
Vor allem bei Cat 5e und Cat6 Kabeln.
Hallo,
wichtig ist auch, dass Du ein hochwertiges Netzwerkkabel verwendest. Bei
guten Kabel flitzen die Daten dank der hervorragenden Verarbeitung und
sorgfältig ausgewählter Materialien quasi nur so durch das Kabel.
Dadurch werden die lästigen Latenzzeiten klein gehalten und die Daten
kommen schneller an. Außerdem werden die digitalen Informationen nur
unwesentlich verschlechtert. Bei billigen Kabeln ist das oft ein
Problem: auf der einen Seite kommt 255, 255, 255 rein aber es kommt nur
ein 128, 128, 128 raus - dementsprechend schlecht ist die
Übertragungsrate mit einem billigen Kabel. Bei gutem Kabel kommen von
den 255 tatsächlich 254 an, was natürlich sehr gut ist. Getestet habe
ich das mit dem CAT7-ExcellenceMeasurementToolkit eines Bekannten.
Gruß
Plasberg schrieb:> wichtig ist auch, dass Du ein hochwertiges Netzwerkkabel verwendest.
ich würde sagen kurze, hochwertiges Netzwerkkabel. Denn auch
Lichtgeschwindigkeit braucht bei einem langen kabel mehr zeit als bei
einem kurzen.
Sinn macht das eh nur, wenn die Daten innerhalb des PCs auch
entsprechend zur Netzwerkschnittstelle gelangen. Herkömmliche
Festplatten können die Daten gar nicht so schnell liefern, daß 2x 1GBit
ausgenutzt werden.
Icke ®. schrieb:> Herkömmliche> Festplatten können die Daten gar nicht so schnell liefern, daß 2x 1GBit> ausgenutzt werden.
also festplatten können eigentlich immer mehr also 100Mbyte/s liefern.
Einige normale SATA HDDs können aussen so um die 130-140MB/s. Schon
einfache Server und einfache RAID-Systeme können also weit mehr als
1Gbit liefern kann. Nur gehören natürlich immer mindestens zwei zu
diesem Tanz. Der PC allein wird durch 2 Karten nicht schneller, wenn das
Gegenstück nur eine hat.
Offen wär freilich, ob Pappnasenbecher das auch meint. Was er schreibt
klingt eher nach einem Hardcore-Gamer, der ein paar Mikrosekunden
schneller klicken will. ;-)
A. K. schrieb:> Was er schreibt> klingt eher nach einem Hardcore-Gamer,
Oder nach einem "Power-Sauger", der mehr Bandbreite für sich haben will.
Dazu: Zuerst prüfen ob mehr parallele TCP-Verbindungen zu mehr
Gesamt-Durchsatz führen. Würde darauf schliessen lassen, dass der Router
kein besonderes Traffic-Shaping macht, oder zumindest keines pro Host.
=> Zweite Netzwerkkarte bringt nix
Andernfalls: Zweite Netzwerkkarte rein, kein Bonding verwenden. Zweite
IP per DHCP zuweisen lassen, Bingo: Doppelte Bandbreite, weil der Router
nicht wissen kann, das beide MAC-Adressen zum selben PC gehören.
Aber: Du musst jetzt irgendwie die Anwendungen auf deinem PC dazu
bringen, mal die eine, mal die andere Source-IP zu verwenden, um auch
beide Leitungen auszunutzen...
Peter II schrieb:> also festplatten können eigentlich immer mehr also 100Mbyte/s liefern.
Längst nicht alle (klassischen) können das und wenn, dann auch nur bei
großen Daten am Stück.
Εrnst B✶ schrieb:> Oder nach einem "Power-Sauger", der mehr Bandbreite für sich haben will.
falls er einen so breitbandigen Internetanschluß hat wie ein
Rechenzentrum, könnte das in Frage kommen...
Plasberg schrieb:> Hallo,>> wichtig ist auch, dass Du ein hochwertiges Netzwerkkabel verwendest. Bei> guten Kabel flitzen die Daten dank der hervorragenden Verarbeitung und> sorgfältig ausgewählter Materialien quasi nur so durch das Kabel.> Dadurch werden die lästigen Latenzzeiten klein gehalten und die Daten> kommen schneller an. Außerdem werden die digitalen Informationen nur> unwesentlich verschlechtert. Bei billigen Kabeln ist das oft ein> Problem: auf der einen Seite kommt 255, 255, 255 rein aber es kommt nur> ein 128, 128, 128 raus - dementsprechend schlecht ist die> Übertragungsrate mit einem billigen Kabel. Bei gutem Kabel kommen von> den 255 tatsächlich 254 an, was natürlich sehr gut ist. Getestet habe> ich das mit dem CAT7-ExcellenceMeasurementToolkit eines Bekannten.>> Gruß
Das dann nicht ursprüngliche Wert herauskommt, liegt aber daran, das in
dem Kabel, das du verwendet hast, nicht genug Bits passen. In solch
einen Fall muss ein Kabel mit Datenkompression verwendet werden. Reicht
das immer noch nicht, musst du halt mehrere davon hintereinander
schalten.
Icke ®. schrieb:> Εrnst B✶ schrieb:>> Oder nach einem "Power-Sauger", der mehr Bandbreite für sich haben will.>> falls er einen so breitbandigen Internetanschluß hat wie ein> Rechenzentrum, könnte das in Frage kommen...
Nicht unbedingt...
Bsp: WG mit drei Personen teilt sich einen 6Mbit-DSL-Anschluss.
Alle hängen über 1000Base-T am Router.
Wenn die DSL-Leitung dicht ist, verteilt dieser die verfügbare
Bandbreite gleichmäßig auf die drei PCs. (IIRC wird das bei Fritz-Boxen
so beworben).
d.H. jeder kriegt 2MBit.
Wenn sich "Pappnasenbecher" jetzt eine zweite Netzwerkkarte einbaut,
kriegt er 3Mbit und die zwei anderen Mitbewohner jeweils nur 1.5MBit.
Nur dass beim Bonding der Rechner mit den zwei Karten je nach
ausgewähltem Algorithmus gesendete Pakete auf die Karten aufteilt, in
Empfangsrichtung aber der Switch mitspielen müsste. Die Fragestellung
legt nahe, dass das Setup vom Pappnasenbecher das nicht hergibt.
Mit verschiedenen IPs statt Bonding wird's auch nicht ganz so
Plug'n'Play, wenn diese im selben Subnetz liegen - was wiederum auch zu
vermuten ist.
Wie man's auch nimmt, ohne entsprechende Unterstützung seitens des
Switches wird das nichts. Und wenn die gegeben wäre, wäre auch die
zweite Netzwerkkarte nicht mehr nötig, weil dann eine Priorisierung, die
ja an erster Stelle gewünscht zu sein scheint, auch mit den dafür
vorgesehenen Konfigurationsmitteln machbar wäre.
Wie man's auch nimmt, es fehlt die richtige Hard-/Software auf der
anderen Seite.
Der Entwickler schrieb:> Das dann nicht ursprüngliche Wert herauskommt, liegt aber daran, das in> dem Kabel, das du verwendet hast, nicht genug Bits passen. In solch> einen Fall muss ein Kabel mit Datenkompression verwendet werden.
Richtig. Aber drauf achten, dass es sich um Vollbit Kompression handelt,
das ist die kleine Schwester der Vollbit Verschlüsselung. Die höchste
Kompressionsrate wird erzielt, wenn man 256 Bit (Vollbit) auf 256
Adernpaare (Vollblut) aufteilt und diese am Ende nur einem einzigen
RJ45-Stecker zuführt. Mit dieser 256:1-Ratio ist das theoretische
Maximum von 256:0 schon fast erreicht, aber das gibt's nur noch mit
Supra-Vollbit-Depression unterhalb von -273,16 K.
> Reicht das immer noch nicht, musst du halt mehrere davon hintereinander> schalten.
Oder das Kabel ordentlich aufwickeln für die optimale Binärinduktion.
Bonding dürfte fürs DSL nichts bringen. Bei einer zweiten IP-Adresse bin
ich da auch nicht sicher, je nachdem wie das Bandbreitenmanagement des
Routers aussieht. Wenns simpel ist, dann läuft das letztlich über die
Anzahl TCP Connections, egal wieviel IPs beteiligt sind.
Für eine zweite IP-Adresse braucht zudem man keine zweite Karte. Das
geht auch mit einer. Das Problem dabei ist dann eher, die Request auf
die beiden Adressen zu verteilen.
Malte S. schrieb:>> Oder das Kabel ordentlich aufwickeln für die optimale Binärinduktion.
Da besteht dann aber die Gefahr, das die Bits umkippen, wenn sie über
Kopf durch das Kabel sausen. Der WickelRadius darf deshalb nicht zu
gross werden.
Es hilft dann aber auch, einen WLAN router unter das aufgewickelte Kabel
zu legen, der fängt dann die heruntergefallenen Bits wieder auf.
Schliesst man den dann noch an eine zweite Netzwerkkarte an, speist er
die Bits dann wieder in den Rechner ein. Das Betriebssystem kümmert sich
dann automatisch um die richtige Reihenfolge, da die Bits ja einzelnen
durchnummeriert sind.
Pappnasenbecher schrieb:> Hi,>> wenn ich mir mit mehreren Leuten ein Netzwerk teilen muss, kann ich -> damit mein Rechner schneller im Netzwerk ist als die anderen PCs - durch> Hinzufügen einer zweiten Netzwerk-Karte - mir dadurch einen Vorteil> erschaffen, weil ich dann durch das Switch schneller bedient werden> kann?
Das kommt ganz auf Dein Netzwerk an und was du damit machen willst.
Ob es sinnvoll ist kann man ohne Angaben nicht sagen. Im Prinzip kannst
du damit einen Geschwindigkeitsfaktor von 0 bis 2 erreichen.
Es kann was bringen, es kann aber auch stören. Also erst Szenario mit
allen Netzkomponenten beschreiben, dann kann man was dazu sagen.
Pappnasenbecher schrieb:> durch> Hinzufügen einer zweiten Netzwerk-Karte - mir dadurch einen Vorteil> erschaffen, weil ich dann durch das Switch schneller bedient werden> kann?
Das wird kaum funktionieren, aber du kannst einen 2.PC anschliessen und
dann an beiden etwas weniger schnell als vorher arbeiten, insgesamt also
fast doppelt so schnell. Auf die Art musst du dich nur selbst anpassen
und nicht die Hardware und Software.
Gruss Reinhard
Pappnasenbecher schrieb:> Hinzufügen einer zweiten Netzwerk-Karte - mir dadurch einen Vorteil> erschaffen, weil ich dann durch das Switch schneller bedient werden> kann?
1.Wenn die Frage so steht, wird Dir Bonding wenig sagen und das Können
zum RICHTIGEN Einrichten noch fehlen.
2.Mache erst mal die einfachen Sachen und prüfe ob Dein Netzwerk
überhaupt gesund ist oder irgendwo ein Flaschenhals, den Andere nicht
haben. Manchmal hat ein anderes Kabel schon Wunder bewirkt und die Zahl
der kaputten Pakete war plötzlich 0.
Vergleiche ob z.B. unterschiedlich lange Pakete in DEINEM Netz gesund
ankommen. Dafür mußt Du natürlich mit Deinen IPs testen.
C:\>ping 8.8.8.8 -l 4000
C:\>ping 8.8.8.8 -l 400
...
Ping-Statistik für 8.8.8.8:
Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0 (0% Verlust),
Ca. Zeitangaben in Millisek.:
Minimum = 84ms, Maximum = 86ms, Mittelwert = 85ms
oder mit tracert den Weg verfolgen.
Es geht mir darum - wenn ich tagsüber im Büro arbeiten muss mit unserem
langsamen Dorf-DSL (500kBit theoretische Höchstleistung) - und andere
User auch drauf zugreifen wollen, dass ich eine höhere Datenrate habe
als die anderen User. Wenn ich z.B. 100 Prozent Leistugn habe - z.B.
100kbit-aktuelle Datenrate, dann möchte ich z.B. 70kBit haben, die
übrigen müssen sich mit den 30kbit zufriedenstellen. Darum meine Idee
mit einer zweiten Netzwerk-Karte - dann hätt ich zweifach Datenpakete
empfangen können, wäre also dooppelt so schnell vom Router bedient
wurden als die anderen, die nur eine Karte haben. Aber gut - geht halt
nicht.
Wie kann ich mein Problem dann loesen?
Reinhard Kern schrieb:> Das wird kaum funktionieren, aber du kannst einen 2.PC anschliessen und> dann an beiden etwas weniger schnell als vorher arbeiten, insgesamt also> fast doppelt so schnell. Auf die Art musst du dich nur selbst anpassen> und nicht die Hardware und Software.
Sorry, aber wie soll das gehen ? Ich will doch nicht mit zwei Rechnern
gleichzeitig arbeiten. Ich habe zwar noch einen zweiten Rechner - mein
Notebook, aber das brauche ich wenn ich mal unterwegs bin, zu Haus hab
ich meinen FestPC.
Der Entwickler schrieb:> Da besteht dann aber die Gefahr, das die Bits umkippen, wenn sie über> Kopf durch das Kabel sausen. Der WickelRadius darf deshalb nicht zu> gross werden.> Es hilft dann aber auch, einen WLAN router unter das aufgewickelte Kabel> zu legen, der fängt dann die heruntergefallenen Bits wieder auf.> Schliesst man den dann noch an eine zweite Netzwerkkarte an, speist er> die Bits dann wieder in den Rechner ein. Das Betriebssystem kümmert sich> dann automatisch um die richtige Reihenfolge, da die Bits ja einzelnen> durchnummeriert sind.
Irgendwie scheinst Du Dich über meine Frage lustig gemacht zu haben. Mit
diesem Beitrag kann ich eher weniger was anfangen.
Εrnst B✶ schrieb:> Aber: Du musst jetzt irgendwie die Anwendungen auf deinem PC dazu> bringen, mal die eine, mal die andere Source-IP zu verwenden, um auch> beide Leitungen auszunutzen...
Kannst Du mir einen Tipp geben, wie ich das machen kann?
Da hilft ein zweiter DSL-Anschluss mehr als eine zweite Netzwerkkarte.
Natürlich geht das auch mit Traffic Shaping. Was, wie schon bei ca. 120%
aller Antworten rauszulesen war, eine entsprechende
Netzwerkinfrastruktur voraussetzt.
Bei der bandbreite sollte das ein Raspberry Pi im Schlaf machen.
Irgendwas mit zwei Netzwerkkarten (nein, nicht Dein Rechner) ist
natürlich prinzipiell sauberer. In jedem Fall erforderlich: das Know How
zum Aufsetzen. Alternativ die Kohle für jemanden, der Dir das macht und
sei es als Teil des Kaufpreises eines fertigen Produkts. Die 5€ für ne
zweite Karte reichen nicht ganz.
Mit dem hier: http://www.cfos.de/de/cfosspeed/cfosspeed.htm kannst Du
das einstellen, die anderen aber auch (muss auf alle Rechner installiert
werden). Nützt also nur was, wenn die anderen Nutzer (aus welchem Grunde
auch immer) Dir eine höhere Rate zubilligen.
Euer langsames Dorf-DSL scheint ja so eine Art Gemeinschaftsprojekt zu
sein. Dann sorge doch mal dafür, dass unbedingt der (Haupt-)Switch
ausgewechselt werden muß (z. B. weil er kaputt ist). Ganz zufällig hast
Du noch einen Switch im Keller rumliegen. Und ganz zufällig ist das
einer, der QoS kann. Das verrätst Du natürlich keinem. Nun must Du nur
noch dafür sorgen, dass Du einen QoS-Anschluß bekommst und möglichst
kein anderer von deinen Nachbarn. Bei einem Managed-Switch kannst Du das
auch einstellen, wenn er bereits eingebaut ist. Vorraussetzung dazu ist
naturlich, dass da keiner in dem Dorf rumläuft, der mehr davon versteht
als Du, sonst werden sie längere Zeit nicht mehr mit dir sprechen.
Zwei Netzwerkkarten im gleichen LAN von einem Rechner scheidet schon
aus, weil der DHCP-Server meckert, weil er dann zwei Rechner mit dem
gleichen Namen findet.
Viel Erfolg ;-)
Pappnasenbecher schrieb:> mit einer zweiten Netzwerk-Karte - dann hätt ich zweifach Datenpakete> empfangen können, wäre also dooppelt so schnell vom Router bedient> wurden als die anderen, die nur eine Karte haben.
Ich nehme an, es geht eher um Downloads als um Uploads. In diesem Fall
ist weder deine Netzwerkkarte im PC noch euer DSL-Router für die
Zuteilung des Traffics zuständig. Sondern der Router des Providers. Denn
der sitzt aus Richtung des Traffics gesehen am Anfang der Engstelle,
euer DSL aber dahinter. Welche Netzwerkkarte beim Kunden hinter dessen
DSL-Router sitzt, das ist dem wahrscheinlich herzlich egal, den wird nur
die Fairness bei den Kundenanschlüssen insgesamt interessieren.
Wahrscheinlicher ist, dass die begrenzte Bandbreite über die parallel
laufenden TCP-Verbindungen gleichmässig verteilt wird. Sind 4
datenintensive Verbindungen gleichzeitig aktiv, dann kriegt effektiv
jede davon ein Viertel, egal ob die 4 Verbindungen über eine Karte eines
PCs laufen, oder über 4 Karten in 3-4 PCs. Weil der erwähnte Router des
Providers alle 4 Verbindungen gleich behandelt (traffic shaping bei
exzessiven Saugern mal nicht betrachtend).
Da geht also evtl. schon was, auch ohne Netzwerkkarte. Aber wenn du
deine Vorstellung von Fairness beim Netzwerkzugang konsequent umsetzt,
dann verteilt sich das langfristig doch wieder gleichmässig. Wenn
nämlich auf dein Vierteljahr hoher Bandbreite anschliessend drei
Vierteljahre mit Internet-Sperre folgen. Oder ersatzweise eine
ordentliche Tracht Prügel, je nach Charakter der Konkurrenten.
Ralf schrieb:> Viel Erfolg ;-)
Nette Idee, aber er müsste sich bei Downloads eher einen Freund beim
Provider suchen, der für ihn QoS-Tuning in Echtzeit betreibt. Also nach
dem Motto: "Hallo Egon, ich zieh grad 'Stirb langsam 9' von Server
1.2.3.4, kannst du den bitte mal priorisieren? Danke!". Dank NAT sehen
für den Provider nämlich alle PCs irgendwie gleich aus.
@A. K.:
Wenn, durch welche Maßnahme auch immer, die Downloads der (noch...)
Kollegen ausgebremst werden, kommen auch entsprechend weniger ACKs pro
Zeiteinheit zurück. Folglich wird der Stream beim Absender gedrosselt.
Oder man befasst sich direkt nur mit den ACKs. Ist auch sehr effektiv,
nur weniger einfach zu dimensionieren. So kann man also durchaus ohne
Amtshilfe vom ISP an der Aufteilung schrauben. Eine im Gegensatz zum
Vorhaben des TE einwandfreie Anwendung ist empfangsseitiges QoS.
mhh schrieb:> Mit dem hier: http://www.cfos.de/de/cfosspeed/cfosspeed.htm kannst Du> das einstellen, die anderen aber auch (muss auf alle Rechner installiert> werden). Nützt also nur was, wenn die anderen Nutzer (aus welchem Grunde> auch immer) Dir eine höhere Rate zubilligen.
kann man das Programm auch an einen anderen Prozess einfach mit
anhangen? z.B. haben viele PCs eine MOM.EXE für die Grafik-Karte und
wenn ich diesen Prozess einfach dort mit dranhängen könnte, dann würden
die anderen User es garnicht mitbekommen, dass so ein Prozess läuft -
aber ich weis nicht, wie das geht, kannst Du mir Tipp geben?
Malte S. schrieb:> @A. K.:> Wenn, durch welche Maßnahme auch immer, die Downloads der (noch...)> Kollegen ausgebremst werden, kommen auch entsprechend weniger ACKs pro> Zeiteinheit zurück. Folglich wird der Stream beim Absender gedrosselt.
Warum wird der Schtream gedrosselt? Wenn andere weniger schicken, dann
schicke ich doch mehr pro Zeiteinheit - das kann so in dieser Form nicht
ganz mit der Realität übereinstimmen.
Wenn "etwas" im Netzwerk dafür sorgt, dass die ACKs (=Quittierungen),
die die Rechner der anderen User für ihre Download-Pakete schicken,
verzögert rausgehen, dann erkennt die Sendeseite (=Server, von dem die
anderen downloaden) das und geht mit der Geschwindigkeit herunter. Das
führt dazu, dass mehr Bandbreite frei bleibt, die Du dann ohne
künstliche Bremse ausnutzen kannst. Bis jemand auf die Idee kommt, Dir
den Stecker verdienterweise ganz zu ziehen. Am besten kurz vor Ende
eines nicht wiederaufnehmbaren Riesendownloads.
Alon - so nicht schrieb:> Klar, damit kannst du auf geraden Leitungsstücken andere Datenpakete> überholen und vor der nächsten Kurve sauber ausbremsen.> Vor allem bei Cat 5e und Cat6 Kabeln.
Erinnert an einer der ersten Breitbandexperten:
http://www.bayernwitze.de/karl_valentin/w191/
Pappnasenbecher schrieb:> was haltet ihr davon:>> http://www.ebay.de/itm/1000m-LWL-2G-100-140-Glasfaserkabel-Lichtleiterkabel-Leoni-Siemens-A-V-ZN-11Y-/261101506021
Wenn du die Technik am Ende dazu hast versuchs. Die Stecker (und die
Fasern der Kabelbeschriftung nach ebenfalls) sehen jedenfalls nicht sehr
gebräuchlich/standardkonform aus.
Über "Übliche" Glasfaserkabel würde ich jedenfalls nicht drüberfahren
wollen. Außer der Datenverkehr wäre mir egal ;)
Wenn du nur 1000m überbrücken willst kannst du es ja auch mal mit WLAN
(natürlich mit Richtantennen) versuchen. Sichtverbindung vorrausgesetzt.
Pappnasenbecher schrieb:> Kann man da mit dem Autoreifen drüber> fahren bzw. sind diese kabel Kältepfindklichkeit vorhanden?
Du kannst auch mit dem Panzer drüber fahren. Woher weißt Du überhaupt ob
es vorher noch ok war? Meßprotokoll?? Wo steckst Du es an?