Theorie und Praxis einer Spule decken sich nicht

#3106258
Lesenswert?

Hallo,

ich will einen Hubmagneten bauen um an einem Generator einen Hebel 
elektrisch zu betätigen. Für die Spule habe ich eine Spannung von 12V 
zur Verfügung.

Für den Einstieg habe ich einfach mal eine Spule gebaut. Nachdem der 
damit gebaute Hubmagnet zu schwach ist habe ich mal etwas gerechnet und 
bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die an der Spule gemessene 
Stromstärke nicht zur der theoretischen passt.

Im Anhang habe ich die Berechnung und ein Bild von der Spule.

Der Berechnung nach müsste bei 12V ein Strom von ca. 8,5A fließen. Bei 
25V entsprechend etwas um die 17A. Es fließen allerdings nur 2,5A (bei 
12V) und ca. 5A bei 25V.

Was übersehe ich? Bzw. was ist an meiner Rechnung falsch?

Danke

matt
Angehängte Dateien:
#3106304
Lesenswert?

Deine 80m Draht mit 0,8mm Druchmesser (0,5mm^2 Querschnitt) haben 2,9 
Ohm, macht an 12V 4,1A. Um den Wert zu erreichen, musst du aber sehr gut 
wickeln und keinen Platz verschenken, sonst werden es weniger Windungen.

Wahrscheinlich hat dein Draht keine 0,8mm Durchmesser sondern weniger.
#3106363
Lesenswert?

Was für eine Spannung legst du an? Geglättete Gleichspannung, 
Wechselspannung oder pulsierende Gleichspannung?
je nachdem misst das Messgerät evt. Mist und die Induktivität der Spule 
macht sich bemerkbar.

Johannes E. schrieb:
> Die Windungszahl kann man bei einem runden Draht nicht so einfach
> berechnen wie du es gemacht hast.
Eben, die Windungen liegen versetzt ineinander, also hast du mehr 
Windungen als errechnet.
Gast #3106504
Lesenswert?

Das Eine ist das zu schwache Feld, das Andere ist die nicht passsende 
Stromstaerke.  Die Stromstaerke kann man rechnen, und messen. Allerdings 
etwas komplizierter wie beschrieben. Dermittlere Umfang funktioniert nur 
bei duennlagigen Spulen. Etwas mehr Sorgfalt bitte.
Das Feld kann man rechnen und mressen. Allerdings etwas komplizierter 
wie beschrieben. Ich wuerd das Linienintegral des Stromes nach 
Biot-Savart rechnen.
Und : Ein Feld ist noch lange nicht eine Kraft. Da muesste man viel mehr 
zum Aufbau wissen...
#3116185
Lesenswert?

Hallo,

ich muss ca. 30N über einen Weg von 40mm aufbringen.
Anstelle eines Hubmagneten nehme ich jetzt einen kleinen 12V 
Getriebemotor, der als "Seilwinde" verwendet wird. Über eine Schnur 
zieht er den Hebel an sich.

Zwei Schalter für die Endpositionen dran, fertig.

Danke für eure Tipps.
#3116237
Lesenswert?

@ Matt B. (mattb)

>ich muss ca. 30N über einen Weg von 40mm aufbringen.
>Anstelle eines Hubmagneten nehme ich jetzt einen kleinen 12V
>Getriebemotor, der als "Seilwinde" verwendet wird. Über eine Schnur
>zieht er den Hebel an sich.

Naja, ein Würg-Araound. Ein Hbmagnet für 30N/40mm wird sehr groß, weil 
ein Hubmagnet an sich einen sehr schlechten Wirkungsgrad/Leistungsdichte 
hat, wegen dem sehr großen Luftspalt. Ein kleiner Motor ist da um Längen 
besser. Eine Seilwide braucht man nicht, besser ist ein Stellmotor bzw. 
DC-Motor mit Gewindespindel. Kleiner, kompakter, robuster, stärker.

http://www.pollin.de/shop/dt/MTM1OTg2OTk-/Motoren/DC_Getriebemotoren/DC_Getriebemotor_mit_Spindel_200681_12_V_links.html

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren